Offener Brief an die Herausgeber der Frankfurter Allgemeinen Zeitung – Wie hält es die FAZ mit der Wahrheit?

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Wie hält es die FAZ mit der Wahrheit?

Offener Brief an die Herausgeber der Frankfurter Allgemeinen Zeitung

http://www.fnweb.de/region/main-tauber/bad-mergentheim/carl-gibson-gegen-herta-muller-1.1251813

Sehr geehrter Herr Frank Schirrmacher,
sehr geehrter Herr Werner D’Inka,
sehr geehrter Herr Berthold Kohler,
sehr geehrter Herr Günter Nonnenmacher,
sehr geehrter Herr Holger Stelzner,

als langjähriger Abonnent, Leser, “Leserbriefschreiber” und Kommentator auf FAZ Net frage ich Sie:
Bewegt sich die FAZ noch in den aufklärerischen Bahnen vom Mythos zum Logos
oder schreitet die FAZ in Sachen Aufklärung und Wahrheitsfindung schon wieder zurück,
vom Logos zum Mythos?
Ist wahr nur noch das, was von einzelnen Redakteuren der FAZ dekretiert wird
oder sind aufklärende Richtigstellungen auch noch gefragt?

 

 Zeitunglesen ist Vertrauenssache.

Lange Jahre vertraute  ich der FAZ und las primär gerade diese Zeitung, weil ich davon ausging, dass das Ethos des Journalismus in Hause FAZ hoch hängt und dass sich diese Zeitung gründlicher um die Wahrheit bemüht als andere Blätter, deren Beiträge nicht einmal signiert erscheinen.

Lange vertraute ich den Berichten der Kollegen von der FAZ, weil ich davon ausging, dass die gut recherchiert Materie objektiv wiedergegeben wird, nur der Wahrheit verpflichtet,  nicht etwa ideologisch tendenziös oder anderen Zielsetzungen verpflichtet als der eigentlichen Berichterstattung.

Vor einigen Jahren änderte ich jedoch meine Einschätzung, nachdem ich in einem konkreten Fall die von der FAZ in die Öffentlichkeit transportierten Inhalte überprüfte und hinterfragte. Dabei stellte ich fest, dass die FAZ Artikel in die Welt setzt, die weder gründlich recherchiert sind, noch den tatsächlichen historischen Wahrheiten entsprechen.

Wie kommt es, dass die renommierte, weltweit gelesene und breit rezipierte FAZ Unwahrheiten in die Welt setzt?

Wie kann es sein, dass die FAZ Prinzipien und traditionelle Werte preisgibt, um Sachverhalte zu veröffentlichen, die nie verifiziert wurden und die nicht stimmig sind?

Wie kann es sein, dass die FAZ die Positionen einseitig stützt und promulgiert, ohne sich die Frage zu stellen, ob die von ihr einseitig protegierten Personen überhaupt vertrauenswürdig sind?

Wie kann es sein, dass nebulöse Darstellungen und Thesen bei der FAZ beibehalten und weiter verbreitet werden, ohne kritische Korrekturen – etwa von ausgewiesenen Zeitzeugen – zu akzeptieren?

Wie kann es sein, dass die FAZ an liebegewonnen Thesen und Schienen festhält, obwohl Authentizität und Richtung nicht mehr stimmen?

Wie kann es sein, dass die einst konservative FAZ die Ammenmärchen langjähriger Kommunisten glaubt und gleichzeitig mahnende antikommunistische Bürgerrechtler und Opfer des Kommunismus abweist, ihre Kommentare im Internet kürzt, entstellt oder ganz streicht, ohne zu überprüfen, was darin ausgesagt wurde?

Wie kommt es, dass langjährige Kommunisten, Handlanger der Diktatur die FAZ als Plattform und Sprachrohr nutzen dürfen, während aufrechten Dissidenten die kalte Schulter gezeigt und die Tür gewiesen wird?

Was ist aus „meiner“ FAZ geworden?

Nie hätte ich es für denkbar, geschweige denn für möglich gehalten,

damals während der Ceausescu-Diktatur in kommunistischer Haftzelle,

dass die FAZ aktiven Propagandisten der Rumänischen kommunistischen Partei Tür und Tor öffnen würde,

die Wacher, Mahner und tatsächlichen Opfer des roten Totalitarismus jedoch als einsame Rufer in die Wüste schickt.

