In Acht und Bann – oder: Von der Narrenfreiheit des Professors, Lehre zu verhindern

Über der Stadt Würzburg thront die "Marienburg"

Über der Stadt Würzburg thront die "Marienburg"

 (Foto: Privatarchiv Carl Gibson)

Um mein in den Fachgremien bereits offiziell beschlossenes Seminar über den jungen Goethe zu stoppen, wurde mein kaum erst ediertes Buch, mein Erstling

Lenau”

, ins Visier genommen – und in einem klassischen Verriss einer außenstehenden Rezensentin arg gebeutelt, so etwa nach dem Motto: 321 Seiten Nonsens, Thema verfehlt, ein neues Buch muss her – für mich ein Schock!.

Mein Lehrer konfrontierte mich freundschaftlich, doch hochgradig irritiert mit einer Rezension aus der Feder von Beatrix Müller-Kampel vom Institut für Germanistik der Universität Graz, in welcher meine Lenau-Monographie als nationales Unglück betrachtet wurde.

Ein Verriss? Dazu noch ein ausführlicher Verriss? War das eigentlich kein gutes Zeichen! Ein Hinweis darauf, dass mein Lenau wirkte? Oder war es eine inszenierte Buchbesprechung, der offensichtliche Versuch einer Demontage, der, von wem auch immer, betrieben wurde? War nun auch ich – als weiterer Dissident – paranoid und verrückt geworden? Weit gefehlt! Sonderbar an der Aktion erschien mir sogleich die Tatsache, dass der Sonderdruck der Rezension bereits am Institut kursierte, bevor Arbitrium. Zeitschrift für Rezensionen zur germanistischen Literaturwissenschaft, Herausgegeben von Wolfgang Frühwald und Wolfgang Harms in den Regalen der Universität Würzburg auslag.

Wer hatte die Schmähschrift angeregt und auf den Weg gebracht? Als meinem Lehrer angedeutet wurde, er solle nunmehr meinen von ihm gutgeheißenen Lehrauftrag zurückziehen und ich solle auf mein Proseminar zum jungen Goethe verzichten, wurde deutlich, was hier gespielt wurde. Nicht meine Lenau-Studie stand im Visier, auch nicht die Integrität meiner Person, nur eine institutsinterne Machtkonstellation, an der nicht gerüttelt werden sollte: Zwei C4 Professoren gegen einen C3 Professor, während ein vierter C3 Professor aufgrund seiner Abhängigkeit keine Meinung haben durfte. Das entsprach der bundesdeutschen Wissenschaftsaktualität, die es einem einmal inthronisierten Professor erlaubt, auch ohne besondere wissenschaftliche Leistung seine Autorität zu entfalten. Ich war in dieser höheren Institutsintrige, die sich eigentlich gegen den als aufmüpfig bekannten Theo Meyer richte, nur ein Baustein. Indem man mich als seinen direkten Schüler verhinderte, sollte Theo Meyer getroffen und geschwächt werden – aus welchen Gründen auch immer. Das Mobbing gegen mich war nur ein Mittel dazu. Nach der gemeinsamen Auffassung der beiden Institutsvorstände Professor Günther Hess und Professor Helmut Pfotenhauer war ich als Dozent ungeeignet, weil, wie aus der Negativrezension deutlich wurde, die überdurchschnittliche Qualifikation, die Professor Meyer bei der Ansetzung des Lehrauftrags ins Feld geführt hatte, eigentlich nicht gegeben war.

War das so? Und wer täuschte sich? Die beiden mir persönlich fremden Vorstände oder der dritte Professor, der mich über Jahre beobachtet hatte? Reichte eine ominöse Rezension aus der Feder einer in der Lenauforschung noch nicht ausgewiesen Rezensentin aus, um meine Arbeit von Jahren ab absurdum zu führen und meine akademische Laufbahn zu beenden, bevor sie noch richtig begonnen hatte?

Wie kam es damals zu dieser Buchbesprechung? Wie kam Beatrix Müller-Kampel aus Graz dazu, gerade mein Buch zu zerreißen? Als ich die Symphonie der Freiheit ausarbeitete und darin die einschneidensten Themen meiner Existenz – nach der Dissidenz, doch als Folge davon – behandelte, nahm ich mir die Freiheit bei der Dame, die heute habilitiert ist und eine außerordentliche Professur an der Universität Graz innehat, nachzufragen. Wer brachte sie auf mein Projekt?

Wer regte ihre Rezension an?

Sie weiß es nicht mehr!

Sie kann sich nicht mehr daran erinnern!

Wie signifikant, dass ein Wissenschaftler, der von seinem guten Gedächtnis lebt, sich an solche Begebenheiten nicht mehr erinnern kann. Wer ein Buch gründlich liest und studiert, wer Seiten darüber schreibt, der kann das und die damit zusammenhängenden Fragen schlecht vergessen, wenn er, was bei der Rezensentin der Fall ist, weiterhin wissenschaftlich tätig ist.

