Letzte Rosen – Natur und Lyrik

Die ewige Wiederkehr des Gleichen? Absterben und Wiedergeburt?

Vergehen und Werden? Ist alles nur ein “heimlich still vergnügtes Tauschen”, wie es Lenau in einem seiner Waldlieder unübertroffen poetisch prägnant ausdrückt?

Weiße Rose im September

Rosen-Quintett

Nikolaus Lenau

An die Entfernte

Diese Rose pflück ich hier,

In der fremden Ferne;

Liebes Mädchen, dir, ach dir

Brächt ich sie so gerne!

Doch bis ich zu dir mag ziehn

Viele weite Meilen,

Ist die Rose längst dahin,

Denn die Rosen eilen.

Nie soll weiter sich ins Land

Lieb von Liebe wagen,

Als sich blühend in der Hand

Läßt die Rose tragen;

Oder als die Nachtigall

Halme bringt zum Neste,

Oder als ihr süßer Schall

Wandert mit dem Weste.

Helles Aufleuchten vor dem Zerfall

Im Duett

“Daß alles Schöne muß vergehen

Und auch das Herrlichste verwehen,

Die Klage stets auf Erden klingt;

Doch Totes noch lebendig wähnen,

Verwirrt das Weltgeschick und bringt

Das tiefste Leid, die herbsten Tränen.”

Nikolaus Lenau

Alle Fotos: Carl Gibson

 

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About carlgibsongermany

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