Funktioniert so Demokratie?

Wo bleibt das: Audiatur et altera pars?

 

Was wird aus der Glaubwürdigkeit der einst „konservativen“ FAZ, wenn sich weltweit herumspricht, dass ehemalige Kommunisten und von Kommunisten geförderte Personen bei der FAZ maßgebend mitbestimmen, welche Inhalte veröffentlicht und welche Botschaften gestoppt werden?

Da ich das persönlich erfahrene Unding immer noch nicht recht glauben will, gehe ich davon aus,

dass die Herausgeber und Redakteure der FAZ Persönlich mit Fehlinformationen, Unwahrheiten, Mythen, Irrationalismen und tendenziösen Interpretationen aller Art gezielt instrumentalisiert, manipuliert und hinters Licht geführt wurden –

ebenso wie das auf deutsche Politiker und Institutionen zutrifft sowie auf das Wochenmagazin DIE ZEIT.

 

Die Lügen des Kommunismus haben längst den Freien Westen erreicht.

Wird die FAZ nun so weiter machen

oder

bietet sie einem von diesem Lügenwerk unmittelbar Betroffenen die Möglichkeit einer adäquaten Aufklärung der Fakten im Rahmen einer umfassenden Gegendarstellung?

Die hier kurz erörterten Fragestellungen und Überlegungen grundsätzlicher Art gehen auf einen konkreten Fall zurück, auf den Kasus Herta Müller und Richard Wagner, ein gravierender Präzedenzfall, der sehr viel über die Aufklärung und  Aufarbeitung der kommunistischen Vergangenheit in Europa aussagt.

Beginnend mit meiner Buchveröffentlichung

Symphonie der Freiheit. Widerstand gegen die Ceausescu-Diktatur, 2008, 418 Seiten,

habe ich die „moralische Integrität“ der Kandidatin der Bundesrepublik Deutschland für den Literaturnobelpreis Herta Müller öffentlich hinterfragt.

Dazu existieren hunderte Beiträge im Internet.

Meine Kommentare auf FAZ Net zur Materie wurden zum Teil abgewürgt,

sie wurden entweder überhaupt nicht veröffentlicht oder nur sinnentstellt gekürzt,

Beiträge, die über Jahre im Internet nicht aufzufinden waren.

Dafür wurde den Mythen des ehemaligen Kommunisten und ideologischen Scharfmachers Richard Wagner, zweiter Ehemann von Herta Müller während der aktiven Kommunistenmitgliedschaft, breiter Raum zur Verfügung gestellt.

Der Genosse deutscher Zunge von KP-Chef Nicolae Ceausescus Richard Wagner,

war ein Systemloyaler wie Herta Müller, deren antideutscher Debütband „“Niederungen“ von Kommunisten gefördert wurde.

Richard Wagner, der nach eigener Aussage kein Dissident sein wollte, der – wie Herta Müller – auch nicht in die Bundesrepublik auszureisen gedachte,

hat die Kolumnen der FAZ missbraucht,

er hat die FAZ rücksichtslos und schamlos genutzt, ja benutzt, um seine und Herta Müllers Sicht der Dinge darzustellen,

um – gegen alle Tatsachen – einen Widerstandsmythos zu konstruieren, der frühe Opposition suggeriert und so die deutsche Öffentlichkeit via FAZ hinters Licht führt.

Absicht oder Gängelung – Fakt ist:

Die FAZ wurde ebenso wie DIE ZEIT, die Konrad Adenauer Stiftung und andere Institutionen Opfer einer Diversionskampagne,

die aus dem Bock einen Gärtner machen,

aus Tätern Opfer.

Wie kam es aber, dass professionelle Journalisten diese Spielchen und Lügenwerke von zum Teil stümperhaften Akteuren nicht durchschauten?

Ging die FAZ Täuschern auf den Leim oder sind Herausgeber und Redaktion auch heute noch von der Integrität langjähriger Linker und Kommunisten überzeugt?