Was wurde mir in der Negativrezension vorgeworfen? Und von welcher Warte aus wurde die gezielt als Verriss konzipierte Rezension geschrieben? Genau aus der Position der von mir im Lenau-Buch bekämpften Gegner.

Nach meinen Erfahrungen als geistig ausgerichteter Dissident im Osten hatte ich alles daran gesetzt, um die marxistische Interpretation Lenaus, die sich in den letzten Jahren in der Zeitschrift Lenau-Forum breit gemacht hatte, zurück zu drängen.

Viele Forscher aus den Ländern des Ostblocks, aus Ungarn, aus der DDR, aus der Tschechoslowakei, aus Rumänien, Bulgarien, Jugoslawien, ja selbst aus Österreich und Frankreich knüpften an die marxistischen Interpretationsmuster an und reduzierten Lenau dabei auf einen politischen Lyriker des Vormärz, wobei weite Teile seiner Dichtung unbeachtet blieben.

Ein Zehntel des Werkes wurde interpretiert, während neun Zehntel ignoriert wurden. Wie im Ostblock Usus.

Österreich, seit Stalins großzügigem Entgegenkommen der ewigen Neutralität verpflichtet und auf Völkerverständigung bedacht, unterstütze diese Tendenz, die mir, dem Kommunismusgeschädigten, noch viel suspekter war als die psychopathologische Zugangsweise des Freudschülers Isidor Sadger, der wohl die unmöglichste Arbeit über Lenau verfasst hat. Fred Sinowatz, seinerzeit Bundeskanzler in Österreich, stand damals auch der Internationalen Lenaugesellschaft vor. Als Sozialist in der Nachfolge Bruno Kreiskys unterstrich er den sozialistischen Kurs auch in der Literaturwissenschaft. Bei aller Völkerverständigung, die sich über Urlaubsreisen und fetten Dinners mit Professorenehefrauen vollzog, blieb nur einer auf der Strecke: Lenau.

Damals hielt ich auch literaturwissenschaftlich dagegen und setzte auf die gesamtphilosophische Interpretation Lenaus, mit hermeneutischen Prioritäten, doch methodenpluralistisch ausgerichtet, um so dem ganzen Lenau gerecht zu werden. Jean Pierre Hammer ging den gleichen Weg auf seine Weise mit, nur etwas lebenskluger und weniger exponiert. Doch für den ganzen Lenau hatten die Linken, die auch Ernst Bloch bemühten, der nur wenig über Lenau gesagt hatte, kein Verständnis. Obwohl ich mich in einem introduktiven Forschungsbericht, der auf eine hundertfünfzigjährige Lenauforschung einging, ausführlich mit Interpretationsmethoden auseinandergesetzt und meinen Zugang mehrfach sehr detailliert begründet hatte, wurde mir in der Besprechung methodisches Versagen unterstellt. Einmal in Rage geraten zog Frau Müller-Kampel, von der ich in der Lenauforschung bis dahin noch nichts vernommen hatte, vom Leder und verfiel – ungeachtet des wissenschaftlichen Rahmes der Zeitschrift – in einen polemischen Ton, aus dem etwas von dem Schmäh der steirischen Bergwelt herauszuhören war: „Noch immer – oder schon wieder? – finden sich Autorinnen und Autoren, welche die Einfühlung in Texte oder diverse Selbstauslegungen der behandelten Schriftsteller für den letzten Schluss einer adäquaten Interpretation erachten.(…) Im Vergleich mit den methodischen Mängeln der Studie nimmt Leporellos Register sich wie ein unbedeutendes Zettelchen an: Einen nicht geringen Teil seiner rhetorischen Energie verwendet der Verfasser darauf, die bisherige Lenau-Forschung verbal zu verprügeln. Da ist, in Verwendung eines Lenau-Zitats, von den anmaßenden Wertungen jener Oberleichthindrüberhuscher die Rede, die der Meinung näher stehen als der wissenschaftlichen Erkenntnis, von subjektiver Beliebigkeit, undifferenzierten Ansätzen oder verschwommenen, nichts sagenden Schlussfolgerungen infolge einer schlagworthaften, nicht verifizierbaren Handhabung der Begriffe. Bravo! Möchte man dem Autor in Anerkennung seines kritischen Furors zurufen, begibt sich auf die Suche nach Gibsonschen Gegenentwürfen und sieht sich mit folgenden Zielsetzungen konfrontiert: Da eine subjektive Individualität wie die Lenaus nicht aus der Zeit, sondern aus ihrem geistigen Selbst zu erfassen sei, soll mittels einer Methodenmischkulanz aus werkimmanenter, biographischer, philosophischer und mit Philosophiegeschichte operierender Einfühlungsinterpretation Objektivität erzielt werden.“ Fazit des Operettenkommentars: Zu retten wäre die Studie allein (…) durch ein neues Buch.“ Danke!

