Doctor honoris causa an Herta Müller!? Ehre, wem Ehre gebührt!?

Cui honorem, honorem!

Ehre, wem Ehre gebührt!?

Mit Lug und Trug bis zum Nobelpreis?

In diesen Tagen erreichten mich mehrere Emails mit dem Link auf einen Bericht,

der von einer neuen Ehrung Herta Müllers kündet:

http://www.welt.de/regionales/duesseldorf/article106221586/Uni-Paderborn-verleiht-Ehrendoktor-an-Herta-Mueller.html

Die Universität Paderborn war sich nicht zu schade, der kontroversierten Schriftstellerin Herta Müller aus dem ehemaligen deutschen Siedlungsgebiet Banat in Rumänien den Ehrendoktor zu verleihen, wofür auch immer.

Dazu sollte ich mich wieder äußern. Das wurde von mir erwartet.

Die Sache sollte erneut kritisch überprüft, ja kommentiert werden – wie zu früheren Anlässen, als man Herta Müller diverse Preise nachwarf, so als ob in Deutschland keine anderen förderungswürdigen Dichter und Literaten existierten als die „Unbeugsame“ aus der ehemaligen Ceausescu-Diktatur.

Was hat man ihr nicht alles überreicht in den letzten Jahren:

Den Preis (Ehrengabe) der Heinrich Heine -Gesellschaft, obwohl die „Literatin“ nach eigener Aussage mit Heine nicht viel anzufangen wusste.

Den Franz Werfel-Preis für Menschenrechte der Vertriebenen,

obwohl Herta Müller in ihrer alten Heimat gerade diese deutschen Landsleute und Opfer des Stalinismus und Kommunismus verspottet und literarisch bekämpft hatte.

Schließlich bekam Herta Müller sogar den Nobelpreis für Literatur 2009 – eine Groteske und Farce der Sonderklasse in der neuesten deutschen Literatur, die noch von sich reden machen wird.

In unzähligen Kommentaren weltweit hatte ich versucht, diese Außenseiter-Kandidatur zu verhindern, nicht nur aus literaturhistorischen Überlegungen, sondern von ethischen Kriterien ausgehend, überzeugt, dass Herta Müller nicht „moralisch integer“ ist. (Auszüge weiter unten)

(Die Nobelpreisvergabe an Herta Müller erinnert mich an eine Außerseiter-Spekulation beim Pferderennen oder an der Börse, wo man sich (als Macher und graue Eminenzen dahinter) die Mehrheit der Anteilsscheine im Vorfeld sichert, um dann abzukassieren – millionenfach zum erhöhten Kurs!

Manipulation?

Honi soit qui mal y pense!)

Meine bisherige Aufklärungsarbeit zum Täuschungswerk von Herta Müller – war sie umsonst?

So scheint es!

Bundespräsident Horst Köhler ehrte die „Unbeugsame“ Herta Müller mit dem Großen Bundesverdienstkreuz.

Aus meiner Sicht – ein Hohn!

Eine Ohrfeige an die Adresse aller aufrechten Widerstandskämpfer gegen den Totalitarismus weltweit!

Die Konrad Adenauer-Stiftung der CDU förderte Herta Müller genauso

wie ihr Mentor Michael Naumann von der SPD,

der nicht müde wird,

wie Rumpelstilzchen Stroh zu Gold zu spinnen.

Ja, wenn bei Verlagen in der Kasse klingelt, dann kann man

– auch jenseits von Ethos und Moral -

die Kritiker mundtot machen,

sie austrocknen, indem man ihnen ganze Netzwerke von anonymen Akteuren im Internet entgegensetzt, die ihre Ressourcen binden und sie so rein physisch kaputt machen.

Die Lüge lebt – ja die Lüge triumphiert, leider Gottes auch in Deutschland!

Die renommierte FAZ und die sonst so seriöse DIE ZEIT halfen Herta Müller, ihre Ammenmärchen von Widerstand und Opposition während der Ceausescu Diktatur zu verbreiten, ohne Kritiker ( und Zeitzeugen aus den kommunistischen Gefängnissen) adäquat zu Wort kommen zu lassen.

Das ist einseitig und diesen Blättern nicht würdig.

Meine Kommentare dort wurden verhindert, beschnitten, verstümmelt – mit den Hinweis auf das Hausrecht, ohne dass die Fakten überprüft worden wären.

Solch ein amoralisches Vorgehen untergräbt die freie Meinungsäußerung in diesem Land und in Europa und führt dazu,

dass die falschen Leute Ehrungen erhalten, Ehrungen, die ihnen nicht zustehen.

Das Phänomen Herta Müller – des „Kaisers neue Kleider“!?

Noch nimmt man es hin,

die apolitischen Schriftstellerkollegen ebenso wie die breite, wenig informierte, ja faktisch desinteressierte Masse der Leser.

Keiner spricht es aus : das Nichts dahinter!

Ihre Literatur wird sich nicht durchsetzen, das wage ich vorauszusagen,

eben auch weil Herta Müller moralisch versagt hat.

Fakt ist:

Herta Müller wurde von den Kommunisten Ceausescus gefördert.

Meine Kritik an dieser Haltung, explizit formuliert in meinem Werk

„Symphonie der Freiheit. Widerstand gegen die Ceausescu-Diktatur, 2008,

und länger als ein Jahr im Wikipedia-Porträt von Herta Müller enthalten,

wurde wenige Tage nach der Nobelpreisverleihung 2009 einfach wegretuschiert,

während in den Zeitungen FAZ und

DIE ZEIT ihre Version der Dinge verbreitet wurden.

