Instrumentalisierte Medien – einseitige Securitate-Opfer-Täter-Debatte im deutschen Fernsehen

Zur Gleichheit der Gleicheren 

und zum Kritizismus “kritischer Journalisten” und ihrer Magazine :

Gibt es ein gleiches Recht für alle?

  Im Prinzip ja, sagt Radio Erewan!

  Nur – schon in Orwells “Farm der Tiere” waren einige Biester gleicher als andere.

  

Was ist im Deutschen Fernsehen anders?

  Wer ausreichend prominent ist, darf ins Fernsehen –

er bekommt seine Show, seine Chance …

und seine Möglichkeit, gegenüber Gegnern zu punkten, in der Politik und in der Kultur.

 Andere, ganz egal ob sie Opfer sind, haben das Nachsehen.

 Diese Erfahrung machte ich während meiner Aufklärungoffensive in Sachen “Securitate”, “Opposition und Widerstand gegen die Ceausescu-Diktatur”.

  Die frisch gekürte Nobelpreisträgerin für Literatur Herta Müller durfte in der Sendung ”

Report aus Mainz” mit ihren angeblichen Gegenern abrechnen,

namentlich mit Franz Schleich, angeblich ein IM der Securitate (“Voicu”).

 Andere öffentlich an den Pranger gestellte, zum Teil existenziell vernichtete so genannte IMs wie der Dichter Werner Söllner, angeblich IM( “Walter”), Gross angeblich ( “Gruia”), “Sorin”,  Claus Stephani (“Moga”) , Horst Fassel  abegblich (“Filip) hingegen hatten kaum die Möglichkeit, sich angemessen gegen Vorwürfe zu wehren.

Büchner-Preisträger Oskar Pastior( mehr als  nur Ideengeber für Herta Müllers “Atemschaukel”) ist tot –

er kann sich nicht mehr wehren und aussagen, was er angeblich als IM “Stein” angerichtet hat bzw. wem er möglicherweise direkt oder indirekt geschadet hat.

 Eine Privilegierte, Herta Müller, ihre Helfer – wie ihr ehemaliger Gatte Richard Wagner und andere aus dem “Freundeskreis” bzw. aus dem Umfeld der  so genannten “Aktionsgruppe Banat” und des Adam-Müller-Guttenbrunn-Literatur-Kreises in Temeschburg – dürfen reden.

 Den anderen hingegen fehlt die adäquate Plattform, um mit ihren Selbst-Apologien durchzudringen.

  Als Zeitzeuge und Opfer der kommunistischen Ceausescu-Diktatur habe ich mich in – auch für Experten intransparente – Debatte eingemischt.

 Daraus erwuchs mir, dem ehemaligen Regimekritiker  und Securitate-Opfer aus der kommunistischen Gefängniszelle, der Vorwuf, ich würde die den verbrechischen Geheimdienst “Securitate” verteidigen.

Wer erhob den Vorwurf – Richrad Wagner, Jahre mit Herta Müller verheiratet und Mitglied der Kommunistischen Partei von 1972 bis 1985.   

 Meine Kommentare zur Report-Sendung können noch im Internet aufgefunden und nachgelesen werden; doch sie werden schwer gefunden.

Deshalb bündele ich sie hier erneut – für die Forschung und für interessierte kritische Bürger, die die bisher praktizierte einseitige Information auch in ARD und ZDF so nicht hinnnehmen wollen.

SWR-Kommentare von Carl Gibson

Zum Thema bzw. zur Report-Mainz-Sendung:

 

Der Spitzel und die Nobelpreisträgerin – Wie ein befreundeter Schriftsteller Herta Müller an die Securitate auslieferte

 

Kommentare unter:

 

http://www.swr.de/forum/read.php?2,42723,42763#msg-42763

 

 

Entweder – Oder?

