Herta Müllers erfundenes Securitate-Martyrium – Schurken-Journalismus und Kritisches zu einem Machwerk aus dem ZEIT-Magazin aus der Sicht eines unmittelbar Betroffenen

Carl Gibson: Essays zur Herta Müller-Thematik

Gibt es eine Herta Müller-Verschwörung?

Kritische Herta Müller-Rezeption

Herta Müller und die Securitate – Dichtung oder Wahrheit?

Wie Herta Müller sich selbst neu erfindet

http://www.fnweb.de/region/main-tauber/bad-mergentheim/carl-gibson-gegen-herta-muller-1.1251813

Dichtung und Wahrheit – das war Goethe.
Dichtung und Lüge – das ist Herta Müller!

Vorwort:

Fragen, Fragen, Fragen …

„Nie sollst du mich befragen,
noch Wissens Sorge tragen,
woher ich kam der Fahrt,
noch wie mein Nam’ und Art.“
Lohengrin, aus dem Libretto von Richard Wagner

Gefragt wurde viel – gegangen ist sie nicht!

Ein Philosoph soll Fragen stellen, sagt man.
Als ich seinerzeit viele berechtigte Fragen aufwarf, Fragen, deren aufrichtige Beantwortung eine Nobelpreiskandidatur unmöglich gemacht hätte, geschah nichts.
Herta Müller, die mir eine Antwort schuldig blieb, wahrte ihre Geheimnisse und zog sich in ein beharrlich verweigerndes Schweigen zurück, ganz nach dem Motto „„Nie sollst du mich befragen“.
Als ich dann im Juli 2008 auf ihre groß, doch wenig überzeugend inszenierte Rechtfertigungsaktion öffentlich kritisch reagierte, wurde ich mit Macht ausgebremst und in meiner richtigstellenden Aufklärungsarbeit zur Herta Müller-Thematik unsanft-undemokratisch gestoppt.
Erst jetzt, drei Jahre nach den vollendeten Tatsachen in Stockholm, kann ich den Beweis führen, dass viele der von Herta Müller in ihrem publizistischen Befreiungsschlag gegebenen Antworten nicht der Wahrheit entsprechen, sondern plumpe Lügen sind.

Fiktion und Faktion

Der nicht ertappte Dieb ist ein ehrlicher Mann.
Der Krug geht so lange zum Brunnen bis er bricht!
Volksweisheit

In der Email vom 9. August 2008 schrieb mir Richard Wagner – auch im Auftrag und im Namen von Herta Müller – folgendes:

Sehr geehrter Herr Gibson,
anlässlich der Lektüre Ihrer “Symphonie der Freiheit” und Ihrer Leserbriefe auf der Website der “Siebenbürgischen Zeitung” stelle ich fest, dass Sie in großer Sorge sind, was die Frage der Dissidenz von Herta Müller, mir, der Aktionsgruppe und des AMG-Kreises betrifft.(…)
Ich fordere Sie auf von weiteren Unterstellungen und Behauptungen abzusehen, die den Tatbestand der Verleumdung erfüllen. Wir werden durch unsere Anwälte ihre öffentlichen Äußerungen prüfen lassen. Sollten Sie Ihre rufschädigenden Ausführungen nicht einstellen, werden wir gerichtlich gegen Sie vorgehen.
Mit freundlichen Grüßen
Richard Wagner

Aus der Folge-Email:
„Ich habe Sie aufgefordert von weiteren Unterstellungen und Behauptungen abzusehen, die den Tatbestand der Verleumdung erfüllen. Ich wiederhole:
Sollten Sie Ihre rufschädigenden Ausführungen nicht einstellen, werden wir,
also Herta Müller und Richard Wagner,
gerichtlich gegen Sie vorgehen.
Wenn Sie nun diese Androhung juristischer Konsequenzen ohne den von mir vorgetragenen Kontext in die Welt hinausposaunen wollen, so werde ich Sie nicht daran hindern, wäre es doch nichts weiter als ein weiterer Beweis für Ihre bereits zur Genüge dokumentierten denunziatorischen Absichten.
Mit freundlichem Gruß
Richard Wagner

Ich wünschte, Herta Müller und ihr Mann fürs Grobe, der Ex-Kommunist und Schollendichter Richard Wagner, hätten mich seinerzeit verklagt – dieser eine Nobelpreis wäre der Welt erspart geblieben, die ganze Wahrheit wäre ans Licht gekommen und ich hätte meinen Frieden finden können … und Zeit für Muße, statt mich weiterhin mit immer noch frecher und unverschämter werdenden Lügen herumschlagen zu müssen.
Doch es sollte nicht sein!
Ergo schlägt die Stunde der Wahrheit etwas später!

Grundsätzliche Vorfragen

1. Darf eine „moralische Instanz“ lügen?

Grundsätzliche Vorfragen

Darf eine Nobelpreisträgerin für Literatur öffentlich lügen?
Darf eine Trägerin des Großen Bundesversdienstkreuzes der Bundesrepublik Deutschland öffentlich lügen?
Darf eine „geistige Autorität“, die den Anspruch erhebt, eine „moralische Instanz“ dazustellen, lügen?
Darf eine Kandidatin für politische Preise und für den Nobelpreis ihre Verfolgung und ihr Martyrium frei erfinden?
Dürfen deutsche politische Persönlichkeiten und Institutionen offensichtliche Unwahrhaftigkeiten und Unwahrheiten decke, oder machen sie sich dadurch mitschuldig?
Oder wurden bundesdeutsche Persönlichkeiten und Institutionen wie Bundespräsident a. D. Horst Köhler, Bundespräsident Joachim Gauck bzw. die Konrad-Adenauer-Stiftung nur gezielt getäuscht, bewusst instrumentalisiert, um politische oder pekuniäre Interessen bestimmter Kreise durchzusetzen?
Wurde die internationale Öffentlichkeit ebenfalls getäuscht?
Diese berechtigten Fragen, die ich seit Jahren öffentlich stelle, Fragen, die schon vor mir von anderen Personen gestellt wurden, sind auch heute noch offen.
Auch heute kann noch nicht mit Sicherheit gesagt werden, wer – im ominösen Fall Herta Müller – wen täuscht: Die kontrovers diskutierte Literatin aus dem rumänischen Banat die deutsche und internationale Öffentlichkeit und Politik oder machen bestimmte Kreise aus Politik und Medienwirtschaft ihr böses Spiel, nur um noch mehr Macht und Geld zu erzielen, wobei Literatur und Literatin zur Magd machiavellistischer Machtentfaltung reduziert werden?
Fakt ist:
Bisher wurde sehr viel Druck ausgeübt, um mich, den antikommunistischen Dissidenten und Widerstandskämpfer aus den Folterzellen der Ceauşescu-Diktatur von der Beantwortung dieser Fragen abzuhalten. Der Zeitzeuge, der das totalitäre Regime der Kommunisten auf der eigenen Haut erlebt hat, soll ebenso schweigen wie der kritische Journalist, Buchautor und Bundesbürger, der – als studierter Philosoph – ein moralisches Problem von besonderer politischer Tragweite aufwirft und öffentlich diskutiert sehen möchte.
Da es aus meiner Sicht – allein schon aus moralischen Gründen – nicht hinzunehmen ist, dass sich diese schamlosen, werteverzerrenden Lügen einer Person fortsetzen, da die Politik bisher ebenso untätig blieb wie die etablierte deutsche Presse, und dies, obwohl zahlreiche Ungereimtheiten, Abstrusitäten, ja schamlöse Lügen in den Darstellungen Herta Müllers bekannt wurden, sehe ich mich gezwungen, weiterzumachen, sozusagen aus Notwehr, angetrieben vom verfassungsrechtlich garantierten Widerstandrecht des deutschen Bundesbürgers, der nicht bereit ist, Entwicklungen hinzunehmen, die geeignet sind, die Grundwerte der europäischen Demokratie zu zerstören.
Wehret den Anfängen, besonders nach den Erfahrungen mit der braunen und roten Diktatur auf deutschem Boden!

2. Herta Müller erfindet sich selbst neu – Fiktion und Faktion

Herta Müllers ZEIT-Artikel „Die Securitate ist noch im Dienst“ in kritischer Relecture drei Jahre nach dem Nobelpreis
Über „unsauberen Journalismus“ als Mittel zum Zweck in Deutschland und über das fragwürdige Ethos mancher Redakteure und Autoren

Motto:
Was man schwarz auf weiß besitzt,
kann man getrost nach Hause tragen.
J. W. von Goethe, Faust I

Es gibt Veröffentlichungen, die über Sein oder Nichtsein entscheiden, Schlüsselartikel, die, wenn alles seine Richtigkeit hat, das Watergate eines Autors bedeuten können bis hin zum endgültigen Waterloo und darüber hinaus auch noch das Watergate des Mittels, das ihm zum Zweck verhelfen will.
Ein Artikel dieser Art ist Herta Müllers konfuse Selbstdarstellung „Die Securitate ist noch im Dienst“ in drei unterschiedlichen Varianten veröffentlicht zunächst in dem Wochenmagazin DIE ZEIT vom 31. Juli 2009, wenige Monate vor der Vergabe des Nobelpreises für Literatur an die Kandidatin der Bundesrepublik Deutschland Herta Müller, die still und leise bzw. fernab der Öffentlichkeit von ihrem Anhänger und Förderer Michael Naumann (SPD) für die hohe Ehrung nominiert worden war, nachdem bereits die Konrad-Adenauer-Stiftung der CDU über die Verleihung ihres Literaturpreises 2004 an die kontrovers diskutierte Autorin ein Reinwaschen der seinerzeit im kommunistischen Rumänien systemloyalen Literatin betrieben hatte.
Schon die Nominierung Herta Müllers fernab der Öffentlichkeit und ohne Debatte ist ein Skandal. Der Großverlagsmanager und streitbare Politiker Michael Nauman hat seine Kandidatin durchgeboxt und durch sein „Fait accompli“ eine mehrfache „Win-Win-Situation“ geschaffen, die Fragen nach der „moralischen Integrität“ und Glaubwürdigkeit von Herta Müller zu sekundären Phänomenen reduziert, bisweilen unwichtig erscheinen lässt. Um es vorweg zu nehmen: Das „Cui bono“ beantwortet alles.
Gleichwohl kann die Integrität eines Nobelpreisträgers nicht ignoriert werden, da der ethisch definierte Nobelpreis ein Wert an sich ist und kein Mittel zum Zweck, kein Mittel zum großen Geschäft oder zur Durchsetzung politischer Interessen im Geist einer Staatsraison. Also kommt es darauf an, in einer minutiösen Beweisführung darzulegen, dass die einst bundesrepublikkritische Autorin in zentralen Punkten weder intellektuell redlich, noch innerlich wahrhaftig ist, Unwahrheiten verkündet und so weite Teile der deutschen Öffentlichkeit bewusst täuschte und immer noch täuscht.
Herta Müllers unorganisch zusammen geschusterter Securitate-Artikel in drei unterschiedlichen Varianten mit diversen plumpen Lügen in geballter Form ist an sich ein klassisches Eigentor, ein entlarvender Fauxpas, der sie eigentlich schriftstellerisch Kopf und Kragen hätte kosten müssen, wenn es denn bei der ZEIT sowie in der deutschen Öffentlichkeit normal und mit rechten Dingen zugegangen wäre.
Doch es kam anders.
Wo echte Aufklärung und Vergangenheitsaufarbeitung angesagt gewesen wären, wurde gezielt verschleiert vertuscht. Der gesamt Artikel in drei unterschiedlichen Varianten in schlechtem Deutsch, zum Teil sogar in unprätentiöser Umgangssprache erscheint wie ein missglückter Versuch, sich forciert eine Legende zu erfinden, eine oppositionelle Vergangenheit als antikommunistische Dissidentin, die eine Nominierung auch moralisch rechtfertigt, ja Herta Müller für die hohe Ehrung in Stockholm geradezu prädestiniert.
Wer etwas von der Materie versteht, wird bei all diesen aufgetischten, tolldreisten Geschichten mit diversen nichtverifizierbaren Behauptungen, Unterstellungen, Anklagen bedenklich den Kopf schütteln. Bereits ein Mindestmaß an gesundem Menschenverstand und logischem Denken reicht aus, um die zahlreichen Widersprüche zu erkennen, in die sich die Autorin verstrickt, indem sie dichtet und erfindet, statt eine Materie realistisch zu beschreiben und nachvollziehbar zu argumentieren.
Logisch fundiertes, wissenschaftlich stringentes Agieren ist Herta Müllers Stärke nicht. Sie hat sich längst daran gewöhnt, dass ihr bisweilen unkritisches wie apolitisches Lesepublikum ihre bunten Mischungen aus „Fiktion und Faktion“ hinnimmt, ihre Irrationalismen und Mystifikationen in dadaistischer Form, ohne nach dem tatsächlichen Wahrheitsgehalt des Dargestellten zu fragen.
Also beschreibt Herta Müller „erstmals ihre Erfahrungen mit dem Terror“, indem sie auf bewährte Weise weiter dichtet, erfindet, mythisiert, um die Deutung den – mit dieser Art Literatur und Faktenpräsentation überforderten – Literatur-Kritikern zu überlassen.
Dort, wo keine Vergangenheit ist, erfindet Herta Müller schlicht eine, ohne Rücksicht auf historische Wahrheiten und tatsächliche Gegebenheiten, wohl wissend, dass kaum einer sich die Mühe machen wird, ihren wirren Artikel aufmerksam zu lesen oder gar ihre Phantastereien und Münchhausiaden kritisch zu überprüfen. Nach ihren bisherigen Erfahrungen mit der deutschen Presse und der deutschen Literaturkritik kam sie mit ihrer Sicht der Dinge durch, ohne dass massiv widersprochen worden wäre, trotz manchem „Geschmäckle“ – wie es im Schwäbischen heißt, wenn etwas krumm ist oder – und Naserümpfen im Verborgenen.
Offener Protest gegen Herta Müllers verzerrte Realitätsdarstellungen in ihrer Belletristik blieb ebenso aus wie notwendige Konsequenzen. Einige Hunde bellten zwar, doch der Bär zog unbeirrt weiter.
Die aufklärenden Richtigstellungen weniger Zeitzeugen mit konkreter Securitate-Folter- und Haft-Erfahrung in der rumänischen Diktatur wurden bisher überhört und ignoriert, einfach deshalb weil die echte Opposition gegen den Kommunismus in der rumänischen Diktatur hier in Deutschland eigentlich nicht interessiert und deshalb auch nie wissenschaftlich aufgearbeitet wurde, aber auch deshalb, weil die sogenannten Wissenschaftler rumänischer und rumäniendeutscher Herkunft – heute in Amt und Würden, doch mit moralischem „Dreck am Stecken“ – weiter an ihren Pöstchen klebend schwiegen, um sich nicht etwa aufklärend selbst zu belasten.
Den moralischen Vorwurf, bei Herta Müllers plump vorgetragenen Lügen bis zum heutigen Tag – trotz besseren Wissens – geschwiegen zu haben, müssen sich all jene Institutsleiter, Vereinsgeschäftsführer, Historiker, Journalisten und Autoren gefallen lassen – und ich werde nicht müde werden, ihnen ins Gewissen zu reden und ihnen den „moralischen Spiegel“ vorzuhalten.
Das „Ecrasez l‘infame“, des Aufklärers Voltaire und das „J´‘accuse“ des naturalistischen Realisten Emile Zola gelten auch heute noch, so wie ich es in der „Symphonie der Freiheit“ formulierte.
Herta Müller hat meine öffentlich gegen sie vorgebrachten kritischen Argumente zur Kenntnis genommen und beschlossen, einen Gegenbeweis vorzulegen, nicht zuletzt als Rechtfertigung ihrer – aus meiner Sicht höchst fragwürdigen – Nominierung für den Nobelpreis.
Werfen wir also noch einmal – mehr als nur einen oberflächlichen – Blick auf diesen sonderbaren, inzwischen in drei unterschiedlichen Versionen vorliegenden Artikel, der – quasi als Katalysator der Literatur-Nobelpreis-Entscheidung in Stockholm – trotz unausgegorener Form in außergewöhnlicher Dimension in die Kolumnen des ZEIT-Magazins gerückt und gleichzeitig auch im Internet auf DIE ZEIT Online zunächst textidentisch publizierte wurde.
Was war so wichtig?
Die neue alte unvollständige Vita?
Die neuen Mythen und Legenden?
Die von langer Hand vorbereiteten, ja sogar angekündigten Denunziationen sogenannter IMs der Securitate?
Die ominöse Akte „Cristina“?
Oder der Drang aufzuklären und der Wille, weiter massiv zu verschleiern?
Da Herta Müller aus nahezu jedem Müll ein Büchlein zu machen versucht, wurde dieser einmalige Schandartikel auch noch in einer dritten Variante veröffentlicht – als „Buch“ (man höre und staune!) – unter den Titel „Cristina und ihre Attrappe oder Was (nicht) in den Akten der Securitate steht.“
Dieses Witzbuch ist eine klassische Mogelpackung, denn es besteht praktisch nur aus dem marginal korrigierten Text des zweifach veröffentlichten ZEIT-Artikels und wurde aus Rechtfertigungsgründen nach der Nobelpreisverleihung in die Welt gesetzt, um weiter zu desinformieren wie bisher.
Wer dieses „Buch“ erwirbt, in der Hoffnung, die Titelbotschaft werde eingelöst werden und man werde darin mehr darüber erfahren, was „nicht“ in der Securitate-Akte Herta Müllers steht, wird bitter enttäuscht. Da er nichts Essenzielles und Weiterführendes darin findet, ist die Anschaffung hinausgeschmissenes Geld.

3. Aufklärung als Verschleierung?

Verwirrung, Ablenkung und Lüge unter dem Deckmäntelchen der Aufklärung?

Was wie ein Paradoxon anmutet, hat System. Man tut so, „als ob“ man die Wahrheit verkündet. Im Grunde aber lügt man frech weiter, schamlos und unverschämt, frei nach dem Motto:
Die Welt will betrogen sein!
Also betrügen wir sie!
Da der wohlerzogene Grundanständige mit Geist, Kultur und Niveau ein solches Ausmaß an Lug und Trug nicht für möglich hält, glaubt der den Protagonisten der Lüge und nimmt deren Botschaft als Wahrheit hin.
Dort, wo die Lüge die Lüge stützt,
wird die Lüge zur Wahrheit.
Ergo glaubt man Herta Müller, a priori, weil sie bereits einen Namen hat, einen Ruf, ein Image, ganz egal, wer den Ruf begründete und wie er zustande kam – und ignoriert dabei das Testimonium echter Zeitzeugen aus kommunistischer Verfolgung und Haft, die in der Regel als unliebsame Störenfriede wahrgenommen werden, als „pathologische Neider“, manchmal sogar als „nützliche Idioten“ der Securitate!
Diese Ignoranten, die eigentlich nur unkritische Fans sind, halten es nicht für notwendig, die Argumente der anderen Seite zur Kenntnis zu nehmen oder gar zu überprüfen.
Das „audiatur et altera pars“ der Römer interessiert nicht.
Man hat ja bereits eine Ikone, eine Heilige mit Aura und Nimbus!
Wehe dem, der es wagt, am Heiligenschein zu kratzen und an Tabus zu rütteln!
So fallen weite Kreise der Öffentlichkeit auf einen Trick herein, auf ein subtiles Ablenkungsmanöver, das von geschäftlich wie politisch knallharten wie rücksichtslosen Strippenziehern gesteuert und von willigen Marionetten ausgeführt wird.
Die Strategie der Lügner geht somit auf – und das nicht durchschaute, zynische Lügen und Täuschen wird zur Gewohnheit, ja zum Gewohnheitsrecht, was den Lügner motiviert, anspornt, dreist weiter zu lügen bis in die tollste Übertreibung hinein.
Der Lügner lügt munter weiter wie bisher, weil er immer schon log – und weil sein Lügen in der liberal-pluralistischen Gesellschaft nicht ethisch bestimmte Illuminaten regieren, sondern die zynischen Dunkelmänner der Macht und Kalte Krieger aus dem Verborgenen.
Der Pseudo-Aufklärer täuscht also, indem er geschickt lügt.
Die große Lüge erreicht schließlich ihren Endzweck, indem obskure Kreise der Macht die Lüge decken und die Methoden der Lüge – jenseits von Ethos und Moral – billigen.
Doch lügt Herta Müller geschickt?
Oder haben ihr ihre Mentoren und Mäzene aus Verlagswirtschaft und Politik zu viel zugetraut?
Wenn sich das so erweisen sollte, dann werden auch die Grauen Eminenzen aus dem Hintergrund ihre Konsequenzen ziehen müssen.

4. Eine Frage der Ehre
Zum „Circulus viciosus“ der Verleumder als Denunzianten und Ankläger anderer Verleumder.
Geheimdienste, Instrumentalisierung und Deviation

