Das doppelte Kommunismus-Opfer Oskar Pastior – Moralische Integrität”, Plagiat, Heuchelei, sanktionierte Lügen

 

Antwort auf die Oskar-Pastior- Apologie 

aus der Feder seiner Schwester  Anne-Sabine Pastior


Ehre, wem Ehre gebührt!

Wer darf den ersten Stein werfen, Frau Anne-Sabine Pastior?

Richard Wagner, Poet aus Perjamosch, bestimmt nicht!

Richard Wagner war sein halbes Leben in Rumänien in der Rumänischen Kommunistischen Partei, von 1972 bis 1985.

Oskar Pastior aber war nicht in der Partei,

doch der Dichter aus Siebenbürgen war –

wie mein Vater (5 Jahre nach Kriwoj Rog , Ukraine) deportiert –

ein eindeutiges und mehrfaches Opfer des Kommunismus …

und danach noch ein Opfer der Securitate.

Etwas wird immer wieder vergessen:

Die Rumänische Kommunistische Partei (RKP) war der Auftraggeber der Securitate –
die Securitate führte nur die Verbrecher-Befehle aus.

Ohne opportunistische Mitglieder und Mitläufer wie Richard Wagner u. a, hätte es die Rumänische Kimmunistische Partei von Altstalinist G. Gheorghiu Dej und Diktator Nicolae Ceausescu nie gegeben.

(Wen wundert es noch, wenn Herta Müller und Richard Wagner seit ihrer Kehre 1987 im Westen nur gegen die Securiate schimpfen,

nie aber gegen den Kommunismus an sich!!!)

  

Ist das Dämonisieren der fernen, unerreichbaren, in der Geschichte schon verschwundenen “Securitate” nicht gar ein Versuch, von den noch schändlicheren Verbrechen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen DDR abzulenken, Untaten, die zum großen Teil weder aufgekärt, noch aufgearbeitet, bestraft und gesühnt sind?

Der kürzlich verstorbene rumänische Widerstandskämpfer und Held Vasile Paraschiv,

Mitwirkender der freien Gewerkschaft rumänischer Arbeiter SLOMR im Jahr 1979,

trat 1968 aus der RKP aus,

aus Enttäuschung über den falschen Kurs der Einheitspartei,

vier Jahre bevor Wagner eintrat. Und er lehnte – ihm Gegensatz zu den von Kommunisten geförderten wie geehrten Wagner und Müller – jede Ehrung selbst durch Postkommunisten ab. Einen Orden von Präsident Traian Basescu nahm der Widerständler einfach nicht an. 

Und nun kommt der Wendehals aus Perjamosch daher und spielt sich als „Moralapostel“ auf –

er will tatsächlichen Opfern des Regimes die Leviten lesen, posthum sogar. Dabei vergisst Wagner, dass er sich selbst nie für sein Mitwirken in der als kriminell ausgewiesen Organisation RKP (Tismaneanu-Report) entschuldigt hat.

(Siehe dazu die Schipftirade Richard Wagner gegen mich auf der “Achse des Guten” des Herrn Hendryk M. Broder, der mir die gegendarstellung verweigert bzw. auf DIE ZEIT-Online.)

 Ich erinnere an die so genannte “Spitzelaffäre in Berlin” –  in der SbZ – wo einiges begann … und wo ich an dieser Stelle erstmals fragte, wer den ersten Stein werfen darf!

http://www.siebenbuerger.de/zeitung/artikel/kultur/8033-spitzelaffaere-in-berlin.html

Dort heißt es:

 “Der Banater Schriftsteller Carl Gibson stellte sich in einem Kommentar der Siebenbürgischen Zeitung gegenüber ebenfalls gegen seine Kolle­gin Müller und schreibt von einer „gewissen Verblüffung“ angesichts des „ethischen Auf­ruhrs“. „Wer im Glashaus sitzt, sollte nicht mit Steinen werfen“, so Gibson, der Herta Müller als „angeblich Verfolgte des Ceauşescu-Regimes“ bezeichnet und ihren offenen Brief angesichts ihrer eigenen Vergangenheitsbewältigung, die noch viele Fragen offen lasse, als „dreist und deplatziert“ empfindet. „Selbstinszenierung, ja Selbstmythisierung“ wirft Gibson Müller vor und zieht das Fazit: „Aufklärung tut Not! Ein moralischer Zeigefinger dort, wo selbst keine moralische Integrität ist, kommt der Täuschung der Öffentlichkeit nahe und ist auch ein ,Skandal‘!“

Bestimmt sind das nicht die Mitläufer der Kommunisten wie Richard Wagner und seine damalige Gattin Herta Müller – beide waren systemprivilegiert und durften 1984/85 in den Westen reisen – in die BRD,

sogar nach Paris.