So agierten die Kommunisten im ehemaligen Ostblock – so waltet man heute noch in China.

Das geschönte Bild der Ikone und Galionsfigur bestimmter Kreise besteht weiter.

So wird die Wahrheit zur Lüge.

 

Fakt ist:

Herta Müller hat mehrfach gelogen und die deutsche Öffentlichkeit hinters Licht geführt.

Das kann ich beweisen.

Auf diese Art wurden Nobelpreisnominierung  und Nobelpreis erschlichen. 

 

Wenn die Fakten einem breiteren Auditorium bekannt werden und wenn darüber öffentlich kritisch diskutiert werden wird, werden gewisse Kreise, die bisher Herta Müller förderten,  ihr Aushängeschild fallen lassen wie eine heiße Kartoffel.

Das Bundesverdienstkreuz wird man Herta Müller aberkennen.

Und Pseudo-Ehrungen – wie die Vergabe eines Ehrendoktors durch die Philosophische Fakultät der Universität Paderborn – werden sich als Bumerang erweisen.

Als ich im Jahr 2008 damit begann, Herta Müllers inszenierten Widerstandmythos zu überprüfen und kritisch zu hinterfragen, drohten mir Herta Müller und ihr zweiter Mann Richard Wagner, ein langjähriger Kommunist und Parteigenosse von Diktator Nicolae Ceausescu, mit Anwälten und Gericht.

Diskreditierungskampagnen gegen meine Person wurden gestartet, Druck wurde ausgeübt mit Hinweisen auf die „mächtigen Freunde“ der Autorin, Druck von Seilschaften, die eine weitere Publikation von mir ( Bd. 2 der „Symphonie der Freiheit“ bisher verhinderten mit dem plakativen Hinweis, ich würde die Persönlichkeitsrechte von Herta Müller tangieren.

Minister und Bundespräsident stolperten über ihre Lügen und mussten zurücktreten, eben weil die Demokratie in diesem Land.noch funktioniert.

Auch Herta Müller wird die Konsequenzen tragen müssen, wenn die Zeit dazu reif ist.

Ich jedenfalls werde mit meiner Aufklärungsarbeit fortfahren, auch wenn FAZ und DIE ZEIT Herta Müller die Stange halten.

 

Wenn nicht authentische Zeitzeugen und Opfer der kommunistischen Diktatur in Rumänien gehört und zur Wahrheitsfindung herangezogen werden, sondern Belletristen, fiktionale Autoren und ehemalige Handlanger der Kommunisten, dann wird die Lüge endgültig triumphieren.

Wir leben in einer Zeit der Wendehälse und Chamäleons

das frühere Paktieren mit den kommunistischen Verbrechern von gestern ist eben so salonfähig geworden wie die Akzeptanz der Altnazis in der demokratischen Gesellschaft Deutschlands nach 1945.

Dass man diese Handlanger des Kommunismus aber auch noch öffentlich ehrt,

das stellt die Welt endgültig auf den Kopf.

Die detaillierte Argumentation zur Thematik ist hundertfach im Internet nachzulesen.

Und nun reiht sich die Universität Paderborn in die Reihe der Lobhudler ein.

Was weiß Professor Norbert Otto Eke vom antikommunistischen Widerstand in der Ceausescu-Diktatur?

Mancher deutsche Professor aus dem Elfenbeinturm verbindet seine Laufbahn mit dem Werdegang Herta Müllers, aus politischer Naivität oder auch deshalb, weil man der früher eingeschlagene Linie treu bleibt und sich durch den Nobelpreis bestätigt fühlt, ohne Rücksicht auf Ethos und Wissenschaft.

Ihnen und vielen deutschen Journalisten reicht die Version von Herta Müller – investigatives Dahinterschauen ist nicht weiter gefragt!

Weshalb werden die Kritiker Herta Müllers nicht zu Podiumsdiskussionen eingeladen?

Funktioniert so der demokratische Dialog innerhalb der Alma Mater?

Hoffentlich sind die Studenten an der Universität Paderborn kritischer als ihre Dozenten!

Was hat Herta Müller “wissenschaftlich” geleistet?

Mir ist nichts bekannt!

Was hat sie “Außerordentliches” geleistet?

Eine Ehrendoktor-Vergabe für Literatur ist m. E. fragwürdig.

Ein Ehrendoktor für die als antikommunistische „Dissidentin“ wahrgenommene Herta Müller hingegen ist an sich höchst problematisch,

denn Herta Müller hat mit den Kommunisten Ceausescus paktiert und war viele Jahre mit dem KP-Mitglied Richard Wagner verheiratet.

Sie war eine Nutznießerin des kommunistischen Systems und durfte – ebenso wie ihr KP-Gatte Richard Wagner – Jahre vor dem Fall der Mauer in den Westen reisen, während ihre deutschen Landsleute aus dem Banat und Siebenbürgen auf der Flucht an der „grünen Grenze“ erschlagen wurden.

Ihr antideutsches Debütwerk “Niederungen” wurde von Kommunisten ermöglicht und gedruckt.

Das ist Bundespräsident Horst Köhler entgangen, auch der KAS und Michael Naumann ebenso wie der Uni Paderborn.

Ist das alles vergessen? Und bleibt es unter dem Teppich?

Alles Schnee von gestern?

Oder haben Lügen doch kurze Beine…?

