Ein Hauch von James Bond – 007 in Draculas Transsylvanien

14. Ein Hauch von James Bond – 007 in Draculas Transsylvanien

Die Summe der Hirngespinste und Irrationalismen in dem stümperhaft-grotesken Machwerk Herta Müllers nimmt weiter zu, je genauer man hinschaut.
Was wurde aus der bundesdeutschen Lektorin?
Mit welcher Lektorin will Herta Müller verabredet gewesen sein und weshalb, zu welchem Zweck?
Hat die unbekannte Lektorin auch einen Namen, eine Anschrift?
Wie kam die fremde West-Lektorin ins Herzland Rumäniens – etwa mit dem Fallschirm wie James Bond?
Oder wie Michael Rust auf den Roten Platz in Moskau, einfach an den wachsamen Augen des bösen Geheimdienstes Securitate und seiner Grenzpolizei vorbei?
Bei so viel Logik würden sich selbst Eugen Ionesco und Samuel Becket an den Kopf fassen!
Aus der Sicht der – mit dieser Materie maßlos überforderten – ZEIT ist alles stringent und stimmig!?
Das ist Journalismus vom Feinsten!
Da lobe ich mir die BILD-Zeitung, denn die ist ehrlicher!
Und noch etwas – für Logiker und für die philosophisch schmalbrüstigen Philologen an der Alma Mater Paderborn, die Herta Müller auch noch den Doctor honoris causa hinterherwerfen: –
Wozu dieses sonderbare Treffen im Hochgebirge überhaupt, wenn das Manuskript Debütwerkes von Herta Müller „Niederungen“, diese schmale Sammlung von Kurzgeschichten,
doch ganz regulär zwischen dem Kriterion Verlag in Bukarest und dem Rotbuch Verlag in Berlin ausgehandelt wurde.
Dieses Faktum, dass doch konkret jederzeit neutral überprüft werden kann, bestätigte kein Geringerer aus als Oberkommunist Nikolaus Berwanger, der Förderer von Herta Müller und Richard Wagner in Deutschland in einem – leider kaum bekannten und nur von mir zitierten – Interview.
Leider verstarb der redselige und spät geläuterte Nikolaus Berwanger viel zu früh, um noch mehr auszusagen und Insiderwissen aus der kommunistischen Diktatur rund um den opportunistischen Literaturbetrieb preiszugeben.
(Zur Erläuterung für bundesdeutsche Leser:
Der Kriterion-Verlag in Bukarest war und ist der Verlag für deutschsprachige Literatur in Rumänien überhaupt – und kein „Untergrundverlag“, wie ihn Felicitas von Lovenberg in der FAZ fälschlicherweise und irreführend bezeichnet, damit anzudeutend, „Niederungen“ sei eine Art Samisdat-Publikation gewesen und Herta Müller hätte vor Berlin quasi im Verborgenen und Verbotenen publiziert.)
Darüber hinaus vergaß Herta Müller zu erklären, weshalb Richard Wagner mit dem Manuskript von „Niederungen“, das ja schon in Rumänien im Vorjahr offiziell publiziert worden und von dem Kommunisten prämiert worden war, nach Bukarest unterwegs gewesen sein soll und wem er es dort aushändigen wollte. Einem Repräsentanten der Deutschen Botschaft vielleicht – wie ich seinerzeit meine Dokumente zur Gründung der Freien Gewerkschaft rumänischer Arbeiter in Temeschburg SLOMR?
Was war konspirativ oder geheim an dem angeblich erweiterten Manuskript? Und weshalb trug Herta Müller dieses anscheinend brisante Manuskript nicht bei sich – wie den nicht minder gefährlichen Brief an „amnesty international“, der allein schon ein Kapitel für sich darstellt?
Fragen über Fragen – und keine plausiblen Antworten auf die zahlreichen Ungereimtheiten, die keinen Sinn ergeben.
Wie an anderer Stelle bereits mehrfach betont:
Der Teufel sitzt bei Herta Müller nicht im Spiegel – der Teufel sitzt im Detail.
Und diese Details entlarven alle Lügen, eine nach der anderen.
Hingucken, lesen, nachdenken, nachforschen – das ist bei Herta Müller angesagt, wenn man des Pudels Kern erkennen will.
Je tiefer man gräbt, desto reicher sind die Funde, die „Schätze der Aufklärung“ und „Früchte der Wahrheitsfindung“ gelten können.

Carl Gibson mit seinem neuen Werk Allein in der Revolte
Carl Gibson

carl Gibson, Symphonie der Freiheit und Allein in der Revolte, Titelbilder

Carl Gibson neues Buch Allein in der Revolte Buckrückseite

Carl Gibson neues Buch Allein in der Revolte

Copyright: Carl Gibson
Fotos von Carl Gibson: Monika Nickel

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