Waldpilze – Delikatessen, Aphrodisiaka, Drogen, Gift

Im feuchten, warmen Herbst nimmt die Vielfalt der Pilzarten weiter zu.

Vielfältig sind auch die Möglichkeiten, mit  Pilzen umzugehen.

Nach Theophrastus Bombastus von Hohenheim, genannt Paracelsus, kommt es auf die Dosis an, die bestimmt, ob ein Wirkstoff eine “Medizin” oder ein Gift ist.

http://de.wikipedia.org/wiki/Paracelsus

Vor vielen Jahren schrieb ich einen Essay über den französischen Künstler Henri Michaux – ich erinnere mich noch vage, dass er mit Pflanzengiften (Mescalin) experimentierte, um einen veränderten Bewusstseinszustand herzustellen.

Das Gift des Fliegenpilzes ( er gilt als psychedelische Droge) wurde früher angeblich als Teil der “Hexensalbe” eingesetzt,  die Halluzinationen verursacht.(Vgl. dazu auch Goethes Faust II “Walpurgisnacht”.)

Von Experimenten mit sogenannten “Zauberpilzen” ist dringend abzuraten.Todesgefahr!

Stinkmorchel –

Der Phallus-Pilz (Phallus impudicus): eine Provokation der Natur?

Ein Aphrodisiakum ist er bestenfalls für die Sinne.

Er beleidigt manche Nase

und ist ungenießbar. Doch die Fliegen mögen ihn!

Fliegenpilz – Detail.

Das Gift des “Fliegen-Pilzes” wurde früher eingesetzt, um – in Zuckerwasser aufgelöst – Fliegen anzulocken und abzutöten.

Daher der Name.

Riesiger Fliegenpilz: Der Stiel ist ca 25 cm hoch und der Hutdurchmesser beträgt etwa 15 cm.

Hochgiftige Knollenblätterpilze im Frühstadium nach dem Schlüpfen (aus dem Ei).

In dieser Phase ist die Verwechslungsgefahr – etwa mit den ähnlichen Perlpilzen – sehr hoch.

Knollenblätterpilze – die Manschette klebt noch an den Lamellen.

Junge Fliegenpilze.

Auch sie schlüpfen aus dem Ei.

Birkenröhrling – ich fand ihn selten.

Birkenröhrlinge –  die Maden lieben ihn nicht.

Mir kam er “gut haltbar” und “schmackhaft” vor.

Schmetterlingsporling – er zersetzt Baumstämme.

Kleine Kröte

Käfer

Hochgiftiger Knollenblätterpilz

Skurriler Krempling

Pilzkolonie am Baumstumpf

Nackter Ritterling

Steinpilz

Pilze können – etwa beim unsachgemäßen Transport in Plastiktüten  – ins Schwitzen geraten und Gifte absondern.

Schopftintlinge soll man angeblich nicht zusammen mit Alkohol verzehren, da sie ebensfalls giftig werden.

Was den Rausch betrifft: der Staat erlaubt Alkohol und Nikotin, verbietet aber den Umgang mit bestimmten Pilzen.

Solche Aspekte waren auch mir lange unbekannt.

Also: Unwissenheit schützt vor Strafe nicht. 

Fotos: Monika Nickel und Carl Gibson.

Copyright: Carl Gibson. Alle Rechte vorbehalten.

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