In der Akte “Cristina”, die Richard Wagner nach Gusto verwaltet und der Presse nur vorgekaute Häppchen weiter reicht, die auch unkritisch übernommen werden,

können diese gut versteckten “Jugendsünden” nachgelesen werden.

Was haben die „alten Kameraden“ aus der Wehrmacht und die „roten Socken“ aus RKP, SED, KPdSU etc. gemeinsam? –

Nach dem Zusammenbruch ihrer Ideologie und ihre mit Leichen gepflasterten Weltreiches der Massenbeglückung und Erlösung sind sie alle „unschuldig“!?

Sie stellten und stellen sich untereinander, gegenseitig „Persilscheine“ aus,

in welchen ihre angeblich „weiße Weste“ allen bekannt gemacht wird,

ohne „Gang nach Canossa“, ohne Katharsis, ohne Läuterung, ohne Reue.

Wer früher schon log, kann auch heute weiter lügen – in einer Gesellschaft, wo das Lügen keine Konsequenzen hat,
wo die Moral beerdigt wurde!

Was kümmert mich mein Geschwätz von gestern?

Mein Handeln von gestern?

Wozu Ehre und Moral, wenn es gilt, den Willen zu Macht zu vollenden und die Macht zu erhalten?

Die Tagepolitik lehr es uns – das Vorbild der Politiker – mit Charisma und Augenmaß:

ein Ausbund der Tugend Karl- Theodor zu Guttenberg!

Der nicht erwischte Dieb ist ein ehrlicher Mann!

Und wenn der Dieb dann doch erwischt wird, meint zu Guttenberg,

dann tut es ihm Leid!

Herta Müller tat es vielleicht auch Leid, sich so dumm der Securitate widersetzt zu haben

( Ohne Haftbefehl gehe ich nicht mit!!!)

oder

in der nicht existenten Bahnhofshalle von Poiana Brasov von Securitate –Schergen niedergeschlagen worden zu sein.

Was ist das Dichter-Wort noch wert?

Wer war Opfer, wer Täter?

Wer war mehrfaches Opfer?

Verdrängen dürfen wir diese Fragen nicht, wie gelegentlich von Nichtbetroffenen gefordert.

Ganz im Gegenteil – alles muss aufgeklärt und differenziert beantwortet werden.

Auch die von mir hier schon oft gestellte Frage:

Wie hoch ist der Anteil Oskar Pastiors am Nobelpreis?

Wie viel Ideelles, Konzeptionelles, Wortmaterial etc. verdankt Herta
Müller ihrem „Freund Oskar Pastior“,

von dem sie sich so moralisch entrüstet abgesetzt hat, nachdem die IM-Vergangeheit des Dichters bekannt wurde.

Das Wort „Plagiat“ hat inzwischen einen anderen Klang!

Auch das forderte ich mehrfach: Nicht nur in der Wissenschaft sollten wir nach Plagiaten Ausschau halten, sondern auch in der „schöngeistigen Literatur“ – 


Mich kostete seinerzeit eine von obskuren Kräften vermutlich in Auftrag gegebene Negativ-Rezension meines Werkes über Lenau die Promotion, den Dr. Grad,

während andere „mit fremden Federn“ geschmückt weiter machen, viel Geld verdienen, da noch nicht erkannt wurde, dass es hierbei nur um des „Kaisers neue Kleider“ geht.

Ein Hohn auf Wahrheit, Anstand und Würde ist das!

Damit alles stimmt, wird auch noch ein Kreuz verliehen … für den Kampf gegen das Kreuz!

