Carl Gibson: „Blutende Herzen“ – Lenaus Martyrium für die Liebe in Poemen in Prosa und Lyrik  

 

 

 

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Carl Gibson

 

„Blutende Herzen“ –

 

Lenaus Martyrium für die Liebe

in Poemen in Prosa und Lyrik

 

 

Der Melancholiker und die Musen –

im tragischen Geheimbund mit der „Unwiderstehlichen“, Sophie von Löwenthal,

 und ein dionysisches Intermezzo mit der Diva Caroline Unger

 

 

 

Die große Liebe des romantischen Dichters Nicolaus Lenau

im Glück und Unglück, zwischen Ideal und Wirklichkeit, Manie und Depression,

 

 

neu interpretiert und biographisch dargestellt aus intimen Tagebuchaufzeichnungen und Briefen

 

Das Werk erscheint voraussichtlich im Jahr 2020.

 

Blutende Herzen“ – Lenaus Martyrium für die Liebe in Poemen in Prosa und Lyrik

„Unsere Liebe ist gewissermaßen eine unglückliche, und wir wollen unverdrossen und muthig die stille, heimliche Tragödie, in der niemand spielt und zuschaut, als unsere blutenden Herzen bis an unser Ende fortführen. (…)

Ich habe Augenblicke, in welchen ich vergehn möchte vor Schmerz über unser Loos. Ich habe auch andre, wo mir unser Unglück theuer ist, weil ich mir denke, du würdest mich vielleicht weniger lieben, wenn Dein Gefühl nicht unter Gefahren und Schmerzen aufgewachsen wäre.

Vielleicht müssen zwei Herzen erst aufgeschnitten werden, wenn sie ganz zusammenwachsen sollen.

Wir haben unsere blutenden Stellen aneinandergelegt und müssen so festhalten, wenn wir uns nicht verbluten wollen.

O ich will dich halten! Du wirst mich auch halten, ich weiß es.[1]

Lenau

„Wenn ich einmal todt bin und du liesest meine Zettel, so wird Dir das Herz wehthun.

Diese Zettel sind mir das Liebste, was ich geschrieben habe. So unüberlegt sind mir dabei die Worte aus dem Herzen aufs Papier gesprungen, wie ein Vogel aus dem Nest fliegt.

Wer mich kennen will, muß diese Zettel lesen. Aber es darf mich ja niemand kennen als du.

Kennst du mich aber? Du kennst mich nicht, und wenn ich dir noch viele schreibe, so kennst du mich doch nicht, bevor ich todt bin. “[2]

 

„Man hat zuweilen meine Arbeiten plastisch genannt; daran ist wenigstens so viel wahr, daß ich dabei wie ein plastischer Künstler zu Werke gehe und mich selbst zerschlage wie der Bildhauer die Form, um den Gedanken heraustreten zu lassen. Vielleicht ist die Eigenschaft meiner Poesie, daß sie mein Selbstopfer ist, das beste daran. Man verzeiht es mir darum, wenn mein Herzblut nicht so gleichmäßig u. regelrecht abläuft, wie der Tropfen einer Wasseruhr. Ohne das Gefolge der Trauer ist mir das Göttliche im Leben nie erscheinen.“[3]

Lenau

„meine sämmtlichen Schriften sind, da ich für Thaten keinen Raum finde, mein sämmtliches Leben“[4]

 

 

 

Lenau

Versteck’ du Narr,

Dein blutend Herz in Eis und Hohn!

Nietzsche, Vereinsamt

 

 

 

ISBN 978-3-947337-21-7

 

  1. Auflage, 2020

Copyright © Carl Gibson, Tauberbischofsheim.

Alle Rechte vorbehalten.

[1] HKA, 7. S. 68.

[2] HKA, 7, S. 121. Notiz vom „28. Jänner 1838. Nachts“

[3] Brief Lenaus an Sophie von Löwenthal vom 5. Juli 1839, verfasst in Wien, HKA, 6, S.72.

[4] HKA, 6,1, S. 145.

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