Nach meiner Auffassung von Demokratie sollten diese Ehrungen und Preise allesamt überprüft werden, da die Voraussetzungen bei genauer Autopsie der Fakten nicht gegeben sind.

Derart politische Spielchen führen die Öffentlichkeit in die Irre.

Die Lüge lebt und wuchert inzwischen global – auch Sodom und Gomorra hatten ihren Anfang.

Die Folgen sind bekannt.

Wenn wir nun unsere Werte preisgeben und die „Umwertung aller Werte“ betreiben, so wie sie ein Nietzsche nie gemeint hat, jenseits von „intellektueller Redlichkeit“ und „innerer Wahrhaftigkeit“, dann ist alles verloren:

Die Seelen,

der Geist

und die Materie dahinter,

denn wo das Vertrauen schwindet, beginnt der Untergang.

Herta Müller ist ein Zeitphänomen, das vom Ungeist der Zeit getragen wird.

Die einsamen Rufer, die Philosophen aus den Katakomben will man nicht hören.

Ich argumentiere hier als Philosoph und Historiker – über postdadaistische Sprachbilder kann man streiten, doch nicht über historische Fakten und Wahrheiten.

Was ist aus diesem Land geworden – verkehrte Welt?

Apropos: Doctor honoris causa.

http://de.wikipedia.org/wiki/Ehrendoktor

Jeder Wirtschaftsboss mit Geld und Spendenfreude hat auch einen –

eine kleine Spende an die Akademie macht es möglich!

Und Politiker schmücken sich gerne damit!

Auch Diktatoren, weltweit!

Sie führen den „Dr. h. c.“ wie ihreFantasie-Paradeuniform.

Diktator Ceausescu hatte mehrere Doktortitel –

und seine Frau Elena – fast so häufig gehrt wie Herta Müller – führte in intellektuellen Kreisen den Beinamen AIDA,

(das sollte bedeuten: Akademikerin, Ingenieur, Doktor, Analphabet) – soweit der Zynismus der Rumänen im Kommunismus.

Wo bleibt der Anstand?

Die Wahrhaftigkeit?

Herta Müller – die „Unbeugsame“ – Welch ein Vorbild!

P.S. Mehr auf diesem Blog und im Internet

 

 

 

 

Auszüge aus früheren Kommenatren:

http://www.haz.de/Nachrichten/Kultur/Uebersicht/Herta-Mueller-erhaelt-Grosses-Verdienstkreuz

  • Hohe Ehrung eine Farce? Carl Gibson – 28.05.10

In der “deutschen Gemeinde” ihrer Landsleute im Banat sah Herta Müller ihren Feind. Das von den Kommunisten Ceausescus geförderte Buch „Niederungen“, vom “Hass” inspiriert und motiviert, kündet davon. (Siehe: Grabrede) Müller war mehrere Jahre mit dem langjährigen Kommunisten Richard Wagner verheiratet, durfte mehrfach in den Westen reisen, während andere an der Grünen Grenze erschlagen wurden; sie hat nie opponiert und ist nie echt verfolgt worden. Ihre Vita vor ihrer Ausreise in die BRD 1987 ist dunkel. Müller hat ihre deutschen Landsleute beleidigt und gekränkt – das trug ihr den Ruf einer „Nestbeschmutzerin“ ein. Ihre Kritiker wurden nie gehört. Sie heulte lange mit den roten Wölfen, wendete dann opportunistisch das Haupt und wechselte die Fronten. Dafür die hohe Ehrung? Was wird aus Werten und Moral, wenn solche Signale gesendet werden? Kennt Präsident Köhler die Fakten und historischen Hintergründe? Aus der Sicht eines Zeitzeugen, der die Ceausescu-Diktatur aus dem Widerstand und der Folterzelle erlebt hat, ist dieser Gestus ein Hohn. Carl Gibson, Zeitzeuge und Historiker

http://www.augsburger-allgemeine.de/community/forum/deutschland,-europa-und-die-welt/10265611-Koehler-wuerdigt-Herta-Mueller-als-Unbeugsame-id10265611.html

Hohe Ehrung auch für Wendehälse und Opportunisten?
Was wird aus Werten und Moral, wenn geschickte Opportunisten mit dem Großen Verdienstkreuz ausgezeichnet werden, dazu noch Leute, die früher der Bundesrepublik sehr skeptisch begegneten wie Herta Müller? Der “Hass” auf ihre deutschen Landsleute im Banat inspirierte Herta Müller, ihr antideutsches Büchlein “Niederungen” zu schreiben. In der “deutschen Gemeinde” sah sie 1982 ihren eigentlichen Feind, nicht aber in den verbrecherischen Kommunisten Ceausescus, die dieses Machwerk auch noch förderten. Herta Müller, mit dem langjährigen Kommunisten und RKP- Mitglied Richard Wagner verheiratet, durfte frei in den Westen reisen, während wahre antikommunistische Oppositionelle in die Kerker geworfen wurden und Freiheitsuchende an der Grünen Grenze erschlagen wurden. Erst kurz vor ihrer Ausreise 1987 änderte sie ihre Meinung und Front. Dafür die hohe Ehrung? Kennt Bundespräsident Köhler die historischen Hintergründe und Fakten? Aus der Sicht eines Zeitzeugen aus dem Widerstand, der die Ceausescu-Diktatur aus der Folterzelle heraus erlebt hat, für den die “Securitate” echt ist und keine poetische Fiktion “erfundener Wahrnehmung” erscheint diese Ehrung als Hohn. Nach eigener Aussage gibt es von Herta Müller eine Securitate-Akte, die sie als systemtreue Kommunistin ausweist. Wer sagt uns, dass das eine Fälschung ist? Ihre Vita vor 1987 ist dunkel. Weshalb? Weshalb müssen ihre Kritiker schweigen? Der Nobelpreis an Herta Müller war schon ein Skandal – das Große Verdienstkreuz – wofür eigentlich – steigert das noch um ein Vielfaches. Die echten Opfer mahnen! Carl Gibson, Zeitzeuge, ehemaliger politischer Häftling während der Ceausescu-Diktatur und Historiker.