In medias res – zu den „Dingen“ selbst, in diesem Fall zum Text:
Bereits die reißerische und zugleich undifferenzierte Anklage-Überschrift „Die Securitate ist noch im Dienst“ gibt die Tendenz vor. Hier wird abgerechnet – die weiße Rittergestalt gegen den überschwarzen, dämonisierten Teufel, vom den man allgemein weiß, dass er ein Lügengeist ist, verbrecherisch und schlecht. Ergo ist der, der ihn anklagt gut?
So funktioniert die primitive Logik Kalter Krieger, die genau zwischen Gut und Böse zu unterscheiden wissen.
Das Böse – das ist die geheime Macht, die für alle Schandtaten der Welt verantwortlich ist, das ist der „Geheimdienst“, ganz egal ob er Gestapo, NKWD, KGB, BND, Verfassungsschutz, MAD, CIA, NSA, Mossad, Staatsicherheitsdienst der DDR, Securitate oder sonst wie heißt. Ein Geheimdienst wird bekanntlich weder bestätigen noch dementieren, wann, wo, wie und weshalb er agiert oder was er im Auftrag der Demokratie und weniger demokratischer Auftraggeber unternimmt, um die Ziele der Staatsraison durchzusetzen.
Kein Geheimdienst wird Kommentare oder Presseerklärungen abgeben, wenn investigative Journalisten über seine mehr oder weniger moralisch legitimen oder illegalen Aktivitäten spekulieren. Ergo lässt es sich gut im Trüben fischen, verschleiern und täuschen, ohne dass mit echten Konsequenzen gerechnet werden muss, es sei denn, eine verirrte Kugel findet doch noch ein Ziel. Doch das ist Lebensrisiko – auch für Dichter, die gezielt dämonisieren, ebenso für Widerstandskämpfer, die nur aufklären und erhellen wollen.
An Herta Müllers Literatur scheiden sich die Geister. Das darf auch so bleiben. Wenn es jedoch um biographische Angaben geht, um einen Lebenslauf in einem totalitären System, in einer kommunistischen Diktatur, dann kann man nicht einfach so wild drauflos schreiben und über jedes vernünftige Maß hinausschießen wie Herta Müller, die Dinge in die Welt setzt, als kämen sie von einem anderen Stern.
Das Skandalöse in diesem Fall:
Das Magazin DIE ZEIT hat diese Art von Selbstdarstellung unkritisch unterstützt.
Offensichtliche Fehler grober Art der Autorin im Zusammenwirken mit der ZEIT-Redaktion wurden nachträglich, nachdem massiver Protest aufgekommen war, kleingeredet; Kritiker, die online eine Richtigstellung wagten, wurden gestoppt, mit Maulkorb belegt und daran gehindert, Beweise vorzubringen. Ja sie wurden sogar noch stigmatisiert, an den Pranger gestellt, von bevorzugten Kommentatoren in die unlautere, ja kriminelle Ecke gerückt und schließlich gesperrt – und dies alles nicht nur, um Herta Müllers unhaltbare Thesen zu decken, sondern auch um vom eigenen Versagen des Mediums DIE ZEIT abzulenken.
Mit aller Macht der einseitigen Protektion wurde eine Position durchgesetzt, die einer Person und ihrem Förderkreis dahinter zum Ziel verhalf – zum Nobelpreis und damit zum großen Geschäft!
Pecunia non olet – wozu noch Prinzipien?
Wozu „sauberer Journalismus“ und Ethos in der geistigen Debatte der Zeit, wenn es auch anders geht, rücksichtlos machiavellistisch.
Oder? Schließlich heiligt der edle Endzweck die Mittel!
Wenn alle etwas davon haben, die Autorin, ihre Verlage, das Land und der weite Umkreis, Rezensenten, willige Helfer und Helfershelfer, wenn alle etwas von dem sonderbaren Licht des Nimbus abhaben wollen, selbst die Knochennager, dann kann die hohe Politik sich diesem segensreichen utilitaristischen Phänomen doch nicht verschließen!?
Wenn es brenzlig wird und das Lügenwerk an den Tag zu dringen droht, dann kommt die seligmachende Politik und setzt auf die fragwürdige Ehrung in Stockholm noch ein Bundesverdienstkreuz drauf, um mit dem dicken Betondeckel des Plazets der politischen Kaste den Status quo endgültig zu zementieren – nach dem Motto:
Es soll nicht sein, was nicht sein darf!
Basta! Ceterum censeo: die Kritik verstumme! (Wenn nicht aus Einsicht, dann via Anwalt!)
Herta Müllers ZEIT-Artikel „Die Securitate ist noch im Dienst“ ist, was noch zu zeigen sein wird, ein Muster praktizierter Instrumentalisierung und Deviation – und das von Anfang an!
Es lohnt sich, dieses stümperhafte Machwerk der Sonderklasse auch a posteriori näher zu betrachten, vor allem deshalb, weil es als einer der letzten Bausteine – noch vor „Atemschaukel“ – auf dem Weg zur faktischen Durchsetzung der Nobelpreisnominierung angesehen werden kann, als eine Art „Smoking gun“, die beweisen soll, was doch von manchen bezweifelt wurde, nämlich die These: Die Spät-Dadaistin aus dem rumänischen Banat Herta Müller sei tatsächlich verfolgt worden – nicht nur vom Minotaurus auf der Hutweide vor Nitzkydorf während der frühen Kindheit, sondern auch grotesk-surreal traktiert mit acht gekochten Eiern und rohen grünen Zwiebeln in einer Katakombe Temeschburgs zu einem Zeitpunkt, als das teuflische, die Securitate bannende Pentagramm versagte und Herta Müller einfach vergessen hatte, bei der anstehenden Abführung ihr Abrakadabra auszurufen:
„Ohne Haftbefehl gehe ich nicht mit“!
Herta Müller macht in dem Artikel „Die Securitate ist noch im Dienst“ genau das, was sie immer schon tat:
Sie setzt sich provokativ in Szene, selbstgefällig und arrogant wie eine Primadonna assoluta, die keinen Widerspruch und keineKritik duldet; sie greift ihre vermutlichen Feinde und Gegner an, sie denunziert wie schon so oft, sie klagt an, um sich ganz so nebenbei selbst in die Opferrolle zu versetzten, in die Rolle der Verfolgten, ja sie stilisiert sich zum Opfer der kommunistischen Ceauşescu-Diktatur, obwohl sie in Wirklichkeit lange Zeit eine Nutznießerin des kommunistischen Systems war.
Zur Form des Artikels, dessen literarische, sprachlich-stilistische und intellektuelle Qualität sehr viel zu wünschen übrig lässt:
Ist das ein freier Essay, ein „Versuch“, im dem man literarisch-geistig schalten und walten kann, wie es eben beliebt?
Der a posteriori von der Zeit-Redaktion zugeordnete Begriff „Essay“ ist bestimmt viel zu hoch gegriffen und deplatziert!
Oder ist dieses Sammelsurium unsystematisch, wirr, nichtchronologisch und ohne exakte Quellennennung aneinandergereihter Geschichten gar ein echter „Tatsachenbericht“, in welchem historische Abläufe und Realitäten wahrheitsgemäß geschildert werden, so wie sie sich tatsächlich ereigneten, ohne Ausschmückungen und subjektive Deutungen?
Der Untertitel
„Die rumäniendeutsche Schriftstellerin Herta Müller berichtet erstmals über ihre Erfahrungen mit dem Terror“
suggeriert gerade das.
Sie gibt vor, die volle Wahrheit zu sagen, nichts als die Wahrheit – und doch präsentiert sie eine Summe von Münchhausiaden, die kein Kind glauben kann.
Der gutgläubige, objektive DIE ZEIT-Leser weltweit erwartet Ergänzungen, Klarstellungen zu Herta Müllers bisher sehr nebulöser Vita, findet aber nur höchst abstruse Skurrilitäten vor, die mehr verschleiern und verwirren, als neue Daten und Fakten zu liefern.
Weshalb druckt DIE ZEIT diesen Mist?
Können die Herausgeber der Wochenzeitung sich mit diesem in Konkreativität entstandenen Produkt ihrer Literatur-Redaktion um Ijoma Mangold wirklich identifizieren?
Oder war das nur eine Art Betriebsunfall, ein imageschädigendes Etwas, das man am liebsten vergessen und von dessen zusammenkompilierten Inhalten man sich gerne distanzieren würde?
Was in dem Bericht ist Fiktion?
Was von ihren Aussagen entspricht der Wahrheit?
Herta Müller hat keine Skrupel oder Schwierigkeiten, Wahres und Unwahres miteinander zu mischen, aus Dichtung (ihre) Wahrheit zu machen und aus Erfundenem, aus Fiktion eine Selbstmythisierung, setzt sie doch von Anfang an – wie literaturhistorisch festgestellt wurde – auf eine „erfundene Wahrnehmung“.
Bei all der Erfindungswut erfindet sich eine neue Vergangenheit,
schließlich erfindet sie sich selbst neu –
so, wie man sie gerne haben möchte,
als eine Art Jeanne d‘ Arc des Antikommunismus oder als ein wiedergeborener weiblicher Savonarola neuer Werte?
Da ihr offensichtliches Lügen und ihre verzerrten Darstellungen bisher zu keinen Konsequenzen führten, macht sie munter weiter und vermengt Rationales und Irrationales nach Gusto.
Clarus et distinctus – weit gefehlt!
Descartes interessiert genauso wenig wie Kant, Lessing, Goethe und Schiller – und das im Land der Aufklärer und Denker!
Weshalb bleibt Herta Müller in ihrem Wirrwarr-Artikel von Anfang an fast immer vage?
Weshalb geht sie nicht chronologisch vor, von Alpha bis Omega, so, dass jedermann folgen kann und so wie ich es – der „inneren Wahrhaftigkeit“ und der „intellektuellen Redlichkeit“ verpflichtet – in der „Symphonie der Freiheit“ praktizierte habe?
Weshalb nennt Herta Müller keine genauen Zeit- und Ortsangaben,
weshalb nennt sie nicht Ross und Reiter,
namentlich die Namen der handelnden Personen,
weshalb verdreht sie diverse Fakten bewusst und schildert einige Ereignisse so, dass eine exakte Überprüfung nicht möglich ist?
Nur wenige Leser deutscher Zunge kennen die historischen und politischen Fakten in Rumänien.
Noch weniger Menschen (und Redakteure) lesen rumänisch und sind mit der Securitate-Materie vertraut.
Noch geringer ist der Personenkreis der echten Securitate-Folter- und Haft-Opfer während der kommunistischen Diktatur –
und nur die allerwenigsten Analysten der Materie hatten Einblicke in die eigene Securitate-Opfer-Akte
oder
gar in die Akte „Cristina“ von Herta Müller, die ich als „akkreditierter Wissenschaftler“ im Oktober 2010 bei der rumänischen Gauck-Behörde CNSAS in Bukarest eingesehen habe und die mir auch heute vollständig vorliegt.
Das schränkt die Zahl der potenziellen Interpreten, die sich kompetent und kritisch zu Wort melden können, drastisch ein.
Da die Lage so und kaum einer bereit ist, den Ärger und die außerordentliche nervliche Belastung in dieser Auseinandersetzung auf sich zu nehmen, konnte Herta Müller davon ausgehen, kaum einer werde ihre Sicht und Darstellung bestimmter Abläufe kritisch überprüfen können, Grund genug, erneut besonders dick aufzutragen, wobei die ZEIT-Literatur-Redaktion noch ihren Senf konkret dazu gab – wie einst (1987) die Redakteure des SPIEGEL, die seinerzeit in einem Interview zum Willkommen in Deutschland Herta Müller auch einiges Vorgekaute in den Mund gelegt hatten.
So erfindet man sich eine politisch korrekte Vergangenheit,
eine Vita, die einen – in naiven deutschen Augen –
als Opfer der reaktionären deutschen Landsleute einerseits
und als Ofer des Kommunismus andererseits
erscheinen lässt.
Toll!
In der Tat toll – im eigentlichen Sinne des Wortes!
Darüber hinaus auch noch unverschämt zynisch, rücksichts- und gewissenlos!
Das politische Magazin „DIE ZEIT“ folgte dieser geschichtsklitternden Tradition durch Mitwirkung und durch den unreflektierten Abdruck.
Eine weitere gewichtige Frage prinzipieller Natur stellt sich mir, dem antikommunistischen Widerstandskämpfer … und nicht nur mir:
Weshalb bietet das renommierte Wochenmagazin DIE ZEIT Herta Müller ein Forum, eine Plattform, ihre Kampagne, ihren Kreuzzug, ihre Vendetta öffentlich gegen zum Teil imaginierte Gegner und Verfolger zu führen, obwohl zahlreiche subjektive Behauptungen jeder Logik und dem gesunden Menschenverstand widersprechen, obwohl Herta Müller durch die dargebotene Argumentation unglaubwürdig wird?
Und weshalb versagt DIE ZEIT aufrechten Dissidenten aus den kommunistischen Gefängnissen der Ceauşescu-Diktatur an gleicher Stelle die Möglichkeit, die offensichtlichen Lügen Herta Müllers zu korrigieren?
Misst DIE ZEIT mit zweierlei Maß?
Ist das Heuchelei?
Oder doch nur unverantwortlicher, rücksichtsloser Journalismus und pure Machtdemonstration?
Noch wichtiger – ist es einer Nobelpreiskandidatin der Bundesrepublik Deutschland würdig und angemessen, plumpe Unwahrheiten in die Welt zu setzen, die breite Öffentlichkeit hinters Licht zu führen und so Volksverdummung zu betreiben – über die Kolumnen der ZEIT?
Das Hinterfragen der „moralischen Integrität“ von Herta Müller,
einer Antideutschen, die sogar mit dem Bundesverdienstkreuz geehrt wurde, beschäftigt mich seit Jahren – öffentlich.
Wie war es letztendlich doch noch möglich, Herta Müllers Watergate abzuwenden, wo dieser ominöse Artikel voller Entgleisungen und Fehler doch Herta Müllers Waterloo hätte sein müssen?
Mit Macht!
Mit Protektion!
Herta Müllers ZEIT-Artikel „Die Securitate ist noch im Dienst“, welcher erst wahre Aufmerksamkeit erregte, als der Aufschrei der vielen Betroffenen und stigmatisierten auf unterschiedlicher Ebene durch zahlreiche Medien ging, warf damals und wirft auch heute noch eminent wichtige Fragen auf,
grundsätzliche Fragen, die nicht nur die “moralische Integrität“ der Autorin Herta Müller tangieren, sondern auch
die Glaubwürdigkeit des Wochenmagazins DIE ZEIT.
Herta Müllers ZEIT-Artikel „Die Securitate ist noch im Dienst“ existiert heute nach wie vor in zwei Fassungen,
einmal in einer echten Fassung,
in der Druckfassung
und ein weiteres Mal in einer redaktionell retuschierten Fassung im Internet, veröffentlicht in DIE ZEIT Online.
In der kosmetisch wie inhaltlich veränderten Online-Fassung wurde das,
was nicht sein sollte,
was dem angestrebten Nobelpreis,
der Integrität der Autorin und des Mediums DIE ZEIT hätte gefährlich werden können,
einfach abgeändert, gestrichen, übertüncht,
um den Schaden für Autorin und Verlag zu begrenzen.
Auf der Strecke blieben durch diese Kaltstellung des Protestes vorerst die aufrechten Kritiker und Aufklärer, die stigmatisiert, in die Rolle der ewigen Querulanten gedrängt, gesperrt und mit dem Schwarzen Peter in der Hand in die Ecke gestellt wurden, namentlich einer – der am deutlichsten exponierte ehemalige Bürgerrechtler Carl Gibson.
Ich musste mich damit abfinden nach dem Motto:
Ich weiche der Übermacht (aus Wirtschaftsinteressen und politischem Kalkül).
Eine Schlacht mag gewonnen sein, doch nicht der gesamte Krieg.
Der Nobelpreis ist im Kasten,
das große Geschäft ist in trockenen Tüchern
und der Rubel rollt weiter –
für Herta Müller,
für die Verlage und für manche Einzelakteure,
für Strippenzieher, alte und neue Seilschaften, Helfer und Helfershelfer im Verborgenheit hinter den Kulissen –
Doch die moralische Diskussion wird weitergehen, in der geistesgeschichtlichen Forschung ebenso wie auf gesellschaftlicher Ebene.
Jeder kleine Literaturwissenschaftler kann in der Ausarbeitung einer kritischen Herta-Müller-Biographie, die ich vielleicht selbst noch angehen werde, die zahlreichen Widersprüche nicht nur des Securitate-Artikels thematisieren, sondern auch das genauso diskrepante Material aus sonstigen Interviews und Statements.
Für mich, den unmittelbar Betroffenen, ist es eine Frage der Ehre, weiterzumachen, auch wenn die objektiven Machtverhältnisse gegen mich sprechen.
Solange es mir geistig und körperlich möglich ist, werde ich weiter kämpfen, orientiert an den Worten jenes aufrechten Sozialdemokraten in seiner Reichstagsrede unmittelbar vor der Machtergreifung der Nationalsozialisten Hitlers im Angesicht der physischen Bedrohung der heraufziehenden Diktatur:
„Das Leben kann man uns nehmen, die Ehre nicht“!
Dieses Bewusstsein führte aufrechte Charaktere in Widerstand und Opposition, in finsteren Zeiten unter totalitären Bedingungen und Lebensgefahr. Es wird auch meine künftigen geistigen Debatten mitbestimmen, gestützt auf das freie Wort und Werte, die Philosophen und Schriftstellern in einer Demokratie zur Verfügung stehen.
Erst jüngst, im September des Jahres 2012,
meinten die vom ZEIT-Verlag beauftragten Anwälte,
es sei genug geredet worden.
Der ehemalige antikommunistische Bürgerrechtler und aktive Kritiker des Ceauşescu-Regimes Carl Gibson, seines Zeichens Philosoph (mit Diplom), Buchautor und Historiker habe seine Positionen „hinlänglich“ in diversen Foren bekannt gemacht.
Nun solle er endlich Ruhe geben und schweigen; er soll sich resignativ in die Ecke zurückziehen und auch dieses Unrecht fatalistisch ertragen, ebenso die Stigmatisierung durch Aussperrung, leidend ohne zu klagen!
Das, verehrte Herausgeber der ZEIT, wird nicht eintreten.
Ich werde die moralische Debatte weiter führen, wenn es sein muss, bis ans Ende meiner Tage, jedenfalls solange, bis das Unrecht behoben und die volle Wahrheit bekannt gemacht wurde.
Das ist eine ethische Pflicht nicht nur des Philosophen, sondern auch des souveränen Bürgers, der nicht wegschauen darf, wenn Unrecht geschieht.

5. „Die Verleumdung gehört zum Brauchtum der Banater Schwaben“ – wer hat das gesagt?

Ein im Keim erstickter Skandal und seine Folgen.

Der M0hr hat seine Schuldigkeit getan,
der Mohr kann gehen! ( Friedrich Schiller!)

Oder sollte man ein neues Motto wählen,
vielleicht eines, dass von der Begrifflichkeit her weniger linguistisch-semantisch oder politisch, dafür aber „moralisch korrekt“ ist, etwa den Satz:

Der M0hr hat seine Schuldigkeit getan,
der Mohr darf bleiben!

Herta Müllers ZEIT-Artikel „Die Securitate ist noch im Dienst“,
der explizit unter dem Namen Herta Müllers veröffentlicht wurde, an dem aber möglicherweise auch noch andere Akteure mit gestrickt haben, Redakteure der ZEIT aus der Feuilleton-Redaktion des (späteren ZDF-Vorlesers) Ijoma Mangold, enthält – neben zahlreichen tolldreisten Geschichten und Unwahrheiten – einen fatalen Satz, nämlich die meines Erachtens volksverhetzende Aussage:
„Die Verleumdung gehört zum Brauchtum der Banater Schwaben“
Dies in einem liberalen Blatt – für mich ein Skandal!
Wer ist nun der Autor, der Urheber dieser – von mir und anderen – von Anfang an als volksverhetzend empfundenen Aussage –
Herta Müller oder ein Zeitredakteur?
Oder war es gar ein Schreibautomat in der Redaktionsstube?
Wer war politisch naiv oder dumm genug, diese Hetze zu formulieren?
Die deutsche Öffentlichkeit hat ein Recht, das zu erfahren, gerade heute, in einer Zeit,
wo Hetze und Früchte des Hasses Weltreligionen gegeneinander aufbringen und ganze Völker in Zwietracht stürzen und spalten.
Sich hinter der Anonymität einer Redaktion zu verschanzen ist feige und einem kritischen Journalismus unwürdig!
DIE ZEIT entschuldigte sich zwar in der folgenden Druck-Ausgabe kurz und an entlegener Stelle für die grobe Entgleisung und entfernte den fatalen Satz, der die Staatsanwaltschaft von Amtswegen auf den Plan hätte rufen müssen, aus der Online-Darstellung.
Doch ersetzt Herta Müllers ZEIT-Artikel „Die Securitate ist noch im Dienst“ in der Online Fassung nicht den gedruckten Artikel, der weltweit Verbreitung fand.
Seinerzeit hatte ich eine Rückrufaktion der fraglichen ZEIT-Ausgabe vorgeschlagen, ja öffentlich eingefordert.
Wenn es denn so beabsichtigt gewesen wäre, hätte die ZEIT-Redaktion in ihrer knappen Richtigstellung darauf hinweisen können, dass der „retuschierte“ Online-Artikel Herta Müllers „Die Securitate ist noch im Dienst“ die gedruckte Form von Herta Müllers ZEIT-Artikel „Die Securitate ist noch im Dienst“ ersetzt.
Das ist nicht erfolgt!
Wenn ein amerikanischer Literaturwissenschaftler heute in der Library of Congress die Frage recherchiert, weshalb es keine Opposition oder Diskussion zur Herta Müllers Nobelpreiskandidatur gab und dabei DIE ZEIT konsultiert, wird er nur den einen Artikel vorfinden, jenen Artikel mit der volksverhetzenden Zwischenüberschrift aus welcher Feder auch immer, jene Selbstdarstellung mit den Ammenmärchen und tolldreisten Geschichten aus dem Securitate-Staat,
aber er wir nie erfahren, dass zentrale Aussagen redaktionell abgeändert wurden, um Herta Müller zu schützen,
um möglichweise die Nobelpreiskandidatur und somit das große Geschäft für bestimmte Kreise und Verlage nicht zu gefährden.
Heute existieren immer noch zwei ZEIT-Fassungen des gleichen Artikels und dazu auch noch eine dritte als „Buch“!
Welche ist gültig?
Welche ist wirklich autorisiert?
Kann es ein, dass Herta Müller nicht den Text korrekturgelesen hat,
das, was schließlich unter ihrem Namen veröffentlicht wurde?
Kann es gar sein, dass sie den volksverhetzenden Satz mitgetragen hat, nachdem schon ihre ausfällige Verunglimpfung der Banater Schwaben in dem SPIEGEL-Interview von 1987 den Ton der Musik vorgegeben hatte?
Ich zitiere:
„SPIEGEL: Frau Müller, vor allem Ihr erstes Buch “Niederungen” zeigt, daß Sie nicht nur unter der staatlichen Repression, sondern vielleicht noch unmittelbarer unter der engstirnigen, beschränkten, oft reaktionären Mentalität der deutschen Minderheit gelitten haben. Waren Sie in einem doppelten Sinn heimatlos?
MÜLLER: Ja, genau diese muffige spießige Provinzialität hat mir den Haß eingegeben, mit dem ich die “Niederungen” schreiben konnte.“
Der Hass trieb Herta Müller also an, mit ihren deutschen Landsleuten auf ihre Art und Weise abzurechnen!
Da Herta Müller in der dritten, ausgiebig retuschierten Fassung dieses Artikels unter „Cristina und ihre Attrappe oder Was (nicht) in den Akten der Securitate steht“ immer noch an der Überschrift-Formulierung
„Die Erweiterung des Brauchtums durch Verleumdung“
festhält, ist davon auszugehen, dass sie die Schöpferin der in der Tat „un-geistigen Hetzbotschaft“ ist.
Festzuhalten ist also folgendes:
Herta Müller nimmt die Formulierung:
„Die Verleumdung gehört zum Brauchtum der Banater Schwaben“,
und macht daraus:
„Die Erweiterung des Brauchtums durch Verleumdung“
Das ist nicht mehr oder weniger als eine plumpe Paraphrase.
Da aber bei der ZEIT die Linke nicht weiß, was die Rechte tut, da gelogen wird, dass sich die Balken biegen und die Koordination zwischen der Autorin Herta Müller und der Zeit-Redaktion nicht funktioniert, kommt es zu gravierenden Diskrepanzen, die darauf verweisen, dass Herta Müller in der Tat die Autorin der Herzbotschaft gegen die Banater Schwaben ist.
Das bedeutet zumindest für mich und für andere klar denkende Menschen, die Hasspredigerin Herta Müller, die von Anfang an vom Skandal lebt, kann und will sich nicht von ihrer Hetze trennen.
Da Herta Müller wie so oft auch hier geistig undifferenziert agiert, torpediert sie auf diese Weise eklatant die Schutzbehauptung der ZEIT-Redaktion, namentlich die so genannte Richtigstellung, die besagt – bzw. Ahnungslose damit vertrösten will – DIE ZEIT-Feuilleton-Redaktion, namentlich Ijoma Mangold hätte – durch ein unglückliches Versehen – die Hetzbotschaft
„Die Verleumdung gehört zum Brauchtum der Banater Schwaben“,
als Schöpfer zu verantworten.
Der ZEIT-Verlag nimmt also den Fauxpas, der Herta Müller die Nobelpreisnominierung gekostet hätte – mit oder ohne Intervention von Herta Müller-Mentor Michael Naumann auf sich, im vollen Bewusstsein, das ein großes Verlagshaus, das den Kritiker Carl Gibson mit Anwaltsschreiben beeindrucken und zurückscheuchen will, eine solche politische Dummheit besser ausbaden und unter dem Teppich halten kann als eine kontrovers diskutierte, exponierte Autorin mit vielen Gegnern und Feinden.
Trotzdem musste der Literaturkritiker und Redakteur Ijoma Mangold höchstpersönlich die Haut hinhalten und alles selbst als eigenen Fehler verantworten, nur um Herta Müller zu exkulpieren.
Mein parodiertes Schiller-Wort drängt sich auf:

Der M0hr hat seine Schuldigkeit getan,
der Mohr darf bleiben!

Nur – bei der ZEIT wurde vergessen, dass beim ungeschickten Ausbaden dieser turbulenten, politisch höchst brisanten Angelegenheit gleich mehrere Akteure am Werk waren und – neben Carl Gibson – auch andere Banater Schwaben Prostest gegen die Diffamierung durch Herta Müller auf der Seite der ZEIT erhoben hatten.
In einer seinerzeit öffentlich bekannt gewordenen E-mail an meinen Landsmann Georg Schmidt, der wohl als erster aus dem Kreis der Betroffenen reagierte und einen Protestbrief an ZEIT-Chefredakteur Giovanni di Lorenzo schrieb, betont der ZEIT-Redakteur David Huvendick zur Abänderung des Hetzzitats
von:
„Die Verleumdung gehört zum Brauchtum der Banater Schwaben“,
in
„Die Erweiterung des Brauchtums durch Verleumdung“,
ausdrücklich, die Abänderung sei auf Wunsch der Autorin (Herta Müller) erfolgt.
Der genaue Wortlaut der Email vom: 30 Jul 2009 15:07:33:

„Sehr geehrter Herr Schmidt
Ein Nachtrag dazu:
Der Zwischentitel ist in der Print-Ausgabe aufgrund eines redaktionellen Eingriffs entstanden.
Herta Müller bat, ihn online deswegen zu berichtigen. In der aktuellen Print-Ausgabe der ZEIT ist dazu auf S. 54 auch ein Korrekturkasten.

