Wieder „ fährt ein Zug nach nirgendwo“ … – Herta Müllers wundersam abstruse Sonder-Zug-Fahrt … ins rumänische Pankow.

12. Wieder „ fährt ein Zug nach nirgendwo“ … – Herta Müllers wundersam abstruse Sonder-Zug-Fahrt … ins rumänische Pankow.

Es fährt ein Zug nach irgendwo …
Deutscher Schlager aus den Siebziger Jahren

Ist das der Sonderzug nach Pankow?
Udo Lindenberg

Diese ominöse Reise ins Nichts fand also vor der Edition von „Niederungen“ in der Bundesrepublik statt, also vor 1984.
Es muss also der Winter 1983/84 gewesen sein, da angeblich ein Schneefeld erwähnt wird.
Herta Müller durfte zu diesem Zeitpunkt in Rumänien veröffentlichen, sogar dadaistische Prosa im Kalender „Neuer Weg“ 1984.
Ihr zweiter Ehemann, der Poet Richard Wagner, war zu diesem Zeitpunkt Mitglied der Rumänischen Kommunistischen Partei, ein willfähriger Propagandist und Agitator, der seinen „Standpunkt“ im Jahr 1978, zu einem Zeitpunkt, als ich von der Securitate verfolgt wurde, ebenfalls im Kalender „Neuer Weg“ bekannt machte mit der Parole:
„hier ist alles in ordnung“!
Was Bundesbürger kaum wissen:
Herta Müller durfte ab 1984 mehrfach in die BRD reisen(und ihr zweiter Gatte Richard Wagner ebenso).
Wo bleibt da die echte „Verfolgung“?
Ein guter Schriftsteller schreibt nur über das, was er gut kennt.
Dort, wo er unsicher ist, wo er im Dunkeln tappt, dort entstehen Fehler, große Fehler, die die Glaubwürdigkeit des Autors in Frage stellen, vor allem, wenn er vorgibt, wahre Begebenheiten zu schildern, Ereignisse von historischer und biographischer Relevanz.
Zurück zum Bahnhof:
Was ein Bundesbürger ebenfalls nicht weiß, was den Siebenbürger Sachsen seinerzeit jedoch sofort auffiel ist der bereits erwähnte, doch gewichtige Aspekt –
Mit dem Zug kann man überhaupt nicht in die Poiana Brasov (deutsch Schulerau), reisen, weil die Strecke nicht existiert, weil die Schienen fehlen!
Ertappt, Frau Münchhausen?
Noch kann man von der Poiana Brasov aus einen Nachtzug nach Bukarest besteigen.
Was sagt Frau Münchhausen dazu?
Geographie und Topographie sind exakte Wissenschaften! Oder?
Herta Müllers Sonder-Zug fuhr also nicht nach Bukarest,
auch nicht nach Pankow,
sondern – wie im seichten deutschen Schlager
nach nirgendwo …
Es fährt ein Zug nach nirgendwo …
Also hätte Frau Münchhausen mit diesem Zug auch zum Mond fahren können in ihrer wenig originellen Imagination …
Oder – auf einer Kanonenkugel … abgefeuert von der bösen Securitate, vielleicht noch besser gleich zum Mars, um dort von den berüchtigten kleinen, grünen Männchen „terrorisiert“ zu werden.
Das also ist Herta Müllers „Erfahrung“ mit dem „Terror“?
Die Empirie dieses Terrors – absurdes Theater, sonst nichts! Selbst der Terror-Begriff wird so – durch Mitwirkung der ZEIT-Redaktion – ad absurdum so geführt!
„Terror“?
Darunter versteht ein Bundesbürger etwa die Schreckenstaten der RAF, die Bomben des Terroristen Carlos u. a. beim Sender RFE in München, die Anschläge auf die Olympischen Spiele und das Horrorszenario vom 11. September in New York.
Doch welchem „Terror“ soll die systemprivilegierte Herta Müller ausgesetzt gewesen sein?
Was weiß Herta Müller wirklich von Folter und Haft?
Nicht mehr als das, was sie von Hörensagen her kennt, Stories, dies sie dann als selbst erfahren einem naiven Lesepublikum auftischt – wie seinerzeit bereits in ihrem Roman „Herztier“.
Was Securitate-Terror wirklich bedeutet, habe ich in dem – von Herta Müller mehr oder weniger bewusst rezipierten „Symphonie der Freiheit“-Kapitel „Psychoterror“ beschrieben bzw. in dem Davor und in dem Danach dazu.
Darauf werde ich noch explizit eingehen.
DIE ZEIT suggeriert in ihrer lächerlichen „Richtigstellung“, Herta Müller hätte nur zwei Ortsnamen verwechselt!
Leidet Herta Müller vielleicht unter Gedächtnisverlust?
Während meiner langjährigen Oppositionszeit wurde ich oft verhaftet und malträtiert. Trotzdem kann ich auseinanderhalten, ob einer auf der Zugspitze zusammengeschlagen wurde oder in den Dünen der Insel Sylt.
Richtig an der „Richtigstellung“, der ZEIT-Redaktion ist allein die Tatsache, dass die allgemeine Konfusion vermehrt wurde, denn auch heute weiß man noch nicht, wer sich die Zugfahrt ins Nichts ausgedacht hat und wer Urheber der boshaften Unterstellung ist, die Verleumdung gehörte zum Brauchtum der Banater Schwaben.
Fakt ist:
Herta Müllers Schilderung einer Zugfahrt von Temeschburg über das Gebirge nach Poiana Brasov und von dort aus nach Bukarest ist schlechthin abwegig – sie ist erfunden und erlogen. Sie fand nur im Kopf der Autorin statt, ebenso die körperliche Misshandlung, die fiktiv ist und irreal.

Carl Gibson mit seinem neuen Werk Allein in der Revolte
Carl Gibson

carl Gibson, Symphonie der Freiheit und Allein in der Revolte, Titelbilder

Carl Gibson neues Buch Allein in der Revolte Buckrückseite

Carl Gibson neues Buch Allein in der Revolte

Copyright: Carl Gibson
Fotos von Carl Gibson: Monika Nickel

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