http://diepresse.com/home/kultur/literatur/514718/Herta-Mueller-erhaelt-FranzWerfelMenschenrechtspreis-

Eklatanter Fehlgriff und falsches Signal

Der “Dissidenten”-Mythos wirkt!

Es ist wie mit dem Wolf im Schafsfell: Seit Herta Müller ist Westen ist, wird sie als “Dissidentin” wahrgenommen – und das obwohl sie viele Jahre eine “Systemloyale ” war, die sich an die Spielregeln der Ceausescu-Diktatur gehalten, die vom System profitierte, nicht zuletzt, weil sie den Banater Schwaben in der Stunde der Agonie und des Exodus in den Rücken fiel!
Das scheint alles vergessen!
Wer fragt heute schon nach Beweisen!
Kritische Wissenschaft?
Die Thesen, ihr Debütband “Niederungen” sei “zensiert” worden, sie sei von der Securitate verfolgt worden, ja sogar von ihren Landsleuten, sind allesamt nicht bewiesen.
H. Müller begann erst damit, Ceausescu zu beschimpfen, als sie im Westen in Sicherheit war.
Verfolgt, in Haft, gar umgebracht wurden andere.
Den kritischen Fragen zu ihrer dunklen Vita vor 1987 hat sich die Nobelpreisträgerin nie gestellt. Fragt einer danach, wird ihm in Deutschland der Mund verboten. Diese Erfahrung mache ich seit Monaten, obwohl ich eine “Nobelpreis-Kandidatin” kritisch ins Visier nahm, – aus der Sicht des wahren Dissidenten aus der Gefängniszelle.
Herta Müller hat “Geschichten” erzählt, Märchen viel “erfundende
Wahrnehmung” geliefert, ohne dabei “Fiktion” und “Wahrheit” auseinander zu halten sind.
Jetzt, nach dem Preis, sollen die Kritiker schweigen! Doch wie weit ist es mit der Demokratie her, wenn das freie Wort abgeschnitten wird – mit Maulkorb!? J’accuse, sage ich hier mit Zola! Carl Gibson

 

                                                                                                    

Herta Müller- Ehrungen:

Nobelpreis, Bundesverdienstkreuz und andere Preise für Hass und und Hetze gegen die Deutschen aus dem Banat:

also auch dafür:

Von der Rückseite des Mondes – oder:

eine verhängnisvolle Rezension

Für ausgewiesene Banatexperten wie F. C. Delius, der in jener Gegend bestenfalls ein paar sonnige Urlaubstage verlebte hat, um dann im Spiegel-Stil das Banat als rückständige Gegend zu beschreiben, etwa wie der Blinde die Sonne,

war das Banat natürlich kein Garten Eden mehr,

kein Elysium,

kein Paradies, sondern der Unort schlechthin,

das Gegenstück zum Locus amoenus,

ein Ort des Grauens,

ein Locus terribilis, kurz das Alte Babylon und Sodom und Gomorra in einem, als moderne Stätte pathologischer Obszönität!

„Herta Müller beschreibt – in der 80seitigen Titelerzählung und in den meisten der 15 Kurztexte – vordergründig nicht mehr als ein Dorf. Ein Dorf, das für alle “schwäbischen” Dörfer im Banat steht, und das vermutlich auch den “sächsischen” Dörfern in Siebenbürgen ähnlich ist. Das Dorf wird aus dem Blickwinkel eines Kindes gesehen. Ohne erklärte Absicht der Aufarbeitung und ohne die uns vertraute Betroffenheits-Weinerlichkeit steigt Herta Müller in die kindliche Wahrnehmung zurück. Sie fängt die Blicke auf, die Gesten, die Bewegungen, die Ängste und Fantasien der Kinder und konfrontiert sie mit dem Verhalten der Erwachsenen. Herta Müller schreibt, als erwache sie – in einem Reich der Grausamkeit. Denn das deutsche Dorf, es ist, mit einem Wort, die Hölle auf Erden.“

 

Für F. C. Delius, als sensationell ausgerichteter Journalist,

streitbarer und prozessfreudiger Autor sonst überkritisch,

folgt den Geschichtlein willig, ohne auch nur etwas zu hinterfragen,

so als wollte er die unverkennbaren Provokationen, die gelegentlich an Hetze  grenzt, bewusst transportieren.

War unsere Heimat ein waste land, eine Art fernes Sibirien, eine die dunkle Kraterlandschaft auf der Rückseite des Mondes, die noch niemals betreten wurde?

War das Banat ein kulturloser Landstrich,

von Inzucht durchsetzt, eine Terra inkognita, wo noch kein Forscherauge hin dringen durfte, schlimmer noch als das Dantesche Inferno?