Was ist nun richtig? Manipulierte die Securitate die Akten der Opfer oder nicht?
Herta Müller sagt in ihrem Artikel ” Die Securitate ist noch im Dienst” vom 23. Juli 2009 in DIE ZEIT, ihre eigenen Akte, die sie als systemloyale Kommunistin und Agentin der Securitate ausweist, sei gefälscht.
Der Dichter Franz Schleich behauptet das von seiner Akte auch.

Der Dichter Horst Samson fragt in Report: “Weshalb soll die Securitate ihre eigenen Akten fälschen?”
Fällt da ein Widerspruch auf – wer hat Recht, wer ist im Recht, wer sagt nicht die Wahrheit?
Welche regimekritischen Aktivitäten kann Herta Müller nachweisen? Weshalb ist ihr Lebenslauf bis zu ihrer Ausreise 1987 der Forschung noch nicht zugänglich? Hat sie etwas zu verbergen?
Was ist mit den Vorwürfen, die Herta Müller an die Adresse der Banater Schwaben gerichtet hat? Sie debütierte mit dem Werk “Niederungen”, das sie nach eigener Aussage von “Hass” motiviert schrieb – und sie erhob noch im Jahr 2009 Vorwürfe gegen die Landsmannschaft der Banater Schwaben und gegen die Evangelische Landeskirche der Siebenbürger Sachsen. Wurden da auch Gutachten erstellt, um die Stichhaltigkeit der Vorwürfe von Herta Müller zu überprüfen? Fragen über Fragen – gerade aus der Sicht eines Zeitzeugen, der die Ceausescu- Diktatur aus der Zelle erlebt hat – und nicht als privilegierter Reisekader wie Herta Müller und ihr damaliger Gatte RKP- Mitglied Richard Wagner. Messen wir da nicht mit zweierlei Maß?
Darüber hinaus ist der Bericht ungenau. Das Kritik -Zitat bezieht sich auf die Kritik, die Herta Müller in “Niederungen” gegen die deutsche Gemeinde im Banat richtet, gegen die sie in dem Werk angeschrieben hat. Die Kritik aber bezieht sich nicht auf die real existierende Gesellschaft der Ceausescu -Diktatur nach 1980. Das ist ein feiner Unterschied.
Herta Müller hätte damals in Rumänien die Kommunisten kritisieren sollen, die Verbrecherpartei, der ihr Gatte ein halbes Leben angehörte, nicht die dem Exodus ausgesetzten Banater Schwaben, die damals mit dem Rücken zur Wand standen. Viel Lärm um Nichts? Solche Franz Schleichs – das sind “kleine Fische”, die kaum Schaden anrichteten – wie der Dichter Werner Söllner auch, der sich gerade geoutet hat – doch was ist mit den “großen Fischen”, wer fragt danach?
In welchem Verhältnis steht eine solch marginale Bespitzelungsaktion zu den gravierenden Fällen von Stasi-Unrecht, wo tausendfach Schicksale noch unaufgeklärt sind?
Carl Gibson, ehem. Bürgerrechtler und politischer Häftling, Verfasser des Buches zur Thematik: Symphonie der Freiheit. Widerstand gegen die Ceausescu- Diktatur, Dettelbach 2008.

 

 

Datum: 12. Januar 2010 09:30

 