Frau Müller-Kampel, die aus ihrem Winkel aus den Steirischen Bergen die Dinge – in bestem Österreichisch vermittelt – so sah, hat meiner Mischkulanz kein anderes Buch entgegengesetzt. Mein Verleger Carl Winter aus Heidelberg, der von dem Buch genauso überzeugt war wie mein Lehrer Theo Meyer, reagierte mit Verwunderung auf die Rezension und fragte sich, wo soviel Häme herkäme. Entsetzt war ich außer Stande, ihm die Frage zu beantworten. Die Securitate, deren Handlanger ich allerlei zutraute, vermutete ich jedenfalls nicht dahinter.

Zwar hatte ich in letzter Sekunde noch einige Provokationen an die Adresse der Marxisten und der mir heuchlerisch erschienenen Hofierungshaltung der Österreicher gestrichen, doch waren noch genügend Angriffe ideologischer Art zurück geblieben, was anderen hauptberuflichen Forschern, die weitgehend Staatsdiener waren und totalitären Systemen dienten, nicht gefiel.

Felix Austria!

Eigentlich hätte ich die Österreicher kennen müssen. Hatte ich doch bereits 1983 – in einem Anflug von Heimweh – dort studiert; noch zur Zeit Kreiskys, als man ohne rotes Parteibuch in Österreich nichts werden konnte. Roter Filz in Wien – schwarzer Filz in Würzburg? Waren da die Leute aus Corleone keine ehrwürdigen Häute?

In welcher Welt lebten wir eigentlich? Was war aus der Freiheit geworden, an der ich in meiner Dissidentenzeit so hartnäckig festgehalten hatte? Wieder erfolgte ein tiefer Einschnitt in das Kerbholz, das fast auseinander brach. Meine Dissidenz ging im literaturwissenschaftlichen Bereich weiter – und dabei störte ich einige Kreise saturierter Literaturfunktionäre, deren komparatistische Minimalleistung auch heute noch in den Zeitschriften und Almanachen der Lenau-Forschung bewundert werden kann.

An ein Buch über Lenau, das mit Arbeit verbunden ist, mit viel Arbeit, wagte sich keiner aus der Runde der Staatsbediensteten, kein DDR-Professor, aber auch kein bundesdeutscher. Um Lenau angemessen aufzuwerten und wieder in die Diskussion zu bringen, hatte ich Position beziehen müssen. Doch mit edelsten Absichten – nicht, um zu verletzen. Wenn ich es im Überschwang trotzdem tat, entschuldige ich mich auch heute noch dafür. Doch konnte die Dame aus Graz überhaupt nichts Positives in meinem Werk über den originellen Romantiker aus dem Banat – aus meiner Heimat – finden?

Als ich das druckfrische Lenaubuch seinerzeit in Mosonmagyarovar mehreren Forschern aushändigte, speziell den Kollegen aus den Ostblockstaaten, die das teure Buch aufgrund fehlender Devisen nie erwerben konnten, vernahm ich viel Lob – und keinen Tadel. Waren jene Worte nun plötzlich verrauscht? Waren die Würdigungen nur billige Heuchelei? Oder hatte ich wirklich alles falsch gemacht?

Mehrfach hörte ich mich um, hakte nach, schrieb Briefe an Experten. Einige Reaktionen lagen schon vor, andere folgten. Einer der Professoren, der allerdings keine Lust hatte, sich in die internen Institutsquerelen an der Würzburger Universität einzumischen, schrieb Anfang Januar 1990 von der Universität München aus ein paar höfliche Zeilen, die das Negative der Rezension linderten:

Ich habe gerade Ihr Lenau-Buch noch einmal angesehen und Teile davon, vor allem die Lyrik-Kapitel, gründlich gelesen. Mein positiver Eindruck, von dem ich Ihnen schon im September schrieb, hat sich durchaus bestätigt. Die genaue und eingehende Analyse der Texte, verbunden mit den Äußerungen Lenaus zu seinen Gedichten selber und die kritische Auseinandersetzung mit der Forschung, begonnen mit den zeitgenössischen Urteilen, erscheint mir wichtig. Und sie haben bestimmt eine Vielzahl neuer Aspekte herausgefunden. Aber auch das einleitende Psychogramm ist aufschlussreich; und im Kapitel über die Wirkung Lenaus bis etwa zur Jahrhundertwende oder sogar bis zum Expressionismus deuten sie selber neue Forschungsdesiderate an. Kurz: Ihr Buch wird dazu beitragen, sich noch lange mit Lenau zu beschäftigen.“

Also was galt nun wirklich? Die Bausch und Bogen-Verdammung aus der Sicht von Frau Müller-Kampel aus Graz oder das – leider nicht veröffentlichte – Wort des literaturwissenschaftlichen Zeitexperten von der Universität München? Nunmehr stand es eins zu eins – wie im Fußball.