In meinem Werk „Symphonie der Freiheit“ habe ich am Fall des Expressionisten und rumänischen Klassikers der Moderne Ion Caraion, den ich persönlich kannte und übersetzte, gezeigt, wie ein Feingeist nach 11 Jahren stalinistischer Kerker- und Folterhaft zum IM- und Opfer wird – aus reiner Selbsterhaltung heraus.

Bei Oskar Pastior war es nicht anders – auch das habe ich mehrfach dargestellt.

Als geben wir des Kaisers das zurück, was des Kaisers ist, Frau Anne-Sabine Pastior –

herzlichen Dank für Ihre Apologie.

Mögen die Siebenbürger Sachen – und nicht nur sie – endlich erkennen, was Sache ist.

Ich würde es begrüßen, wenn Experten der Oskar Pastior- Forschung die Pastior-Anklänge aus Herta Müllers „Atemschaukel“ akribisch erforschen und offenlegen würden, damit

  

die Dimension der Beeinflussung Herta Müllers durch Oskar Pastiors Vorarbeit deutlich wird.

Systemprofiteure und Mitläufer wie Richard Wagner aber, der seiner früheren Gattin Herta Müller „moralische“ und politische Integrität bescheinigt, sollten sich zurückhalten, die Auflösung der Oskar-Pastior –Stiftung zu fordern.

Cui bono?


Meines Erachtens zählt Richard Wagner zu den „poetae minores“ der Jetztzeit, die es tausendfach an der Zahl gibt. Heine würde sagen, er soll in ganz Perjamosch bekannt sein, vielleicht sogar banatweit  … und man wolle ihm eine Statue errichten , nicht auf dem grünen Hügel in Bayreuth, aber in den Niederungen  … und aus Holz … mit einem Täfelchen darunter …und der Aufschrift: Diesen Ort nicht beschmutzen …

Herta Müller und Richard Wagner sind bisher gut damit gefahren, andere (selbst tastsächliche Opfer der Securitate) mit Schmutz  und Steinen zu bewerfen .

  

(Mich reihte Richard Wagner sogar in die Reihen der Securitate und der Cosa Nostra ein! Siehe: DIE ZEIT Online), nur weil an unbequeme Wahrheiten aus der kommunistischen Vergangeheit erinnert wurde? 

Dafür wurden sie sogar geehrt und ausgezeichnet – verkehrte Welt?

Beide sollten sich in Acht nehmen – die allen Forschern zugängliche Akte „Cristina“ spricht Bände – und sie legt manches Verschwiegene aus der „retuschierten Vita“ offen.

Die Beweise sind da.

Warten wir es ab, bis der Bumerang zurück fliegt.

Hochmut kommt vor den Fall – in der Politik …

und in der Literatur ,

denn Lügen haben kurze Beine, die Wahrheit hat keine – also müssen wir ihr Beine machen!

Was ist sonst noch zur Materie zu sagen habe, steht auf meinen blogs. Carl Gibson

Foto. Carl Gibson

Wehrkirche in Grossau, Siebenbürgen –

  

Deutsche Identität, Glaube, Anstand und Würde mussten 800 Jahre hindurch verteidigt werden –

also wehrt euch auch heute, nach dem Exodus!

Foto. Carl Gibson

Deutsches Kulturgut in Hermannstadt (Sibiu) heute –

Blick in die Friedrich-Schiller-Buchandlung in Hermannstadt, eines der Bände im Regal ist

Carl Gibsons “Symphonie der Freiheit”.

Foto. Carl Gibson

Hermannstadt einst – Malerei auf der Wand einer Frühstückspension in Sibiu 

Foto: Carl Gibson

In Kronstadt, Brasov – Blick auf die “Zinne”. 

Einige Kilometer dahinter: Die berühmte Poiana Brasov, wo der ominöse “Bahnhof” aus der ZEIT-Geschichte gewesen sein soll. Im Rahmen einer Rumänienrundreise (1977) erlebte ich die Schulerau (Poiana Brasov) in ganzer Schönheit.

 Außer Herta Müller hat dort oben noch niemand Züge gesichtet.

“erfundene Wahrnehmung” – das Ganze? Auch das angebliche Martyrium dahinter?