Herta Müller hat an vielen Stellen die Unwahrheit gesagt,

sie hat im Sinne der „erfundenen Wahrnehmung“ auch Teile ihrer Vita erfunden, Legenden, Mythen,

mit fremden Federn geschmückt und mit falschen Beweisen belegt

– Zungen des Ungeheuers wurden vorgelegt, das von anderen, aufrechten Widerstandskämpfern und Oppositionen gegen das kommunistische Regime in Bukarest erschlagen worden war.

Wie kam es, dass die FAZ trotzdem einseitig berichtete?

Wie kam es, dass Dissidenten nicht gehört wurden?

Wie kam es, dass die FAZ und DIE ZEIT der Wahrheit nicht auf den Grund gingen über profunde Recherche und objektive Berichterstattung?

Das sind berechtigte Fragen, die sich jeder souveräne Bundesbürger stellen wird, der noch an die freie Meinungsäußerung und an die Freiheit der Presse in Deutschland und in Europa glaubt.

Zu meiner Person:

 

Im November des Jahres 1988 erschien in der FAZ ein Beitrag aus meiner Feder unter dem Titel:

„Widerstandsbewegungen gegen die Ceausescu-Diktatur“ ,

 

ein Artikel von Herausgeber Reißmüller ins Blatt gerückt, in welchem ich den tatsächlichen Widerstand in Rumänien seit 1976/77 aus eigener Erfahrung heraus schilderte (Minenarbeiterstreiks im Schiltal, die rumänische Charta ‚77-Menschenrechtsbewegung des Paul Goma nach den KSZE-Konferenzen in Helsinki und Belgrad bzw. die Gründung der ersten Freien Gewerkschaft rumänischer Arbeiter SLOMR in Bukarest und Temeschburg/ Timisoara.).

Ich selbst wurde im Rahmen dieser Widerstandsaktionen verhaftet, verurteilt, eingesperrt, reiste im Jahr 1979 aus.

Als Sprecher von SLOMR im Westen (ein Jahr vor Solidarnosc in Polen) brachte ich eine Beschwerde der UNO über die ILO bzw. CMT gegen das Ceausescu-Regime auf den Weg. (1981)

Herta Müller, Richard Wagner und einige weitere Dichter deutscher Zunge unter ihnen mehrere Mitglieder der RKP!) kamen erst 1987 in die Bundesrepublik.

Sie leugneten die Existenz einer tatsächlichen (von mir in „Symphonie der Freiheit. Widerstand gegen die Ceausescu-Diktatur beschrieben)„Opposition in Rumänien (Interview DER SPIEGEL) und begannen erst 1988 mit einer antikommunistischen Kampagne, wohl um sich ein neues Image zu erarbeiten.

Statt die eigene kommunistische Vergangenheit aufzuarbeiten und die Vergangenheit kritisch zu bewältigen, setzte die Gruppe auf Verdrängung. Belastendes wurde verschwiegen, verzerrt dargestellt. Kritische Zeitzeugen dagegen wurden beschimpft und öffentlich diskreditiert, unter anderem in DIE ZEIT Online.

Will die FAZ auch künftig an der Verbreitung von Lug und Trug beteiligt sein?

Ich appelliere an das journalistische Gewissen der Herausgeber und Kollegen aus den Redaktionen und bitte, mir die Möglichkeit einer umfassenden Darstellung der Materie bzw. der Gegendarstellung einzuräumen.

Nach meiner Auffassung wurde der Nobelpreis für Literatur erschlichen,

weil die „moralische Integrität“ von Herta Müller nicht gegeben war und ist.

Ebenso wurden politische Preise aus dem konservativen Lager unter falschen Voraussetzungen erschlichen, etwa der Preis der Konrad Adenauer Stiftung

Sowie die Ehrung Herta Müllers mit dem Großen Bundesverdienstkreuz.

Wer mit den Kommunisten von Diktator Nicolae Ceausescu paktierte,

wer mit antideutschen Publikationen der eigenen deutschen Minderheit während Agonie und Exodus in den Rücken fiel,

wer verächtlich auf die Bundesrepublik und den Freien Westen herabblickte,

der darf – nach meiner Auffassung– nicht die hohen moralischen Ehrungen der Bundesrepublik Deutschlands und Europas erhalten.