Doch dann eilte mir Jean-Pierre Hammer zu Hilfe, der Freund aus Paris, dessen originelle Beiträge zur Lenauforschung ich nicht einmal adäquat berücksichtigt hatte, weil er essayistisch vorgegangen war, und attestierte meinem Buch die in Würzburg bezweifelte Kompetenz. Jean Pierre Hammer, ein Linker aus Überzeugung, Freund und Übersetzer Wolf Biermanns, über Frankreich hinaus bekannter Musiker und Maler, schrieb als Professor der Université Paris VII folgendes:

„Carl Gibsons Essay über den Dichter Nikolaus Lenau bricht eindeutig mir einer hergebrachten Kritik, die in Lenau nur den Dichter des Weltschmerzes sehen wollte. Ein Gesamtbild entsteht, das ganz neue Einblicke in Lenaus Leben und Werk gewährt. Lenaus Auseinandersetzung mit der Zeit Metternichs wurde bisher nur selten erwähnt. Dasselbe gilt von den epischen Werken, die Gibson mit Recht sehr eingehend analysiert. Wir haben es hier mit einer offenen, mutigen Auffassung der Germanistik zu tun, die vorbildlich neue Wege bahnt und das Verhältnis zwischen Literatur und Wirklichkeit, Tradition und Modernität immer ins Auge fasst. Carl Gibsons Buch über Lenau ist meines Erachtens eine eindeutig vorbildliche Arbeit. Paris, 29. April, 1991.“

Aus diesen Zeilen sprach der geistesverwandte Lenau-Freund, der noch eindeutiger fühlte, was für das bewunderte Dichteridol geleistet worden war.

Damit stand es in dem makabren Spiel, das ich lieber nichts gespielt hätte, eins zu zwei. Die Meinung der Dame aus Graz fiel zurück. Weitere Statements folgten. In einem so genannten Gutachten unterstützte mich ein Literaturprofessor aus Hessen, der im Gegensatz zu anderen Kollegen nicht vergessen hatte, mein Lenau-Werk positiv in seinen Aufsätzen zu würdigen, mit einigen Sätzen, die meiner damaligen Bewerbung beim Goethe-Institut beigefügt wurden, indem er schrieb:

Ich kenne Herrn Gibson, persönlich, von einer Tagung der Lenau-Gesellschaft, die 1989 u. a. in Stockerau bei Wien stattfand, sowie, fachlich, aus seiner Lenau-Monographie, die im gleichen Jahr erschien. Herr Gibson ist ein leidenschaftlicher Liebhaber „seines“ Dichters Lenau, den er mit guten Gründen für einen noch immer unterschätzten Autor hält. Er versteht es, Lenau in wichtige gesamteuropäische Zusammenhänge einzuordnen. Über die nun bei meinem Kollegen Theo Meyer geplante Dissertation kann ich keine Auskunft geben, doch möchte ich als sehr positiv hervorheben, dass Herr Gibson schon vor der Promotion den Mut zu einer anspruchsvollen Buchpublikation hatte.“

Dieser menschlich sehr angenehme Professor hatte keine Rechnung mit mir offen – ganz im Gegenteil. Und er hatte auch keine Schwierigkeiten, meine Arbeit, die jeder Professor allein schon vom eingebrachten Aufwand her einschätzen konnte, positiv zu gewichten. Also stand es eins zu drei auf der imaginären Tafel. Frau Müller-Kampels Beurteilung meiner Leistung schrumpfte.

Andere Rezensionen trudelten ein. In den German studies aus den Vereinigten Staaten von Amerika hieß es:

Carl Gibson, Lenau. Leben – Werk –Wirkung contends that Lenau has received inadaquate attention from scholars, despite his reputation as a classic. A „Forschungsbericht“ is followed by a general characterisation, then by a section, in which Gibson deals with Lenau’s works and a section on Lenau’s reception. Gibson is concerned with the evolution of some of Lenau’s philosophical ideas on the spiritual line connecting him with Nietzsche. He finds much to criticize on the standard image of Lenau (especially in biographical approaches), an his book is extent provocative, engagingly written, eclectic, looking at Lenau from different aspects and going some of the way to mapping out the philosophical, poetic co-ordinates of his life and work; its main flaw is its disjointedness, for a central thesis does not emerge and the reader is irritated by shifting perspectives and lack of sharp focus.”

Das ist eine ganze Menge Ehre für einen Erstling, während manches Professorenbuch überhaupt nirgendwo registriert wurde. Das Multiperspektivische, das an die Flexibilität und Mobilität des Geistes appelliert, ist nicht jedermanns Sache. Doch das aufrichtige Engagement wurde erkannt. Darüber hinaus kam dieses positive Feedback aus dem fernen amerikanischen Ausland.