Mit freundlichen Grüßen,

David Hugendick”
Was will man noch mehr?
Herta Müller ist also – wenn die Gesetze der Logik noch stimmen – für das Hetzzitat ebenso verantwortlich wie für die Abänderung.
Die Schutzbehauptung der ZEIT und Ijoma Mangolds gehen also ins Leere.
Fakt ist: Herta Müller ist uneinsichtig und bleibt bei ihrer Hetzbotschaft.
Da diese Wahrheit nicht an den Tag durfte, behindert durch undemokratische Machtausübung, durch Lug und Trug und Täuschung, darüber hinaus auch noch durch moralisch verwerfliche Druckausübung auf Aufklärer und ihre Medien, steht für mich fest, dass die Hasspredigerin Herta Müller ihren Nobelpreis nicht aufrichtig erworben, sondern verlogen ergaunert hat.
Das Nobelpreiskomitee in Stockholm um Peter Englung wurde hinters Licht geführt und getäuscht, damit ein kleiner Verschwörer-Kreis zu seinem Zweck gelangen konnte.
Meine früher schon sehr deutlich formuliertes „J’accuse“ wird hier noch einmal erhärtet.
Was hätte ich damals tun können?
Eine Brechstange hatte ich nicht – auch war das nicht meine Methode. Ich schrieb rund um die Uhr, an viele Stellen, viele Tage lang.
Die Beweise liegen heute noch vor.
Als „einsamer Rufer in der Wüste“ sprach ich die brisante, politisch verheerende Botschaft seinerzeit an, schriftlich im Online Kommentar der ZEIT Online, in anderen Foren und mündlich
in einem ausführlichen Telefonat mit dem verantwortlichen ZEIT-Vize-Feuilleton-Chef Ijoma Mangold –
Die Konsequenzen sind ausgeblieben!
Der im Abhängigkeitsverhältnis stehende Angestellte Ijoma Mangold musste seinen Job retten, kuschen und alles mit ausbaden – wohl gegen sein Gewissen, gegen die Wahrheit.
Ohne, wie mündlich mit DIE ZEIT- Vize-Feuilleton-Chef Ijoma Mangold –
vereinbart, Beweise vorlegen zu können,
wurde ich auf ZEIT Online als Kommentator gesperrt und hatte keine Möglichkeit mehr zu reagieren!
Ijoma Mangold und alle anderen involvierten ZEIT- und ZEIT-Online-Redakteure ließen mich im Regen stehen, ohne etwas für die Wahrheitsfindung zu unternehmen.
Darüber hinaus ließ man mich von arroganter Warte aus wissen, namentlich Redakteur Kuhn:
Herr Gibson, toben Sie sich auf Ihrer Homepage aus!
Basta!

6. Eine kompromittierende E-mail –
Herta Müller lügt in alle Richtungen, nur um die eigene Haut zu retten und belastet dabei die ZEIT-Redaktion schwer

Trotzdem blieb die Situation hochbrisant und musste dringend entschärft werden, da außerdem auch noch öffentlich bekannt geworden war, dass Herta Müller in einer Email an einen guten Bekannten bzw. „Freund“
die gröbsten Schnitzer und Verfehlungen ihres Lüge-Artikels
bis hin zum volksverhetzenden Zitat einem in die Schuhe schob,
dem ZEIT- Redakteur und Literaturkritiker Ijoma Mangold.
Herta Müller delegierte das eigene vielfache Versagen in ihrem verlogenen Stümperwerk mit der Bemerkung, der ZEIT Redakteur ( Ijoma Mangold?) habe alle gravierenden Patzer, Fehler, Lügen in ihren Artikel
„hinein redigiert“.
So einfach geht das – ganz nach ihrem alten, bewährten Muster:
Immer sind die anderen schuld!

Hier ist der E-mail-Inhalt Herta Müllers, gerichtet an jenen „Freund“, der mich – aus purer Freundschaft und Solidarität mit Herta Müller ebenfalls in E-mails einen „Wirrkopf“, einen „rücksichtlosen Scheindissidenten“ und im gleichen Atemzug mit dem Herta Müller-KP-Ex-Gatten Richard Wagner – ebenfalls in einer weiteren E-Mail – einen „nützlichen Idioten“ genannt hat.
Ich zitierte das gute Stück seinerzeit im Rahmen eines meiner Kommentare im Forum der „Siebenbürgischen Zeitung“ in der Hoffnung, ein kritischer Journalist möge darauf aufmerksam werden, die Brisanz und Tragweite erkennen und dies zu einem gut recherchierten Bericht ausweiten.
Pustekuchen!
Nichts davon ist geschehen, obwohl hunderte, ja tausende Leser unmittelbar erfahren konnten, wie die verlogene Autorin und Nobelpreiskandidatin Herta Müller ihren Kopf aus der Schlinge zu ziehen versucht.
Herta Müller ist bis zum heutigen Tag mit ihrem Lügen-Werk durchgekommen – nicht nur, weil die Helfer und Helfershelfer hinter den Kulissen vielfachen Druck ausübten, sondern vor allem deshalb, weil die ZEIT ihre Versagen und ihren Mist erfolgreich und mit Macht unter dem Teppich gehalten hat.
Ich zitiere meinen damaligen Kommentar mit den darin eingebetteten E-mails :

„Herta Müller lügt ungeniert in DIE ZEIT und die ganze WELT hört staunend zu.
Ein Skandal!
DIE ZEIT hat meine Sperrung noch nicht aufgehoben – und DIE ZEIT hat der WELT immer noch nicht erklärt, wer den Herta Müller-Selbstdarstellungsartikel eigentlich geschrieben hat:
Herta Müller selbst oder die ZEIT-Redaktion des Ijoma Mangold?
Eine von beiden Seiten lügt.
Hier noch einmal Herta Müllers Versuch, sich aus der Affäre zu ziehen,
eine –E-mail, zitiert von Frau Packi im SBB-Forum:
Hallo Getkiss, hier noch einmal zur Erinnerung besagte E-Mail von einem guten Freund:
Liebe Lissi,
habe vorhin mit Herta “ge-e-mailt” und auch die für mich unbegreifliche “Verleumdungstradition” der BS angesprochen, auch den in der Tat inexistenten Bahnhof von Poiana Braşov.
Zu Ihrem Entsetzen hat die Zeit alle diese Blödheiten in ihren Text “reinredigiert”, inklusive die rumänische Bezeichnung für Temeswar, auch den Bahnhof von Poiana Brasov, aber auch andere Sachen (Emigration) weggekürzt, aus dem Vernehmer den Verhörer gemacht etc..
Die aktuell onlinegestellte Version in der Zeit-Online ist
eigentlich
ihr Text!
Herta schrieb mir auch,
sie sei “fast verzweifelt”, als sie diese Dummheiten in der Zeitung habe lesen müssen.

Und über die zurecht ärgerliche pauschale “Hetzpassage” schreibt mir Herta im Klartext:
“Er (der Redakteur von der Zeit) hat mir die absolut unhaltbare Zwischenüberschrift über die Banater Schwaben reingeschrieben, die so klingt als würde ich behaupten, alle Ossis seien Stasispitzel gewesen.”

Es wäre schön, liebe Lissi, wenn Du das zur Versachlichung der aus allen Rudern gelaufenen Debatte unübersehbar (vielleicht in einem “Vorspann”) vermerken könntest, denn was ebenfalls noch hochbedauerlich ist, der Disput um diese “erfundenen Beigaben” der “Zeit” lenkt leider von den
verbrecherischen Sauereien der Securitatespitzel ab
– Schurken, die nicht nur Vertrauen missbraucht, sondern Freunde und Bekannte bespitzelt, verraten und verkauft haben und sich heute hierzulande im Glanze ihrer Schandtaten sonnen, statt sich in Grund und Boden zu
schämen.
Liebe Grüße, herzlichst”
Wer lügt also in DIE ZEIT? Carl Gibson“

Wie soll ein materiefremder ZEIT-Redakteur sich eigenmächtig all diese Dummheiten ausgedacht haben?
Die Dummheiten stammen allesamt von Herta Müller selbst, die nicht fähig ist, eine logisch stimmige Geschichte abzuliefern.
Denkbegabte Germanisten und Journalisten künftiger Tage können die Struktur der Lügen Herta Müllers aus E-mail und Artikel noch differenzierter verfolgen, wenn sie dann noch ein Thema der Literaturwissenschaft sein sollte.
Für mich ist sie in jeder Beziehung abgeschrieben – nicht nur, weil sie bei mir angeschrieben hat, was noch zu zeigen sein wird.
Ist diese Maskerade mit und ohne Masken ein weiterer Skandal?
Aus meiner Sicht schon!
Die Herta-Müller-Verschwörung nahm ihren Lauf, während mir seitens der ZEIT jede Möglichkeit versagt wurde, aufklärend einzugreifen.
Wer ordnete das alles an?
Wer zog die Fäden im Hintergrund in diesem zynischen und ungleichen Machtpoker mit gezinkten Karten?
So etwas Obskures hat es in etablierten deutschen Medien in jüngster Zeit noch nicht gegeben?
Oder ist diese Vorgehensweise gängige journalistische Praxis in Deutschland anno Domini 2009?
Das Ausland wird kritischer hinschauen, gerade wenn die Deutschen in anderen Ländern mit erhobenem Zeigefinger Moral und Menschenrechte einfordern, im eigenen Land aber Grundrechte wie die heilige Meinungsfreiheit bzw. die Pressefreiheit eklatant verletzen.
Wer Vladimir Putin moralisch rügt oder die Chinesen der Volksrepublik, der sollte den eigenen Stall sauber halten, sonst verkommt er zum Saustall!
Wahr und zugleich grotesk?
Der oben zitierten, entlarvenden E-mail-Veröffentlichung schloss sich seinerzeit eine heftige Debatte im Forum der „Siebenbürgischen Zeitung“ an, bei welcher ich tatkräftig, mit allen mir zur Verfügung stehenden Argumenten mitwirkte,
ebenso im Blog-Chat der Plattform Kulturraum Banat,
der nach massiver Druckausübung durch Richard Wagner über einen „Offenen Brief“ vom Betreiber aufgegeben wurde,
sowie auf Banatblog
all das argumentativ weiter führend,
über Wochen und Monate in der permanenten Auseinandersetzung mit zahlreichen anonym auftretenden, möglicherweise angeheuerten Assassinen des Geistes, deren Verunglimpfungen im rechtsfreien Raum Internet mir vielfach massiv schadeten, ohne dass ich mich konkret hätte zur Wehr setzen können.
Die konkrete Rufschädigung reichte bis in die Sphären existenzieller Gefährdung.
Der Aufklärer Carl Gibson stand über Nacht selbst am Pranger, nur weil er die Machenschaften der über Infiltration auch im Westen aktiven Kommunisten und ihrer Marionetten angesprochen hatte.
Jedermann kann das alles in Internet nachlesen, meine Argumente und die vielfältigen Diskreditierungen meiner Person als Mensch und Autor durch obskure, anonym auftretende Handlanger aus der 5. Kolonne des Kommunismus in Deutschland.
Konsequenzen sind weiter ausgeblieben.
Den Schaden hatte ich allein auszubaden, und ich laboriere an den existenziellen Konsequenzen bis zum heutigen Tag.
Die Debatte über Herta Müllers Glaubwürdigkeit und moralische Integrität erreichte die breite deutsche Öffentlichkeit letztendlich nicht.
In der Auseinandersetzung mit meinen Argumenten und Thesen wurde sie zwar nach lange vehement und kritisch geführt – nur nicht auf der Seite der ZEIT Online, denn dort war sie willkürlich abgebrochen worden, nachdem die Brisanz offenkundig war.
DIE ZEIT hatte sich gründlich blamiert und ihr Armutszeugnis abgeliefert – aus meiner Sicht ein journalistischer Offenbarungseid.
Doch die Debatte über Herta Müllers „moralische Integrität“ drang leider nicht zu den Ohren der Verantwortlichen im Nobelpreis-Komitee in Stockholm durch, obwohl meine Hinterfragung der „moralischen Integrität“ von Herta Müller bereits im Vorfeld in Schweden diskutiert worden war.
http://bodilzalesky.com/blog/2008/11/10/arvet-fran-kommunismen-en-rumansk-tysk-angiverihistoria/
Als ich dann der Bloggerin Bodil Zalesky das Manuskript meiner gesamten „Symphonie der Freiheit“ elektronisch zur Verfügung stellte, in der Hoffnung, sie würde ihre Schweden umfassender über die Hintergründe informieren, teilte mir die Literaturwissenschaftlerin und Germanistin nur ausweichend mit, sie wolle sich nicht an der Hexenjagd gegen Herta Müller, deren Literatur sie möge, beteiligen.
Der Wahrheitsfindung diente diese Haltung nicht!
Ich habe wirklich alle Hebel in Bewegung gesetzt – genützt hat es nichts.

Fazit: Das vorläufige Ende des Machtpokers zwischen dem mächtigen Goliath und dem schmächtigen David, zwischen dem Machtapparat der ZEIT und der Herta-Müller-Förderer einerseits und mir, dem unbekannten Philosophen und Dissidenten andererseits:
ein fragwürdiger Literatur-Nobelpreis für Deutschland
und ein öffentlich demontierter, moralisch-geistig, existenziell und sogar geschäftlich geschädigter Autor Carl Gibson,
der nach der Debatte mehr offene und verborgene Gegner, ja erbitterte Feinde hatte als vor der Aufklärungsaktion, die mit der Publikation des Werkes „Symphonie der Freiheit“ ihren Anfang genommen hatte.
Die bisher wohl schärfste Kritik an Herta Müller und ihrem kommunistischen Umfeld der so genannten Aktionsgruppe Banat wurde in diesem Werk formuliert, ein Werk,
das – auch heute noch – totgeschwiegen werden soll, eben weil es Tabus anspricht, Machenschaften entlarvt, aufklärt, und dies, obwohl
der Heilige Vater, Papst Benedikt XVI,
nicht nur seine Priester aufforderte, in die „Symphonie der Freiheit“ einzustimmen.
„Viel Feind, viel Ehr“?
Die Realität sieht anders aus.
Wo der allmächtige Goliath regiert, hat David alle Rechte verloren.
Leider ist das so – nicht nur in Vladimir Putins Reich und bei den neureichen roten Chinesen –, auch im Goldenen Westen ist das so, weil vor jeder Moral der Wert des Geldes angesiedelt ist, der regiert, der bestimmt und der auch festlegt, was Wahrheit ist und was Lüge.

7. Cui bono?- Geschäft oder Moral?

„Die Securitate ist noch im Dienst“ – Herta Müller erfindet sich selbst neu
Kritische Relecture eines journalistischen Offenbarungseids aus der ZEIT

Nemo propheta in patria?

Kreise wurden gestört – es sollte nicht sein, dass ein Unberufener dazwischenfunkt und ein Rad stoppt, an dem lange und aus dem Hintergrund gedreht wurde!
Cui bono?
Auf dem Weltparkett gibt es Puppen und Puppenspieler!
Wem nützt das alles – erfundene Mythen, Lügen, Aufmerksamkeit? Die Antwort darauf geben die Verkaufszahlen im großen Geschäft – auch in der Kultur und Literatur.
Raum für Verschwörungstheorien?
Vielleicht!
Wenn der Rubel rollt, ist alles möglich,
auch wenn Ethik und Moral unter den Tisch fallen, ja bewusst geopfert werden.
Der Nobelpreis Herta Müllers nutzte vielen,
er brachte vielen etwas ein,
der Politik und den rücksichtslosen Geschäftemachern hinter den Kulissen, die mit einem Bein in der Politik stehen, die mit der Politik verbandelt sind, die auf allen Hochzeiten tanzen und aus allem ein Geschäft machen, auch mit den Verfälschen und Verdrehen von Wahrheiten –
immer zum eigenen Nutzen und oft zum Schaden der Gesellschaft, deren Werte zynisch geopfert werden.
Da der Nutzen für die vielen am Coup Beteiligten recht groß war, erfreute sich Herta Müller recht breiter Unterstützung, selbst als ruchbar wurde, dass der neu erfundene Jeanne d’Arc-Mythos der Heroine aus dem rumänischen Banat etwas wankelmütig, forciert und über weite Strecken unglaubwürdig daherkommt.
Eine Vergangenheit, die man nicht hat, kann man auch nicht so einfach herzaubern, quasi über Nacht erfinden. Da enden die Grenzen der Belletristik – auch bei geschickten Wendehälsen und Opportunisten, die je nach Konstellation das Fell wechseln und das Fähnlein nach dem Wind drehen.
Wenn es um nackte Tatsachen geht,
um reine historische Wahrheiten,
um echte Verfolgung und Widerstand,
dann kann ein oppositioneller Lebenslauf nicht neu erfunden oder gar herbeigedichtet werden, wie es Herta Müller seit 1987 krampfhaft versucht und dabei unzählige, plumpe Fehler macht.
Die hohe Politik erfuhr davon.
Moralische Bedenken wurden trotzdem unter den Teppich gekehrt – ja die Politik versuchte sogar mit weiteren öffentlichen Ehrungen wie der Vergabe des Bundesverdienstkreuzes an die ehemals antideutsche Herta Müller vollendete Tatsachen zu zementieren.
So agiert die Macht – auch in der Demokratie!
Der Teufel aber steckt im Detail!
Wie auch immer – wer den sonderbaren ZEIT-Artikel „Die Securitate ist noch im Dienst“ aufmerksam liest, wird schnell erkennen, wes Geistes Kind Herta Müller ist.
Das Wesen spiegelt sich im Geschriebenen – beim lichten Aufklärer wie beim obskuren Täuscher.
Die Folgen aber sind nicht mehr aus der Welt zu schaffen.
Den Nobelpreis kann man Herta Müller zwar nicht mehr nehmen – doch sie lebt mit einer schweren Bürde und mit dem Vorwurf, unethisch, ja machiavellistisch zum Zweck gelangt zu sein, protegiert und vielleicht sogar instrumentalisiert.

7. „Darf gegen Teile des Deutschen Volkes gehetzt werden, verehrter Herr Bundespräsident?

„Nicht ohne sich beizeiten zum Unverstandenen zu erklären, hat der mit Hilfe von Wikipedia und über ein paar weiträumige Links zum Schwabensohn avancierte Gibson seine Verschwörungsthesen zu Herta Müller und dem Rest durch alle Blogs der Welt gejagt“.
Richard Wagner über Carl Gibson, Achse des Guten

Bei der Relecture der merkwürdigen Abrechnung im ZEIT-Artikel „Die Securitate ist noch im Dienst“ aus noch nicht ganz geklärter Autorschaft tauchen die alten Fragen wieder auf, Fragen, die man, bei aller Ernsthaftigkeit der Thematik, manchmal auch mit einer gewissen Prise Humor angehen muss, um nicht darüber zu verzweifeln.
Damals, in den darauffolgenden Tagen des August 2009 fragte ich mich, und das frage ich mich auch heute:
Ist überall, wo Müller draufsteht, auch Müller drin
oder schreiben die ZEIT-Redakteure an den Berichten ihrer Autoren munter mit?
Ist ein solches Vorgehen noch sauberer, ethisch bestimmter Journalismus?
Und was unterscheidet die renommierte ZEIT noch von der vielgescholtenen BILD-Zeitung, wenn der werte Leser nicht mehr Gewissheit haben kann, dass der Autor auch den Inhalt seines Artikels voll und ganz verantwortet?
Zur politischen und moralischen Tragweite der Aussage:
„Die Verleumdung gehört zum Brauchtum der Banater Schwaben“
Als Banater Schwabe, der zu seiner Identität und Herkunft steht, fühle ich mich unmittelbar betroffen.
Wie viel politische Naivität und Borniertheit gehört dazu, diese Hetze gegen die deutsche Minderheit der Banater Schwaben in die Welt zu setzen?
Dem Geist nach entspricht sie den Herta-Müller-Texten, in welchen sie mit der deutschen Minderheit, aus der sie selbst stammt, abrechnet.
In ihren von rumänischen Kommunisten geförderten und prämierten Debütband „Niederungen“ geht Herta Müller mit der Welt ihrer deutschen Landsleute im Banat, während diese in Agonie im Exodus stehen, heftig ins Gericht, statt die Kommunisten Ceauşescus anzugreifen.
Das war im Jahr 1982.
Viel später, im Jahr 2009, nachdem die antideutsche Autorin virtuos und ohne moralische Skrupel die Fronten gewechselt hatte, aus dem linken Lager zu den Wertkonservativen übersiedelte, um selbst in der lange verschmähten Bundesrepublik Zuflucht zu suchen, macht sie das immer noch auf ähnliche Weise, indem sie als die Gute und Gerechte aus einer Opfer-Rolle heraus eine ganze Minderheit angreift, die eigene deutsche Minderheit der Banater Schwaben, aus der ihre Eltern stammen, ihr erster Ehemann Herbert Karl und ihr zweiter Ehemann Richard Wagner, ein Provinzpoet, langjähriger ideologischer Scharfmacher und Mitglied der Rumänischen Kommunistischen Partei von Diktator Ceauşescu.
Als Herta Müllers „Mann fürs Grobe“ drohte dieser Richard Wagner (aus Perjamosch) mir bereits im Sommer 2008 mit Anwälten und Gericht, nachdem ich es gewagt hatte, die Vita von Herta Müller kritisch zu durchleuchten und nach der „moralischen Integrität“ dieser höchst kontrovers diskutierten Autorin zu fragen.
Aus seiner Feder stammt die Polemik auf der sogenannten Achse des guten:
Die Gibsons oder die Banater Schwaben
http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/die_gibsons_oder_die_banater_schwaben_ihre_selbsternannten_sprecher_und_uns/
in welcher er, der sich zusammen mit Herta Müller aus dieser Gemeinschaft ausschließt, eine Identität zwischen mir und der Gemeinschaft der Banater Schwaben konstruiert.
„Darf gegen Teile des Deutschen Volkes gehetzt werden, verehrter Herr Bundespräsident Köhler“,
fragte ich seinerzeit öffentlich in zahlreichen Kommentaren.
Heute ist der zynisch von Teilen der politischen Kaste ausmanövrierte Horst Köhler, der die neuzeitliche Heroine Herta Müller als „Unbeugsame“ mit dem großen Bundesverdienstkreuz ehrte, selbst schon Geschichte, ohne dass feststünde, auf welcher Basis diese sonderbare Ehrung, gegen die ich protestierte und die ich öffentlich noch anfechten werde, zustande kam.
Welcher „Ghostwriter“ ist wohl für die Auswertung des zu Grunde liegenden Materials verantwortlich?
Wie groß wäre der moralische Aufschrei gewesen, wenn ein Nobelpreisträger wie Günter Grass ähnliche Hetzparolen verkündet hätte oder wenn ein Hinz oder Kunz postulierte,
„Die Verleumdung gehört zum Brauchtum der Hamburger, der Berliner, der Bayern, Schwaben, Hessen, Sachsen etc. “?
Da die Banater Schwaben, eine deutsche Gemeinschaft von ca. 300 000 Menschen, ohne große politische Lobby in Deutschland dastehen, erschien es Herta Müller legitim, auf die Schutzlosen einzuprügeln, so als wären ihre persönlichen Leiden auf die Auseinandersetzung mit Herkunft und Heimat zurückzuführen.
Zur Information – auch an die Adresse der mit der Diskussion wenig vertrauten Journalisten und Anwälte, die meinen, die von Securitate-Agenten unterwanderte Landsmannschaft der Banater Schwaben würde Herta Müller verfolgen.
Herta Müller war es, die den ersten Stein warf –
in ihrem von Kommunisten geförderten Kurzgeschichten-Bändchen „Niederungen“, wo das Deutschtum im Banat übel verspottet wird.
Darauf erfolgten Reaktionen der in ihrer Ehre verletzten Menschen, zuerst vor Ort in Temeschburg, Rumänien, dann in dem Presseorgan der Landsmannschaft der Banater Schwaben in Deutschland.
So wirkt das Gesetz von Ursache und Wirkung.
Satire oder Beleidigung?
Die Grenzen sind eng und fließend – das lehrt auch die Aktualität in der Auseinandersetzung des Westens mit dem Islam.
Der „Hass“ auf diese deutschen Landsleute und auf die deutsche Gemeinde im Banat hatte Herta Müller nach eigener Aussage (im SPIEGEL, 1987) inspiriert, das schmale Bändchen Kurzgeschichten „Niederungen“ zu verfassen – und doch war sie sich nicht zu schade, den Preis derselben „Vertriebenen“ anzunehmen.
Für Hass auf Deutsche ein Bundesverdienstkreuz?
Diesen rücksichtslosen wie impertinenten Zynismus verstehe, wer will!
So ändern sich die Zeiten … und das Bewusstsein der Opportunisten und Wendehälse.