Carl Gibson

Anerkannter, ehemaliger politischer Häftling, Bürgerrechtler,

Philosoph, Publizist, Schriftsteller (VS)

 

www.gibsonpr.de

 

 

Das Schreiben wurde am 21. August 2012 über Email an die FAZ geschickt.

Eine Antwort blieb bisher (2. Oktober 2012) aus.

 

 

 

Anhang:

 

Carl Gibson(s) Kommentare auf FAZ NET – wie sie heute im Internet zu finden sind:

 

Beitrag

 

Bericht eines Securitate-Mitarbeiters Schwester Lüge, Bruder Schmerz

 

Carl Gibson (CarlGibson)

 

– 23.11.2010 16:49 Uhr

 

Audiatur et altera pars!? Schwarzer Peter bei Securitate

 

Bis zur Gegenprobe bleibt auch ein potenzieller Securitate- oder Stasi-IM “unschuldig”.

Claus Stephani schiebt den “Schwarzen Peter” für IM Moga der Securitate zu; nicht anders als Dieter Schlesak in Sachen IM “Ehrlich” .Was aus den CNSAS-Beständen belastet, ist also immer ein Machwerk der Securitate, was entlastet, ist authentisch?

 

Machen wir uns es da nicht zu einfach?

Da es wohl hier in der BRD nie ein Rechtsverfahren gegen potenzielle IMs geben wird, können alle “Voicus”, “Sorins”, “Walters”, “Mateis”, “Mogas” etc. wacker dementieren. Der Ungeist der Lüge wird weiter walten, wenn keine Aufklärung und Aufarbeitung erfolgt.

 

Carl Gibson, Historiker, ehemaliger Bürgerrechtler, Bad Mergentheim.

 

Beitrag

 

Securitate-Mitarbeit

Die Fortsetzung der Verleumdung

Das Paradigma der Ambivalenz ist die Akte “Cristina”

 

Insider wissen es seit Jahren: Es war abzusehen, dass sich jeder IM seine Version zurechtschustert, wenn er auffliegt. Welche “Akte” belastet?

 

Welche entlastet?

 

Was ist wahr, echt, authentisch an den CNSAS-Dokumenten, Protokollen etc.?

 

Was wurde von der Securitate gefälscht, um Andersdenkende zu diffamieren?

 

Nur wer das “Securitate”-Phänomen aus eigener Erfahrung kennt, wer darüber hinaus seine Akte eingesehen hat und andere Akten als Forscher studiert hat, kann hier mitreden.

 

Das Gegenrezept zu Verleumdung und Diskreditierung:

 

totale Aufklärung, dann differenzierte Erörterung – die rumänische Gauck-Behörde CNSAS legt nur das vor, was sie hat. Die Aufarbeitung muss hier erfolgen, kritisch.

 

Carl Gibson, Historiker, ehemaliger Bürgerrechtler, Bad Mergentheim.

 

 

Beitrag

 

Oskar Pastiors Spitzelberichte

Die Schule der Schizophrenie

 

Carl Gibson (CarlGibson)

 

– 16.11.2010 13:05 Uhr

 

Die Securitate-Akten bei der CNSAS -Buch mit sieben Siegeln?

 

Mythen wanken, Ikonen stürzen.

 

Dieter Schlesak ist erschüttert; andere Erschütterungen werden noch folgen, wenn die Akten von Opfern und Tätern wissenschaftlich ausgewertet sind. Es geht nunmehr um die “differenzierte” Analyse der Dokumente.

 

Selektive Zitate (Auszüge) sind schlecht geeignet, ein objektives Gesamtbild abzugeben.

 

Was hat und die “Securitate” hinterlassen?

 

Was ist wahr, authentisch, was ist falsch?

 

Ich habe am 4. Oktober 2010 meine CNSAS- Securitate- Opfer-Akte eingesehen und festgestellt, dass manches fehlt und vieles “nur” die “Securitate-Perspektive” vermittelt.

Was taugen die vielen Spitzelberichte?

Vieles ist hinzu gedichtet!

