Das Verrückteste erhält den Nobelpreis für Literatur oder Die Absurdität des Absurden

Die Absurdität des Absurden –

Das Verrückteste erhält den Nobelpreis für Literatur

http://www.fnweb.de/region/main-tauber/bad-mergentheim/carl-gibson-gegen-herta-muller-1.1251813

Die Absurdität des Absurden kommt aus Stockholm.

Als die Leute vom Nobelpreiskomitee das zeitweise modisch gewordene Phänomen des Absurden über Samuel Beckett zu würdigen gedachten, hielt dieser es mit Godot und kam nicht zur Ehrung.

Exil-Rumäne Eugen Ionesco, der dem Genre Theater des Absurden zu Weltruhm verholfen hatte, ging damals leer aus, obwohl die europäische Kulturnation der Rumänen seinerzeit schon eine noble Ehrung verdient hätte.

Um dem großen Deutschland einen kleinen Gefallen zu tun oder um die inzwischen zu erstrangigen Europäern aufgestiegen Rumänen mit zu versöhnen, reagierten die gewissensgeplagten Leute aus Stockholm dann doch noch zu später Stunde und vergaben in einem Anflug von selbstlosestem Altruismus den

Nobelpreis für Literatur 2009

an eine neue Protagonistin des Absurden, namentlich an die aus Rumänien stammende Undeutsche Herta Müller, deren merkwürdige Nonsens-Sprache das Deutsch der Jetztzeit ebenso reformieren wird wie der Einzug der Kulturlosigkeit in die Kultur.

Was dem strammen Antikommunisten und Metaphysiker Eugen Ionesco versagt worden war, musste der platten Materialistin aus dem Banat zugesprochen werden!

Ein Akt der Kompensation und nationaler Wiedergutmachung?

Wozu – und vor allem wofür?

Vielleicht für den Versuch, das bei Camus, Beckett und Ionesco bis zum Exzess philosophisch-literarisch ausgestaltete Absurde noch toppen zu wollen,
über neue Absurditäten am laufenden Band in den – in der Tat -einmalig absurden Ausführungen von Herta Müller?

Irrationalismen und Verrücktheiten jeder Couleur sollen nun auch rational begriffen werden?

Contradictio in adiecto!

So führt das Absurde sich vielleicht selbst ad absurdum!

Endlich!

Gott sei Dank!

Copyright: Carl Gibson

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