9. Cui honorem honorem!
David gegen Goliath … und Leviathan?

Was wussten die ZEIT-Redakteure von den Hintergründen, von der Welt des Kommunismus im Securitate-Staat Ceauşescus?
Wohl nicht viel!
Weshalb wagten sie sich überhaupt an eine Thematik heran, von der sie nichts verstanden, an eine diffizile Materie, die sie vollkommen überforderte?
Nachdem das Kind in den Brunnen gefallen war und den Journalisten um Ijoma Mangold endlich die politische Tragweite der Sentenz bewusst wurde, ebenso die Gefährdung der Nobelpreis-Kandidatur, versuchte DIE ZEIT eine korrigierende Differenzierung, indem sie darauf hinwies, Herta Müller kritisiere nicht die Banater Schwaben als Gemeinschaft, sondern nur ihre Interessenvertretung, namentlich die Landsmannschaft der Banater Schwaben.
In ihren Reihen würden sich Informanten und Agenten des ehemaligen rumänischen Geheimdienstes Securitate tummeln, die ihr verleumderisches Werk auch in Deutschland fortsetzten.
Zur Landmannschaft der Banater Schwaben – sie ist ein eingetragener Verein, der die Wertewelt der von Kommunisten vertriebenen und verfolgten Deutschen aus dem Banat weiter kultiviert.
Dass aus ihren Reihen früh Protest gegen die Verunglimpfungen des Deutschtums im Banat durch Herta Müller erfolgte, ist nur allzu natürlich.
Ich war nie Mitglied dieses Vereins.
Auch war ich nie ein selbsternannter Sprecher der Banater Schwaben.
Als Buchautor, Philosoph und ehemaliger Bürgerrechtler schildere ich meine Sicht der Dinge, meine antikommunistische Dissidenz, meine echten realistischen Folter- und Haft-Erfahrungen mit dem verbrecherischen Geheimdienst Securitate; ich lasse mich aber nicht durch andere, Kommunisten, Marxisten etc. öffentlich verunglimpfen und zum „nützlichen Idioten“ der Securitate deklarieren, auch nicht auf der Seite von ZEIT ONLINE, durch opportunistische Akteure, die sich seinerzeit – als es existenziell gefährlich war – unter der Ägide der KP als aktive Stützen des totalitären, verbrecherischen Kommunismus-Systems betätigten, während die aufrechten Widerständler gegen den Kommunismus in den Folterzellen der Securitate landeten und zu Gefängnisstrafen verurteilt wurden.
Heute muss ich als Zeitzeuge mit ansehen und mit erleben, wie diejenigen, die sich geistig prostituierten und ihre Herkunft verleugneten, im saturierten Wohlstand des Westens leben, während die Aufrechten aus den roten Gefängniszellen in extremer Armut und Elend existieren müssen.
Besonders schäbig und entwürdigend empfinde ich es, wenn das echte Opfer in langjähriger, gesundheitszerrüttender Beharrlichkeit nachweisen muss, wer wahrhaftig gelitten hat und wessen Martyrium nur inszeniert ist.
Cui honorem honorem!
David gegen Goliath … und Leviathan?
Die Debatte hier ist ein Teil davon. Ich werde sie weiter führen.

9. „Ohne Haftbefehl gehe ich nicht mit“ – zur nachhaltig erschütterten Glaubwürdigkeit von Herta Müller

Motto:
Lügen haben kurze Beine, die Wahrheit hat keine. HM
Es hört sich an wie ein schlechter Witz: Da kommen die Mannen der bösen Securitate Ceauşescus und wollen Herta Müller verhaften.
Wie wehrt die Dame auf Reisen in der angeblichen Bahnhofshalle von Poiana Braşov (deutsch „Schulerau“) diesen Verhaftungsversuch des repressiven Geheimdienstes ab?
Wie entzieht sie sich der Verhaftung?
Mit einem neuen Abrakadabra, mit der noch nirgendwo gehörten Zauberformel:
„Ohne Haftbefehl gehe ich nicht mit“!
Man höre und staune – der Geheimdienst eines totalitären Systems, einer kommunistischen Diktatur, will eine schutzlose Dame abführen und kann es nicht, weil er keinen Haftbefehl vorzeigen kann.
Grotesk, einfach lächerlich das Ganze, von Herta Müller in DIE ZEIT als echte Begebenheit geschildert, plastisch und rührselig, um Mitleid zu erregen, um der deutschen Öffentlichkeit eine „Verfolgung“ unter Ceauşescu plausibel zu machen, ja zu beweisen.
Wie echt, wie glaubwürdig ist diese Szene?
In welcher Diktatur der Welt scheren sich die Schergen der Geheimdienste um Legalität, gar um einen Haftbefehl, wenn es gilt, ein Opfer zu verhaften, einen Oppositionellen zur Strecke zu bringen?
Benötigte etwa die GESTAPO Hitlers einen gültigen Haftbefehl, um die Widerstandskämpfer aus dem Kreis der Geschwister Scholl (Weiße Rose) oder Graf von Stauffenbergs Mitverschwörer verhaften, verurteilen und umbringen zu lassen?
Kümmerten sich der sowjetische Geheimdienst KGB um einen Haftbefehl im Kampf etwa gegen Solschenizyn oder Sacharov?
Konnten die Bürgerrechtler und Dissidenten Vaclav Havel oder Arbeiterführer Lech Walesa sich ihren vielfachen Verhaftungen entziehen unter schlichter Berufung auf das Vorzeigen eines gültigen, richterlich ausgestellten Haftbefehls?
Brauchte der Staatsicherheitsdienst der DDR einen Haftbefehl, um hunderte Bürgerrechtler und Oppositionelle in die Normannenstraße zu schleppen, sie zu verhören und sie schließlich nach Hohenschönhausen oder ins „Gelbe Elend“ nach Bautzen zu verfrachten?
Konnte ich seinerzeit 1977-1979 während meinen mehrfachen Verhaftungen durch die Securitate Ceauşescus, durch Miliz und Grenzpolizei das Vorzeigen eines regulären Haftbefehls einfordern?
Nein, das konnte ich nicht!
Und keine Gestapo, kein KGB, keine Stasi und auch keine „Securitate“ benötigten einen Haftbefehl, um Menschen von der Straße weg zu verhaften und hinter Gitter zu bringen.
Wunder dieser Art erlebt nur die fantasiebegabte Belletristin Herta Müller, aber nicht in Lourdes oder sonstwo an einem heiligen Ort, sondern eben im Wolkenkuckucksheim der frei erfundenen Bahnhofshalle von Poiana Braşov, in den Südkarpaten über Kronstadt (rumänisch Braşov), eben dort, wo es diese ominöse Halle überhaupt nicht gibt.
Dort oben im siebenbürgischen Bergland zwischen Skifahrern und Wölfen verkehren allenfalls noch ein paar Gämsen oder Bergziegen, aber keine Züge wie etwa am Fuße des Matterhorns in der idyllischen Schweiz.
Ergo gibt es dort oben zwischen den Wolken auch keine „Bahnhöfe“ und keine Bahnhofshallen!
Als der Schwindel mit diesem sonderbaren „Ort des Geschehens“ einer breiten Öffentlichkeit auffiel,
als die ganze Welt in der seriös liberalen DIE ZEIT las,
wie mutig die moderne Heroine Herta Müller aus Nitzkydorf im Banat die Schergen der bösen Securitate abgewehrt haben will,
dabei angeblich sogar noch in den Dreck gestoßen wurde und viel zu leiden hatte,
während die wenig empathischen, ja teilnahmslosen Rumänen am angeblichen Bahnsteig dieser Demütigung durch Staatsorgane zusahen,
als die Welt anfing,
entweder das Wunder mit dem Haftbefehl in Frage zu stellen
oder
die Glaubwürdigkeit der rumäniendeutschen „Erzählerin“ Herta Müller und ihre fragwürdigen „Erfahrungen mit dem Terror“,
reagierte Herta Müller blitzschnell und bekundete in einer privaten E-mail ihre Unschuld mit dem Hinweis,
der ZEIT-Redakteur Ijoma Mangold hätte ihr diese unglaublichen Geschichten in ihren Artikel hineinredigiert.
Ein Skandal?
Also hat nicht etwa Herta Müller die groteske Münchhausiade ohne Humor erfunden, sondern ein fantasiebegabter ZEIT-Redakteur?
Ergo schreiben die ZEIT-Redakteure die Artikel der Autoren?
Ijoma Mangold, der bekannte Literaturkritiker und spätere ZDF-Vorleser ist nach Herta Müllers -mail-Aussage somit der Erfinder der ominösen
„Bahnhofshalle von Poiana Braşov“!
Hat der ZEIT-Literatur-Redakteur Ijoma Mangold vielleicht die ganze absurde Geschichte erfunden und aus dem „Locus amoenus“ einen „Locus terribilis“ gemacht?
Wer das glaubt, wird selig!
Ich glaube das jedenfalls nicht.
Nach meiner Auffassung setzt Herta Müller plumpe Lügengeschichten á la Baron von Münchhausen in die Welt, nur alles andere als souverän witzig, vielmehr verbohrt und tierisch ernst.
Selbst ein Eugen Ionesco hätte keine Freude an dieser absurden Szene gehabt, die seine rumänischen Landsleute darüber hinaus auch noch en bloc desavouiert und als passiv-feige denunziert.
(Noch haben die Rumänen sich gegen diese Art der Negativ-Vereinnahmung nicht zur Wehr gesetzt!)
Einige kritische Fragen zur angeblichen Rolle des ZEIT-Redakteurs mögen erlaubt sein, zu seiner Ehrenrettung!
Wie soll Ijoma Mangold, ein Journalist, der wahrscheinlich nie in Rumänien gewesen ist, solch ein abstruses Hirngespinst überhaupt aushecken können?
Hat Ijoma Mangold etwa auch die Sentenz:
„Ohne Haftbefehl gehe ich nicht mit“!
erfunden?
Ist er allein für die gesamte Absurdität der Situation verantwortlich oder stecken noch andere ZEIT-Redakteure dahinter?
Hat Ijoma Mangold vielleicht die gesamte Szene, diese Fahrt ins Nichts, frei erfunden und noch viel mehr… bis hin zu dem volksverhetzenden Verleumdungszitat als Zwischenüberschrift:
„Die Verleumdung gehört zum Brauchtum der Banater Schwaben“?
Hat Ijoma Mangold wirklich am Artikel Herta Müllers mit geschustert, der de facto und ausschließlich unter dem Namen Herta Müllers erschien?
Wenn ja, welchen Anteil hat Ijoma Mangold daran?
An Ijoma Mangolds journalistischen Sündenfall kann ich nicht glauben. Auch kann ich mir kaum vorstellen, dass der mir nach wie vor sympathische Ijoma Mangold denunziatorisch initiativ geworden wäre und die Volksgruppe der Banater Schwaben gebrandmarkt hätte, einfach so aus Spaß an der Freud wie andere Pseudo-Journalisten Verfemte und Verfolgte im „Stürmer“?
Endgültige Klarheit wäre jedoch nur nach erfolgter Strafanzeige unter Eid vor Gericht zu erreichen, wo man auch Einblick in das Originalmanuskript nehmen müsste, bevor weitere Verdächtigungen in die Welt gesetzt werden.
(Seinerzeit, als die wilde Debatte tobte, wurde ich mehrfach von ganz unterschiedlichen Kreisen öffentlich aufgefordert, Strafanzeige gegen Herta Müller oder gegen das ZEIT-Magazin zu stellen.
Gleichzeitig wurde ich auch mehrfach abgehalten es zu tun, zunächst von einem Schriftstellerkollegen, der mit anderen betroffenen Kollegen eine „Resolution“ ausarbeiten und veröffentlichen wollte, dann aus dem Bekanntenkreis, wo mir neutrale Personen zusagten, den Schritt zum Staatsanwalt ohne mein Zutun machen zu wollen, aus Rücksicht auf meine Exponiertheit. Geschehen ist nichts – aus vielen Gründen.)
Hat Herta Müller schließlich die Endfassung des Artikels vor der Veröffentlichung gelesen und abgesegnet, also endgültig autorisiert, ein Vorgang, der von jedem seriösen Autor zu erwarten ist?
All diese Fragen stellte ich bereits in den Monaten Juli, August, September, Oktober des Jahres 2009 in öffentlicher Debatte auch als Kommentator in DIE ZEIT Online, bevor ich dort mit Macht ausgebremst wurde, indem meine Kommentare entweder ganz gestrichen oder gekürzt und entstellt wiedergegeben wurden.
Heute ist alles noch offen – wer log damals:
Herta Müller oder DIE ZEIT?
Wer lügt heute immer noch?
Nach meiner Überzeugung lügt Herta Müller, weil die Logik und der gesunde Menschenverstand gegen die Autorenschaft von Ijoma Mangold sprechen.
Können wir im Fall Herta Müller Verstand und Vernunft außer Kraft setzen, ohne der Wahrheit auf den Grund zu gehen?
Ich kann das nicht!
Herta Müllers ZEIT-Artikel „Die Securitate ist noch im Dienst“ ist starker Tobak, eine echte Zumutung gerade für Menschen, die in einer Diktatur gelebt haben.
Für Opfer totalitärer Systeme ist Herta Müllers Machwerk die Verhöhnung
schlechthin, den ihr vollkommen deplatzierter und höchst unglaubwürdiger Satz:
„Ohne Haftbefehl gehe ich nicht mit“!
führt jeden echten Widerstand gegen Diktaturen ad absurdum.
ZEIT-Chefredakteur Giovanni di Lorenzo, mit verantwortlich für alles, was in dem Wochenmagazin DIE ZEIT geschrieben steht, oder ein Geschäftsführer des Verlages beauftragten eine Anwaltskanzlei, mich, Carl Gibson, von einer weiteren Debatte dieses obskuren Themas abzuhalten.
Sind die Ammenmärchen und tolldreisten Geschichten der Herta Müller der ZEIT peinlich geworden?
Doch statt sich der geistigen Debatte zu stellen, statt das intellektuell auszubaden, was man sich aus eigener redaktioneller Inkompetenz eingebrockt hat, im Dissens zu einem ethischen, verantwortungsvollen Journalismus eines Blattes mit Niveau, setzt DIE ZEIT ein Druckmittel ein, um den kleinen David zur Räson zu bringen!
Ja, ich zittere jetzt schon –
genauso wie ich erzitterte, als mir Herta Müller und Richard Wagner im Sommer 2008 mit Anwälten und Gericht drohten,
nachdem ich die in der „Symphonie der Freiheit“ geübte Kritik an ihren denunziatorischen Verhalten öffentlich im ethischen Kontext wiederholte, die „moralische Integrität“ Herta Müllers in Frage stellend.
Nun, meine Herren Herausgeber und Redakteure der ZEIT, wer jahrelang gegen die Securitate gekämpft hat, gegen den bissigen Löwen, als er noch Zähne hatte, wer – im Gegensatz zu der vom sicheren Hafen aus tobendenden Phantastin Herta Müller – mehrfach echte Folter erdulden und in Gefängniszellen täglich um sein Leben bangen musste, der schreckt nicht vor Drohgebärden hochbezahlter Anwälte zurück, schon gar nicht in einer mit Grundrechten ausgestatteten Demokratie.
Hätte ich mich schon damals der Macht der Mächtigen gebeugt, dann hätte ich glatt in der Ceauşescu-Diktatur weiter leben können.
Die Glaubwürdigkeit von Herta Müller wird noch deutlicher erschüttert werden, je weiter man in ihrer unlogischen und verzerrten Selbstdarstellung im ZEIT-Artikel „Die Securitate ist noch im Dienst“ ins Detail geht und eine kritische Überprüfung vornimmt.
In dem Bericht, der mit der Darstellung physischer Verfolgung beginnt, um politische Verfolgung zu begründen, ist eine weitere Verhaftungsszene enthalten, die arge Diskrepanzen erkennen lässt und auf mangelnde Wahrhaftigkeit der Autorin hinweist.
Herta Müller berichtet weiter unten, sie sei an ihrem Studien- und Wohnort Temeschburg einfach so am helllichten Tag von der Straße weg provisorisch verhaftet, anschließend in eine obskure Katakombe gezerrt, dort verhört, erneut körperlich malträtiert, ja gefoltert und schließlich bedroht worden:
„Man brauchte keine Vorladung,
fischte mich einfach von der Straße ab. Ich war auf dem
Weg zum Friseur und wurde von einem Polizisten durch eine
schmale Blechtür ins Souterrain eines Studentenwohnheims
gebracht. Drei Männer in Zivil saßen an einem Tisch. Ein kleiner
knochiger war der Chef. Er verlangte meinen Ausweis, sagte:
»Na, du Hure, sehen wir uns schon wieder.« Ich hatte ihn noch
nie gesehen. Mit acht arabischen Studenten sollte ich Sex gehabt
und mich mit Strumpfhosen und Kosmetika bezahlen lassen
haben (echt schönes Deutsch, stellt Carl Gibson, fest!) Ich kannte keinen einzigen arabischen Studenten. Aber der Verhörer (was ist das nun wieder, fragt derselbe Carl Gibson? Einer der „verhört“, oder einer. der „sich verhört“) meinte, als ich das sagte: »Wenn wir wollen, finden wir auch 20 Araber als Zeugen. Wirst sehen, es wird ein exzellenter Prozess.« Ständig warf er meinen Ausweis zu Boden, ich musste mich bücken und ihn aufheben. An die 30 bis 40 Mal.
Wenn ich langsamer wurde, trat er mir ins Kreuz. Hinter der Tür
schrie eine Frauenstimme. Folter oder Vergewaltigung, hoffentlich
nur ein Tonband, dachte ich. Dann musste ich acht hart
gekochte Eier und grüne Zwiebeln mit Salz essen. Ich würgte das
Zeug hinunter. Danach öffnete der Knochige die Blechtür, warf
meinen Ausweis hinaus und trat mir in den Hintern. Ich fiel mit
dem Gesicht ins Gras neben ein Gestrüpp. Ich kotzte, ohne den
Kopf zu heben. Ohne mich zu beeilen, nahm ich den Ausweis
und ging wieder nach Hause. Das Abfischen von der Straße weg
machte mehr Angst als eine Vorladung. Niemand wusste, wo
man ist. Man hätte verschwinden, nie wiederauftauchen oder,
wie damals angedroht, als Wasserleiche aus dem Fluss gezogen
werden können. Es hätte geheißen: Suizid.
Kein Verhör steht in den Akten, keine
Vorladung und kein Abfischen.“
Nun, das ist der Erzählstil einer Nobelpreisträgerin, deren Verdienste um die deutsche Sprache bereits im Vorfeld in Deutschland von irgendwelchen Experten prämiert worden waren.
Bevor ich noch die Beweisführung antreten werde, dass Herta Müller diese sonderbare Szene essenziell aus einem Kapitel meines Werkes „Symphonie der Freiheit“ schamlos abgekupfert hat, begnüge ich mich an dieser Stelle mit der Feststellung:
Herta Müller ist also doch verhaftet worden!
Nicht wie Josef K. im „Prozess“ bei Kafka, existenzialistisch absurd, nein, sondern nur so, realistisch von der Straße „abgefischt“ von einer Autorität des kommunistischen Systems.
Doch weshalb hat sie nicht auch in diesem Fall ihre Zauberformel bemüht und ausgerufen:
„Ohne Haftbefehl gehe ich nicht mit“!
Hatte sie ihr Pentagramm nicht dabei, ihren Bannspruch vergessen?
Was stimmt nun eigentlich,
die Verhaftungsszene aus der Bahnhofshalle in den siebenbürgischen Bergen über Kronstadt
oder
die spontane Verhaftung in den Straßen von Temeschburg im Banat?
Oder stimmt gar nichts?
Ist das alles bloß erfunden, um dem ahnungslosen deutschen Leser eine moderne Terrorgeschichte aufzutischen, die indirekt belegen soll, dass Herta Müller in der Tat verfolgt wurde, viel physisch gelitten hat und ein authentisches Opfer der Diktatur ist.
Bravo!

11. „Ein gedankenloser Irrtum –
oder
Wie die ZEIT-Redaktion versucht, mit einer „Richtigstellung“, die keine ist, sich am eigenen Zopf aus dem Sumpf zu ziehen, im krampfhaften Versuch, gleich zwei Gesichter zu wahren!

Das muss in die Binsen gehen!
Wenn Redakteure des Magazins die ZEIT am Werk sind, dann arbeiten sie manchmal im Trance-Zustand. Dabei kommt es zu „gedankenlosen Versehen“, gerade dann, wenn man hetzerisch besonders dick auftragen will, um des Effektes willen, und wenn aus der Hetze dann ein Problem wird. Von einem über den Dingen stehenden Redakteur wäre mehr Empathie zu erwarten gewesen, als es darum ging, über eine frech ausgeheckte Schlagzeile den Banater Schwaben eines auszuwischen, ihnen ins Kreuz zu treten, so wie es Herta Müller bei der Securitate auf eigener Haut erfahren haben will.
Diese Gedankenlosigkeit, die jeden kleinen Journalisten in einer Lokalredaktion den Job kosten würde, soll dann bei der ZEIT über eine noch dümmere „Richtigstellung“ im Korrekturkasten auf Seite 54 aus der Welt gewischt werden! Das ist eine journalistische Bankrotterklärung – ein Schande für das einst liberale Blatt aus Hamburg!
Herta Müller und die ZEIT lügen um die Wette. Eine Münchhausiade jagt die andere. Nur mit der Logik hapert es recht deutlich – wie so oft bei Herta Müller, die sich einfach nicht um die Logik kümmert, wenn sie wild drauflos schreibt, wenn sie wild erfindet, ohne zu bedenken, dass es Leser gibt, die den gesamten Schund-Artikel tatsächlich zu Ende lesen und über einzelne Episoden kritisch nachdenken – besonders nach der so genannten Richtigstellung, die noch mehr verwirrt als aufklärt und entzerrt, erfolgt in:
DIE ZEIT, Nr. 32, 2009, wo der von Herta Müller erfundene Bahnhof im rumänischen Luftkurort Poiana Braşov plötzlich ganz unter den Tisch fällt.
Um die peinliche Dummheit mit dem nicht existenten Bahnhof Poiana Braşov aus der Welt zu schaffen, korrigierte DIE ZEIT ihr Versehen (oder das von Herta Müller oder das des Team-Works DIE ZEIT – Herta Müller) mit dem plumpen Hinweis,
Herta Müller sei auf dem Bahnhof in Temeschburg von den Männern der Securitate in Empfang genommen (und zusammengeschlagen worden), also nicht in den 500 Kilometer weiter entfernten Bergen der Poiana Braşov.
Dümmer geht es nimmer!
Sie ist einfach lächerlich, diese Argumentation der ZEIT – und wohl für echte Idioten gedacht.
Ergo reiste Herta Müller von Temeschburg nach Temeschburg, quasi einmal um die eigene Achse?
Oder von der rechten Gehirnhälfte in die linke und retour?
Was wurde dann – nach der Logik der ZEIT – aber aus der gesamten Reise, die doch nur erfunden und fiktiv angetreten worden war, um die spektakuläre Folter-Handlung an einem exotischen Ort spielen zu lassen, an einem Ort, den der eine oder andere reiselustige Bundesbürger vielleicht sogar erlebt hatte oder vom Hörensagen kannte?
Hier ist die komplette Story:
„Als die Niederungen im Westberliner
Rotbuch Verlag erscheinen sollten, hatten die Lektorin
und ich, um nicht aufzufallen, uns in Poiana Braşov
verabredet, in den Karpaten. Wir fuhren separat hin, als Wintersportler.
Mein Mann Richard Wagner war mit dem Manuskript
nach Bukarest gereist. Ich sollte am nächsten Tag
ohne Manuskript mit dem Nachtzug nachkommen. In der
Bahnhofshalle von Poiana Braşov empfingen mich zwei Männer
und wollten mich mitnehmen. Ich sagte:
»Ohne Haftbefehl
gehe ich nicht mit.«
Sie konfiszierten meine Fahrkarte
und meinen Ausweis, sagten, bevor sie verschwanden, ich
solle mich nicht von der Stelle rühren, bis sie wiederkämen.
Aber der Zug fuhr ein, und sie kamen nicht wieder. Ich ging
zum Bahnsteig. Es war die Zeit des großen Stromsparens, der
Schlafwagen stand im Dunkel am Ende des Bahnsteigs. Einsteigen
durfte man erst ganz kurz vor der Abfahrt, die Tür war
noch zu. Auch die zwei Männer waren da, gingen auf und ab,
rempelten mich an und stießen mich dreimal zu Boden. Dreckig
und verwirrt stand ich auf, als wäre nichts. Und die Wartenden
schauten zu, als wäre nichts. Als die Schlafwagentür
endlich aufging, drängte ich mich mitten in die Schlange. Die
beiden Männer stiegen auch ein. Ich ging ins Abteil, zog mich
halb aus, streifte den Pyjama über, damit es auffällt, wenn
man mich herauszerrt. Als der Zug anfuhr, ging ich zur Toilette
und versteckte einen Brief für amnesty international
hinter dem Waschbecken. Die zwei Männer standen auf dem
Gang und sprachen mit dem Schlafwagenschaffner. Ich hatte
das untere Bett im Abteil. Vielleicht, weil ich dort besser greifbar
bin, dachte ich. Als der Schaffner an mein Abteil kam, gab
er mir die Fahrkarte und den Ausweis. Woher er das habe und
was die zwei Männer von ihm gewollt hätten, fragte ich.
»Welche Männer?«, sagte er, »hier sind Dutzende.«
Ich machte die Nacht kein Auge zu. Es war Leichtsinn einzusteigen,
dachte ich, die werfen mich während der Nachtfahrt
irgendwo auf dem leeren Schneefeld aus dem Zug. Als
es draußen grau wurde, legte sich die Angst. Für einen inszenierten
Suizid hätten sie bestimmt die Dunkelheit genutzt,
dachte ich. Bevor die ersten Passagiere wach wurden, ging ich
zur Toilette und holte den versteckten Brief. Dann zog ich
mich an, setzte mich auf den Bettrand und wartete, bis der
Zug in Bukarest einfuhr. Ich stieg aus, als wäre nichts. Auch
von diesem Tag steht nichts in der Akte.“
Nehmen wir also zur Kenntnis, was Herta Müller Wahres aus ihrem Leben berichtet, Satz für Satz, und überprüfen wir kritisch die logische Stimmigkeit jeder einzelnen Aussage.
„Als die Niederungen im Westberliner
Rotbuch Verlag erscheinen sollten, hatten die Lektorin
und ich, um nicht aufzufallen, uns in Poiana Braşov
verabredet, in den Karpaten. Wir fuhren separat hin, als Wintersportler.
Also fuhr Herta Müller doch in die Poiana Braşov!?
Die Fahrt fand somit statt!
Was sagt die kritische ZEIT dazu?
Sie versteht wohl nur: Bahnhof!

