Daniel Barenboim dirigiert in Gaza – das symphonische Prinzip: Musik verbindet Menschen und Völker

Versöhnung statt Spaltung.

           Motto:  “alle Menschen werden Brüder,  wo dein sanfter Flügel weilt“

    (Friedrich Schiller, Ludwig van Beethoven, Ode an die Freude/9.  Symphonie)

Reich mir die Hand …

Auf diese Essenzen könnte das Lebenswerk des Musikers und Dirigenten von Weltruf  Daniel Barenboim, jüngst erst mit dem  “deutschen Kulturpreis” geehrt, verdichtet werden,

kurz auf das “symphonische Prinzip”.

Wie im Orchester alle Instrumentenstimmen sich im harmonischen Zusammenklang  vereinen, wie aus divergierender Vielfalt eine Einheit wird, so führte Barenboim, israelischer Staatsbürger und Jude,  die rivalisierenden Palästinenser und Juden zusammen:

In Barenboims Orchester musizieren Juden und Palästinenser zusammen, in einem “Ensemble”, in einer “Einheit” –

symptomatisch für die noch “unvollendete” friedliche Ko-Existenz der beiden Völker auf den gleichen Territorium.

Ein Signal auch für die so zerstrittene Welt?

Gerade am Tag nach dem Tod des Radikal-Islamisten und Top-Terroristen Osama bin Laden!?

Brücken bauen, statt sie nieder zu reißen und Gräben aufzutun, versöhnen über Kunst und Musik,

darin sah Barenboim stets seine Lebensaufgabe.

“Brückenbauer” Barenboim wollte von Anfang an ein Zeichen setzen,

in der Musik und über die Musik,

weil die Musik – als universelle Sprache der Menschheit – überall gehört und

weil sie – intuitiv und jenseits von Verstand und Vernunft – überall auch “verstanden” wird  –

unmittelbar wie die versöhnende, zutiefst humanistische Botschaft dahinter.

Musiker und ihre Kompositionen haben die Welt, die Menschen seit jeher “vereint”!

So dachten Joseph Haydn, Ludwig von Beethoven – und nach dem verheerenden Zweiten Weltkrieg mit vielfachem Genozid und Holocaust auch

Yehudi Menuhin.  

Trotz Auschwitz, trotz menschenverachtendem Holocaust in nie da gewesener Form, kam Yehudi Menuhin als einer der ersten Juden wieder nach Deutschland – und reichte den Deutschen die versöhnende Hand –

über die Musik und den Frieden stiftenden, humanen Geist der Musik.

Barenboim verstand diese einzigartige Geste und knüpfte an zum aussöhnenden Dialog ehemals verfeindeter Völker.

Auch er reichte zunächst den Deutschen die ausgestreckte Hand, indem er seit Jahrzehnten immer wieder auftrat, als Virtuose, als Dirigent, als Kulturemissär, um dann die Versöhnung mit den Palästinensern in Israel und in den palästinensischen Gebieten zu suchen.

Versöhnung in schwerer Zeit – das Gebot der Stunde!?

Die Kunst hat diesen „Dialog“ begründet – die Politik ist gefordert, das friedliche Miteinander der Völker im Nahen und Mittleren Osten umzusetzen.

Der „interkulturelle Dialog“, von Barenboim mitgegründet und der Welt in sublimster Form vorgeführt, muss wieder angekurbelt werden und weiter gehen  –

zwischen Juden und Arabern,

vor allem aber ohne “Krieg”.

Konflikte können auch ohne kriegerische Auseinandersetzungen “gelöst” werden, nach dem Willen der Völkergemeinschaft UNO und zum Wohl der betroffenen Völker und Kulturen selbst.

Barenboims Beispiel folgend, ist ein neuer “west-östlicher Diwan” angesagt.

Im Sinne Goethes!

Gottes ist der Orient, Gottes ist der Okzident.!?

Barenboim hat allen die Richtung gewiesen!

Helfen wir mit, diesen von positiven, zuversichtlichen Denken und Glauben getragenen Weg zum konstruktiven Miteinander auch praktisch umzusetzen, jeder auf seine Weise und in seinem Wirkungsbereich:

im Gespräch, 

im interkulturellen Dialog,

in der “Begegnung” –

auch im Zwischenmenschlichen und Religiösen,

kurz im Miteinander,

nicht aber im Streit oder Konflikt!

Ein frommer Wusch … ?

Daniel Barenboim hat jetzt sogar den Weg nach Gaza gefunden – richtungsweisend für den Dialog zwischen Israelis und Palästinenser – eine große Geste,

eine konkrete Tat der Versöhnung über Musik

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