Aufklärung tut Not, gerade in Zeiten, wo immer weniger Betroffene/ Zeitzeugen leben und des Rumänischen noch mächtig sind.

Hier in der FAZ wurde über die Akte “Cristina” berichtet.

 

Doch wurden die Desinformationsstrategien kommunistischer Geheimdienste wirklich durchschaut?

 

Die historische Wahrheit wird erst aus den Details ersichtlich – und erst, wenn gewisse Tabus aufgegeben worden sind. Vergangenheitsbewältigung ist nur über kritische Aufarbeitung möglich.

 

Carl Gibson, Historiker, ehemaliger Bürgerrechtler, Bad Mergentheim.

 

Beitrag

 

Ein Spitzelgeständnis Mitteilungen eines Privatmannes

 

Carl Gibson (CarlGibson)

 

– 12.12.2009 11:13 Uhr

 

Die Regel, nicht die Ausnahme

 

Insider wissen es seit mehr als einem Jahr:

 

“Walter”, das war Werner Söllner!

 

Aber weshalb haben sie es nicht bekannt gemacht?

 

Weil sie den Schriftsteller-Kollegen nicht “denunzieren” wollten?

 

Oder weil sie selbst Dreck am Stecken hatten, diesen anderen Guten und Gerechten?

 

Der Aufschrei bei der IKGS-Tagung in München, wo Söllner sich “nur” vor den Uneingeweihten “outete”, blieb ebenfalls aus.

 

Weshalb?

 

Weil es die Regel war, Dichter, Studenten, Auslandskontakte zu bespitzeln.

 

Wer an der Uni dozierte, musste seine Berichte schreiben und mit der Securitate zusammenarbeiten, wollte er den Job nicht riskieren.

 

Söllner kooperierte, weil er studieren wollte – aus Opportunismus.

 

Andere waren deshalb in der Rumänischen Kommunistischen Partei – heute wollen sie die Guten und Gerechten abgeben.

 

Eine Farce!

 

Scheinheilig das Ganze.

 

Bei der IKGS-Tagung blieben die authentischen Dissidenten ausgesperrt –

 

geladen waren fast ausschließlich Systemprofiteure der Ceausescu-Diktatur.

 

Die Dämonisierung der Securitate a la Herta Müller hilft uns nicht weiter bei der Vergangenheitsaufarbeitung.

 

Fakten müssen her, Beweise.

 

Den Schaden hat das EU-Land Rumänien von heute und die Rumänen als Volk.

 

Carl Gibson, ehem. Bürgerrechtler unter Ceausescu.

 

 

 

Beitrag

 

Herta Müller

Die Akte Cristina

 

Carl Gibson (CarlGibson) – 27.10.2009 12:19 Uhr

 

Herta Müller Fragen zu Lebenslauf, Dissidenz, Widerstand in Rumänien vor 1987

 

In einem Beitrag in DIE ZEIT-Online hat mich der Dichter Richard Wagner in die Reihe der Securitate-Briefeschreiber eingeordnet, unwillig darüber, weil ich kritische Fragen zur Vita von Herta Müller vor ihrer Ausreise in den Westen gestellt habe; er hat mich mit der Cosa Nostra in Verbindung gebracht. Wagner betonte, ich wolle meine Securitate-Akte bei der rumänischen Gauck-bzw. Birthler-Behörde CNSAS-Akte nicht sehen – ich würde auch ihre CNSAS-Akten ( die von H. Müller bzw. jene von R. Wagner) nicht sehen wollen. Das ist so nicht richtig. Das Gegenteil ist der Fall. Ich brenne sogar, Einblicke in diese – leider “unvollständige” – Akten zu nehmen, nicht aus Neugier, sondern um Fragen zur kommunistischen Vergangenheitsaufarbeitung in Rumänien sachlich beantworten zu können, aus der Sicht des ehemaligen Bürgerrechtlers und Zeitzeugen, aber auch aus der Sicht des Historikers. Ist die Akte Cristina ein “Machwerk”? Was ist echt? Was ist falsch? Meine Vergangenheit als Widerständler gegen die Ceausescu-Diktatur muss nicht erst durch eine “Akte” belegt werden. Die 6 Monate Haft in Temeschburg reichen aus. Doch wann, wo und wie haben Müller und Wagner opponiert? Wenn das Angebot noch gültig ist, nehme ich es gerne an. Carl Gibson

 

Beitrag

 

Sensation in Stockholm

Herta Müller erhält den Literaturnobelpreis

 

Carl Gibson (CarlGibson)

 

– 15.10.2009 17:23 Uhr

 

Zensur in der Ceausescu-Diktatur

 

Die “Zensur” wurde in Rumänien im Jahr 1978 “offiziell” abgeschafft.