Hören wir weiter:
„Mein Mann Richard Wagner war mit dem Manuskript
nach Bukarest gereist. Ich sollte am nächsten Tag
ohne Manuskript mit dem Nachtzug nachkommen.“

Herta Müllers Ehemann, den sie im Jahr 1982 geheiratet hat, war mit dem Manuskript nach Bukarest unterwegs und Herta Müller wollte anschließend vom Bahnhof Poiana Braov aus, der nicht existiert, den Nachtzug nach Bukarest nehmen, allein, ohne die Begleitung der „Lektorin“.
Wie reist man von einem Bahnhof im Hochgebirge, den es nicht gibt, nach Bukarest?
In der Fantasie?
In der Einbildung?
Damit die Story, die eigentlich nur eine höchst miserable Lügengeschichte ist, weitergehen kann, fährt Herta Müller fort:
„In der Bahnhofshalle von Poiana Braşov empfingen mich zwei Männer und wollten mich mitnehmen. Ich sagte:
»Ohne Haftbefehl
gehe ich nicht mit.«
Sie konfiszierten meine Fahrkarte und meinen Ausweis, sagten, bevor sie verschwanden, ich solle mich nicht von der Stelle rühren, bis sie wiederkämen.“
Weshalb nennt Herta Müller, die von einigen Leuten als aufrichtige Person angesehen wird, im Ernst einen Ort des Geschehens, den es nicht gibt?
Und weshalb ändert die ZEIT-Redaktion in ihrer knappen, überhaupt nicht überzeugenden „Richtigstellung“ diesen angeblich doch echten Ort des Geschehens um und verlegt ihn in das 500 Kilometer entfernte Temeschburg, dorthin, wo die Reise ihren Anfang nahm?
Herta Müller reiste somit von A nach A?
Oder reiste sie überhaupt nicht – nur in ihrer Phantasie?
Die Reise aber wird zur Makulatur – mit den sonderbaren Ereignissen am nicht bestehenden Bahnhof Poiana Braşov und mit den Ereignissen im Nacht-Zug nach Bukarest, die – laut den Gesetzen der Logik – ebenso wenig stattgefunden haben kann.
Herta Müllers freches Lügen und Erfinden geht trotzdem weiter.
„Aber der Zug fuhr ein, und sie kamen nicht wieder. Ich ging zum Bahnsteig.“
Der Zug aus Nirgendwo kommt also auf dem Berggipfel der Südkarpaten an, um – ohne Gleise und wohl über die schneebedeckten Höhen hinweg – in die ferne Hauptstadt zu schweben?
Die Heldin geht zum Bahnsteig, den es nicht gibt, um dort von zwei dunklen Gestalten, die sie suggestiv dem Geheimdienst zuordnet, körperlich misshandelt zu werden.
„Es war die Zeit des großen Stromsparens, der Schlafwagen stand im Dunkel am Ende des Bahnsteigs. Einsteigen durfte man erst ganz kurz vor der Abfahrt, die Tür war noch zu.
Auch die zwei Männer waren da, gingen auf und ab, rempelten mich an und stießen mich dreimal zu Boden.
Dreckig und verwirrt stand ich auf, als wäre nichts.
Und die Wartenden schauten zu, als wäre nichts.
Als die Schlafwagentür endlich aufging, drängte ich mich mitten in die Schlange. Die beiden Männer stiegen auch ein.“
Frage: Sind die beiden dunklen Gestalten genau so echt wie der Bahnhof, der Bahnsteig, der Schlafwagen und die – in den Raum gestellte – körperliche Misshandlung der dadaistischen Schriftstellerin Herta Müller aus dem Banat, die in dieser Zeit (1983/84) noch unbehelligt deutsche Texte in Rumänien veröffentlichen konnte?
Weshalb lügt Herta Müller so dreist?
Für welchen Personenkreis kleisterte sie diese dümmliche Maskerade zusammen?
Weshalb will sie eine körperliche Misshandlung einfach so erfinden, die es in der beschrieben Form bestimmt nicht gegeben hat?
Was mutet sie dem Leser alles zu?
Geht sie nicht davon aus, dass die ehrenwerten Professoren der Universität in Paderborn sich den ganzen Text einmal genau ansehen müssen, wenn die Herta Müller nachgeworfene Ehrendoktor-Würde der Alma Mater a posteriori angefochten und alles überprüft wird?
Man lese und staune weiter
Ich ging ins Abteil, zog mich halb aus, streifte den Pyjama über, damit es auffällt, wenn man mich herauszerrt. Als der Zug anfuhr, ging ich zur Toilette und versteckte einen Brief für amnesty international hinter dem Waschbecken.
Die zwei Männer standen auf dem Gang und sprachen mit dem Schlafwagenschaffner. Ich hatte das untere Bett im Abteil. Vielleicht, weil ich dort besser greifbar bin, dachte ich.
Als der Schaffner an mein Abteil kam, gab er mir die Fahrkarte und den Ausweis.
Woher er das habe und was die zwei Männer von ihm gewollt hätten, fragte ich. »Welche Männer?«, sagte er, »hier sind Dutzende.«
Ich machte die Nacht kein Auge zu. Es war Leichtsinn einzusteigen, dachte ich, die werfen mich während der Nachtfahrt irgendwo auf dem leeren Schneefeld aus dem Zug.
Als es draußen grau wurde, legte sich die Angst. Für einen inszenierten Suizid hätten sie bestimmt die Dunkelheit genutzt, dachte ich. Bevor die ersten Passagiere wach wurden, ging ich zur Toilette und holte den versteckten Brief.
Dann zog ich mich an, setzte mich auf den Bettrand und wartete, bis der Zug in Bukarest einfuhr.
Ich stieg aus, als wäre nichts. Auch von diesem Tag steht nichts in der Akte.“
Der Gipfel des Zynismus: Diese Fahrt ins Nirgendwo, die angeblich – noch grotesker als Münchhausens Kanonenkugelflug – tatsächlich in Bukarest geendet haben soll, soll auch noch in der Akte „Cristina“ belegt sein?
Schlimmer geht es nicht mehr, oder?
Herta Müllers Reise zum Planeten Pluto steht auch nicht in der Akte!
Wer solche Geschichten in die Welt setzt und auch noch erwartet, dass man sie glaubt, der hält den Leser für strohdumm, der verachtet und beleidigt seinen Leser auf die gröbstdenkbare Weise.
Und dafür ein Nobelpreis und ein Bundesverdienstkreuz?
Überforderte Politiker machen es möglich!
Bis zum heutigen Tag kann ich es nicht verstehen, dass DIE ZEIT sich diesen Bären hat aufbinden lassen, dass sie diesen Mist der Sonderklasse auch ungeprüft gedruckt hat, und nachher – als das Kind schon in den Brunnen gefallen war – auch noch versuchte, diese Münchhausiade übelster Art zu decken und zu rechtfertigen.
Alles Schnee von gestern?
Welche graue Eminenz hat das Unter-den-Teppich-Kehren angeordnet, um Herta Müllers Nobelpreiskandidatur nicht zu gefährden, die von dem ehemaligen Chefredakteur der ZEIT Michael Nauman betrieben worden war?
Er selbst?
Oder ein treuer Diener seiner Herren in vorauseilendem Gehorsam?
Leben wir inzwischen in einer Bananenrepublik, deren Akteure über Einfluss einer unkritischen Staatsschriftstellerin auch noch zum Nobelpreis verhelfen?
Weitere Reflexionen bieten sich, Überlegungen, die Klarheit bringen, die das Verhältnis einer hochgepriesenen, maßlos überschätzten Autorin zu ihrem Lesepublikum erhellen sowie auf die Art verweisen, wie Herta Müller Literatur fabriziert – an der Realität vorbei, im trivialen Lügen, einfach weil sie nicht realistisch und logisch diskursiv schreiben kann oder will.

12. Wieder „ fährt ein Zug nach nirgendwo“ … – Herta Müllers wundersam abstruse Sonder-Zug-Fahrt … ins rumänische Pankow.

Es fährt ein Zug nach irgendwo …
Deutscher Schlager aus den Siebziger Jahren

Ist das der Sonderzug nach Pankow?
Udo Lindenberg

Diese ominöse Reise ins Nichts fand also vor der Edition von „Niederungen“ in der Bundesrepublik statt, also vor 1984.
Es muss also der Winter 1983/84 gewesen sein, da ein angebliches Schneefeld erwähnt wird.
Herta Müller durfte zu diesem Zeitpunkt in Rumänien veröffentlichen, sogar dadaistische Prosa im „Neuer Weg“-Kalender 1984.
Ihr zweiter Ehemann, der Poet Richard Wagner, war zu diesem Zeitpunkt Mitglied der Rumänischen Kommunistischen Partei, ein willfähriger Propagandist und Agitator, der seinen „Standpunkt“ im Jahr 1978, zu einem Zeitpunkt, als ich von der Securitate verfolgt wurde, ebenfalls im „Neuer Weg“- Kalender bekannt machte mit der Parole:
„hier ist alles in ordnung“!
Was Bundesbürger kaum wissen:
Herta Müller durfte ab 1984 mehrfach in die BRD reisen (und ihr zweiter Gatte Richard Wagner ebenso).
Wo bleibt da die „Verfolgung“?
Ein guter Schriftsteller schreibt nur über das, was er gut kennt.
Dort, wo er unsicher ist, wo er im Dunkeln tappt, dort entstehen Fehler, große Fehler, die die Glaubwürdigkeit des Autors in Frage stellen, vor allem, wenn er vorgibt, wahre Begebenheiten zu schildern, Ereignisse von historischer und biographischer Relevanz.
Zurück zum Bahnhof:
Was ein Bundesbürger ebenfalls nicht weiß, was den Siebenbürger Sachsen seinerzeit jedoch sofort auffiel, ist der bereits erwähnte, doch gewichtige Aspekt –
Mit dem Zug kann man überhaupt nicht in die Poiana Braşov (deutsch Schulerau), reisen, weil die Strecke nicht existiert, weil die Schienen fehlen!
Ertappt, Frau Münchhausen?
Noch kann man auf der Poiana Braşov einen Nachtzug nach Bukarest besteigen.
Was sagt Frau Münchhausen dazu?
Geographie und Topographie sind doch wohl noch exakte Wissenschaften. Herta Müllers Sonder-Zug fuhr also nicht nach Bukarest,
auch nicht nach Pankow,
sondern – wie im seichten deutschen Schlager –
nach nirgendwo …
Es fährt ein Zug nach nirgendwo …
Also hätte Frau Münchhausen mit diesem Zug auch zum Mond fahren können in ihrer wenig originellen Imagination …
Oder – auf einer Kanonenkugel … abgefeuert von der bösen Securitate, vielleicht noch besser gleich zum Mars, um dort von den berüchtigten kleinen, grünen Männchen „terrorisiert“ zu werden.
Das also ist Herta Müllers „Erfahrung“ mit dem „Terror“?
Die Empirie dieses Terrors – absurdes Theater, sonst nichts! Selbst der Terror-Begriff wird so – durch Mitwirkung der ZEIT-Redaktion – ad absurdum geführt!
„Terror“?
Darunter versteht ein Bundesbürger etwa die Schreckenstaten der RAF, die Bomben des Terroristen Carlos u. a. beim Sender RFE in München, die Anschläge auf die Olympischen Spiele und das Horrorszenario vom 11. September in New York.
Doch welchem „Terror“ soll die systemprivilegierte Herta Müller ausgesetzt gewesen sein?
Was weiß Herta Müller wirklich von Folter und Haft?
Nicht mehr als das, was sie vom Hörensagen kennt, Stories, dies sie dann als selbst erfahren einem naiven Lesepublikum auftischt – wie seinerzeit bereits in ihrem Roman „Herztier“.
Was Securitate-Terror wirklich bedeutet, habe ich in dem – von Herta Müller mehr oder weniger bewusst rezipierten „Symphonie der Freiheit“-Kapitel „Psychoterror“ beschrieben bzw. in dem Davor und in dem Danach dazu.
Darauf werde ich noch explizit eingehen.
DIE ZEIT suggeriert in ihrer lächerlichen „Richtigstellung“, Herta Müller hätte nur zwei Ortsnamen verwechselt!
Leidet Herta Müller vielleicht unter Gedächtnisverlust?
Während meiner langjährigen Oppositionszeit wurde ich oft verhaftet und malträtiert. Trotzdem kann ich auseinanderhalten, ob einer auf der Zugspitze zusammengeschlagen wurde oder in den Dünen der Insel Sylt.
Richtig an der „Richtigstellung“ der ZEIT-Redaktion ist allein die Tatsache, dass die allgemeine Konfusion vermehrt wurde, denn auch heute weiß man noch nicht, wer sich die Zugfahrt ins Nichts ausgedacht hat und wer Urheber der boshaften Unterstellung ist, die Verleumdung gehörte zum Brauchtum der Banater Schwaben.
Fakt ist:
Herta Müllers Schilderung einer Zugfahrt von Temeschburg über das Gebirge nach Poiana Braov und von dort aus nach Bukarest ist schlechthin abwegig – sie ist erfunden und erlogen. Sie fand nur im Kopf der Autorin statt, ebenso die körperliche Misshandlung, die fiktiv ist und irreal.

13. Post festum

Bei Herta Müller ist vieles post festum,
ihr Dadaismus – mehr als ein halbes Jahrhundert nach Tristan Tzara und Hans Arp – ist ebenso post festum wie ihr
Hermetismus lange, lange nach Paul Celan.
Der von Herta Müller denunzierte und de facto literarisch ruinierte Werner Söllner, verkannter Lyriker von Rang, ist ihr auch darin weit überlegen.
Ihre Sehnsucht nach „Fäkalität“ oder ihre „Urinprosa“ sind bei Salvador Dali oder George Bataille genauso vorweggenommen wie ihr von Thomas Bernhard und Peter Handke entlehntes „Nestbeschmutzertum“.
Darüber schrieb ich schon ausgiebig vor Jahren in Publikationen, deren breitere Zirkulation und Rezeption – trotz Internet – von Seilschaften über Druckausübung mit verhindert wurde.
Post festum schließlich ist Herta Müllers verkrampfter Versuch, sich als Widerstandskämpferin in Szene zu setzen.
Wer tiefer gräbt und sich in die Materie einarbeitet, wird bald feststellen, dass alles nur Schall und Rauch ist.
Der Kaiser hat auch in diesem Punkt nichts an!
Alles Bluff!
Alles Show!
Solange die Welt die Lügen erträgt, wird sie weiter belogen sein!
Jede Zeit hat eben die geistigen Eliten, die sie verdient!
Und da die Lüge regiert, lügen alle munter mit, vor allem dann, wenn sie mit profitieren, auch wenn der Schuss nach hinten losgeht – wie bei der ZEIT, die diese Diskussion trotzdem nicht mehr aus der Welt schaffen kann.
Da die ZEIT-Redaktion in ihrem konkreativen Mitwirken an dem Lügenbericht daran interessiert ist, die Materie weit aufzubauschen, schießt auch sie über die gesunde journalistische Provokation hinaus, indem sie einen Aspekt hervorkehrt, ein Detail betont, das sich ebenso als Bumerang für DIE ZEIT erweist wie das seichte Verleumdungszitat.
DIE ZEIT betont explizit im Untertitel, „Die rumäniendeutsche Schriftstellerin Herta Müller berichtet erstmals über ihre Erfahrungen mit dem Terror“!
Der Akzent liegt dabei – neben dem an den Haaren herbeigezogenen Terror-Begriff – auf dem exklusiv anmutenden, an sich aber höchst verräterischen Wörtchen „erstmals“.
Wieso „erstmals“?
Herta Müller kam im Jahr 1987 in die Bundesrepublik. Weshalb ließ sie sich ganze 22 Jahre lang Zeit, um „über ihre Erfahrungen mit dem Terror“ während der Ceauşescu-Diktatur zu berichten?
Weshalb hielt sie die beiden angeblichen körperlichen Malträtierungen durch angebliche Mitarbeiter des Geheimdienstes Securitate zwei Jahrzehnte lang zurück und begnügte sich mit dem – von mir öffentlich verhöhnten – Hinweis, sie hätte einem Anwerbeversuch der Securitate widerstanden?
Vielfach hatte ich in öffentlichen Kommentaren darauf hingewiesen, solche Allerweltbehauptungen könne jedermann aufstellen. Beweisen konnte Herta Müller ihre fragwürdige Heldentat nicht.
Musste nun in der ZEIT noch viel dicker aufgetragen werden, damit weitere Kreise an Herta Müllers Verfolgung glaubten?
Mussten nun, nach 22 Jahren, neue Drohungen erfunden werden, etwa die bis zum Überdruss – als PR-Gag – wiederholte Sentenz
„Wir werden dich im Fluss ertränken, ersaufen“,
eine Farce, auf deren fiktive Herkunft ich weiter unten noch explizit eingehen werde.
Weshalb berichtete Herta Müller nicht unmittelbar nach ihrer Ankunft im Bundesgebiet „über ihre Erfahrungen mit dem Terror“, so, wie ich es seinerzeit 1979 gehandhabt hatte, als ich gleich nach meiner Entlassung aus der Gefängnishaft in Deutschland mit der Aufklärung begann?
Seinerzeit im November 1979 eilte ich unverzüglich zum US-Aufklärungssender Radio Freies Europa, Radio Liberty in München und berichtete dort in zwei mehrfach ausgestrahlten Interviews ausführlich „über meine konkreten Erfahrungen mit dem Terror“ während der Ceauşescu-Diktatur, über Haft und Folter.
Anschließend informierte ich vor Ort die Liga für Menschenrechte in Paris und reiste wenige Wochen danach zum Sitz von „amnesty international“ nach London, um dort detailgerecht über Haft und Häftlingsschicksale in den kommunistischen Gefängnissen Rumäniens zu berichten.
Danach fixierte ich die gesamte mehrjährige Oppositionserfahrung in Rumänien mit Schreibmaschine auf Papier und legte das 150-Seiten-Manuskript der Lektorin Cornelia Gerstenmaier bei Ullstein/ Kontinent in Bonn persönlich vor.
Nichts von alledem hat Herta Müller getan – einfach deshalb, weil sie nichts zu berichten hatte, weil sie weder verfolgt worden war, noch gegen den Kommunismus opponiert hatte.
Und nun – nach 22 Jahren – setzt sie schamlos neue Legenden in die Welt, Grusel-Geschichten und orientalisch anmutende Ammenmärchen, die sie als Märtyrerin für Freiheit und Menschenrechte erscheinen lassen sollen, und tut so, als hätte die böse Securitate all ihre Martyriums- und Passionsszenen aus ihrer Akte getilgt.
Der Persil-Schein für ein Leiden, das so nie stattgefunden hat, wird dann – neben den Attesten zahlreicher Helfer und Helfershelfer, die im eigenen Interesse alles bestätigen – auch noch von der Konrad Adenauer-Stiftung ausgestellt, damit auch die letzten Zweifler überzeugt werden und der Weg zur Nobelpreiskandidatur geebnet wird.
Wenn da nur nicht die bösen Querulanten wären, die alles anders erlebt haben und nun auftreten, um Kreise zu stören, um Ikonen zu stürzen und Umsätze zu gefährden!
Dichter logen immer schon, selbst wenn sie nur idealisieren wollten.
Doch Philosophen – mit und ohne Diplom – sind der Wahrheit verpflichtet, gerade dann, wenn sie den aufrechten Gang – an den Werten der Vorfahren ausgerichtet – ein Leben lang in Anstand und Würde praktizierten.

14. Ein Hauch von James Bond – 007 in Draculas Transsylvanien

Die Summe der Hirngespinste und Irrationalismen in dem stümperhaft-grotesken Machwerk Herta Müllers nimmt weiter zu, je genauer man hinschaut.
Was wurde aus der bundesdeutschen Lektorin?
Mit welcher Lektorin will Herta Müller verabredet gewesen sein und weshalb, zu welchem Zweck?
Hat die unbekannte Lektorin auch einen Namen, eine Anschrift?
Wie kam die fremde West-Lektorin ins Herzland Rumäniens – etwa mit dem Fallschirm wie James Bond?
Oder wie Michael Rust auf den Roten Platz in Moskau, einfach an den wachsamen Augen des bösen Geheimdienstes Securitate und seiner Grenzpolizei vorbei?
Bei so viel Logik würden sich selbst Eugen Ionesco und Samuel Beckett an den Kopf fassen!
Aus der Sicht der – mit dieser Materie maßlos überforderten – ZEIT ist alles stringent und stimmig!?
Das ist Journalismus vom Feinsten!
Da lobe ich mir die BILD-Zeitung, denn die ist ehrlicher!
Und noch etwas – für Logiker und für die philosophisch schmalbrüstigen Philologen an der Alma Mater Paderborn, die Herta Müller auch noch den Doctor honoris causa hinterherwerfen: –
Wozu dieses sonderbare Treffen im Hochgebirge überhaupt, wenn das Manuskript von Herta Müllers Debütwerk „Niederungen“, diese schmale Sammlung von Kurzgeschichten, doch ganz regulär zwischen dem Kriterion Verlag in Bukarest und dem Rotbuch Verlag in Berlin ausgehandelt wurde.
Dieses Faktum, dass doch konkret jederzeit neutral überprüft werden kann, bestätigte kein Geringerer als der Oberkommunist Nikolaus Berwanger, der Förderer von Herta Müller und Richard Wagner, in Deutschland in einem – leider kaum bekannten und nur von mir zitierten Interview.
Leider verstarb der redselige und spät geläuterte Nikolaus Berwanger viel zu früh, um noch mehr auszusagen und Insiderwissen aus der kommunistischen Diktatur rund um den opportunistischen Literaturbetrieb preiszugeben.
(Zur Erläuterung für bundesdeutsche Leser: Der Kriterion-Verlag in Bukarest war der Verlag unter anderen für deutschsprachige Literatur in Rumänien überhaupt – und kein „Untergrundverlag“, wie ihn Felicitas von Lovenberg in der FAZ fälschlicherweise und irreführend bezeichnet, damit andeutend, „Niederungen“ sei eine Art Samisdat-Publikation gewesen und Herta Müller hätte vor Berlin quasi im Verborgenen und Verbotenen publiziert.)
Darüber hinaus vergaß Herta Müller zu erklären, weshalb Richard Wagner mit dem Manuskript von „Niederungen“, das ja schon in Rumänien im Vorjahr offiziell publiziert worden und von den Kommunisten prämiert worden war, nach Bukarest unterwegs gewesen sein soll und wem er es dort aushändigen wollte. Einem Repräsentanten der Deutschen Botschaft vielleicht – wie ich seinerzeit meine Dokumente zur Gründung der Freien Gewerkschaft rumänischer Arbeiter in Temeschburg SLOMR?
Was war konspirativ oder geheim an dem angeblich erweiterten Manuskript? Und weshalb trug Herta Müller dieses anscheinend brisante Manuskript nicht bei sich – wie den nicht minder gefährlichen Brief an „amnesty international“, der allein schon ein Kapitel für sich darstellt?
Fragen über Fragen – und keine plausiblen Antworten auf die zahlreichen Ungereimtheiten, die keinen Sinn ergeben.
Wie an anderer Stelle bereits mehrfach betont:
Der Teufel sitzt bei Herta Müller nicht im Spiegel – der Teufel sitzt im Detail.
Und diese Details entlarven alle Lügen, eine nach der anderen.
Hingucken, lesen, nachdenken, nachforschen – das ist bei Herta Müller angesagt, wenn man des Pudels Kern erkennen will.
Je tiefer man gräbt, desto reicher sind die Funde, die „Schätze der Aufklärung“ und „Früchte der Wahrheitsfindung.