Die Spitze des Eisbergs – audiatur et altera pars!„Report“ aus Mainz hat eine hochkomplexe und brisante Thematik aufgegriffen: die Aufarbeitung der kommunistischen Vergangen via „Securitate“-Akten. Dabei wurden die unbeantworteten Fragen noch vermehrt. Das in der Überschrift des Beitrags Angekündigte wurde nicht ganz eingelöst, aufgrund der Zeitknappheit einerseits aber auch weil viele präzise Details, Daten und Fakten fehlten. Fakt ist: Herta Müller wurde nicht – wie in der Ankündigung des Beitrags suggeriert – im Auftrag der Securitate „bespitzelt“. Ein literarisch Tätiger – ob das der angesprochene Franz Schleich ist, mag dahin gestellt bleiben – wurde von der Securitate beauftragt oder verpflichtet, eine literarische Veröffentlichung zu werten, zu interpretieren. (Jeder Hochschuldozent im kommunistischen Rumänien hätte das auch tun müssen.) Wann wurde jene Wertung erstellt? Stammt das Dokument ais der Akte „Cristina“ der Herta Müller? Aus einer Akte, über die gerade in der deutschen Presse höchst unkritisch berichtet wurde. Ist diese ominöse Akte (wann angelegt?, angeblich erst 1983!) echt oder gefälscht? Sind nur Teile gefälscht? Wer hat wann was gefälscht? Wie kommt es, dass nach Gusto daraus zitiert wird und nach eigenem Ermessen Einsicht gewährt wird? Wenn Herta Müllers Akte nicht authentisch sein sollte, dann ist es die Franz Schleich belastende auch nicht. Wenn die Securitate aber nichts gefälscht hat – wie Horst Samson annimmt – dann ist Herta Müller in der Tat die Systemprofiteurin und mit Westreisen belohnte Securitate- Zuträgerin der Akte Cristina. (Siehe dazu die Herta Müller Selbstapologie: „Die Securitate ist noch im Dienst“ in: DIE ZEIT vom 23. 07. 2009).Was echt, was falsch? Weshalb wurden Gutachten in Auftrag gegeben (von wem? Und von wem bezahlt?), nur um die Schrift von Franz Schleich graphologisch zu prüfen? Weshalb überprüfte man nicht gleich die „Authentizität“ der CNSAS- Akte von Herta Müller? Wem nutzt der Bericht? Nur Herta Müller, der eine „Verfolgung“ indirekt attestiert und ein Mythos zementiert wird, ob wohl eine echte Verfolgung nicht stattgefunden hat. Wie wehrte Herta Müller die Verhaftung durch die so arg dämonisierte Securitate ab? Mit der Bemerkung: Ohne Haftbefehl gehe ich nicht mit! Wie luzid und aussagekräftig! Wer in einer Diktatur lebte weiß, dass man sich der Stasi, dem KGB oder der Gestapo nicht mit solchen Floskeln entziehen kann. Auch soll sie auf einem Bahnhof im Gebirge von der Securitate zusammen geschlagen worden sein, der überhaupt nicht existiert. Fiktion oder Realität? Was ist „erfundene Wahrnehmung“?
Herta Müller war eine Privilegierte der Ceausescu- Diktatur, die 1982 mit den Segen der Kommunistischen Partei das Büchlein
„Niederungen“ in deutscher Sprache in Rumänien publizieren durfte. Für eine angebliche Zensur fehlen die Beweise. Sie reiste nach 1984 mehrfach in den Westen und war mit KP-Mitglied Richard Wagner zu einem Zeitpunkt verheiratet, wo sie von „Kommunisten“ verfolgt gewesen sein will. Das alles ist höchst unglaubwürdig. Weshalb wurden Kenner der Materie, veritable, authentische Bürgerrechtler und echte Widerständler gegen die Ceausescu- Diktatur, aus gewiesen durch Veröffentlichungen, nicht einbezogen, gehört? Die bundesdeutsche Öffentlichkeit hat das Recht zu wissen, was vor Herta Müllers Ausreise (1987) in Rumänien war – ob sie opponierte oder ob sie nur opportunistisch das Spiel der Kommunisten mitmachte und die Diktatur unkritisch mittrug. Eine Diskussion, in welcher die moralische und politische Integrität der Nobelpreiskandidatin Herta Müller hinterfragt wurde, ist verhindert und abgewürgt worden. Weshalb? In einem Interview in der Politik Zeitschrift “Düsseldorfer Debatte” mit Volker Kaukoreit “Zwischen den Stühlen”; (1988, Nr. 2), wundert sich selbst Nikolaus Berwanger, RKP- Mann, Chef der „Neuen Banater Zeitung“ in Temeswar, seit 1984 im Westen, Leier der AMG- Kreises der Mentor und Beschützer der Banater Literatur, dass Herta Müller in Rumänien eine Dissidentin gewesen sein soll. Zitat Nikolaus Berwanger: “Ebenso erstaunt bin ich zu hören, dass Herta Müller in Rumänien eine Dissidentin gewesen sein soll. Sie hat dort noch 1985 veröffentlicht.” “Bis zum 31. August 1984, als ich aus Temesvar abfuhr, hatte Herta Müller kein Schreibverbot. Sie erhielt in Rumänien insgesamt drei Preise.”
Herta Müller und ihr Gatte Richard Wagner ( bereits 1985 in der BRD zu Besuch!) waren systemloyale Bürger, Privilegierte der Ceausescu- Diktatur; Richard Wagner war viele Jahre in der Rum. Kommunistischen Partei, auch dann noch, als die Verbrechen offensichtlich waren – und die Deutschen in Agonie auf dem Exodus setzten, um die deutsche Identität zu erhalten. Als die Eheleute Müller und Wagner hier ankamen, wurden sie mehrere Tage vom BND verhört? Weshalb? Aus der Sicht eines Regimekritikers hat Herta Müller die Vergangenheit eines klassischen Wendehalses, der die Kritik erst später von sicherer Warte aus (Westberlin) aufnahm. Ihre Vita vor der Ausreise 1987 besteht aus konstruierten Mythen, die noch nie überprüft wurden. Beweise fehlen. Wenn der Nobelpreis “ethischer” Natur ist, dann muss auch ihr früheres, politisches Handeln moralisch bewertet werden. Es wäre an der Zeit, dass der kritische Journalismus wieder zu Ehren kommt und dass
„Report“ das eigentliche Thema aufgreift, nämlich die Frage: Ist die denunziationsfreudige Herta Müller nicht selbst eine Opportunistin ? Und wurde ethisch definierte der Nobelpreis erschlichen, indem die bundesdeutsche Öffentlichkeit nicht ausreichend informiert wurde bzw. den Kritikern Herta Müllers ein Maulkorb auferlegt wurde? Viele legitime Fragen wurden einfach nicht gestellt – oder willkürlich abgewürgt, bei Missachtung der freien Meinungsäußerung. Carl Gibson, Zeitzeuge, ehem. Bürgerrechtler während der Ceausescu- Diktatur.