Nachtrag: Zu dem in “Die Presse”, Wien erschienenen Artikel  

Wie sich Oskar Pastior auf den Teufel eingelassen hat

Autor Norbert Mayer unter:

http://diepresse.com/home/meinung/feuilleton/mayergegengift/610936/Wie-sich-Oskar-Pastior-auf-den-Teufel-eingelassen-hat

schrieb ich folgende Kommentare:

Divide et impera

Vergessen wir eines nicht: Die gesamte Maskerade um “Diversion”, Denunziation”, Diskreditierung”, “Subversion”, “Diffamierung” etc. ist eigentlich ein “Nebenkriegsschauplatz”, gezielt eröffnet, um von den “wahren Schuldigen” aus der Securitate abzulenken.

Die echten Akteure von Terror und Verfolgung während der Ceausescu- Diktatur, heute oft in Amt und Würden als “patron” und “business men” lachen sich ins Fäustchen, wenn sich nun Dichter, Schriftsteller, echte und angebliche “Dissidenten” bekriegen.

Es war Nobelpreisträgerin Herta Müller selbst, die den unseligen Reigen eröffnete, in dem sie in DIE ZEIT gegen „kleine Fische“ wetterte, gegen IMs, dann gegen die Landsmannschaft der Banater Schwaben, später gegen Repräsentanten der Evangelische Kirche der Siebenbürger Sachsen A. B., statt gegen die Rumänische Kommunistische Partei ihres damaligen Gatten Richard Wagner vorzugehen, der dieser verbrecherischen Partei von 1972 – 1985 angehörte.

Die RKP von Diktator Ceausescu war die politische Kraft im Land und somit der direkte Auftraggeber der „Securitate“. Alles vergessen?

Schlesak betont, die „Securitate“ hätte ihm eine Täter-Akte“ untergeschoben. Sie sei gefälscht.

Herta Müller sagte das auch im Hinblick auf ihre Akte „Cristina“, die allerdings erst 1983 angelegt wurde, nachdem ihr Debütband „Niederungen“ bereist 1972 erschien – nicht ohne das Plazet der Offiziellen? Die CNSAS-Akten – ein Labyrinth? Bestimmt! Ich habe meine Opfer-Akte eingesehen, kann deshalb vergleichen.

 

bzw.

Securitate-Akten bei der CNSAS – (Rumänische Gauck-Behörde)

Zum Thema:

Akteneinsicht bei der CNSAS, das ist die rumänische Gauck- bzw. Birthler-Behörde zur Aufarbeitung der Securitate-Akten,

habe ich einen Erfahrungsbericht geschrieben, der heute veröffentlicht wurde, in: Siebenbürgische Zeitung Online, Deutschland. Es ist gefährlich und oft irreführend, aus einzelnen Akten von Opfern oder Tätern “nur zu zitieren”.

Der potenziellen Instrumentalisierung sind so Tür und Tor geöffnet. Die Akten-Interpretationen sollten Fachleuten vorbehalten bleiben, da durch a priori Verdächtigungen großer Flurschaden angerichtet werden kann, gerade etwa bei Fällen wie Dieter Schlesak, dem die Securitate auch eine “Täter”-Akte untergeschoben hat bzw. bei Herta Müller, Akte “Cristina”. Auszüge verfälschen, da jeder nur das zitiert, was ihm gerade in den Kram passt.

Differenziertheit ist angesagt.

Es wäre wünschenswert, wenn “Die Presse” , die näher an der Ostblock- und Kommunismusforschung- Materie dran ist, die Thematik ausloten und vertiefen würde.

Carl Gibson,Historiker, ehemaliger Bürgerrechtler während der Ceausescu- Diktatur, Bad Mergentheim, Deutschland”

Ende des Zitats.

In dem Artikel ist davon die Rede, “Atemschaukel” sei in Zusammenarbeit entstanden, quasi als Ko-Produktion.

Was stammt nun vom wem?

Wieviel verdankt Herta Müller dem Freund Oskar Pastior, von dem sie sich lossagte.

Wie ist die Quellensituation und wie verlief die Genese – legitime Fragen, die jeder Literaturwissenschaftler stellen darf und soll.

Ich fragte bereits danach, als das für die Nobelpreisvergabe vielleicht ausschlaggebende Werk noch nicht auf dem Markt war, aber in den Händen ausgewählter Rezensenten.

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