Das Banat – eine abstruse Welt mit dummen und bösen Menschen, mit deutschem Scheitel, deutschen Schnurrbart,

mit biologischen Sonderphänomenen, mit Fliegen die Maden im Flug fallen lassen, eine Welt, wo Katzen sich mit Hunden paaren und ähnlichen Skurrilitäten, genauso wie er es bei seiner Gewährsfrau, bei Herta Müller, nachlesen konnte?

Meine und anderer Menschen Heimat – noch rückständiger als die rückständigsten Ecken in Österreich oder in der Schweiz, wo Höhenfeuer brannten und Thanatos regierte, aus denen Thomas Bernhard und Peter Handke zu berichten wissen – „Nestbeschmutzer“ und Tabubrecher auch sie?

F.C. Delius’ Vorstellung vom Banat und indirekt auch von Siebenbürgen gleicht den Schilderungen eines Reisenden zum Mond, der dort grüne Männchen getroffen hat, Außerirdische, die ihm die obskure Rückseite schildern oder die Schwarzen Löcher in fernen Galaxien.

Weil F. C. Delius offensichtlich Gefallen an der Art der Schilderung fand, ergriff er Partei und billigte den surrealen Zerrbildern auch „Wahrheitsgehalt“ zu, ohne die Perspektiven zu hinterfragen und die Täuschungen dahinter.

Die sonst kritische „Spiegel“-Redaktion folgte ihm und vergaß dabei, den sozialistischen Realitäten real ins Auge zu sehen, nicht nur, weil es gerade nicht opportun war, sondern das Blatt aus Hamburg höchst wahrscheinlich eigene Absichten verfolgte,

nämlich die Instrumentalisierung dieser Satiren, Karikaturen und Polemiken zu innenpolitischen Zwecken. „Niederungen“ war ein gutes Instrument, um dem deutsch konservativen, vaterländischen Lager ins Kontor zu schlagen.

Aus der Sicht der Betroffenen aber war diese  unausgewogene, die besondere Situation der Exponierten verkennende  Buchbesprechung, die zudem Herta Müller auf ein Treppchen hob, das ihr nicht zustand, damals nichts weiter als blanker Hohn sie war eine gezielte Provokation, die bei allen Betroffenen nur Bitterkeit hervorrief, ein Pfahl im Fleisch, ein Keil, der trennte und spaltete, wo versöhnende Integration angesagt war.

So etwa hetzte einst Julius Streicher Menschen gegeneinander auf – und jetzt mit Delius auch das Blatt aus Hamburg?

Oder war die wenig Frieden stiftende Verhöhnung deutscher Landsleute gar legitim? Von der Schelte und der argen Verunglimpfung nicht betroffen waren nur diejenigen, die nicht lasen, was über sie geschrieben wurde.

Der Spiegel kultivierte einen solchen Stil, weil es in politischen Kampagnen gegen Konservative der hauseigene war. Und kaum einem fiel es auf, dass das Blatt vom Elbstrand nicht nur gegen Religionen oder Weltanschauungen polemisierte, gegen Christus und Hitler und Strauß und manchmal gegen totalitäre Systeme ins Feld zog, sondern diesmal – und ganz ungeniert – gegen eine der deutschen Volksgemeinschaften hetzte.

Früher ignorierte ich solch ein Vorgehen einfach und sah großzügig über das Verletzende hinweg. Hatte ich doch selbst diesen Stil lange Jahre süffisant genossen, solange sich Sarkasmus und Polemik gegen den Sowjetkommunismus richtete und gegen totalitäre Systeme weltweit.

Seinerzeit verschlang ich antikommunistische Polemik wie das tägliche Brot als geistige Nahrung, die mich am Leben hielt. Jener Stil war für mich eine Waffe, die ich einsetzte, ein Mittel zur Wahrheitsfindung, doch nicht die Wahrheit selbst.

Seitdem ich deutschen Boden betreten hatte, distanzierte ich mich vom Spiegel und las dafür die Frankfurter Allgemeine Zeitung, wo ich mich weltanschaulich und politisch gut aufgehoben fühlte; eben weil ich den Hetzstil, den ich, solange er gegen den ideologischen Feind gerichtet war, mit trug, nun nicht mehr akzeptieren wollte und weil eine ferne Verwandtschaft zum Stürmer Streichers nicht ganz zu verkennen war.

Manchmal konnte der Stil auch fein sein und verführerisch subversiv; oft war er aber nur plump und grob, wie in der gesamten Auseinandersetzung mit bayerischen Ministerpräsidenten und CSU-Vorsitzenden Strauß.

Noch heute erinnere mich einer unfairen Berichterstattung anlässlich des Ägyptenbesuches von Franz Josef Strauß, wo es hieß – ich zitiere aus dem Gedächtnis -  Kamele werden scheu, Pferde brechen aus: Franz Josef Strauß nähert sich den Pyramiden. Über Strauß wurde halb Bayern angegriffen und diffamiert. Jene Mehrheit in Bayern, die über Jahrzehnte konservativ wählte und dem resoluten Demokraten nahe stand. Hetze setzt subtil ein und steigert sich dann autodynamisch bis zur Volksverhetzung. Wehret den Anfängen, auch hier!

Doch weshalb sollte es dem Banat, das wesentlich kleiner und viel unbedeutender war als das schöne Land der Bayern und Franken, besser ergehen.

Foto: Carl Gibson

Die “Hölle” in Nitzkydorf – für andere war das Heimat!

Ob Dichter lügen?