Ceausescu beklagte es später auf dem Schriftstellerkongress von allen literarisch Schaffenden in SV, diesen Schritt getan und das “Zensieren” von Literatur gesetzlich unterbunden zu haben. Der Klassiker Ion Caraion schrieb darüber.

 

Wie soll Herta Müllers Debütwerk “Niederungen” dann zensiert worden sein –

und von wem? Lektoriert wurde es von Personen, die heute im Westen leben (insofern sie nicht tot sind wie Rolf Bossert aus dem Freundeskreis der so genannten Aktionsgruppe Banat).

 

Diese Lektoren können auch heute noch befragt werden. Nach meinen Informationen enthält der in Rumänien im Kriterion Verlag 1982 edierte Band sogar zwei Texte mehr als der 1984 im Rotbuch erschienene.

Wer, außer dem Lektor, könnte Beschneidungen an dem Text vorgenommen haben –

 

die R K P oder die Securitate etwa?

Das sind klare Fragen! Wo sind die Antworten darauf? Wer sich fragt, weshalb die Kurzgeschichten gerade bei den einfachen Leuten aus dem Banat Protest hervorriefen, der lese doch etwa die “Grabrede” nach.

 

Die Ehre einfacher Menschen wurde tangiert. Das führte zu Ablehnung und Kritik. Eine “Kampagne “gegen Herta Müller gab es nie im Banat.

 

Soweit der Auszug. (Einige kleine Tippfehler wurden hier nachträglich korrigiert.

 

Mehrere Kommentare wurden gekürzt – ein besonders wichtiger Kommentar wurde nicht zugelassen.

 

 

 

 

 

Das Gesamtwerk Symphonie der Freiheit und Allein in der Revolte

Das Gesamtwerk Symphonie der Freiheit und Allein in der Revolte7 ok

Carl Gibson Allein in der Revolte Titelbild

Das neue Buch von Carl Gibson

Vor wenigen Tagen ist erschienen:

Carl Gibson, Allein in der Revolte

Eine Jugend im Banat

Aufzeichnungen eines Andersdenkenden –Selbst erlebte Geschichte und Geschichten aus dem Securitate-Staat

J.H. Röll Verlag, Dettelbach, 409 S.
ISBN 978-3-89754-430-7

http://www.openpr.de/news/704256/Allein-in-der-Revolte-Carl-Gibsons-neues-Buch-ueber-die-kommunistische-Diktatur-in-Rumaenien.html

Carl Gibson mit seinem neuen Werk Allein in der Revolte
Carl Gibson

carl Gibson, Symphonie der Freiheit und Allein in der Revolte, Titelbilder

Carl Gibson neues Buch Allein in der Revolte Buckrückseite

Carl Gibson neues Buch Allein in der Revolte

Nachdem bereits ím Jahr 2008 die “Symphonie der Freiheit” im gleichen Verlag erschienen war, wird jetzt der noch ausstehende Teil des Gesamtwerkes vorgelegt.

Die “Symphonie der Freiheit” ist nunmehr vollständig.

Carl Gibson mit seinem neuen Werk Allein in der RevolteNeuerscheinung:
Carl Gibson

Weshalb wurde der zweite Band vor dem ersten publiziert?
Weil die wichtigen Inhalte absolute Priorität hatten.

Nun aber wächst doch noch zusammen, was zusammen gehört!

Die Graphik auf dem Titelbild (Kirche in Bukarest) stammt
von Michael Blümel,

das Foto auf der Buchrückseite wurde im Zentrum von Temeschburg
von Monika Nickel im Jahr 2009 aufgenommen.


