Gifte in Natur und Gesellschaft – von Schlangen und falschen Schlangen

Wer offenen Auges durch die Natur geht, kann viel entdecken,

Kreaturen und höhere Wesen.

Mir begenete in diesen Tagen einiges: Schlangen, Eidechsen, Blindschleichen, Sperber … und der  “Mensch” mit der Gifstpritze!

Seltene Aufnahme – eine Natter (Schlingnatter?) blickt in die Linse der Kamera

Die Natter faszinierte, denn  es war die erste, die mir in freier Wildbahn begegnete, obwohl ich mich seit Jahrzehnten interessiert in Wald und Flur herumtreibe – mit und ohne Kamera.

Auf der Flucht ins sichere Gebüsch – Schlangen sind scheu.

Die tote Blindschleiche hingegen schockierte – eine frevelhafte Hand oder ein Fußtritt hatten sie aus dem Leben befördert, vielleicht aus Bosheit, vielmehr sicher aus Unwissenheit.

Eine Blindschleiche ist genau so harmlos wie eine Natter – ungiftig!

Wie giftig hingegen ist das Gift der Menschen!?

Herbizide, Pestizide, Fungizide etc. etc. –

wir produzieren sie und setzen sie ein, weil sie – wie die Waffen auch –  Umsätze generieren und Arbeitsplätze sichern, zur Freude der kleinen und großen Konzerne.

Der “Mann mit der Gifstpritze”  machte mir das wieder einmal bewusst.

Ich sah ihn vor Tagen auf dem Heimweg. Er ging vor mir den Hang hinauf, eine Gifstpritze in der Hand und verspritze sein Gift am Wegrand.

Die Pflanzen dort hatten keine Chance – sie welkten dahin, weil das Gift an die Substanz ging, an die Wurzel!

Man hätte das “Unkraut” mit der Hand ausrupfen können, man hätte jäten können oder man hätte es auch mechanisch mit der Hacke aushacken können.

Doch nein – wozu die mühevolle Arbeit, wenn das Gift aus der Giftküche noch effizienter wirkt und jeden Nachwuchs verhindert!

Hätte man den Mitbürger zur Raison rufen sollen, indem man darauf hinwies, dass Gifte Allergien versursachen und tödlichen Krebs?

Der Mann, dem wohl jedes ökologische Bewusstsein abging, atmete die Gifte ein und dachte sich nichts dabei. Ich machte mich auf und davon, interessiert schnell durch die Giftdämpfe zu kommen.

Durfte ich mich aufregen?

In meinem Bekanntenkreis werden auch Pestizide eingesetzt, weil die Zeit fehlt, um die Kräuter auszurupfen. Eine Konzession an den Geist unserer Zeit? Wen wundert es noch, wenn Umweltgifte aller Art in unsere Nahrung gelangen?

Wer regt sich auf?

Wir ruinieren unsere Gesundheit mit viel Gift und versuchen dann mit noch mehr Geld, die Gesundheit wieder herzustellen.

Und wieder freuen sich die Konzerne!

Echtes Gift erschreckt uns nicht, ist es uns doch vertraut  – aber wir erzittern beim Anblick einer Natter und erschlagen die Blindschleiche aus Furcht vor dem Unbekannten!

Die Krönung der Schöpfung der Mensch?

Ein Jäger – der Sperber, natürlicher Feind von Schlangen und Echsen

Eidechse

Im Sturzflug

Als ich an der Wand ankam, machten sich zwei Elstern auf und davon – auch sie fressen Eidechsen, wenn sie sie erwischen …

Vorsicht … ist die Mutter der Porzellankiste …

An der Wand auf dem Weg in die Ritze

Blick ins Tal auf Kultur und Zivilisation

Natter in den Zweigen

Schnecke beim Fressen

Weitere Details unter:

http://de.wikipedia.org/wiki/Schlingnatter

http://de.wikipedia.org/wiki/Blindschleiche

http://de.wikipedia.org/wiki/Habichte_und_Sperber

http://de.wikipedia.org/wiki/Mauereidechse

http://de.wikipedia.org/wiki/Ringelnatter

http://de.wikipedia.org/wiki/Kreuzotter

 

Einheimische Schlage, Natter, Bad Mergentheim, Taubertal, Baden-Württemberg

Gut getarnt

in der Sonne

Abwarten

Gut genährt

Genervt?

Abwehrhaltung

Die Kehre – auf und davon in den Untergrund

Die Schlangenbehausung unter Tage

 

Was kaum zu erwarten war, trat heute (28.06. 2012) ein. Ich stieß erneut auf eine Natter. es war gegen Mittag.

Gut getarnt im Gras lag sie da und genoss die heiße Sonne.

Ich schoss etwa drei Dutzend Fotos. Viele waren unscharf.

Irgendwann hatte die Schlange genug. Sie erhob das Haupt richtete sich etwas auf und drohte mit der Zunge. dann krümmte sie sich, machte kehrt und verschwand in Windeseile in ihrer Grube in einen vermodert-vermossten Baumstumpf.

Nach einigen Stunden kehrte ich zweimal zurück – doch von der Natter war nichts mehr zu sehen.

Die Schlange war ca. 60 – 70 cm lang und wesentlich dicker als die Natter (oben) in den Zweigen.

Fotos: Carl Gibson

Advertisements

About carlgibsongermany

Writer, author, philosopher, historian, critic, blogger, Zeitkritiker, Publizist, Natur- und Lebensphilosoph, freier Schriftsteller, Blogger.
This entry was posted in Essay, Moral, Nature, Philosophy, Society and tagged , , , , , , , , . Bookmark the permalink.

Leave a Reply

Fill in your details below or click an icon to log in:

WordPress.com Logo

You are commenting using your WordPress.com account. Log Out / Change )

Twitter picture

You are commenting using your Twitter account. Log Out / Change )

Facebook photo

You are commenting using your Facebook account. Log Out / Change )

Google+ photo

You are commenting using your Google+ account. Log Out / Change )

Connecting to %s