 

 

13. Jan. 2010

 

 

Datum: 14. Januar 2010 18:12

 

“Dieser nette Herr Carl Gibson” kennt die berüchtigte “Securitate” aus eigener Anschauung, im Gegensatz zu Herta Müller, die ihr Securitate- Wissen aus zweiter Hand bezieht. Während einer dreijährigen Oppositionszeit ist dieser “dieser nette Herr Carl Gibson” mehrfach von der Securitate verhaftet und im Geist sozialistischer Ethik in mehrfacher Weise gefoltert worden. Im Jahr 1979 gründete “dieser nette Herr Carl Gibson” die “freie Gewerkschaft rumänischer Werktätiger SLOMR in (der zweitgrößten rumänischen Stadt) Temeschburg”, im Banat, das war fast zwei Jahre vor der “Solidarnosc” in Polen. Als Folge wurde “dieser nette Herr Carl Gibson” der Gründung einer anarchistischen Organisation bezichtigt und zusammen mit seinem Mitstreiter Erwin Ludwig, Banater Schwabe aus Nero, abgeurteilt und für ein halbes Jahr in das Gefängnis Popa Sapca in Temeschburg geworfen. Nach seiner Ausreise in die BRD im Oktober 1979 klärte dieser nette Zeitgenosse hier über die real sozialistischen Verhältnisse in der Diktatur Ceausescus auf und brachte 1981 als Sprecher der SLOMR im Westen eine Klage der UNO gegen das Ceausescu- Regime auf den Weg – unter Lebensgefahr.
Das alles ist auf mehr als 400 Seiten beschrieben in dem Werk: Symphonie der Freiheit. Widerstand gegen die Ceausescu- Diktatur. Als dieser nette Herr bei hohem persönlichen Risiko den Kampf gegen die Kommunistendiktatur betrieb, bezahlte die Securitate dem Top-Terroristen Carlos eine Summe von 1 000 000 Dollar, um die Sender RFE/RL (Radio Freies Europa) in die Luft zu bomben. Auch “dieser nette Herr Carl Gibson” lebte gefährlich damals 1981 als antikommunistischer Dissident, da der Eiserne Vorhang noch tausend Jahre zu halten schien, während Herta Müller und ihr späterer Gatte, der Dichter Richard Wagner, noch ihr Heil im Kommunismus sahen und ihre eigenen Landsleute bekämpfen, statt das totalitäre System anzugehen. So war das damals, verehrter Herr (…)!
“Dieser nette Herr Carl Gibson” wird sich hüten, die Verbrecher-Organisation Securitate in Schutz zu nehmen. Wenn Sie noch mehr wissen wollen, lesen Sie bitte diese in der Tat nicht einfach zu durchschauende Materie nach, auf http://www.sieberbuerger.de bzw. auf http://www.banatblog.eu Dort finden Sie zahlreiche Details und differenzierte, weiter führende Argumente zur Securitate- Thematik bzw. zum echten Widerstand in Rumänien und zur Pseudo-Opposition.