Von Gesetzen der Perspektive und folgerichtigen Schlüssen

Friedrich Christian Delius,

der Rumänien – aus der Perspektive des flüchtigen Goethe-Institut –Referenten – bestimmt sehr gut kennt

und bestimmt schon manches zur Thematik erforscht und veröffentlicht hat,

der auch mit der Geschichte des Banats bestimmt bestens vertraut ist

und auch in differenzierter Weise über das Zusammenleben mehrerer verschiedener Völker Auskunft geben kann,

der die Ethnizität und die Geschichte des Dorfes im Banat gut kennt,

die Verschiedenheit der Dörfer aus ihren Siedlungsursprüngen heraus versteht, bis hin zu den achthundertjährigen Besonderheiten des Dorfes in Siebenbürgen, will, wenn es um Wahrheit geht, den Schriftstellern vertrauen!

Er wählt dabei die Mehrzahl, denn die Dichter,

das weiß er bestimmt auch,

wären schon von Platon aus dem Staat gejagt worden, weil sie es mit der Wahrheit nicht so genau nehmen: weil Dichter lügen, wie es Nietzsche erhärtet.

Man muß sich, wie immer, wenn die Wahrheit gefragt ist, an die Schriftsteller halten,

postuliert Delius.

Wie wahr, wie wahr!

„ Man muß sich, wie immer, wenn die Wahrheit gefragt ist, an die Schriftsteller halten. Die bekannteren rumäniendeutschen Autoren der mittleren Generation jedoch leben seit etlichen Jahren im Westen. Oskar Pastior aus Hermannstadt oder Sibiu hat sich zum Paganini der deutschen Sprache erst in Berlin entwickelt. Paul Schusters großer Roman “5 Liter Zuika” ist bei uns ebenso unverdient unbeachtet geblieben wie Dieter Schlesak mit seinen Gedichten und Essays.“

Dann nennt er fünf Banater Schriftsteller der jüngeren Generation: Richard Wagner, Johann Lippet, Rolf Bossert, Horst Samson.

Schlesak und Pastior gingen schon früh, eben weil sie nicht mit den sozialistischen Wirklichkeiten fertig wurden. Nicht ihre Heimat vertrieb sie von der Scholle, sondern die ideologisch bedingten Unfreiheiten einer Diktatur.

Pastior verstarb kurz vor der Entgegennahme des Büchner-Preises im Oktober 2006.

Doch da keiner dieser Schriftsteller, die fast alle auch Dichter sind, etwas besonders Negatives zum deutschen Heidedorf im Banat explizit auszusagen hat

und keiner dieser Kunstschaffenden sich selbst und das Volk seiner Herkunft diffamieren will, zitiert er, seinen eigenes Wort vergessend,

eine Schriftstellerin, eine einzige nur

und setzt in einer sonderbaren Art der Objektivierung eine Perspektive, eine Sicht als die allgemeingültige Wahrheit für das deutsche Dorf im Banat fest.

Angesichts dieser Logik gackern ja die Hühner:

Herta Müller beschreibt – in der 80seitigen Titelerzählung und in den meisten der 15 Kurztexte vordergründig nicht mehr als ein Dorf. Ein Dorf, das für alle „schwäbischen“ Dörfer im Banat steht, und das vermutlich auch den „sächsischen“ Dörfern in Siebenbürgen ähnlich ist.”

 

Was sagt man dazu?

Jeder nichtwissenschaftliche Kopf, jeder Analphabet findet unzählige Gründe, weshalb eine solche Aussage nie formuliert werden darf.

Delius geht auf seinem Weg der Wahrheitsfindung von der objektivierenden Mehrzahl zur Einzahl hin, um einen Standpunkt zu verabsolutieren, der für alles Gültigkeit haben soll. Eine sonderbare Art der Wahrheitsfindung.

Ein Sujet für Ionesco!

Die Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung, die auch den als IM der Securiate entlarveten Oskar Pastior mit dem Büchner-Preis auszeichnete und Herta Müller würdigete,

ehrt nun auch F. C. Delius – für mich ein guter Grund, an dieser Akademie zu zweifeln und angesichts der Kriterien literarischer Wertung zu verzweifeln!

Foto: Carl Gibson

Wehrkirche in dem “siebenbürgischen Dorf” dahinter – in Grossau!

Was sagen die Siebenbürger Sachsen zu F. C. Delius Kommentar über ihre Heimat?

Das Banat – Hölle auf Erden, Locus terribilis, von Hass erfüllt und von Rückständigkeit geprägt

Fakt ist: Nicht nur jedes Dorf war anders,

oft war selbst auch jede Straße im Dorf anders, weil der Verschmelzungsprozess noch nicht abgeschlossen war.

Doch die Negativ-Steigerung des F. C. Delius geht noch weiter:

“Herta Müller schreibt, als erwache sie – in einem Reich der Grausamkeit. Denn das deutsche Dorf, es ist, mit einem Wort, die Hölle auf Erden.

Die Höllenbewohner sind in Hass aufeinander eingeschworen.“

Ein Kennzeichen der Hölle: eine extreme Rückständigkeit.

Wie kommt es nur, dass diese Hölle, wogegen Sodom und Gomorra verblassen,

bisher unentdeckt blieb und keiner der anderen Schriftsteller, die – nach Delius, nicht nach Platon – doch auch etwas von Wahrheit verstehen, bisher nichts darüber berichtet haben?

Waren alle Kunstschaffenden vor Herta Müller auf den Kopf gefallen oder blind und unfähig, eine Hölle zu sehen, wo eine Hölle war?