Eins zu vier. Leporellos neue Liste verschob sich weiter – gegen die singuläre Meinung der gedächtnisschwachen Professorin aus Graz. Eigentlich konnte ich schon zufrieden sein. Doch es kam noch mehr. Heinz Rölleke aus Wuppertal kam in seiner mir etwas tendenziös und ambivalent erscheinenden Buchbesprechung zu dem Ergebnis:

Wie die Trias des Untertitels anzeigt, möchte Gibson dem Gesamtphänomen „Lenau“ auf relativ schmalem Raum gerecht zu werden versuchen; er sieht sich dazu durch eine divergierende Forschungslage veranlasst, deren in jüngster Zeit tatsächlich nicht immer befriedigenden Ergebnisse eingangs (zu) kritisch referiert sind.(…)Einlässlicher werden die Versepen auf dem geistesgeschichtlichen und biographischen Hintergrund vorgestellt, wobei besonders das Scheitern der Albigenserdichtungen mit interessanten Argumenten neu diskutiert wird. Die Wirkungsgeschichte erscheint etwas pointillistisch-beliebig, obwohl insgesamt ein imponierendes Spektrum von Philosophen, Dichtern und Komponisten zustande kommt: Zuweilen handelt es sich um wenig sagende briefliche Erwähnungen (Droste), manchmal bleiben die etwas plakativ behaupteten Spuren poetischer Lenau-Rezeption ( etwa bei Hofmannsthal oder Heym) zumindest in Gibsons Darstellung recht vage – Indes: Wenn das von sympathischem Engagement getragene Buch zu Widerspruch und Zustimmung Anlass gibt, ist der Lenau-Forschung in jedem Fall gedient“( 1990/3).

Genau das wollte ich erreichen. Die Forschung aufrütteln, sensibilisieren, damit wieder mehr über Lenau geforscht wird; dass über den Dichter aus dem Banat mit der Brückenfunktion selbst zu Rumänien, wo er von Eminescu rezipiert wurde, wieder Bücher geschrieben werden – und nicht nur kleine Miniaufsätze mit Alibifunktion.

Allein in das imposante Spektrum an Wirkungsgeschichte hatte ich viele hundert Stunden investiert – und dabei im Einsatz für die Wissenschaft persönliche und familiäre Dinge zurückgestellt. Was wusste jene steirische Dame davon, als sie eingepfercht zwischen den Scheuklappen destruktiver Negativität, ihrem Furor freien Lauf ließ?

Natürlich hatte ich mir mehr Zustimmung erhofft – doch was kam, war schon überproportional viel. Langsam zeichnete sich ab, dass ungeachtet einiger Anfeindungen, mein Lenau nicht mehr zu ignorieren war.

Nur die Lenau-Gesellschaft, unter deren Fittichen zahlreiche osteuropäische Literaturwissenschaftler Zuflucht gesucht hatte, war nicht mehr gut auf mich zu sprechen. Die marxistischen Interpreten mit dem roten Parteibuch in der Schublade und der Kooperationsverpflichtung beim Geheimdienst liebten mich vor allem deshalb nicht, weil ich ihre offiziell aufoktroyierte Methode sozialistischer Literaturwissenschaft missbilligte und als überaus einseitig zurückwies.

Wohl kannte ich meine Pappenheimer gut – nur wussten jene nicht, dass ich zufällig aus Temeschburg stammte; dass ich im Heideland Banat, unweit von Lenau Wiege, gelebt, gespielt und auch gelitten hatte – und dass ich, mehr als andere, ein gebranntes Kind des Kommunismus war, der die Segnungen der linken Ideologie in Folterzellen erfahren durfte. Mein Lenau hatte mir nicht nur Freunde gemacht. Es gab auch Neider und vielleicht sogar Feinde.

Beim Listenstand eins zu fünf folgte das Statement eines Professors aus Norddeutschland, dessen Arbeiten über Lenau ich immer schon schätzte und auch gewürdigt hatte. In seinem Brief vermerkte er freimütig:

Auf Ihr Lenau-Buch habe ich nicht reagiert, weil eine Antwort eigentlich sehr lang sein müsste, um ihm gerecht zu werden. Ich hoffte, dass man sich einmal treffen würde, weil ein Gespräch hilfreicher ist als einige verkürzende Sätze. Hauptproblem ist in meiner Sicht, dass ihr Buch sehr ungleichmäßig ist, dass neben vielen anregenden und (mich) überzeugenden Beobachtungen und Interpretationen auch Vorurteile und unbegründete Polemik steht. So schwankt das Urteil je nach dem Einstieg. Meiner Meinung nach ist die methodische Basis, von der die Urteile begründet werden können, zu schwach ausgeprägt. Ich buche die Arbeit durch eine Reihe gelungener Passagen durchaus als einen Gewinn für die Lenau-Forschung. Zwar stören mich die oft unbegründeten Attacken, aber ich kann davon absehen, weil ich andere Teile überzeugend finde. Allerdings sehen dieses Verhältnis zahlreiche mir bekannte Lenau-Forscher und auch Rezensenten anders, viel schärfer, wie Sie mittlerweile wissen und gelesen haben. Da auch im Lenau-Forum eine längere Kritik Ihres Buches stand und sie einige der die Lenau-Forschung seit langem tragenden Kollegen etwas rüde abgekanzelt haben, war dort die Neigung gering, Sie zu der letzten Tagung einzuladen, die im September in Temesvar stattfand. Wenn Sie weiterhin über Lenau arbeiten wollen, kann ich gerne versuchen, eine Einladung zur nächsten Tagung (die noch nicht feststeht) zu erwirken. Was Ihre Amerika-Pläne betrifft: Ein Aufenthalt dort ist in jedem Fall eine interessante und gute Erfahrung. Sie sollten die Chance wahrnehmen, wenn sie sich Ihnen bietet.“

Danke, Herr Professor! Auch ich verbuche Ihren sehr offenherzigen Brief als Gewinn. Eins zu sechs!

Schade nur, dass Sie in meiner Geburtsstadt – wo man den Propheten wohl nicht haben will – in der Gesellschaft von Kollegen verbringen mussten, die, aus Angst vor der Stasi, in Paris mit Jean-Pierre keine Tasse Kaffe zu trinken wagten.

C`est la vie. Also hatte ich mich in die Nesseln gesetzt und hatte offensichtlich Feinde, auch in der Wissenschaft. Weshalb sollte es mir besser ergehen als Goma und anderen Querköpfen aus dem Exil? Aus dem Schreiben des Professors ist klar ersichtlich, dass eine größere Zahl so genannter Lenau-Forscher, alles gekränkte Staatsdiener, zum Teil von Diktaturen bezahlt, hinter meinem Rücken eine Phalanx bildeten, um den kleinen Studenten, der noch nicht einmal einen akademischen Abschluss vorweisen konnte, wie ein Rebhuhn abzuschießen. Ein Bild drängte sich mir auf, das ich einst in einem schön illustrierten Märchenbuch gesehen hatte, als ich die Geschichte von den Sieben Schwaben las. Doch jetzt sah ich keine wackeren Schwaben, die sich an den Riesenspeer klammerten und auf das Hausenungeheuer los gingen, sondern sieben Professoren unterschiedlicher Nationen völkerverbindend vereint, die sich auf einen ketzerischen Studiosus stürzten. Nur konnte ich sie nicht genau erkennen; Zipfelmützen, Perücken, Pickelhauben und Flügelhelme, wie einst von Hagen von Tronje und anderen Burgundern getragen, kaschierten ihr Gesicht.

Wer auch immer den Verriss meiner jahrelangen Forschungsarbeit angeregt und der damals ebenfalls noch jungen Rezensentin den richtungweisenden Freibrief uneingeschränkter Negativität erteilt hat, wird dies mit seinem Gewissen auszumachen haben. Die Dame schweigt auch heute noch und schützt ihre potentiellen Auftraggeber. Forschung, das ist immer freie Forschung – und nicht das Zusammenrotten von Personen mit gleichen Interessen im Klüngel.

Dem Angriff der Vielen auf den Einen folgte natürlich der Boykott meiner Publikation und meiner Thesen, denen nur die wenigsten unter den Germanisten folgen konnten, weil – und das ist kein Geheimnis – in jenem Bereich der philosophische Unterbau fehlt. Doch der Boykott meiner Person durch Nichteinladen und meiner Publikation durch Nichtzitieren funktionierte nur bedingt und nur kurze Zeit.

Ein Wert schafft sich seinen Weg und lässt sich nicht aufhalten, schon gar nicht durch Eifersüchteleien irritierter Literaturfunktionäre, die, statt zu forschen und zu publizieren, Ränke schmieden und auf kleine Studenten schießen.

Das Licht vom Himmel lässt sich nicht versprengen,

Noch lässt der Sonnenaufgang sich verhängen

Mit Purpurmänteln oder dunklen Kutten –

Mit diesem Albigenser-Motto, das selbst die beiden Theoretiker des Kommunismus Marx und Engels beeindruckte, beantwortete Lenau bereits mein Problem.

In der Diktatur hatte ich den Zynismus und die Schäbigkeit rumänischer Geheimdienstler kennen gelernt – jetzt erfuhr ich auch die Schäbigkeit deutscher Professoren. Das waren vollkommen neue Erfahrungen. Kämpfer, die mit offenem Visier kämpfen und nicht aus dem Gebüsch schießen, haben immer Feinde.

Viel’ Feind, viel’ Ehr?

Das ist das Los des Kämpfers, ganz egal an welcher Front er kämpft.

