Was verbindet die forcierte Dadaistin post festum Herta Müller mit Baselitz? Zur neuen Avantgarde der Destruktion und der Negativität Aus: Carl Gibson, Vom Logos zum Mythos!? Die Herta Müller-Maskerade im Brenn-SPIEGEL der ZEIT-Kritik, 2015, Online-Publikation, 3

Aesthetica in nuce – Oder Das nicht mehr Schöne in der deutschen Gegenwartsliteratur nach dem Fall des Kommunismus … und der Wende ins Apolitische: Dadaismus post festum Mystizismus, Obskurantismus, Irrationalismus –

3. Was verbindet die forcierte Dadaistin post festum Herta Müller mit Baselitz? Zur neuen Avantgarde der Destruktion und der Negativität.

Wenn die Dadaisten um Tristan Tzara vor hundert Jahren einiges auf den Kopf stellten und dabei Aufmerksamkeit erregten, dann war das damals ein expressionistisches Zeitphänomen und künstlerisch ideell legitim. Doch heute, ein Jahrhundert nach der Insurrektion Dada, darf man wohl mehr erwarten von der Kunst, in der Malerei, wo Baselitz seine Gemälde auf den Kopf stellt und gut davon lebt, aber auch in der Literatur, wo Verrücktheit und Entrücktheit nicht die einzigen „Maßstäbe der Wertung“ darstellen dürfen. Herta Müller stellt jedoch nicht nur einzelne – von mir und anderen übernommene – Motive auf den Kopf, sondern auch die allgemeine Logik, den gesunden Menschenverstand, die Realität, die Werte und die geschilderte Lebenswelt.
So gehen Literaten den verantwortungslosen Politikern unserer Zeit voraus, mit deren Plazet, quasi als eine Avantgarde der Destruktion und der Negativität. Philosophen und Kulturkritiker, die noch mit Logik, gesundem Menschenverstand und auf der Grundlage von traditionellen Werten operieren, sind dagegen machtlos.

Carl Gibson Vom Logos zum Mythos!? Die Herta Müller-Maskerade im Brenn-SPIEGEL der ZEIT-Kritik, 2015,

Carl Gibson Vom Logos zum Mythos!? Die Herta Müller-Maskerade im Brenn-SPIEGEL der ZEIT-Kritik, 2015,

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