Der “wohlhabende Sozialdemokrat” Peer Steinbrück auf dem Weg ins deutsche Kanzleramt

Bundeskanzleramt in Berlin

Bundeskanzleramt in Berlin


Ein Arbeiterführer, der sich gewaschen hat! Peer Steinbrück … auf seiner Suche nach der verlorenen Glaubwürdigkeit

Demagogie macht‘s möglich!
Eine Glosse von Carl Gibson zum 2. Advent 2012.
Pecunia non olet!

Er weiß alles, er kann alles – Peer Steinbrück, der neue Superman der SPD!?

Nach dem inzwischen greisen Altkanzler Helmut Schmidt und dem noch etwas jüngeren Bundeskanzler a. D. Gerhard Schröder, auch Gasgerd genannt und heute in Putins Diensten, hat die Sozialdemokratische Partei Deutschlands wieder einen „Macher“ an vorderster Front –

Peer Steinbrück!Auch er ein Hamburger Urgestein mit Ministererfahrung.

Helmut Schmidt wusste als Krisenpolitiker die Arme hochzukrempeln und wurde so Bundeskanzler.

Gerhard Schröder, fast schon abgewählt, wiederholte die Geste und wurde prompt darauf im Amt bestätigt!

Und Peer Steinbrück scheint nachziehen zu wollen, demogisch und aalglatt auch er.

Hat die SPD richtig entschieden?

Oder hat nur die Troika entschieden – nach Kriterien, die ein aufrechter Sozialdemokrat von der Basis nicht ganz nachvollziehen kann?

Sigmar Gabriel konnte keinen Stich machen, obwohl er sich redlich mühte … und bemühte wie andere wohlgenährte Schulmeister auch. Nur wollte es nicht so recht gelingen.

Das Wählervolk hörte die Botschaft des Niedersachen, doch ihr fehlte der Glaube, vielleicht auch deshalb weil die Typen und Prototypen aus Niedersachen in letzter Zeit zu oft von sich reden machten, Peter Hartz von VW ebenso wie Christian Wulff auf Schloss Belvedere.

Schlecht für Sigmar Gabriel, dem ich persönlich die Kandidatur durchaus gönnte!

Und die andere ehrliche Haut Frank-Walter Steinmeyer, ein Altruist, der bereit ist, nicht nur sich selbst für andere zu opfern – in christlicher Nächstenliebe, von welcher sich die Männer und Frauen Gottes und die Heuchler in der CDU durchaus einige Scheiben abschneiden könnten?

Er ist zu gut für diese Welt,
er ist zu anständig, um im schmutzigen Wahlkampf zu punkten,
um zu tricksen und zu täuschen,
wie es Staatsraison und absoluter Wille zur Macht erfordern.

Er hat – aus strategischer Wahlmanagersicht – wohl zu wenig Biss,
um zu Potte zu gelangen, um „Butter bei die Fische“ zu bringen.

Ein ganz anderer Kandidat ist da der Nordmann aus Hamburg, der weiß, was ein Aal ist, der weiß, wie man sich an der Seite von Bruder Johannes (SPD) hochdient,
wie aus dem servilen Diener seines Herren ein Minister wird
und wie man die Ziehmutter politisch angeht,
wenn man denn zum Zweck gelangen will.

Peer Steinbrück ist ein Mensch – und nichts Menschliches ist ihm fremd.

Peer Steinbrück ist nun einmal ein „wohlhabender Sozialdemokrat“, ein Sozialist ohne Geldverachtung, der sich auch von halbbankrotten Banken und maroden Stadtwerken so üppig honorieren lässt, dass er innerhalb von wenigen Jahren Millionen Euro Honorar einstreichen konnte – und dies so nebenbei … fürs Reden …

neben dem Mandat!

Die Ruhrpott-Kumpel aus Wanne-Eickel oder Castrop-Rauxel, die Stahlschmelzer, Gießer und Fließbandarbeiter aus Essen, Duisburg , Dortmund und anderen Arbeiterzentren der Republik werden genau überlegen, ob dieser neureiche Blender ihr Kanzler werden soll.

Er habe nicht gegen Recht und Gesetz verstoßen, meinte Peer Steinbrück scheinheilig im Rechtfertigungsinterview.

Doch was ist mit der Moral?

Hat der designierte Kanzlerkandidat der SPD auch ein Gewissen, eine Religion, eine Weltanschauung, die ihn mit der Arbeiterwelt und den traditionellen Werten der Sozialdemokratie verbindet?

Ich erinnere mich noch vage … es war vor zwei, drei Jahren auf der Buchmesse in Frankfurt, als dieser deutsche Superman aus dem Hohen Norden an mir vorbeihuschte – wie bald darauf am gleichen Ort der rechtkonservative ehemalige Bundesbanker Thilo Sarrazin, der wie Peer Steinbrück auch ein Buch geschrieben hatte.

Wer reich werden will, schreibt ein Buch.
Wer schon reich ist und mächtig werden will, schreibt auch ein Buch!
Ergo schreiben Politiker Bücher – oder sie lassen schreiben … Reden und Bücher!

Das Buch ist das Mittel zum Zweck schlechthin– auch oder gerade in der Demokratie!

Das Buch ist das demagogische Mittel zum Zweck!

Je versierter der Rhetor, desto effizienter ist die Wirkung!

Das Volk will verführt sein – ergo predigt man, was das Volk hören will.

Damals war Peer Steinbrück noch kein Favorit … nur ein ehemaliger Bundesmister mit politischen Ambitionen … und guten Kontakten in die Wirtschafts- und Finanzwelt.

In die Schweiz wäre er seinerzeit gerne einmarschiert, mit oder ohne Kavallerie, um dort – wie Erzengel Michael – mit dem Flammenschwert der Gerechtigkeit Genüge zu tun, um die dem Fiskus entgangenen deutschen Steuermilliarden wieder zu holen – als Retter der Staatsfinanzen und der Moral!?

Doch was wurde aus den eigenen Millionen, die Peer Steinbrück in Treu und Glauben mit Politikergeschwätz verdiente?

Pecunia non olet – Peer Steinbrück ist eben ein „wohlhabender Sozialdemokrat“, der Kanzler werden will … und ein allzumenschlicher Mensch.

Seneca war auch reich – und trotzdem ein Staatsmann und Philosoph.

Ist Steinbrücks Glaubwürdigkeit nunmehr dahin?

Halten wir uns an die Römer – die hatten ein Triumvirat.
Die Sozialdemokraten halten es mit der Troika!
Wir Ältere erinnern uns:

Scharping – Schröder – Lafontaine!Welch ein Ereignis!

Und heute? Das gleiche Dilemma?

Die Würfel sind gefallen – der Rubikon ist überschritten!

Die Kavallerie donnert los … Die Schweizer müssen sich in Acht nehmen!
Und die deutschen Wähler?

Wohl dem, der weiß, wo er sein Kreuzchen machen muss!

Eine Glosse von Carl Gibson zum 2. Advent 2012.

©Carl Gibson

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