Poesie, kritische Destruktion und Dichterprotest polemisch humoresk

Nikolaus Lenau

 

“Ein offner Wald am Straßensaume
Ist dein Gedicht, du mußts ertragen,
Reibt sich an seinem schönsten Baume
Ein Schwein mit grunzendem Behagen.”

 

 

Die Eber von Eberbach

Poesie, Lyrik, Epik – Perlen vor die Säue?

 

Vielleicht!

Totzdem machen die “Dichter von heute” unbeirrt weiter!

Gut so, auch wenn ihre Bändchen praktisch unverkäuflich sind!

Kaum ein Verleger will Lyrik veröffentlichen in der platten Welt des Geldes, wo die Tiefe der Oberflächlichkeit zu weichen hat.

Lyriker haben es heute schwer, noch viel schwerer als zu Zeiten Ovids oder Lenaus, als Gedichte noch nach festen, verifizierbaren Regeln gezimmert wurden.

Heute ist die Lyrik weitgehend “frei”, sie kommt ohne Rhythmus, Versmaß und Reime aus – und ist bisweilen “unlyrisch”.

Die Subjektivität, kennzeichen des Lyrischen,  ist geblieben – und somit auch der Anspruch des Dichters,

zu sagen, was er leidet.

Die Bosheit der Kritiker hingegen ist auch noch da

Wen wundert es, wenn der Sarkast im Dichter zum Zyniker wird, wenn der sensible Poet zurückschlägt:

“Ihr kriegt mich nicht nieder,

Ohnmächtige Tröpfe!

Ich komme wieder und wieder,

Und meine steigenden Lieder

Wachsen begrabend euch über die Köpfe.”

So wehrte sich Lenau in “Trutz euch”!

Trotzig der Welt den produktiven Willen entgegensetzen!

Im Protest! Das ist mehr als Dichtung, das ist ein existenzielles Programm, das man beherzigen sollte, wenn Rückschläge aller Art eintreten.

Neckarlandschaft bei Eberbach.

Der Zufall wollte es, dass ich einige Zeit meines Lebens an diesem schönen Ort über Poesie, Geist und Kritik nachdenken durfte.

Sau mit Ferkeln ( gesehen in der Schweiz in Appenzell ?) – auf dem Weg zum Schafott? – nachdem ein Bändchen moderner Lyrik aufgefressen wurde?

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