Auf dem Weg zum Plagiat

16. Auf dem Weg zum Plagiat

http://vs-baden-wuerttemberg.blogspot.de/2013/09/vs-mitglied-und-carl-gibson-erhebt.html

Viele aus der Schar der zahlreichen Leser aus den Banat und aus Siebenbürgen, die das von Herta Müller in DIE ZEIT veranstaltete absurde Theater seinerzeit kritisch interessiert und teilweise selbst betroffen mit verfolgten, verstanden die Welt nicht mehr, während mir sogleich auffiel, dass Herta Müllers eine Reihe von Details aus meiner „Symphonie der Freiheit“ übernommen und auf ihre Art verändert hatte.
Ein Begriff hatte mich besonders hellhörig und zugleich stutzig gemacht – der seltene Begriff „Richtmikrophon“, den ich seinerzeit (1979) als Oppositioneller in Rumänien noch nie gehört hatte und den ich erst nach 2006 als „westliche Richtmikrophone“ in das Dissidentengespräch „Dialog im Park“ eingeführt hatte.
Da Herta Müller keine eigenen Erfahrungen mit Widerstand oder antikommunistischer Opposition aufweisen kann und auch in ihrem Umfeld, bei der so genannten Aktionsgruppe Banat, die fast ausschließlich aus Mitgliedern der kommunistischen Partei bestand, die Begriffe Menschenrechte und Widerstand ungeliebte Fremdwörter waren, musste sie diese zinslosen Anleihen aufnehmen, wollte sie der Leserschaft eine tatsächliches Andersdenkerrolle plausibel machen.
Herta Müller bediente sich einfach auch bei mir nach Gusto und übernahm Materie und fremde Federn, die sie nachträglich nach Belieben umdeutete und umfärbte. So auch die Thematik „amnesty international“, die im meinem Werk über Widerstand in der Ceausescu-Diktatur ausgiebig erörtert wird.
Cui honorem honorem?
Statt jenen Ehre und Respekt zuzubilligen, die tatsächlich für Freiheit und Menschenrechte im Kommunismus eintraten, leugneten Herta Müller und Richard Wagner die Opposition der anderen und redeten ihre Taten,die Menschen die Freiheit brachten, klein um sich selbst an die Stelle der echten Widerstandskämpfer zu katapultieren, rücksichtslos und zynisch – wie im Grimmschen Märchen jener falsche Marschall, der die ergaunerten Zungen des angeblich erschlagenen Ungeheuers vorlegt, um die Prinzessin zu freien.
Wie gleicht die literarisch-moralische Hochstapelei Herta Müllers dieser Märchenfigur!?
Wer lügt, täuscht und bewusst verdreht, der klaut auch – der stielt geistige Güter, Ideen, ja er stielt anderen sogar ihrem Lebenslauf, ein altruistisches, idealistisches Leben mit kaum gewürdigten Meriten, das ein Leben lang in Anstand und Würde geführt wurde.
Wozu ist Carl Gibsons „Symphonie der Freiheit“ gut?
Um ausgeplündert zu werden!?
Tolldreist ist das und zugleich dummdreist!
Schließlich hätte Herta Müller davon ausgehen müssen, dass mir, dem mit epigonalen Anklängen wohl vertrauten Literaturdetektiven, die genommenen Anleihen schnell auffallen mussten.
Mein tatsächliches Aufmerksam-Werden auf dem Aspekt, dass Herta Müller selbst bei ihrem schärfsten Kritiker abkupfert, signalisierte ich seinerzeit in einigen kryptischen Kommentaren im Forum der „Siebenbürgischen Zeitung“, wollte aber die Debatte noch nicht auf ein mögliches Plagiat lenken, weil ich – wie öffentlich formuliert – die Beweise erst vor Gericht vorlegen wollte. Schließlich hatten mir Herta Müller und Richard Wagner bereits Anfang August 2008 mit Anwälten und Gericht gedroht, nachdem sie entscheidende Kritik-Passagen in der „Symphonie der Freiheit“ gelesen hatten.
Darüber hinaus war ich seinerzeit emotional höchst angespannt und in der Erwartung, Herta Müller werde nun endgültig über ihre vielen Lügen und plumpen Erfindungen in einem einzigen als authentisch ausgegebenen Artikel stürzen.
Dass Herta Müller den von Fehlern und Ungereimtheiten aller Art strotzenden, ja stümperhaften Kompilat-Artikel „Die Securitate ist noch im Dienst“ trotzdem literarisch und moralisch überlebte, ohne das es zu einem großen Eklat, ja zu einem handfesten Skandal kam, der jeden Nobelpreisnominierung ad absurdum geführt und somit vereitelt hätte, ist mir heute noch unbegreiflich und grenzt an ein Wunder.
Es ist leider ein Mirakel, welches nur undemokratisch durch Willkür und rücksichtslose Machtausübung obskurer Kreise möglich wurde – bis hin zur Forcierung des Literatur- Nobelpreises 2009, die nicht nur Marcel Reich-Ranicki irritierte.
Die „mächtigen Freunde“ setzten sich durch.
Goliath und Leviathan triumphierten über den kleinen David. Auf kurze Zeit!
Das wird als Pyrrhussieg enden!
Doch auch der Sieg der Mächtigen macht die Lügen Herta Müllers nicht wahrer.
Herta Müller, die seinerzeit auf meine Kommentare in DIE ZEIT Online vermutlich reagieren wollte, eine Anmeldung unter „Herta Müller“ wurde von mir registriert, sollte seinerzeit von einem ominösen Deus ex machina zurückgepfiffen werden. Die Anmeldung erlosch bereits nach Stunden, ohne dass ein Statement abgeben worden wäre. Das spricht für eine Intervention, insofern sie es sich nicht, unsicher geworden, doch noch überlegte.

Carl Gibson mit seinem neuen Werk Allein in der Revolte
Carl Gibson

carl Gibson, Symphonie der Freiheit und Allein in der Revolte, Titelbilder

Carl Gibson neues Buch Allein in der Revolte Buckrückseite

Carl Gibson neues Buch Allein in der Revolte

Copyright: Carl Gibson
Fotos von Carl Gibson: Monika Nickel

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