Einige Kurzinfos aus dem Text auf der Buchrückseite:

Carl Gibson, M. A., Jahrgang 1959, Bürgerrechtler während der kommunistischen Diktatur in Rumänien, lebt als Philosoph, Historiker und Schriftsteller (VS) in Bad Mergentheim.

Mehrere Buchveröffentlichungen, Aufsätze, Essays. Zu seinen Hauptwerken zählen die literaturhistorische Dichter-Monographie: Lenau. Leben – Werk – Wirkung, Heidelberg, 1989 sowie die autobiographische Darstellung: Symphonie der Freiheit. Widerstand gegen die Ceausescu-Diktatur, Dettelbach 2008.

Ergänzend zur “Symphonie der Freiheit”, ein Erinnerungswerk, in welchem die Geschichte der ersten freien Gewerkschaft “SLOMR” im Ostblock aus der Insider-Sicht eines Dissidenten sowie die Bedingungen der politischen und kulturellen Opposition differenziert wie kritisch beschrieben werden, schildert der Autor nunmehr im Folgeband “Allein in der Revolte” seinen Weg in den antikommunistischen Widerstand gegen die Ceausescu-Diktatur.
Carl Gibson beschreibt das Phänomen des “real existierenden” Kommunismus aus der konkreten Erlebnisperspektive eines jungen Nonkonformisten in Temeschburg im Banat und erörtert dabei den Kampf um Menschenrechte sowie das Ringen der deutschen Minderheit um ethnische Identität.
Zeitgeschichtlich orientiert fragt der Autor nach den Ursachen und Gründen, die zum Exodus der Banater Schwaben und Siebenbürger Sachsen aus Rumänien führten.

Die Neuerscheinung ist seit Februar 2013 auf dem Buchmarkt und überall im Buchhandel erhältlich, auch online u. a. hier:

http://www.amazon.de/Allein-Revolte–Eine-Jugend-Banat/dp/389754430X/ref=sr_1_4?s=books&ie=UTF8&qid=1362134956&sr=1-4

http://roell-verlag.de/shop/article_978-3-89754-430-7/Gibson,-Carl%3A-Allein-in-der-Revolte%3A-Eine-Jugend-im-Banat.-Aufzeichnungen-eines-Andersdenkenden-%E2%80%93-Selbst-erlebte-Geschichte-und-Geschichten-aus-dem-Securitate-Staat.html?pse=apq

Das Buch erscheint nach einer – fast dreijährigen – Verzögerung durch den Verlag.

Potenzielle Rezensenten bitte ich, Rezensionsexemplare direkt beim J.H. Röll Verlag in Dettelbach anzufordern.

Für eine Bekanntmachung meiner Buchpublikation auf einer Website oder Homepage bin ich dankbar.
In dem Buch steht das, was ich zum Banat und zur kommunistischen Diktatur zu sagen hatte.
Carl Gibson

Carl Gibson mit seinem neuen Werk Allein in der Revolte
Carl Gibson

P.S.: Eine Weiterverbreitung dieser Informationen freut mich.

Kontaktdaten:
Carl Gibson
Ketterberg 8
97980 Bad Mergentheim
Telefon: 079731 99 27 176
Email: Gibsonpr@aol.com
Email: carlgibsongermany@gmail.com

Zur Person, zum Autor bzw. Bibliographie:
http://www.gibsonpr.de

http://de.wikipedia.org/wiki/Carl_Gibson_(Autor)

Auszüge aus dem Werk finden sich auf diesem Blog.
Soweit diese Erstinformationen – weitere Infos werden folgen.

Carl Gibson mit seinem neuen Werk Allein in der Revolte 9
Carl Gibson

Carl Gibson wurde abgelichtet von Monika Nickel.

Rechtlicher Hinweis:

Alle Rechte für das Gesamtwerk (“Symphonie der Freiheit” und “Allein in der Revolte”) liegen beim Autor Carl Gibson.

Vervielfältigungen jeder Art, auch auszugsweise, bedürfen der schriftlichen Zustimmung des Autors.

Copyright: Carl Gibson

About carlgibsongermany

Writer, author, philosopher, historian, critic, blogger, Zeitkritiker, Publizist, Natur- und Lebensphilosoph, freier Schriftsteller, Blogger.
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