Als ich aus meiner Spelunke heraus forschte und schrieb, hatte ich keinen akademischen Betreuer an meiner Seite und keinen Professoren-Zuträgerapparat, der Ideen abliefert, wenn man selbst keine hat. Theo Meyer; der Einblick nahm, um das Buch dem Verleger zu empfehlen, war viel zu vornehm, um korrigierend einzugreifen. Er hielt sich rücksichtsvoll zurück und ließ mich frei gewähren, auch weil ich ein freies, ein außerakademisches Werk verfasste. So stand ich mit meinem Buch allein da, agierte allein und veröffentlichte allein – und musste – weitgehend allein auch meine Suppe auslöffeln, die ich mir im Überschwang trotz bester Intentionen eingebrockt hatte. Auch Löwen ziehen sich in ihre Höhle zurück und lecken ihre Wunden nach dem Kampf.

Doch ich fand auch Balsam in der Freundschaft und Solidarität meiner Mistreiter. Und bei Menschen, die ich nur flüchtig kennen gelernt hatte. Seinerzeit in Ungarn hatte ich auch Professor Viktor Suchy, der lange Jahre das Forschungszentrum für österreichische Literatur in Paris leitete, einen Lenau in die Hand gedrückt. Während andere, die virtuos begeisterte Zustimmung zu heucheln verstanden, klanglos in der Obskurität verschwanden, zimmerte Viktor Suchy eine umfassende Rezension, die sich über mehrere Seiten hinzog und gerade noch im Lenau-Forum erscheinen konnte, bevor der Widerstand gegen meine Person ausbrach. Professor Suchy, ein profunder Kenner Lenaus, hatte mein Buch sehr genau gelesen und dabei die Stärken und auch ein paar Schwächen erkannt. Er schrieb – und dies nicht nur für Lieschen Müller – folgendes:

Wir haben die beachtenswerte Arbeit von Carl Gibson über „Nietzsches Lenau-Rezeption“ bereits kennen gelernt. Nun lässt er ihr sein in mancher Hinsicht brisantes Lenau-Buch folgen. Sein Buch zeugt von einer sehr genauen Kenntnis der Werke und Briefe Lenaus und sucht am Ende auch die „geistesgeschichtliche Wirkung des Dichters“ in zweifacher Hinsicht zu zeigen: einmal rezeptionsgeschichtlich das Werk des Dichters im Urteil seiner Zeitgenossen, andernteils wirkungsgeschichtlich als Vorbild für die bedeutendsten Schriftsteller des 19. und 20. Jahrhunderts bis hin zu den Komponisten, die seine Gedichte vertont haben. Für Gibson ist Lenau ein Vordenker der dionysischen Lebensphilosophie, wofür sein Buch den Nachweis führen will. Seine Arbeit über Nietzsches Lenau-Rezeption bildete sozusagen ein Prolegomenon dazu. Zunächst verfolgt er Lenaus Entwicklungsprozess am Leitfaden der Biographie des Dichters. Der zweite Teil, der zunächst textkritisch verfährt, untersucht dann von der frühen Lyrik über die Versepen bis hin zur späten Lyrik Lenaus Dichtung, die für ihn immer mehr zu einer lebensphilosophischen, dionysischen im Sinne Nietzsches wird. Mit ihrer Hilfe – so die These Gibsons – habe Lenau seine Melancholie, seinen Pessimismus und zugleich auch sein Christentum überwunden.

„Im Mittelpunkt  dieser Studie steht die streng textorientierte philosophische Deutung des Dichterphilosophen Lenau“. Der Autor will das durch die Lenau-Forschung, der er mehr als kritisch gegenüber steht, Gesicherte nicht mehr erörtern, sondern er konzentriert sich hermeneutisch auf Bereiche, die seiner Meinung nach nicht adäquat berücksichtigt beziehungsweise kontrovers diskutiert worden sind. Sein Lenaubild ist auf Grund seines Ansatzes dreifach: er spricht von einem „kritischen Lenau“, einen „dionysischen Lenau“ und einem Lenau, von dem eine „direkte Linie zu Nietzsche“ führt. Das ganze Buch dient – fast möchte man sagen der „fixen Idee“, Lenau habe mit seiner Dichtung die Gedanken Nietzsches schon vorweggenommen. So erscheint das Buch –bibelexegetisch gesprochen – manchmal wie eine „relecture“ der Lenauschen Texte, die mit den Augen Nietzsches gelesen wurden, die fast schon auf die Entwicklung von Marx bis Sartre vorausblicken. Ob diese Sicht Gibsons tatsächlich stimmt, müsste durch eine sehr genaue nicht nur textkritische, sondern auch ideengeschichtliche und weltanschauliche Analyse untersucht werden, die in unserem Rahmen leider nicht geleistet werden kann. Vielleicht wäre es für den Leser leichter gewesen, wenn Gibson schon am Anfang seinen geistesgeschichtlichen Vergleich zwischen Lenau und Nietzsche dargeboten hätte, der tatsächlich sehr beachtenswerte Parallelen aufweist.“

Auf diese Weise kann das gleiche Buch auch rezipiert werden. Neueste Punktestand in Leporellos Register: eins für Frau Müller-Kampel von der Universität Graz – und sieben für den Autor des Lenau aus Temeschburg im Banat!