Noch ein Wort zum Report-Bereicht, der eine wichtige Problematik exponiert hat. Das Ganze gleicht einem Puzzle, dessen Essenzen deutlicher werden, je mehr Mosaiksteinchen hinzu kommen. Inzwischen wurden neue Geheimdokumente der Securitate veröffentlicht, leider in rumänischer Sprache (Links u. a. auf Banatblog) aus denen geschlossen werden kann, das der im Bericht präsentierte potenzielle Securitate- Informant (IM) Franz Schleich identisch sein könnte mit “Voicu” und “Schneider”. Nach den Dokumenten hat dieser hier Eingebürgerte nach seiner Ausreise 1983 weiter für die Securitate gearbeitet und die Dichter Horst Samson und William Totok ausspioniert. Herta Müller wird in dem Dokument nicht genannt auch Richard Wagner nicht. Eine umfassendere Dokumentation und Recherche des SWR-Report hätte sicher noch mehr Klarheit erbringen können, losgelöst von der Verknüpfung mit Herta Müller, da in ihrem Fall nicht spioniert oder nachspioniert wurde, sondern lediglich ein Text interpretiert worden ist, wobei das Zitat aus dem Zusammenhang gerissen auf falsche Fährten ablenkt. Fakt ist: Es gibt Personen jenseits von Ehre und Würde, die die Freiheiten der Demokratie ausnutzen, sich eine Staatsbürgerschaft erschleichen ( nomen est omen!) und nicht davor zurückschrecken, sich als Systemopfer darzustellen, obwohl sie Täter und Mithelfer eines Repressionssystems waren. Die Medien haben die Pflicht, Hintergründe solcher Machenschaften , die in den Kompetenzbereich des Bundesverfassungsschutzes, des BND und der Justizbehörden fallen, journalistisch kritisch aufzuklären. Dabei sollte das Spezialwissen der Insider (ehemalige Bürgerrechtler, Securitate- Kenner etc.) genutzt werden. Nicht auf Fiktion kommt es an oder auf literarische Dämonisierungen des Verbrecherapparates kommunistischer und totalitärer Systeme, sondern auf objektive Faktenanalyse. Mehr über mich unter http://www.gibsonpr.de , (…) bzw. unter Wikipedia. Carl Gibson, ehem. Bürgerrechtler und politischer Häftling während der Ceausescu- Diktatur.