Oder war gar keine Hölle da? Nur eine hohle Höhle mit Schatten, die von getäuschten Betrachtern für Wahrheiten gehalten wurden?

Auch Rezensenten sollten sich im Denken einüben – und zwar so lange, dass sie der eigenen logischen Aussage konsequent über zwei, drei Sätze folgen können.

Das nutzt dann auch dem Spiegel, der es mit der Logik nicht so genau nimmt, wenn er Auflagen stimulierend provozieren kann.

Oder waren bestimmte Kreise der Hölle nur in einem Kopf – und die anderen konnten sie nicht erkennen?

Das Denken ist eine noch merkwürdigere Sache als die Wahrheit – und das wahrhaftig Handeln noch eine schwierigere als das Erkennen. Delius gab das in seiner Besprechung wieder, was er in den Niederungen vorfand - Niederungen eben.

Und er verkannte die Tragweite der eigenen Polemik, die für bundesdeutsche Ohren fast unverfänglich klingt, bei Betroffenen aber schmerzvolle Wunden hinterlässt?

Oder er provozierte gezielt, um den Konservativen und der bürgerlichen Mitte in der Bundesrepublik um Kohl und Strauß eines auszuwischen?

Wurde Herta Müllers Frühwerk gezielt zu innenpolitischen Zwecken missbraucht?

Wenn ja,  weshalb lies die Autorin das zu?

Im Gegensatz etwa zu Kempowski, der mit dem Literaturpreis der Konrad Adenauer Stiftung alles andere als glücklich war?

Andere ebenso „kompetente“ Fachleute sahen darin – vielleicht nur deshalb, weil die Rezension im allseits bekannten Nachrichtenmagazin Spiegel erschien – eine positive Wertung und prämierten sie, so als ob der Spiegel, der soviel von Literatur versteht wie einige seiner tendenziösen Rezensenten von böhmischen Dörfern, eine Vorentscheidung erbracht hätte.

Wo eigene Entscheidungskriterien fehlen, verlässt man sich gern auf Vorentscheidungen – wie bei den politik- und geschichtsfremden Juroren der Konrad Adenauer- Stiftung, die mit Herta Müller eine Frau prämierte, die einst ihr Vaterland schnöde verachtete.

So ist das mit der Wahrheitsfindung und mit der literarischen Wertung. Kein Wunder, dass Betroffene dabei verzweifeln oder – nach so viel erlebter Ungerechtigkeit – depressiv werden oder zu den Rechten um Dr. Frey überlaufen wie mein verzweifelter Musikfreund Felix in Dortmund.

P.S.:

Dem Schriftsteller F. C. Delius wurde vor wenigen Tagen der renommierte “ Büchner- Preis ” zugesprochen – wofür eigentlich?

 

Dafür, dass er mit suspekten Mitteln hetzender Polemik Herta Müller “auf den Weg brachte” – bis hin zum Nobelpreis?

Aus meiner Sicht bzw. aus der Sicht aufrechter Banater Schwaben, die seinerzeit unter Lebensgefahr gegen die Kommunisten Ceausescus ankämpften, während Wendehälse und Opportunisten das Spiel der RKP mitmachten, ist das ein Hohn – mehr dazu in den Kapiteln ( Auszug: Symphonie der Freiheit, Bd. 2 – Gegen den Strom) weiter oben.

Foto: Monika Nickel

Banater Heide – Klatschmohn ( Pipatsch) am Wegrand.

Die “Hölle” war das Banat – bei Gott – nicht!

Zur Erinnerung - Bilder aus Rumänien, Rumänische Aktualität:

Die “KP-Leute von gestern” leben heute saturiert in der Bundesrepublik – ihren Opportunismus von einst, als sie noch mit den “roten Wölfen” heulten, haben sie längst verdrängt, ja vergessen.

 

Die Unverschämtesten aus ihren Reihen beschimpfen heute von scheinbar sicherer, protegierter Warte aus sogar die ehemaligen antikommunistischen Dissidenten,

die Aufrechten des Widerstands gegen die Diktatur, als Helfershelfer der Securitate und als nützliche Idioten,

 

ohne zu bedenken, dass sie selbst über viele Jahre nützliche Idioten der Kommunisten waren.

 

Aber, weil sie selbst der verbrecherischen Partei Ceausescus als “Mitglied” angehörten  und dem System, diesem huldigten und stützten, waren sie damals für all die Verbrechen und Menschenrechtsverletzungen blind.

 

Nur noch ein paar Dissidenten und “Betroffene”  erinnern an das,

was in der Ceausescu-Diktatur Alltag war.

 
 

Foto: Carl Gibson

 
 

Die Kader-Schmiede der Rumänischen Kommunistischen Partei –

Die marxistisch- leninistische  Hochschule “Stefan Gheorghiu” –

Wer als RKP- Politiker, Journalist, Historiker etc. im Rumänien Ceausescus

Karriere machen wollte, musste hier studiert haben.

Davor: “Der Löwe”!

 

In dem kommunistisch-nationalistischen Hymnus “Pui de lei” werden die Rumänen

als “Junge Löwen” glorifiziert, die, aus dem Fels gebrochen, überall wachsen und gedeihen -

vivat, crescat, floreat!?

 

Ja, ich erinnerte mich!