15. Der ominöse Brief an „amnesty international“? Herta Müller lügt – aber sie lügt schlecht.

Was soll der Zauber – der Brief an „amnesty international“?
Will Herta Müller tatsächlich andeuten, sie hätte etwas mit Menschenrechten oder gar etwas mit antikommunistischer Opposition vor ihrer Ausreise aus Rumänien 1987 zu tun gehabt?
Das ist „schmückendes Beiwerk“, Blendwerk, das eine mögliche Opposition belegen soll, die nie stattgefunden hat. Das ist eine erneute Täuschung und Irreführung der gutgläubigen Leser.
Wer es nicht genauer weiß, wer die Verhältnisse in einer kommunistischen Diktatur nicht kennt, der nimmt manches hin, indem er das ignoriert, was er nicht kennt und das behält, was die böse Securitate ihrem Opfer antut. So bleibt nach der allgemeinen Verwirrung immer etwas übrig, was das verbreitete Bild bestätigt.
Doch glaubt auch ein Michael Naumann solche Täuschungsmanöver? Geht auch er ihr auf den Leim? Die Intelligenz eines Sozialdemokraten, der Hamburg regieren will, spricht dagegen.
Herta Müllers Trick ist faul und unglaubwürdig – er überzeugt Kenner wie unmittelbar Betroffene, echte Opfer der Kommunisten-Diktatur nicht!
Was hat die systemprivilegierte Westreisende Herta Müller „amnesty international“ konspirativ zu berichten, wo sie doch seinerzeit meilenweit von jeder politischen Opposition entfernt war?
Weshalb kontaktierte sie die Häftlingshilfeorganisation nicht während ihrer Deutschlandreisen(1984) oder in Paris?
In meinem Aufklärungswerk über echte Dissidenz und Opposition während der kommunistischen Ceausescu-Diktatur in Rumänien „Symphonie der Freiheit“, – ein Opus, das von Herta Müller bereits im August 2008 ausgiebig rezipiert wurde, es waren wohl hauptsächlich die für sie ergiebigen Passagen über Securitate-Berührungen, Verhör und Haft, schrieb ich ausführlich über meine Zusammenarbeit mit „amnesty international“, Kontakte, die sich jederzeit und von jedermann verifizieren lassen.
Es ist also denkbar, ja sogar sehr wahrscheinlich, dass Herta Müller das Element (Motiv) amnesty international auf ihre Art nur aufgegriffen und gezielt abgewandelt hat, um sich interessant zu machen, um zu signalisieren, hört her, Leute, auch, ich, die arg Verfolgte hatte schon einmal etwas mit „amnesty international“ zu tun, … nicht nur der Eingesperrte, der antikommunistische Dissident Carl Gibson …
An welche Sektion schrieb Herta Müller, in welcher Sprache und zu welchem Thema?
Schrieb sie nach London? Nach Bonn? Nach Paris, wohin sie kurz darauf schon reisen durfte?
Was ist schließlich aus dem merkwürdigen Brief an amnesty international geworden, ein belastendes Dokument und corpus delicti, das man ihr doch bei einem möglichen Filzen sofort abgenommen hätte, in flagranti, wenn denn der Zauberspruch „Ohne Haftbefehl gehe ich nicht mit“ nicht funktionierte?
Wem in Bukarest wollte sie das Schreiben aushändigen?
Und welchen Inhalt hatte das Schreiben, das aus meiner Sicht genau so erfunden ist wie alle anderen Elemente dieser imaginären Reise ins Nichts.
Fragen über Fragen, auf die Herta Müller nie antworten wird, weil sie ihre reinen Erfindungen nicht belegen und nicht begründen kann.
Eine konkrete Anfrage an die Zentrale von „amnesty international“ in London, die ich 1980 besuchte, um konkrete Verfolgungsfälle aus meiner Gefängniszeit bekannt zu machen – siehe dazu das Kapitel im o. g. Werk – oder ein Vorsprechen bei der deutschen „amnesty international“- Vertretung in Bonn würde sicher die Frage klären, ob Herta Müller überhaupt jemals Kontakt aufgenommen hat.
Das bezweifle ich vehement, und zwar aus rein logischen Gründen, weil eine privilegierte Westreisende der Kommunistendiktatur sich auf diese Weise kompromittiert hätte.
Herta Müller, die arg Verfolgte, ist von all ihren Westreisen in die Schreckensdiktatur Ceauşescus und der bösen Securitate zurückgekehrt!
Das spricht für sich oder kann mir den Worten des Literaturpapstes Marcel Reich-Ranicki anlässlich der Nobelpreisvergabe an Herta Müller ergänzt werden:
„Kein Kommentar“!
Das sagt mehr als tausend Worte.
Ergo sind Herta Müllers Heldentaten in Zug und am Bahnsteig eben Tausend Märchen in einer Nacht, Lügengeschichten, die selbst einen Baron Münchhausen als Chorknaben dastehen lassen.
Der Agent im Dienst Seiner Majestät James Bond lässt ebenso grüßen wie die literarisch verbriefte Fahrt im Orient Express! Herta Müller hat in ihrer wüsten Erfindungswut einen etwas zu großen Schluck aus der Pulle genommen und Märchen in die Welt gesetzt, über die noch künftige Generationen schallend lachen werden, wenn man sich bewusst macht, wem in Stockholm ein Nobelpreis ausgehändigt wurde – insofern man sie – einmal vom usurpierten Podest gestoßen und fallen gelassen wie eine heiße Kartoffel – nicht bald vergisst.
Die interessante Kulisse aus der Welt des Grafen Dracula oder der Agatha Christie reichen noch längst nicht aus, um daraus einen packenden Thriller zu machen. Viele fremde Motive, zusammengewürfelt, formen noch längst kein Original! Und schlecht vermengte Zutaten verderben jeden literarischen Herta-Müller-Brei!
Was Herta Müller und DIE ZEIT ihrer Leserschaft da zumuten, ist nur ein übler Kuchen, der zum Erbrechen führt, wen man sich geistig damit auseinandersetzt!
Man muss nicht – imaginär wie Herta Müller – erst harte Eier und Zwiebeln essen, um zu „kotzen“.
Auch üble literarische Werke provozieren den Brechreiz, gerade dann, wenn ihre Botschaft noch zum Himmel stinkt.
Bei so vielen Details, die alle nicht zusammen passen, keine logische Struktur aufweisen, ja plump an den Haaren herbei gezogen sind, bleibt nur ein Kopfschütteln übrig – und Abkehr!
Realistische Darstellung und dadaistische Fiktion vertragen sich nun mal nicht.
Peinlich, peinlich!

Herta Müller lügt – aber sie lügt schlecht.
Oder war es doch der journalistisch versierte ZEIT-Redakteur, der ihr diese Reise eingeredet hat, um etwas Höhenluft und Lokalkolorit in den Artikel zu bringen?
DIE ZEIT- Redaktion hätte sich aber bereits vor ihrer so genannten Richtigstellung Gedanken machen müssen, was passiert und wozu es führt, wenn man den – nicht existenten – Bahnhof im Hochgebirge einreißt, um ihn im Banat, in der zweitgrößten Stadt Rumäniens Temeschburg, in meiner Heimatstadt, wieder aufzubauen?
Fiel es dem netten Ijoma Mangold nicht auf, dass die ganze Reise an sich sinnlos wird, ohne den Höhepunkt der Malträtierung und dass diese Reise, die so bestimmt nicht stattgefunden hat, weil sie so nicht stattfinden konnte, – nach dem Wegfall des Gebirgsbahnhofs völlig in der Luft hängt?
Ich lüge, als bin ich!
Und wenn es sein muss, lüge ich mich bis zum Nobelpreis hoch, auch wenn die halbe Welt aufschreit.
In hunderten Kommentaren habe ich eine Nobelpreisvergabe an Herta Müller zu verhindern versucht – vielfach wurde ich gestoppt, am Reden und Schreiben gehindert, mit Druck, auch auf geistig und emotional Nahestehende, mit Diffamierungen und Diskreditierungen bis hinein in existenzielle, private und geschäftliche Bereiche.
Was ist das anderes als eine Verschwörung?
Und Herta Müller?
Ist der Ruf mal ruiniert, lebt sich’s weiter ungeniert!
Was lehrte man uns im Kindergarten:
„Wer einmal lügt, dem glaubt man nicht, wenn er auch die Wahrheit spricht“.
Das gilt auch für Herta Müller, die,
wie allein dieser eine Artikel vielfach unter Beweis stellt, nicht nur einmal lügt, auch nicht zweimal oder dreimal, sondern am laufenden Band lügt, um ihre Leser zu täuschen,
um sich eine oppositionelle Vergangenheit zu erfinden,
die sie in Wirklichkeit nie hatte.
Das Lügen ist bei ihr Methode. Die Lüge ist die Regel nicht die Ausnahme. Also fragte ich mich schon oft, wann sie überhaupt noch die Wahrheit spricht. So, durch Übung und kontinuierliche Praxis, wird die Lüge zum eigentlichen Element, zur Wesenheit.

16. Auf dem Weg zum Plagiat

Viele aus der Schar der zahlreichen Leser aus den Banat und aus Siebenbürgen, die das von Herta Müller in DIE ZEIT veranstaltete absurde Theater seinerzeit kritisch interessiert und teilweise selbst betroffen mit verfolgten, verstanden die Welt nicht mehr, während mir sogleich auffiel, dass Herta Müllers eine Reihe von Details aus meiner „Symphonie der Freiheit“ übernommen und auf ihre Art verändert hatte.
Ein Begriff hatte mich besonders hellhörig und zugleich stutzig gemacht – der seltene Begriff „Richtmikrophon“, den ich seinerzeit (1979) als Oppositioneller in Rumänien noch nie gehört hatte und den ich erst nach 2006 als „westliche Richtmikrophone“ in das Dissidentengespräch „Dialog im Park“ eingeführt hatte.
Da Herta Müller keine eigenen Erfahrungen mit Widerstand oder antikommunistischer Opposition aufweisen kann und auch in ihrem Umfeld, bei der so genannten Aktionsgruppe Banat, die fast ausschließlich aus Mitgliedern der kommunistischen Partei bestand, die Begriffe Menschenrechte und Widerstand ungeliebte Fremdwörter waren, musste sie diese zinslosen Anleihen aufnehmen, wollte sie der Leserschaft eine tatsächliches Andersdenkerrolle plausibel machen.
Herta Müller bediente sich einfach auch bei mir nach Gusto und übernahm Materie und fremde Federn, die sie nachträglich nach Belieben umdeutete und umfärbte. So auch die Thematik „amnesty international“, die in meinem Werk über Widerstand in der Ceauşescu-Diktatur ausgiebig erörtert wird.
Cui honorem honorem?
Statt jenen Ehre und Respekt zuzubilligen, die tatsächlich für Freiheit und Menschenrechte im Kommunismus eintraten, leugneten Herta Müller und Richard Wagner die Opposition der anderen und redeten ihre Taten, die Menschen die Freiheit brachten, klein um sich selbst an die Stelle der echten Widerstandskämpfer zu katapultieren, rücksichtslos und zynisch – wie im Grimmschen Märchen jener falsche Marschall, der die ergaunerten Zungen des angeblich erschlagenen Ungeheuers vorlegt, um die Prinzessin zu freien.
Wie gleicht die literarisch-moralische Hochstapelei Herta Müllers dieser Märchenfigur!?
Wer lügt, täuscht und bewusst verdreht, der klaut auch – der stielt geistige Güter, Ideen, ja er stielt anderen sogar ihren Lebenslauf, ein altruistisches, idealistisches Leben mit kaum gewürdigten Meriten, das ein Leben lang in Anstand und Würde geführt wurde.
Wozu ist Carl Gibsons „Symphonie der Freiheit“ gut?
Um ausgeplündert zu werden!?
Tolldreist ist das und zugleich dummdreist!
Schließlich hätte Herta Müller davon ausgehen müssen, dass mir, dem mit epigonalen Anklängen wohl vertrauten Literaturdetektiv, die genommenen Anleihen schnell auffallen mussten.
Mein tatsächliches Aufmerksam-Werden auf den Aspekt, dass Herta Müller selbst bei ihrem schärfsten Kritiker abkupfert, signalisierte ich seinerzeit in einigen kryptischen Kommentaren im Forum der „Siebenbürgischen Zeitung“, wollte aber die Debatte noch nicht auf ein mögliches Plagiat lenken, weil ich – wie öffentlich formuliert – die Beweise erst vor Gericht vorlegen wollte. Schließlich hatten mir Herta Müller und Richard Wagner bereits Anfang August 2008 mit Anwälten und Gericht gedroht, nachdem sie entscheidende Kritik-Passagen in der „Symphonie der Freiheit“ gelesen hatten.
Darüber hinaus war ich seinerzeit emotional höchst angespannt und in der Erwartung, Herta Müller werde nun endgültig über ihre vielen Lügen und plumpen Erfindungen in einem einzigen als authentisch ausgegebenen Artikel stürzen.
Dass Herta Müller den von Fehlern und Ungereimtheiten aller Art strotzenden, ja stümperhaften Kompilat-Artikel „Die Securitate ist noch im Dienst“ trotzdem literarisch und moralisch überlebte, ohne das es zu einem großen Eklat, ja zu einem handfesten Skandal kam, der jede Nobelpreisnominierung ad absurdum geführt und somit vereitelt hätte, ist mir heute noch unbegreiflich und grenzt an ein Wunder.
Es ist leider ein Mirakel, welches nur undemokratisch durch Willkür und rücksichtslose Machtausübung obskurer Kreise möglich wurde – bis hin zur Forcierung des Literatur-Nobelpreises 2009, die nicht nur Marcel Reich-Ranicki irritierte.
Die „mächtigen Freunde“ setzten sich durch.
Goliath und Leviathan triumphierten über den kleinen David. Auf kurze Zeit!
Das wird als Pyrrhussieg enden!
Doch auch der Sieg der Mächtigen macht die Lügen Herta Müllers nicht wahrer.
Herta Müller, die seinerzeit auf meine Kommentare in DIE ZEIT Online vermutlich reagieren wollte, eine Anmeldung unter „Herta Müller“ wurde von mir registriert, sollte seinerzeit von einem ominösen Deus ex machina zurückgepfiffen werden. Die Anmeldung erlosch bereits nach Stunden, ohne dass ein Statement abgeben worden wäre. Das spricht für eine Intervention, insofern sie es sich nicht, unsicher geworden, doch noch selbst überlegte.

17. Der „Verhörer“ – Konkreativität im Teamwork – Herta Müllers helfende Hände und Köpfe

Da Herta Müller keine eigenen Erfahrungen im Securitate-Verhör gemacht hat, einfach deshalb, weil sie nie konkret in der kommunistischen Diktatur Ceauşescus verfolgt wurde, muss sie, um glaubwürdig zu wirken, Ereignisse aus den Erzählungen anderer Opfer übernehmen, um diese literarisch frei umzudeuten.
(Früher mussten einige Dichter aus ihrem Bekanntenkreis in Temeschburg herhalten, namentlich William Totok oder Rolf Bossert. Diesmal war mein Werk an der Reihe. Verräterisch sind dabei die zahlreichen abgekupferten Details, die in Herta Müllers Version nicht mehr stimmig sind.
Frappierend ist, dass die sonst alles andere als selbstsichere Schriftstellerin selbst bei ihrem schärfsten Kritiker Anleihen aufnimmt und sich von seinen Beiträgen inspirieren lässt, ohne dabei ein schlechtes Gewissen zu haben, ohne Skrupel und ohne Furcht, von dem auch literaturdetektivisch ausgewiesenen Carl Gibson (seit Nietzsches Lenau-Rezeption, Sprachkunst, Österreichische Akademie der Wissenschaften, Wien 1986) ertappt zu werden.
Wie bereits betont, ist es ein ungeschriebenes Gesetz der Schriftsteller:
Ein guter Schriftsteller schreibt nur über Dinge und beschreibt nur Phänomene, die er sehr genau kennt, die er aus eigener Erfahrung kennt , die er empathisch nachvollziehen kann, die er selbst psychisch und physisch erlebt, erlitten hat.
Dabei schreibt er so, dass seine Leser im denkend folgen können.
Verstößt er gegen dieses Prinzip, riskiert er, sich zu verrennen, sich zu blamieren, nicht nur vor Insidern, sondern vor den Augen der ganzen Welt. Die Fans lassen noch einiges gelten, Wissenschaftler aber werden vieles hinterfragen, früher oder später.
Diesen Fauxpas hat sich Herta Müller vielfach geleistet, einfach von der Annahme ausgehend, dass sie mit realistischen Beschreibungen, die sie nicht beherrscht, genauso durchkommt wie mit dadaistisch-expressionistischen Fiktionen, die der Überprüfbarkeit nicht bedürfen.
Da hat sie, die doch andere täuschen wollte, sich selbst getäuscht, maßlos verrannt und für alle Zeiten bis auf die Knochen blamiert.
Ergo ist sie – in meinen Augen – endgültig unglaubwürdig geworden.
Es ist nur noch eine Frage der Zeit, bis sich dieses – auch Insidern längst bekannte – Faktum herumspricht, Kreise zieht und zu Konsequenzen führt. Ihre Förderer werden gezwungen sein, sie fallen zu lassen – das vorauszusehen erfordert keine prophetische Gabe oder philosophische Weitsicht – die Kraft des Faktischen wird sich auch in diesem Fall durchsetzen.
Je genauer man bei Herta Müller hinschaut, desto fündiger wird man.
Stutzig macht auch den Sprachsensiblen der noch nie vernommene Neologismus – ein Fall für die Sprachwarte?
„Verhörer“!
Hört, hört!
Wer hat sich da verhört?
Die deutsche Sprach schreitet fort, voran … seit Luther!
Und Herta Müller und ihre Helfer, Lektoren und Liktoren, mischen kräftig mit an diesem Fortschritt!
Was wäre Herta Müller ohne ihre Lektoren und Liktoren,
ohne ihre „Nominierer“ und „Retuschierer“?
Ein literarisches Mauerblümchen im Wind?
– Oder war es erneut der böse Bube im Spiel, der ZEIT-Redakteur Ijoma Mangold, der ihr, aus welchen Gründen auch immer, das Basiliskenei untergelegt hat, als er an dem ominösen Testimonium dieses neuzeitlichen Martyriums eifrig mitstrickte?
Das unterstellt ihm Herta Müller in einer privaten E-mail an einen anderen willigen Helfer aus dem Freundeskreis.
Der Literaturkritiker Ijoma Mangold hat also nicht nur an den Zwischenüberschriften des Monster-Artikels aus der angeblichen Feder von Herta Müller herumgedoktert und dabei die Banater Schwaben verunglimpft – er hat dann, laut Herta Müller, auch im Text selbst Veränderungen vorgenommen und so die deutsche Sprache um mindestens eine Perle bereichert!?
DIE ZEIT – welch ein Vorbild!
Ja, mit gutem Journalismus dieser Art kann man in der Tat den Herausforderungen des Internets trotzen und überleben!
Ijoma Mangold jedenfalls hat sich nicht gewehrt – und seinen Job bei der ZEIT behalten, getreu der historischen Lebensweisheit der Rumänen: Das gebeugte Haupt wird vom Schwert verschont, ein Motto, mit dem die fatalistischen Rumänen die jahrhundertelange türkische Knechtschaft, den Kommunismus … und die Anschuldigungen Herta Müllers überlebten.
So überleben heute wackere „Journalisten“ nicht nur China und Russland, sondern auch in den Redaktionstuben großer Blätter in Deutschland, wo der Chef bestimmt, wohin die Reise geht … wie einst die SED und die KPs in der totalitären Welt.
Meine „Verhörer“ – man höre und staune – hatten stets Namen und Dienstgrad.

16. Die wundersame Mär, wie Herta Müller harte Eier essen und kotzen musste – authentische Lebensgeschichte oder üble Münchhausiade?