Das entspricht der objektivierenden Kraft des Faktischen, die durch keine Bosheit zu erschüttern ist. Professor Suchys positive Form der Analyse war nicht nur Balsam für meine geschundene Seele, sondern auch eine Bestätigung für Professor Theo Meyer, der immer hinter mir stand.

In einer gutachterlichen Stellungnahme zu meiner wissenschaftlichen Qualifikation schrieb mein Lehrer – für die Ohren der Öffentlichkeit bestimmt – folgendes:

Herr Carl Gibson M.A. hat sich durch literaturwissenschaftliche Veröffentlichungen, durch seine vorzügliche, höchst konstruktive Mitarbeit in meinen Hauptseminaren und Kolloquien zur neueren Literaturgeschichte und überhaupt in vielen wissenschaftlichen Diskussionen ausgezeichnet. Er hat zudem mit großem Erfolg als Lehrbeauftragter ein Seminar über das Faust-Motiv in der Dichtungsgeschichte angehalten. In seiner mehrjährigen Tätigkeit als wissenschaftliche Hilfskraft hat er sich als produktiver Geist bewährt. Er verbindet ein engagiertes literaturkritisches Problembewusstsein mit einem profunden literaturhistorischen Wissen, analytische Interpretationsfähigkeit mit ästhetischem Einfühlungsvermögen. Hinzu kommen seine pädagogisch-didaktischen Fähigkeiten, seine ständige Bereitschaft zur Kommunikation mit den Studierenden. Er hat die Studenten immer wieder zur intensiven Beschäftigung mit der Literatur angeregt, ihnen wertvolle Impulse gegeben und bei ihnen ständig positive Resonanz gefunden. Besonders hervorzuheben ist das von Herrn Gibson veröffentlichte Lenau-Buch( Lenau. Leben – Werk – Wirkung, Heidelberg 1989). Es handelt sich dabei um eine exzellente Publikation, deren Pionierleistung in der Entdeckung des „dionysischen“ Lenau besteht. In einer konzisen Phänomenbeschreibung und höchst luziden, engagierten Interpretation hat Herr Gibson innovatorische Aspekte zur Dichtung Lenaus entwickelt. Dieses Buch ist sicherlich ein Markstein de Lenau-Forschung. Es ist überhaupt die prägnanteste Lenau-Monographie. Es dürfte zum Besten gehören, was über Lenau überhaupt geschrieben worden ist.“

Dieses entschiedene Plädoyer extremer Positivität ist nicht mehr zu steigern. Das sind Worte des Freundes, der dem Bedrängten zu Hilfe eilt, um ihn, nach antikem Vorbild, mit seinem Schild zu schützen; Worte, angesichts der Ungerechtigkeiten, die uns beide umgaben, ausgesprochen werden mussten. Nur die Dame aus der schönen Grazer Bergwelt sah die Dinge ganz anders – und vielleicht auch jene, die sie zu dem Verriss animierten. Leporello meldet: eins nach Graz – acht für den geächteten Autor des Lenau. Erdrückend! Trotzdem – Entwicklungen, die von einem Mehrheitsbeschluss von zwei Professorenstimmen gegen eine – bei einer Enthaltung – durchgesetzt werden konnten, waren nicht mehr aufzuhalten. Zwei Platzhirsche, die von höherer Warte aus und für alle Ewigkeit in jenen Dschungel versetzt worden waren, wollten nicht, dass auch meine ketzerischen Irrlehren Gehör fanden und das schon bestehende Abweichlertum eines anderen Dissidenten am Galgenberg verstärkten. Damit wurde der Galgenberg tatsächlich zu meinem Golgotha. Was die Securitate nicht geschafft hatte, erreichten zwei deutsche Professoren und eine nicht ganz unfreiwillige Helferin aus Graz, der er heute fast leid tut, mit ihrer Polemik eine Existenz vernichtet zu haben. Die Götter hatten es so gewollt. Und das gute alte Gewohnheitsrecht, das an der Alma mater viel Staub und Patina angesetzt hatte, zumindest im alten Würzburg, wo seit Kilians Zeiten die Uhren etwas anders gingen.

(Kapitel aus : Carl Gibson, Erinnerungen, Ost- West- Geschichten. Aus dem Tagebuch eines Andersdenkenden.)

Würzburg - Blick auf das Käppele von der Mainbrücke aus , rechts die Marienburg

Würzburg - Blick auf das Käppele von der Mainbrücke aus , rechts die Marienburg

(Foto: Privatarchiv Carl Gibson)

 

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