 

(14. Jan, 2010)

 

Datum: 15. Januar 2010 10:56

 

Der in der „Report“ aus Mainz zum Securitate- IM gestempelte Franz Schleich dementiert und weist die gegen ihn erhobenen Vorwürfe zurück. Er hätte nie von „Voicu“ gehört. Näheres in den Bericht der „Rheinpfalz“ vom 13. Januar 2010.
“Was hätte ich denn ausspionieren sollen?”VON THOMAS BRÜCKELMEIER UND SONJA WEIHER
„Voicu“ identisch sein könnte mit dem IM “Schneider”. Ob eine Verbindung zu dem „Report“-Bericht verdächtigen Bundesbürger Franz Schleich besteht, der inzwischen jede Mitwirkung bei der Securitate bestritten und zurückgewiesen hat, ist fraglich bzw. noch nicht gesichert. Nach den Dokumenten haben die potenziellen IMs der Securitate die Dichter Horst Samson und William Totok ausspioniert, während Herta Müller und R. Wagner in dem Dokument nicht genannt werden. Eine umfassendere Dokumentation und Recherche des SWR- Report hätte sicher noch mehr Klarheit erbringen können, losgelöst von der Verknüpfung mit Herta Müller, da in ihrem Fall nicht spioniert oder nachspioniert wurde, sondern lediglich ein Text interpretiert worden ist, wobei das Zitat aus dem Zusammenhang gerissen auf falsche Fährten ablenkt. Samson und Totok können sicher noch mehr Details zur Aufklärung der Materie besteuern.
Fakt ist: Es gibt Personen ( allein in der DDR gab es ca. 170 000 IMs der Stasi) jenseits von Ehre und Würde, die die Freiheiten der Demokratie ausnutzen, sich eine Staatsbürgerschaft erschleichen und nicht davor zurückschrecken, sich als Systemopfer darzustellen, obwohl sie Täter und Mithelfer eines Repressionssystems waren. Die Medien haben die Pflicht, Hintergründe solcher Machenschaften , die in den Kompetenzbereich des Bundesverfassungsschutzes, des BND und der Justizbehörden fallen, journalistisch kritisch aufzuklären. Dabei sollte das Spezialwissen der Insider (ehemalige Bürgerrechtler, Securitate- Kenner etc.) genutzt werden. Nicht auf Fiktion kommt es an oder auf literarische Dämonisierungen des Verbrecherapparates kommunistischer und totalitärer Systeme, sondern auf objektive (Darstellung).

Noch ein Wort zum Report-Bericht selbst, der eine wichtige Problematik exponiert hat. Das Ganze gleicht einem Puzzle, dessen Essenzen deutlicher werden, je mehr Mosaiksteinchen hinzukommen. Aus dem Zusammenhang gerissene Dokumente und Zitate können aber auch auf falsche Fährten führen und Vehikel der Desinformation werden. Cui bono? Inzwischen wurden neue Geheimdokumente der Securitate veröffentlicht, leider in rumänischer Sprache (Links u. a. auf Banatblog) aus denen indirekt geschlossen werden kann, dass der im Report-Bericht genannte potenzielle Securitate- Informant (IM) mit dem Decknamen

 

(15. Jan. 2010)”

 

 

 Vor der Sendung versuchte ich noch via Email Kontakt zur Report-Mainz-Redaktion aufzunehmen.

Mein Statement wurde aber ignoriert.

Eine Antwort blieben mir meine kritischen Journalisten-Kollegen schuldig.

  Wozu soll man ausgewogen berichten, wenn es auch einseitig geht!?

Wozu recherchieren, wenn man beim SWR schon eine vorgefertigte Meinung hat, die nur noch zu transportieren ist.

Cui bono?

  

Audiatur et altera pars?

Davon haben gewisse kritische Journalisten der ARD/SWR noch nichts gehört!

Oder?

Foto: Carl Gibson

 

In Temeschburg, am Ort des Geschehens.

Wer ist Opfer, wer ist Täter?

Wer darf denunzieren? Wer darf den ersten Stein werfen?

Weshalb wird nur die Securitate dämonisiert und nie die verbrecherische Rumänische Kommunistische Partei?

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