Dass jemand in einem Verhör hätte harte Eier essen müssen, ist mir nie zu Ohren gekommen.
Seinerzeit beim Verhör wurde ich von Untersuchungsrichter Petre Pele und Major Rudolph Köpe aus der Securitate-Kantine in der Zentrale versorgt – doch Herta Müllers „Verhörer“ hatten die Eier gleich parat.
Woher hatte sie die hart gekochten Eier?
Und dann die grünen Zwiebeln noch dazu?
Etwa aus dem Versorgungskeller der Rumänischen Kommunisten Partei, dessen gelagerte Lebensmittel nur Partei-Bonzen, Securitate-Mitgliedern und Kollaborateuren des Regimes vorbehalten waren?
Lagen die gekochten Eier und die Zwiebeln im Studenten-Keller gerade herum, weil es auf Ostern zuging?
Oder hatten die bösen Buben die Eier extra mitgebracht, in der Ahnung, Herta Müller werde auf ihrem Weg zum Friseur gerade da vorbeikommen , um abgefischt zu werden?
Wollte es die Vorsehung, das allmächtige Schicksal, dass die unbekannte Schriftstellerin Herta Müller diese Zwiebeln aufessen musste, damit sie kotzen und anschließend eine Horror-Folter-Geschichte daraus basteln kann, die ZEIT-Redakteure und Herausgeber genauso toll finden wie Michael Naumann und der Carl-Hanser-Verleger die gesammelten Werke Herta Müllers?
Baron Münchhausen hätte sich auch davon ein gutes Stück abschneiden und veröffentlichen können, was ihn bestimmt noch berühmter gemacht hätte. Die logikfreie Fantasie einer Herta Müller hat nicht jedermann.
Aus meiner Sicht vollkommen unglaubwürdig ist die sonderbare Gymnastik- und zugleich Folterszene in den Katakomben, wo nur einer, der „Knochige“, agiert während die beiden anderen – auf bloße Statisten reduziert – untätig herumstehen oder -sitzen und schweigen wie Strohpuppen.
Solche Securitate-Erfahrungen sind mir fremd.
Während meiner dreijährigen Opposition war ich nie „abgefischt“ worden.
Entweder war ich in die Securitate-Zentrale einbestellt, vorgeladen worden oder ich wurde von einem der Ortsmiliz-Bediensteten daheim abgeholt, ins Gemeindehaus gebracht und von dort aus anschließend von einem Securitate-Fahrzeug abgeholt, um eingeliefert zu werden.
Geprügelt wurde bei der Securitate in der Regel im Rahmen eines Verhörs, wenn Ergebnisse und Geständnisse herausgeprügelt werden sollten. Nur wurde nicht bei jedem Verhör geschlagen oder gedroht!
Was hätte eine zufällig „abgefischte“ (welch ein Begriff!), d. h. provisorisch verhaftete Herta Müller gestehen sollen?
Der Tritt ins Kreuz ist – nach meiner Auffassung genau so wahrheitsgetreu wie das In-den-Dreck-Stoßen von Herta Müller in der Bahnhofshalle von Poiana Braşov – ist reine Fiktion.
Nach meinen Erkenntnissen und Erfahrungen mit der Securitate wurden Frauen in der Regel während des Verhörs nicht verprügelt, schon gar nicht außerhalb der Verhörräume – und vor allem wurden Angehörige der deutschen Minderheit und dazu noch Akademiker weitaus schonender behandelt als straffällig gewordene Rumänen, Prostituierte von der Straße ohne Lobby.
Da Herta Müller mehrfach den Vorwurf zu hören bekommen hatte, sie hätte in der Ceauşescu-Diktatur nicht wirklich gelitten, sie sei nicht konkret verfolgt worden, versucht sie nun krampfhaft, eben eine Malträtierung herbeizureden, diese verbal zu beweisen – wie früher schon im Roman „Herztier“, dessen Securitate-Szenen mit Pele mir seinerzeit schon höchst unrealistisch erschienen waren.
Das erinnert mich an die Zeit im Kindergarten, als wir Fünfjährige das Erlebte der Eltern und Großeltern in unseren Weitererzählungen als eigene Erlebnisse ausgaben.
Nur ist das ZEIT-Magazin in Hamburg nicht der Kindergarten in Sackelhausen oder in Nitzkydorf im Banat!?
Wenn DIE ZEIT ihren Lesern eine authentische Lebensgeschichte ankündigt unter dem Untertitel
„Die rumäniendeutsche Schriftstellerin Herta Müller berichtet erstmals über ihre Erfahrungen mit dem Terror“,
dann ist zu erwarten, dass die Autorin Herta Müller die volle Wahrheit sagt und dass sie nur die Wahrheit sagt, ihr Leben beschreibt, so wie es war, ohne literarische Verbrämung, ohne Dinge zu erfinden, ohne zu lügen.
Es kann nicht sein, dass Herta Müller in eine andere Identität schlüpft und berichtet, sie sei gefoltert und verfolgt worden.
Gefoltert wurden die echten Dissidenten gegen kommunistische Willkür, die echten Widerstandskämpfer, jene aufrechten Charaktere, deren Existenz und Wirken Herta Müller und ihr kommunistischer Gatte, der Schollendichter Richard Wagner, in jenem verlogenen SPIEGEL-Interview 1987 leugnen.
Was noch zu beweisen sein wird:
Die Biographie der Widerstandskämpfer wird schamlos gestohlen und ausgeschlachtet, nur damit andere an ihre Stelle treten und falsche Drachenzungen vorzeigen können.
Dass der ZEIT-Redakteur und ZDF-Vorleser Ijoma Mangold bei dieser Verfälschung von historischer Wahrheit – laut Herta Müllers E-mail an einen Freund – auch noch konkreativ mitgewirkt haben soll, ist hochgradig suspekt und aus journalistischer Sicht katastrophal.
Wenn der ZEIT-Redakteur den gesunden Menschenverstand nicht an der Pforte des ZEIT-Gebäudes abgegeben hat, dann hätte ihm auffallen müssen, wie viel in diesem Monster-Artikel einfach nicht stimmen kann.
Ergo hat auch der Kritiker Ijoma Mangold die Lügen Herta Müllers mitgetragen, obwohl er als aufrechter „Journalist“ die Materie kritisch hätte recherchieren müssen.
Das ist nicht geschehen.
Als dann der Aufklärer Carl Gibson auftrat und auf der Seite von ZEIT Online Richtigstellungen vornahm, wurde er schlicht ausgebremst, mit Maulkorb belegt, gestoppt und gänzlich gesperrt.
So wurde die ZEIT über Ijoma Mangold – neben dem streitbaren „Nominierer“ Michael Naumann und der Konrad Adenauer Stiftung (der CDU) – zu einem Vater des Nobelpreises für Literatur 2009, den ich nur als eine Folge unglücklich-produktiver Missverständnisse von Anfang an ansehe.
Zu einem weiteren Detail aus dem Bericht der wenig genialen Schauspielerin und Regisseurin Herta Müller.
Während man ihr ins Kreuz tritt, hört sie eine Frauenstimme aus dem Nebenraum des „Souterrains“:
„Hinter der Tür
schrie eine Frauenstimme. Folter oder Vergewaltigung, hoffentlich
nur ein Tonband, dachte ich.“
Den Trick der Securitate mit dem Tonband als Verhörmethode schildere ich in der von Herta Müller rezipierten „Symphonie der Freiheit“ aus eigener Erlebnisperspektive in dem Kapitel „Psychoterror“ wie folgt:
„Gelegentlich wurden die Verhöre für Minuten unterbrochen. Aber nicht etwa, um den Verhörten etwas Flüssigkeit oder Nahrung zukommen zu lassen, sondern um das Herausgequetschte zu vergleichen und nach Diskrepanzen in den Aussagen zu suchen. Als ich kurz darauf, für Momente allein im Raum, von schallenden Schreien beunruhigt die Tür öffnete, um mit schnellem Blick durch den Gang zu spähen, wurde ich, als hätte man genau darauf gewartet, mit einem weiteren Schwall von Schreien bombardiert, die aus irgendwelchen entfernten Räumen zu kommen schienen, in welchen – wie es den Anschein hatte – systematisch gefoltert wurde. Höchstwahrscheinlich sollte ich annehmen, dies sei das Aufschreien anderer Gewerkschaftssympathisanten während der peinlichen Befragung in einem von sozialistischer Ethik geprägten Verhör. In Wirklichkeit war es ein Trick, mieser, schlecht inszenierter Psychoterror. Das früher beim Verprügeln von gemeinen Sträflingen aufgenommene Torturgeschrei, dem ich ausgesetzt war, wirkte nur echt, solange die Zimmertür verschlossen war. Faktisch kamen die Quällaute vom Band und wurden über Lautsprecher in schlechter, diffuser Qualität in den Korridor übertragen. Auch Erwin fiel später auf das akustische Täuschungsmanöver, das wir noch nicht kannten, herein und stürzte einmal irritiert und kopflos aus dem Zimmer in die Arme eines Geheimdienstlers, der ihn sogleich zurückdrängte. Nachdem der erste Effekt jener Sinnestäuschung verrauscht war, wurde uns beiden bewusst, mit welchen zusätzlichen Foltermethoden hier agiert wurde. Galilei hatte man nach guter mittelalterlicher Sitte die Folterwerkzeuge gezeigt, bevor er widerrufen durfte. Wir mussten die Mittel der Inquisitoren erst mühsam herausfinden, um zu reagieren.“
Es ist höchst unwahrscheinlich, dass die Securitate die Kelleräume eines Studentenwohnheims mit Tonbändern und Lautsprechern ausstattete, nur um einen Effekt zu erzielen.
Wir, die freien Gewerkschaftsgründer und Unterzeichner, wurden 1979 über 24 Stunden ohne Nahrung, bei Schlägen und Torturen aller Art bis hin zur Erschöpfung verhört.
Dabei war das Foltergeschrei vom Tonband über kaschiert eingebaute Lautsprecher nur ein Element der Schwächung und psychischen Destabilisierung des isolierten Folteropfers.
Herta Müller nimmt solche Details als Zutat für ihren schrill-bunten Marmorkuchen, den sie dann Verfolgungsbiographie nennt.
Überprüfen lässt sich ihre Geschichte nicht.
Doch es gibt viele gute, luzide Argumente, die gegen den Wahrheitsgehalt dieser Schilderung sprechen.
Viele Fragen stellen sich und müssen gestellt werden:
Weshalb verschweigt uns Herta Müller das genaue Datum des Geschehens?
Fand das einmalige „Martyrium“ vor ihren mehrfachen Westreisen statt oder danach – nach 1984?
Während oder nach der ersten (bis 1979) oder zweiten Ehe (ab 1982)?
Wenn Herta Müller tatsächlich eine Alptraumkonstellation dieser Art am eigenen Leib erlebt hätte, dann wäre sie, einmal in den freien Westen gelangt, nie wieder nach Rumänien zurückgekehrt!
Das begreift jeder!
Ein dem Schafott entronnenes Opfer kehrt nie freiwillig zur Stätte des einstigen Martyriums zurück!
Fakt ist – Herta Müller war noch oft in Rumänien, auch nach ihrer Ausreise 1987.
Wo aber waren seinerzeit, wo sich das Ungeheuerliche ereignet haben soll, ihre kommunistischen Freunde, ihr KP-Gatte Richard Wagner und der mächtige Lokalmatador und Repräsentant der deutschen Minderheit im Banat Oberkommunist Nikolaus Berwanger, der Deutsche mit direktem Draht zur Securitate, Herta Müllers Mäzen und Förderer ihrer Literatur, in jener Situation?
Apropos Prostitution älterer Schülerinnen und Studentinnen mit arabischen Gaststudenten:
Wer um 1977 in Temeschburg lebte, weiß, dass es dort so zuging. Einige junge Damen – auch aus meinem Umfeld – fanden Gefallen am Umgang mit Studenten aus arabischen Ländern, an ihren Devisen und Geschenken. Huren waren sie deshalb noch lange nicht.
Im sozialistischen Rumänien, wo es Prostituierte offiziell nicht geben durfte, wurden so genannte „Freizeit-Huren“ von der regulären Polizei, die dort Miliz heißt, bei Razzien verhaftet und aufs Revier gebracht, um dort – wie von mir an anderer Stelle im zweiten Band der „Symphonie der Freiheit“ beschrieben – auch malträtiert zu werden.
Sie wurden aber nicht, was der systemkonformen Herta Müller entgangen ist, dem Geheimdienst Securitate überantwortet. Der Geheimdienst war für Fragen der inneren und äußeren Sicherheit Rumäniens zuständig, nicht für Straftaten aus dem Strafgesetzbuch.
Und eines regulären „Prozesses“ bedurfte es nicht, noch ausländischer Zeugen, wenn es galt, eine Person, Hure oder Nichthure, hinter Gitter zu bringen.
Dazu reichte ein Paragraph des rumänisches Strafgesetzbuches aus, speziell das – auch auf uns Oppositionelle angewandte – berüchtigte Dekret 153, auf dessen Grundlage allein im Jahr 1979, als wir SLOMR-Organisatoren einsaßen, Zehntausende sogenannte „Parasiten“ verhaftet und ins Gefängnis geworfen wurden.
Herta Müller ist zu jenem Zeitpunkt (1979) nicht verhaftet worden, obwohl sie arbeitslos war und in keiner Form etwas Besonderes oder gar prominent.
Weshalb sollte die Securitate Herta Müller überhaupt drohen?
Weshalb sollte die Securitate Herta Müller in den Fluss werfen?
War sie irgendwie negativ aufgefallen?
Hatte sie etwas Kritisches veröffentlicht – oder wie Totok im Ausland veröffentlicht?
Hatte sie gar opponiert, den Staat kritisiert oder die kommunistische Ideologie?
Davon ist nichts bekannt!
Herta Müller hat seinerzeit nie die kommunistische Ideologie kritisiert, dafür aber ihre deutschen Landsleute.
Sie opponierte bestenfalls als kleine Angestellte in einem Kindergarten in der Auseinandersetzung mit der Leiterin des Kindergartens.
Das war Herta Müllers Opposition in Rumänien.
Sie war die Dissidentin aus dem Kindergarten!
Apropos – Kritiker in den Fluss werfen.
In der Rezension einer Securitate-Opfer Biographie (Johannes Kappes „In den Fängen der Securitate“) berichte ich von einer solchen Androhung, man werde dem Opponenten einen Liter Schnaps einflößen und ihn in den Fluss werfen – der Bedrohte erzählte die Geschichte gleich weiter, machte sie in seinem Umfeld bekannt und torpedierte so die absurde Androhung. Ich selbst musste mir Hunderte Drohungen dieser Art anhören, wohl wissend, dass die Suppe nie so heiß gegessen wird, wie gekocht und Einschüchterungen nicht gleich umgesetzt werden. )
Herta Müller greift unterschiedliche Elemente, Aspekte der Thematik auf und baut sie zu einem eigenen Etwas zusammen, sie formt ein Collage, ein Fantasieprodukt daraus, etwas, was einige ihrer Fans als ein Kunstwerk ansehen mögen – doch ist das Endprodukt keinesfalls Teil einer realistischen, authentischen Biographie.
Da ihre vielen Lügen bisher kein echtes Nachspiel hatten und alle Konsequenzen ausgenblieben waren, fühlt sich Herta Müller sicher und meint, besonders dick auftragen zu können, ohne dass ihr bewusst wird, wie plump das Ganze auf geistige Menschen wirkt.
Logische Unstimmigkeiten und Details verweisen darauf, wie Herta Müller sich ihre Realitäten erdichtet, schlicht an den Haaren herbeizieht, genährt von dem, was sie hier und dort aufgeschnappt, gehört oder in anderen Büchern gelesen hat. Ahnungslose mögen ihr gutmütig folgen, Zeitzeugen und mit den wahren Gegebenheiten vertraute Landsleute werden es nicht.
Lügen haben kurze Beine, die Wahrheit hat keine, schrieb Herta Müller irgendwo.
Um den Wahrheitsgehalt ihrer Geschichten hingegen hat sie sich nie gekümmert. Sie hat immer nur munter drauflos geschrieben, Realität und Fiktion vermengt, mehr „Dichtung“ produziert als Wahrheit.
Trotzdem erwartete sie, dass man ihre Erfahrungen, Verfolgungen und Leiden als echt, als authentisch ansieht.
Wie gerne wäre sie als „moralische Instanz“ wahrgenommen worden, obwohl sie seit ihrem literarischen Debüt selbst amoralisch auftrat, fern jeder „intellektuellen Redlichkeit“ und „inneren Wahrhaftigkeit“.
Herta Müllers ZEIT-Artikel „Die Securitate ist noch im Dienst“ ist voller Ungereimtheiten, deren detailgerechte Widerlegung zu einer akademischen Abhandlung, ja zu einem dicken Wälzer führen würde.
Wer soll das lesen, fragt man sich, wo doch schon dieser eine Artikel eine Zumutung besonderer Art ist, eine Impertinenz!
Das Wesentliche jedoch kann auch kurz gesagt werden, damit es nicht nur die Ohren der interessierten Fachwelt erreicht, sondern auch die breite Masse, die auch ein Anrecht auf Wahrheit hat und auf das Recht zu wissen, wer wen verdummt und hinters Licht führt und wie die Politik mit falschen Weichenstellungen und deplatzierten Ehrungen die Werte der Demokratie untergräbt und zunichte macht, nur um ein Geschäft zu fördern und aus Eigennutz den machiavellistischen Willen zur Macht am Leben zu erhalten.

17. „Selig sind, die Verfolgung leiden um der Gerechtigkeit willen“!

Über Opfer mit Opfer-Bonus und Opfer-Abo

Ja, in der Tat – „ihrer ist das Himmelreich“!
Den meisten in totalitären Systemen, in den Diktaturen der Welt Verfolgten bleibt nur der „metaphysische Trost“ und das Bewusstsein, mit reinem Gewissen von dieser besten aller Welten scheiden zu können, nachdem sie im konkreten geistigen und politischen Kampf alles gaben, um diese Welt humaner und besser zu machen.
Nur wenige Widerständler gegen Unrecht werden Lohn und Ehrung finden.
Und noch weniger Akteuren gelingt es, in einer immensen Täuschungsaktion Widerstandsmythen aufzubauen und politisch-geistige Opposition vorzugaukeln und dabei auch noch mit dem Lorbeer gekrönt zu werden.
So wird die Geschichte verfälscht.
Herta Müller hat es fast geschafft – doch der Pyrrhus-Sieg wird nicht lange halten. Ihr Mythos steht auf tönernen Füßen – und sie wird tief fallen, wenn sie von den „mächtigen Freunden“, die sie noch im eigenen Interesse protegieren, fallen gelassen wird.
Ihre „Literatur“ wird trotz Nobelpreis dort landen, wo sie hingehört, auf dem Müllhaufen der Literaturgeschichte!
Die Zeit ist reif – eben durch das eklatante Versagen der ZEIT und durch ihren Versuch, Kritiker in einer Demokratie mundtot zu machen über Macht im Medienbereich.
Herta Müllers ZEIT-Artikel „Die Securitate ist noch im Dienst“ beginnt mit einer höchst trivialen Verfolgungsgeschichte.
Nichts Neues unter der Sonne?
Herta Müller ist verfolgt worden!
Fast schon ein Topos, ein ewiges Motiv der Gegenwartsliteratur deutscher Zunge, eine Manie, eine Obsession?
Wenn Herta Müller an die deutsche Presse appelliert, dann immer auch, um ihre „Verfolgung“ bekannt zu machen.
Und wie reagiert die deutsche Presse?
Sie greift die Botschaft auf und transportiert sie unkritisch unters Volk, so als ob der bundesrepublikanische Journalist nichts anderes wäre als ein „Transmissionsriemen der kommunistischen Partei“ wie einst unter Stalin, Ceauşescu oder Honecker.
Das Ethos des Journalisten kümmert diese Zeitungsschreiber wenig, auch wenn sie für große Zeitungen tätig sind.
Dieser Typus Journalist überprüft keine Quelle, er recherchiert nicht – er vertraut und rückt die Zeilen der doch allgemein als „geistige und moralische Autorität anerkannten “ Herta Müller in die Spalten seines Blattes, ohne die Glaubwürdigkeit und Authentizität der Story anzuzweifeln.
Aus einem Gerücht, aus bloßen Behauptungen werden so Fakten
Das ist mehrfach so geschehen – ungeachtet meines schriftlichen Protestes –
u. a. in der „Frankfurter Rundschau“,
in der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“,
im „Focus“,
und in – am massivsten ausgeprägt – im Magazin DIE ZEIT
.
Fakten, Fakten, Fakten … und immer an die Werber denken!
Man transportiert die Herta-Müller-Stories und -Mythen auch deshalb ungeprüft, weniger blauäugig als bewusst, weil hinter Herta Müller Verlage und somit solide Inserenten stehen, die die Presse mit am Leben halten, in Druck und Online.
Diese zahlungskräftige Klientel will keiner verärgern. Also übt man sich in vorauseilendem Gehorsam und praktischer Selbsterhaltung, stellt Bedenken zurück und publiziert das, was hohe Verlagsmanager erwarten … auch wenn dies den guten Ruf ruinieren und einem wirtschaftlich das Genick brechen könnte.
Ist ein deutscher Redakteur noch wirklich frei?
Darf er sich öffentlich wehren, seine Ehre wahren, wenn höhere Mächte ihm den Schwarzen Peter zuschieben, ihn öffentlich zum Buhmann machen und ihn in die Ecke stellen?
Der Job wird ihm wichtiger sein!
Er wird kuschen, um weiter im Geschäft zu bleiben, während die Wahrheit auf der Strecke bleibt?
Wahrheit, Ethos, Werte?
Sind das nicht Subjekte, mit denen sich Philosophen herumschlagen sollten, am besten im Verborgenen fern der Öffentlichkeit, fern vom Markt, im Elfenbeinturm der Alma Mater oder in den Katakomben der Wüstenei?
Nun, es gibt da noch ein paar Philosophen, die in die öffentliche Debatte eingreifen wie Voltaire und Nietzsche, die die Dinge beim Namen nennen, auch die falschen Hohepriester und Pharisäer, die Wasser predigen und insgeheim Wein trinken.
Diese Philosophen sind gut beraten, der Politik, den Journalisten, der Wissenschaft und den Dichtern zuzusehen, zu wachen und zu mahnen, wenn Selbstherrlichkeit zur Hybris wird, wenn nicht nur Dichter lügen und wenn die Lüge die Stelle der Wahrheit einnimmt.
Doch zurück zu Herta Müllers ZEIT-Artikel „Die Securitate ist noch im Dienst“ und ihrem ewigen Thema con variazioni „Verfolgung“.
Sie reiste im Jahr 2008 nach Rumänien, also in ein Land, in welchem sie angeblich gegen ihren Willen „harte Eier und Zwiebeln“ essen musste, in welchem sie „kotzte“ und mehrfach in den Dreck gestoßen wurde.
Überprüft hat das niemand. Es steht so da. Papier ist geduldig – und der kritische Aufklärersinn des Deutschen Michels auch.
In Bukarest sei sie verfolgt worden. Ein subjektiver Eindruck? Eine Einbildung? Auch das steht so da.
„Ich bin verfolgt worden“ – das kann jeder behaupten.
Was die gesamte, kaum zitierungswürdige Verfolgungs-Story in der rumänischen Hauptstadt aber unglaublich werden lässt, ist der Aspekt, dass die Akteurin nie und nimmermehr nach Rumänien gereist wäre, wenn sie dort tatsächlich in früheren Jahren von der Securitate gefoltert worden wäre.
Als Folteropfer der Securitate darf ich da wohl mitreden!?
Herta Müller kennt die Securitate und ihre Folteranstalten lediglich vom Hörensagen. Ihre tatsächliche Berührung mit dem berüchtigten Geheimdienst beschränkt sich auf zwei bis drei Kontakte.
In einem Gespräch soll die Securitate sogar versucht haben, sie als Agentin, als Spitzel und Zuträgerin anzuwerben. Sie habe diesem Anwerbeversuch jedoch heroisch widerstanden, genauso heroisch wie ihr Studienkumpel Helmut Frauendorfer, der sich heute als ehemaliger Widerstandskämpfer aufspielt, obwohl er damals – unter angeblichem Druck – bei der Securitate unterschrieben hat, um sich dann im Freundeskreis zu outen. In mir sieht dieser alte Kumpan und willige Helfer Herta Müllers und Richard Wagners einen „pathologischen Neider“ – und dies öffentlich in den Heften der Deutsch-Rumänischen Gesellschaft in Berlin.
Für mich steht fest:
Charaktere, die einmal bei der Securitate weich wurden, sich als Spitzel anwerben ließen, sind moralische Nullen und für alle Zeiten unglaubwürdig. Das gilt nicht nur für die Gegner Herta Müllers, sondern auch für ihre poetischen Rivalen wie Werner Söllner (IM der Securitate „Walter“) oder ihre „Freunde“ wie Büchner-Preisträger Oskar Pastior (IM der Securitate „Stein“), dem Herta Müller das Buch „Atemschaukel“ und den forcierten Nobelpreis zu verdanken hat.
Fakt ist ferner:
Im meinem oppositionellen Umfeld hat die Securitate keine Anwerbungsversuche unternommen, denn die Profis des Geheimdienstes klopften nur dort an, wo eine potenzielle Mitarbeit wahrscheinlich und möglich erschien, nur dort, wo über Erpressung Druck ausgeübt werden konnte.
Keiner meiner antikommunistischen Mitstreiter bei SLOMR hat sich von der Securitate vereinnahmen lassen.
Darüber hinaus ist das konkrete Folteropfer Erwin Ludwig, Mitbegründer von SLOMR Temeschburg, 1980 aus Rumänien ausgereist, nie wieder in das Land seiner Folterknechte zurückgekehrt.
Ein echtes entsprungenes Opfer kehrt eigentlich nie an den Ort seiner Folterung zurück, an die Stelle, wo Folterknechte eines totalitären Regimes ihm körperliches Leid und unendliche psychische Schmerzen zufügten.
Wenn Herta Müller tatsächlich in Rumänien konkret gelitten hätte, dann wäre sie auch nie in das Land ihrer Peiniger zurückgekehrt, schon gar nicht, um als Gast der Konrad Adenauer Stiftung, deren Preisträger sie ist, in Siebenbürgen zu debattieren und zu tafeln.
Weshalb verschweigt Herta Müller in ihren obskuren ZEIT-Securitate-Artikel das wichtige Detail, eben im Jahr 2008 – als sie sich erneut in Bukarest beobachtet fühlte und verfolgt gewesen sein will – eigentlich ein wohlbehüteter „Gast der Konrad Adenauer Stiftung“ war?
In meinem Fall dauerte es ganze 30 Jahre, bevor ich wieder rumänischen Boden betrat, hauptsächlich um bei der rumänischen Gauck-Behörde, wo ich auch als „externer ausländischer Forscher“ akkreditiert bin, meine Securitate-Opfer-Akte einzusehen, ebenso die Akte „Cristina“ von Herta Müller, ein Akt, der auch zustande kam, weil Herta Müllers zweiter Ehemann Richard Wagner mich auf der Seite von ZEIT Online dazu öffentlich aufgefordert hatte. Ich wolle meine Akte nicht einsehen und ihre Akte auch nicht! Das Gegenteil ist richtig. Nur verweigerte mir DIE ZEIT bisher die Möglichkeit einer Gegendarstellung, die Beantwortung der frechen Kalomnie.
Da ich die Akte „Cristina“ nunmehr kenne, besteht in vielen Punkten Gewissheit.
Jeder Forscher kann also mit Bestimmtheit feststellen, dass Herta Müller viele Jahre nicht konkret verfolgt wurde. Ab 1983 wurde sie lediglich indirekt konspirativ beobachtet, ohne Auswirkungen. Sie durfte aber trotzdem veröffentlichen und mehrfach in die BRD reisen.
Ihre angebliche Opposition ist eine reine Erfindung, ein plump inszenierter Mythos. Auch die ZEIT wird sich diesen Fakten stellen müssen – die Zeit ist längst überreif, sonst könnte es sein, dass aus diesem verdrängten Watergate ein echtes Waterloo wird!

20. Wenn in deutschen Medien Mythen und Märchen als Fakten verkauft werden

Unprofessioneller, unkritischer Journalismus zwischen politischer Naivität und bewusster Desinformation oder gezielte Instrumentalisierung zwecks politischer Einflussnahme und Deviation?
Was in der Zeitung steht, ist wahr!
Viele Leute halten sich daran. Deshalb ist die vielgelesene BILD-Zeitung ein einflussreicher Meinungsmacher in Deutschland. Die geistigen Eliten aber blicken verächtlich auf das gelbe Blatt herab, das von Gerüchten lebt und dessen Autoren man nicht namentlich kennt. Wer über lange Zeit einem Thema nachgeht, kritisch investigativ recherchiert, der wird bald feststellen, dass etablierte, ja renommierte große Tageszeitungen nicht besser sind als die verachteten Massenblätter fürs Volk. Ja, sie sind sogar noch gefährlicher, weil in ihren Kolumnen transportierte Gerüchte, Mythen geadelt werden, was aus Lügen Wahrheiten macht.
Als Herta Müller seinerzeit (2008) der „Frankfurter Rundschau“ ihre Verfolgungsgeschichte präsentierte, druckte das liberale Blatt das unüberprüfbare Gerücht gutgläubig ab, ohne nach Beweisen zu fragen, was meinen „Offenen Brief an Herta Müller“ provozierte, der natürlich weder abgedruckt noch auf der Internetseite des Blattes publiziert wurde.
Dieser in der Tat etwas emotional aus der Sicht eines Opfers der Ceauşescu-Diktatur formulierte Protest wurde später im Rahmen der sogenannten Spitzelaffäre in Berlin in der „Siebenbürgischen Zeitung“ online veröffentlicht und – eben als Reaktion auf die Münchhausiaden Herta Müllers – in „„Die Securitate ist noch im Dienst“ in ZEIT Online.
DIE ZEIT Online hat meine Darstellung entfernt, gelöscht, ohne sich die Mühe zu machen, selbst zu recherchieren oder meine Beweise zu prüfen.
Ein feiner Journalismus ist das.
Dem „Focus“ erzählte Herta Müller, ein Auftragskiller sei in Berlin verhaftet worden – und auf seiner Opfer-Liste sei auch ihr Name eingetragen gewesen. Laufen Assassinen neuerdings mit Listen herum wie Leporello, damit sie nicht vergessen, wer noch aus der Welt zu schaffen ist?
Unglaublich!
Der „Focus“ verbreitete diese nicht verifizierte Behauptung so nebenbei in dem Artikel über Herta Müllers Ehrung mit dem großen Bundesverdienstkreuz der Bundesrepublik!
Wie naiv ist der deutsche Journalist eigentlich?
Überall in der Gesellschaft wird an Verstand und Vernunft appelliert – nur beim Thema Herta Müller schalten manche Medien auf Durchzug!
Es ist wie verhext: Herta Müller kann – quasi als enfant terrible der literarischen Welt – so frech lügen, wie sie will, kein etabliertes Medium regt sich auf, rebelliert oder setzt dagegen!
Das erinnert an die Gleichschaltung der Presse in totalitären Systemen, an den NS-Staat und an die kommunistischen Diktaturen des ehemaligen Ostblocks.
Herta Müller nutzte den synthetisch in einer gigantischen Desinformationskampagne inszenierten Dissidenten-Mythos rücksichtslos aus, um zu ihrem Zweck zu gelangen, um als „Verfolgte“ Preise zu erhalten, eigentlich zu erschleichen, bis hin zum Nobelpreis, getragen von einer großen Lüge.
Nach der Ehrung in Stockholm revidierte sie ihre Meinung.
„April, April!?“
Herta Müller gab plötzlich zu, nie eine echte Dissidentin gewesen zu sein, bestenfalls eine Dissidentin im Kindergarten – als Erzieherin im Disput mit der Leiterin des Kindergartens.
Wenn gewisse politische und wirtschaftliche Kreise sie zur Dissidentin machten, auserkoren aufs Podest stellten, um eigene Ziele zu erreichen – dann ließ sie es mit sich geschehen und profitierte davon … vor allem materiell!
Ob sie auch geistig-seelisch profitierte, ist fraglich!
Herta Müller ließ die Maskerade zu, ohne ethische Maßstäbe an sich selbst anzulegen. Die Moral, das ist etwas, womit die Handlungen anderer gemessen werden, nie das eigene Versagen!
Sie war und ist die Schauspielerin mit der Maske,
die Puppe,
die Marionette,
die in Rollen schlüpft oder schlüpfen muss,
weil andere mächtige Akteure es so bestimmten,
es so wollten,
der oder die Puppenspieler,
die grauen Eminenzen,
Gestalten der Wirtschaft und Politik,
physische Personen,
die ich längst, oft und exponiert beim Namen genannt habe,
Michael Naumann (SPD),
die Konrad Adenauer Stiftung CDU,
die Verleger der Großverlage Carl Hanser und Rowohlt.
Wen wundert es da noch, wenn eine CDU-Kanzlerin Angela Merkel wohlwollende Worte für den deutschen Nobelpreis findet, wenn ein CDU-Bundespräsident Horst Köhler die „Unbeugsame“ mit dem Bundesverdienstkreuz ehrt, genau die gleiche Person, die gegen die Landsleute des „heimatvertriebenen“ Horst Köhler anschrieb!
So funktioniert Politik,
so funktioniert Machtpolitik in Deutschland, in Europa Anno Domini 2012,
auch in Friedenszeiten und fern von Armut und Elend.
Kein Ethiker, kein Moralphilosoph wird das aufhalten, keine Kirche wird dagegen rebellieren, weil auch sie ein Teil des Systems ist.
Wie kann ein kleiner David gegen diese Goliaths antreten,
ankämpfen, ohne selbst ins Räderwerk zu geraten,
ohne selbst ausradiert,
ohne selbst psychisch und physisch vernichtet zu werden?
„Schone die Puppe, denn sie ist unfrei
und sie macht nur das, was man ihr aufträgt!
Widme deinen Kampf den Strippenziehern der Macht,
den grauen Eminenzen aus den Führungsetagen der miteinander verwobenen Wirtschaft und Politik, deren großes Spiel es aufzudecken gilt!
Die Marionette ist in der Tat selbst ein Opfer!“
Solch berechtigte Hinweise lebens- und politikerfahrener Menschen aus dem Freundeskreis hörte ich mehrfach.
In der Tat, das schlechte Spiel der Schauspieler verweist auf den nicht immer begnadeten Regisseur des Melodrams, das vollkommen zur Posse wird, wenn die zwar mächtigen, doch auch hochgradig unsensiblen Regisseure die aberwitzigen Mythen in ihren Medien auch noch im Pro-Domo-Diskurs verbreiten und wiederholen – wohl in der Hoffnung, dass eine oft wiederholte und den Menschen eingepaukte Lüge irgendwann zur Wahrheit avanciert und schließlich geglaubt wird.
Lügen à la Baron Münchhausen bleiben nur so lange amüsant und witzig, solange sie als echte Lügen dastehen.
Wer aber – wie Herta Müller und ihre Förderer – erwartet, dass diese Lügen moralisch ernst und als Wahrheiten aufgenommen werden, der irrt gewaltig, da kein Lügenwerk längere Zeit Bestand haben wird.
Wenn der Mohr seine Schuldigkeit getan hat, dann darf der Mohr gehen.
Als ich mich vor Jahren noch etwas naiv mit aufrichtigem Bemühen in diese Debatte stürzte, Tag und Nacht opferte, Gesundheit und Seelenheil, um aufzuklären, um bestimmte Fakten zu erhellen, sie realistisch darzustellen und ethisch zu werten, glaubte ich noch an die erleuchtende Kraft der Vernunft, die über jede politische Ranküne oder Intrige obsiegen wird.
Doch unterschätzte ich seinerzeit die konkreten Strukturen der Macht, die geballte Macht in wenigen Händen, die machiavellistisch ihr Ziel verfolgt –
Geld, um noch mehr Macht und Einfluss zu erlangen.
Die mir noch anständig erscheinenden Spitzen der Politik, wo ich konkrete Hilfe erwartete, griffen nicht ein … wohl aus Sorge um die eigene Position … aber auch deshalb, weil sie ein Teil des Gesamtsystems waren und sind.
Würden sie das System in Frage stellen,
müssten sie sich selbst aufgeben.
Das ist zu viel verlangt.
Auch Politiker denken existenziell.
Ergo – „Opfern wir lieber einen kleinen Freigeist,
einen oder viele kleine Davids,
die in unterschiedlichen Themenbereichen der Gesellschaft opponieren,
um Goliath und Leviathan am Leben zu halten!“
Das sind die Gesetze der Politik – nicht nur bei Cesare Borgia und den Machtmenschen in der antiken Tyrannis. Das gilt auch in der modernen, pluralistischen Demokratie.

21. Volksverdummung nach Maß – wie Herta Müllers Lügen salonfähig gemacht werden

In meinen Gesprächen mit Schriftstellerkollegen, in welchen ich mich immer wieder nach der Rezeption der Werke Herta Müllers erkundigte, vernahm ich oft die ignorante Replik:„Ich habe nichts von ihr gelesen!“
Offenbar teilen nicht alle Literaten und Leser die Begeisterung eines Michael Naumann, dem eigentlich alles gefällt, was von Herta Müller kommt.
Wer sich ein Bild von Herta Müller machen will, ohne bereits etwas von ihr gelesen zu haben, der lese nur diesen einen Artikel, der Herta Müller spiegelt, wie sie leibt und lebt.
Ihre Wesenheit scheint aus diesem Artikel hervor und ihr bestimmt einzigartiges literarisches Können, dass ihr schließlich den Nobelpreis eingebracht hat.
Es ist müßig, den in diesem Artikel transportierten Erfindungen und eigenen Mythisierungen auf den Grund zu gehen, ihre Authentizität zu überprüfen, denn fast alles ist abwegig, was sie an oppositionellen Aktivitäten zu berichten hat.
Trotzdem muss man es tun, auch mit Widerwillen und Unlust, Punkt für Punkt, eben weil die vielen kleinen Lügen nachgewiesen, offengelegt werden müssen, wenn man am Ende auf die ganz große Lüge kommen will.
Ausgehend von meinen Erfahrungen mit der Arbeitswelt im kommunistischen Rumänien erscheint auch ihre Mobbing-Geschichte in dem Temeschburger Traktorenwerk „Technometal“ inszeniert und unglaubwürdig. Doch man muss kein ehemaliger Bürgerrechtler sein, auch kein Akademiker, um das Geschilderte zu beurteilen. Jeder Fabrikarbeiter ist in der Lage dazu, realistische Verhältnisse von rein erfunden Geschichten unterscheidend.
Herta Müller reflektiert ihre dreijährige Tätigkeit als Übersetzerin in einer großen Maschinenbaufabrik, wo auch viele Angehörige der deutschen Minderheit des Banats, als Landsleute aus Temeschburg und den umliegenden Gemeinden beschäftigt waren, in der Regel als Facharbeiter und Meister. Man kannte sich persönlich, besonders die langjährig beschäftigten Deutschen wussten untereinander Bescheid, speziell, wer wo arbeitete und unter welchen Bedingungen. Die Kommunikation, schon aufgrund der gemeinsamen täglichen Bahnfahrt zum Arbeitsplatz, funktionierte gut.
Bisher ist mir kein Zeugnis bekannt, das von Herta Müllers wirken in der Fabrik künden würde.
Ist sie in den drei Jahren Berufstätigkeit dort wirklich nie gesichtet worden? Und fielen ihre spektakulären Aktionen – das zweitägige Weinen der Stigmatisierten, Ausgestoßenen, als Securitate-Agentin diffamierten angehenden Autorin auf der Treppe am helllichten Tag keinem Landsmann auf?
„Im dritten Jahr wurde ein »Protokollbüro« eingerichtet. Der Direktor versetzte mich dorthin zu zwei neu eingestellten Übersetzerinnen, eine für Französisch, eine für Englisch. Eine war die Frau eines Universitätsprofessors, von dem es schon zu meiner Studienzeit hieß, er sei ein Securist. Die andere war die Schwiegertochter des zweithöchsten Geheimdienstlers der Stadt. Den Schlüssel zum Aktenschrank hatten nur die beiden. Wenn ausländische Fachleute kamen, musste ich das Büro verlassen. Dann sollte ich offenbar für dieses Büro tauglich gemacht werden durch zwei Anwerbeversuche des Geheimdienstlers Stana. Nach der zweiten Verweigerung war der Abschiedsgruß:
»Es wird dir noch leidtun, wir ersäufen dich im Fluss.«
Eines Morgens kam ich zur Arbeit, und meine Wörterbücher lagen vor der Bürotür auf dem Boden. Mein Platz gehörte einem Ingenieur, ich durfte das Büro nicht mehr betreten. Nach Hause gehen konnte ich nicht, man hätte mich sofort entlassen. Nun hatte ich keinen Tisch, keinen Stuhl. Zwei Tage lang saß ich trotzig die acht Stunden mit den Wörterbüchern auf einer Betontreppe zwischen dem Parterre und der ersten Etage, versuchte zu übersetzen, damit niemand sagen konnte, ich arbeite nicht. Die Büroleute gingen an mir
vorbei, stumm.“
Herta Müller ist also nicht beruflich in einem Wespennest gelandet, sondern im Spinnennetz der berüchtigten „Securitate“, die vorhatte, sie, gerade sie, als inoffizielle oder offizielle Mitarbeiterin anzuwerben. Wann ereignete sich das, in welchem Jahr?
Und weshalb hatte die Securitate es gerade auf eine Philologie-Absolventin abgesehen, der man doch wegen Prostitution mit arabischen Studenten schnell den Prozess hätte machen können? Was war wann?
Weshalb legt die inzwischen hoch geehrte Herta Müller nicht endlich einen lückenlosen Lebenslauf vor, dem man entnehmen kann, wann sie und wie lange im Kindergarten beschäftigt war, wann in der Fabrik und wann sie arbeitslos wurde – und jederzeit als Parasitin und Sozialschmarotzerin hätte verhaftet und eingesperrt werden können?
Weshalb belässt sie alles in der Spekulation? Nur um weiter erfinden, die eigene krumme Vita im neuen Licht uminterpretieren zu können?
Geht sie davon aus, dass der werte, nicht eingeweihte Leser ihr alles glaubt und nicht dem bösen Wolf aus der Fabel, der Securitate und ihren Agenten im Ausland, die es angeblich auch in den Reihen der deutschen Landsleute geben soll?
Ein kritischer Einblick in die Akte „Cristina“, die eine Rekonstruktion des Lebenslaufs von Herta Müller ermöglicht, kann Klarheit verschaffen. Doch als die Entscheidung in Stockholm anstand, als ich öffentlich eine Debatte über Herta Müllers Glaubwürdigkeit und Integrität führte, namentlich auch in DIE ZEIT online, als ich gestoppt und meine Argumente mit Macht abgewürgt und gestrichen, entfernt wurden, war die Akte „Cristina“ einer breiteren Öffentlichkeit so gut wie unbekannt.
Nur wenige Eingeweihte, sogenannte bei der CNSAS akkreditierte Forscher, wussten, was darin stand – die gleichen Forscher, die auch rechtzeitig über Oskar Pastiors Securitae-IM-Tätigkeit Bescheid wussten. Doch diese „Forscher“ schwiegen aus unterschiedlichen Motiven, Gründe, die sie vor ihrem Gewissen zu verantworten haben und vor einer höheren Instanz. Ich studierte die Akte „Cristina“ erst im Oktober 2010 in den Räumen der rumänischen Gauck-Behörde CNSAS in Bukarest, also ein Jahr nach der Nobelpreisvergabe an Herta Müller, viel zu spät, um noch konkret zu intervenieren. Meine Worte davor waren Wind.
Doch die Wahrheit kommt nie zu spät.
„Ich nahm meine Wörterbücher und setzte mich wieder auf die Treppe. Diesmal weinte auch ich. Als ich in die Halle kam, um nach einem Wort zu fragen, pfiffen Arbeiter hinter mir her und riefen: »Securistin!« Es war ein Hexenkessel. Wie viele Spitzel es wohl in Jennys Büro und in der Halle
gegeben haben mag? Die Attacken waren per Anweisung nach unten gereicht worden, die Verleumdungen sollten mich zwingen, zu kündigen.
Herta Müller ist nach eigener Darstellung also ein Opfer der Securitate, eine Ausgestoßene, ein Mobbing- und Intrigenopfer – und das alles nur deshalb, weil sie einem Anwerbeversuch der Securitate widerstanden haben will?
Das ist höchst merkwürdig – und bestenfalls für Menschen plausibel, die diktatorische, totalitäre, kommunistische Verhältnisse nie selbst erlebt haben, die nicht wissen, wie ein repressiver Geheimdienst arbeitet und wie das echte Leben im Kommunismus pulsiert.
Mein Lebenslauf weist andere Erfahrungen als „Fabrikarbeiter“ auf. Sie sind ausführlich beschrieben in meinem Erinnerungswerk
„Symphonie der Freiheit“, 2008, in einem Buch, das von allen Gegnern der Aufklärung aus den Reihen der alten Bekanntschaften und Seilschaften totgeschwiegen werden sollte. Die Dokumente zur Thematik habe ich bereits vor Jahren im Internet veröffentlicht.
Deshalb sei an dieser Stelle nur kurz festgehalten: Nachdem ich als achtzehnjähriger Hilfsarbeiter der Menschenrechtsbewegung des Schriftstellers Paul Goma in Bukarest beigetreten war, wurde mir anschließend in der 6 000 Mitarbeiter zählenden Trikotwarenfabrik 1. Juni in Temeschburg der öffentliche Prozess gemacht.
Ein Gremium aus Mitgliedern der Rumänischen Kommunistischen Partei, der örtlichen Securitate und der Betriebsleitung stellte mich vor ein „Tribunal der Arbeiter“, um mein antisozialistisches Verhalten zu kritisieren.
Nach heftiger Debatte solidarisierten sich die Arbeiter mit mir und mit meinen Positionen. Der ideologisch motivierte Schauprozess musste abgebrochen werden. Dann wurde ich entlassen – ohne Kündigung, ohne Entlassungsschreiben.
Eine Möglichkeit, auf irgendeiner Treppe im Betrieb zwei Tage öffentlich zu weinen hatte ich nicht.
Auch gingen meine rumänischen Kollegen und meine Landsleute in dem Betrieb nicht achtlos an mir vorbei.
Auch wollte mich kein Securitate-Mitarbeiter je anwerben. Ich war ein Oppositioneller, ein deklarierter Antikommunist – und jedermann wusste Bescheid.
Dumme Frage:
Weshalb kann ich meine Opposition vielfach beweisen und Herta Müller ihre angebliche Verfolgung in Fabrik, Kindergarten, offener Straße nicht?
Weshalb wird den vielen Lesern nicht bewusst, dass diese viel und schwer verfolgte Autorin noch 1984 in Rumänien ihre Geschichten veröffentlichen konnte und in die Bundesrepublik reisen konnte,
während ich als antikommunistischer Dissident vom Westen aus unter Lebensgefahr eine UNO-Beschwerde gegen das verbrecherische Ceauşescu-Regime betrieb?
Herta Müller beschimpfte im öffentlich-rechtlichen Fernsehen die reaktionäre Mentalität ihrer deutschen Landsleute aus dem Banat, nachdem sie das „deutsche Dorf“ im Banat – wie F. C. Delius vom SPIEGEL feststellte, als eine Art Reich des Bösen ausgemacht hatte, als die Hölle auf Erden.
Nun, im Jahr 2008, hatte sich Herta Müllers Feindbild geändert – es waren diesmal nicht mehr die deutschen Faschisten im Banater Dorf, sondern der berüchtigte Geheimdienst des niedergerungenen Diktators Ceauşescu, die wieder belebte dämonische und noch weiter zu dämonisierende Securitate, eine Einrichtung, die wohl nicht in öffentlichen Statements widersprechen würde!
Und das Reich des Bösen, das war nun – wo man selbst ins konservative Lager gewechselt war – die sozialistische Fabrik, wo – wie in Nordkorea oder Rotchina – die Betriebslautsprecher patriotische Lieder erklingen lassen, um den Fünfjahresplan anzukurbeln.
Alles wird von Herta Müller so hingebogen und verdreht, dass es gerade jetzt passt, in der Annahme, die betriebene Volksverdummung sei legitim, die Menschen seien denkfaul und nur mit einem Kurzzeitgedächtnis ausgestattet.
Welches Bild hat Herta Müller von ihren Lesern im deutschsprachigen Raum? Wie es scheint, mutet sie ihnen auch die absurdesten Ammenmärchen zu, plumpe, unglaubwürdige Trivialitäten, die von der Chefredaktion und Literatur-Redaktion der ZEIT auch noch abgesegnet und gedeckt werden.
Wenn alle anderen Behauptungen in diesem Bericht so windig und unglaubwürdig sind wie die erfundenen Reisen, Folterungen, Verhöre, dann
Gute Nacht, Deutschland!
Das kommt fast einem Freispruch für alle Beschuldigten gleich, auch wenn diese selbst Fehler gemacht haben, indem sie zuließen, dass sich obskure Gestalten in ihre Institutionen einschlichen.
Weshalb funktioniert das Lügenwerk von Herta Müller trotzdem, unabhängig von der Dauer-Werbekampagne ihrer Verlage und Förderer, deren Umsätze steigernd, je besser ihre Autorin dasteht?
Es gibt da zwei Gruppen von Helfern und Helfershelfern, die – zu meiner großen Enttäuschung – mithelfen, die Lüge am Leben zu erhalten:
Die Gruppe der Mitwisser, unter ihnen manche Professoren, Doktoren, Journalisten, Schriftsteller, die zu Ceauşescus Zeiten in der rumänischen Diktatur auch nur Karriere machen konnten, weil sie das rote Parteibuch in der Tasche hatten, systemloyal waren und unkritisch mitmachten, nur um das eigene Wohl zu sichern.
Hier in der Bundesrepublik machen sie weiter, ohne Gewissensbisse, obwohl sie wissen müssten, dass das Lügenwerk nicht ewig anhält.
Sie alle haben auf ihre Weise mitgewirkt, jenseits von Ethos und Moral, meine Aufklärung zu verhindern.
Die Argumentation oben zu Herta Müllers Münchhausiaden hätte auch von ihnen kommen können; doch sind sie wohl zu feige zur Wahrheit, nicht nur weil sie keine Kämpfer waren und sind, sondern auch aus Ehrfurcht vor einem Bundesverdienstkreuz, das für Lügen vergeben wurde, und vor einem Nobelpreis, der erschlichen und forciert wurde, wobei andere Nationen ohne Lobby in Stockholm das Nachsehen hatten.
Ich hoffe sehr, dass Literaturnationen wie Frankreich, Italien, Großbritannien, die USA, Russland, Polen, Israel, die arabischen und afrikanischen Staaten alles noch einmal kritisch unter die Lupe nehmen, diesen großen Bluff, der nur durch Instrumentalisierung, Manipulation und intensive Lobbyarbeit erreicht werden konnte, um über gezielte Geldinvestitionen noch mehr Geld und Macht zu erreichen.
Die zweite Gruppe – das sind die etablierten Medien, die so genannten Mainstream-Medien, die genau das machen, was einem bestimmten Personenkreis nutzt.
Ich danke Gott, dass es das Internet gibt und dass ich meine Gedanken nicht für mich behalten muss.
Meine Bücher hat man auf intrigante Weise zu diffamieren versucht, beginnend mit meiner Monographie „Lenau. Leben – Werk – Wirkung“, das (neben der Studie von Isidor Sadger) das ( laut WorldCat Identities) das weltweit am weitesten verbreitete Buch über den Spätromantiker Nikolaus Lenau ist, bis hin zur „Symphonie der Freiheit“, einem Werk, in welchem die bisher wohl schärfste und ausführlichte Kritik an Herta Müller und ihrem Umfeld (gemeint ist die sogenannte Aktionsgruppe Banat) formuliert wurde.
Wie wurden der NS-Staat in Deutschland und kommunistische Diktaturen in der Sowjetunion und in Osteuropa möglich?
Es wurde gelogen, von Anfang an.
Einige wussten es wohl – und schwiegen trotzdem.
So ist es auch im Fall Herta Müller, dessen verheerende Tragweite immer noch nicht erkannt wird.
Inzwischen wissen viele Leute Bescheid, auch in den höchsten Sphären der Politik.
Doch sie alle lassen die Lüge am Leben, sie tragen sie mit, machen sich mitschuldig und opfern dafür die Werte der Demokratie.
Das fordert das Widerstandrecht des Einzelnen heraus, der die Pflicht hat, dagegen zu handeln, wenn Unrecht geschieht.
Durch Nichtstun wird die Tyrannis möglich!
Der Arzt hat mir untersagt, mich weiter mit dieser Materie auseinanderzusetzen, da die Aufregung über diese bodenlose Ungeniertheit, über diesen Zynismus den Blutdruck in nicht erahnte Höhen treibt.
Doch es nützt nichts, die frechen Lügen, Verdrehungen, Entstellungen müssen so oft angesprochen werden, bis ein kritisches Medium die Debatte aufgreift und dafür sorgt, dass die volle Wahrheit ans Licht kommt. Erst dann kann Ruhe einkehren – und erst dann kann auch ich meinen Frieden finden. Jeder echte, aufrichtige Journalist muss so handeln.
Ein Journalist, der von Ungerechtigkeiten erfährt, aber aus opportunistischen Gründen nichts tut, der den Dingen nicht auf den Grund geht, der sich nicht um die volle Wahrheit bemüht, diese nicht ans Licht bringt, der ist kein Journalist.

Ende

Weitere Ausdifferenzierungen zum Thema “Plagiat” werden folgen.

Carl Gibson mit seinem neuen Werk Allein in der Revolte
Carl Gibson

carl Gibson, Symphonie der Freiheit und Allein in der Revolte, Titelbilder

Carl Gibson neues Buch Allein in der Revolte Buckrückseite

Carl Gibson neues Buch Allein in der Revolte

Copyright: Carl Gibson
Fotos von Carl Gibson: Monika Nickel

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