 

Vis – à-vis  des Löwen liegt der Präsidentenpalast Traian Basescus – und

nicht weit entfernt …. „Cartierul Primaverii“, das „Stadtviertel des Frühlings“,

wo Ceausescu und sein Clan lebten

und wo heute immer noch die Bonzen hausen, die Nomenklatura der Neuzeit, Wölfe im Schafsfell, Wendehälse und Chamäleons aller Art, Demagogen der Sonderklasse, oft als lupenreine Demokraten kaschiert.

 

Fürst Potjomkin lässt grüßen, mit neuen Fassaden  – und der Pawlowsche Hund auf der Straße,

der fügsam den Schweif absenkt und nach dem Knochen schnappt,

den man ihm gnädig zuwirft – für gute Dienste!

 

Foto: Carl Gibson

Wachturm vor der Residenz des Präsidenten der Republik. Von dem Palast sieht der Bürger nichts.

Foto: Carl Gibson

Das “Rumänische Athenäum”

Der Zufall wollte es, dass in diesen Tagen am 27. und 28 September die aus Rumänien stammende Herta Müller in diesen “heiligen Hallen” lesen sollte –

in dieser “Arena” oder “Circus” wie die Nobelpreisträgerin im Gespräch mit

Gabriel Liiceanu (Phänomenologe und Chef des Verlagshauses “Humanitas) sagte.

Eine “Dissidentin”, betonte Herta Müller vor Ort, sei sie nicht gewesen, aber sie hätte im Kindergarten mit der Leiterin des Kindergartens lebhaft kritisch diskutiert.

Ob sie auch der RKP und der “Securitate” seinerzeit etwas “Kritisches” zu berichten hatte, damals zu Ceausescus Zeiten, das sagte Herta Müller nicht.

Foto: Michael Blümel

Carl Gibson, einer der schärfsten Kritiker von Herta Müllers Werk, vor der “Humanitas”-Buchhandlung neben der Ienei-Kirche im Herzen der Hauptstadt.

Eine Teilnahme an der Werbeveranstaltung im “Rumänischen Athenäum” wollte ich mir dann doch nicht zumuten.

Gabriel Liiceanu von der Phänomenologischen Gesellschaft in Rumänien und Kopf des Verlages “Humanitas”, der gerade Herta Müllers “Atemschaukel” in rumänischer Sprache herausgab,

dachte wohl mehr ans Geschäft, als an “kritische Fragen” und historische Wahrheiten.

Den “Dingen auf den Grund gehen”, die “Wesenheit schauen”, “des Pudels Kern” entlarven – das wollte dieser wohlwollende Intellektuelle nicht.

 

Foto: Michael Blümel

Bürgerprotest am Piata Unirii in Bukarest – Was aussieht wie Werbung, ist eigentlich der friedfertige “Aufruhr” eines Bürgers, der sich von einem ausländischen Konzern benachteiligt fühlt.

Es folgte ein besinnlicher Ausklang am Abend im Hotel:

Foto: Carl Gibson

Sonnenuntergang über den Neubau-Dächern von Bukarest – Folgt bald die “Morgenröte”?

Argumente und Fakten – aus Carl Gibsons “Wiener Kommentaren”.

Vorbemerkung:

Es ist schon sehr sonderbar. Ein ehemaliger Regimekritiker der Ceausescu-Diktatur und Zeitzeuge aus der kommunistischen Gefängniszelle, Bürger der BRD seit 1979, muss – quasi wie Odysseus ein zweites Mal ins Exil gehen – und ins benachbarte Österreich ausweichen, wenn er seine freie Meinung zu Opportunismus und zum Wendehals-Verhalten von ehemaligen Systemloyalen und Mitgliedern der Kommunistischen Partei des Diktators Ceausescu öffentlich kundtun will.

Die einst kritischen, ja liberalen Blätter DIE ZEIT, Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ), Frankfurter Rundschau, DER SPIEGEL etc. drucken Carl Gibsons Beiträge nur partiell ab oder sie verweigern gewisse aufklärende Tatsachen-Darstellungen ganz.

In “Die Presse” aus Wien durfte ich bisher frei reden!

Wie kommt es zu dieser Diskrepanz?

Ist Herta Müller sakrosankt?

Darf zu ihrem Leben und Werk  in Deutschland keine kritische Nachfrage erfolgen?

Cui bono?

 

Aus:

 

„Die Presse“, Wien:

 
 

Carl Gibson zu dem Bericht oben:

 

“Hass als Motor literarischen Schaffens

 
 
 

“DER SPIEGEL“: Interview mit H. MÜLLER (und Richard Wagner):

 

 “Ja, genau diese muffige spießige Provinzialität hat mir den Haß eingegeben, mit dem ich die “Niederungen” schreiben konnte”. (1987)


Immer wieder fragte ich, wie F.C. Delius in seiner “Niederungen”-Rezension im “Spiegel “(1984)darauf kommen konnte, das Banat als “Hölle auf Erden” mit gegenseitig sich hassenden Menschen zu verunglimpfen.

Später las ich das „SPIEGEL-Interview“ nach, welches Herta Müller und Richard Wagner – dem diesmal höchst unkritischen Nachrichten-Magazin – kurz nach ihrer Ankunft in der nicht sehr heiß geliebten Bundesrepublik Deutschland (1987) gaben.


Dabei stellte ich fest, was früher nur zu ahnen war: Herta Müller selbst war es,
die F.C. Delius auf den
„Haß“ brachte; nur vergaß Delius seinerzeit ( etwa 3 Jahre vorher, dieses Detail in seiner “Niederungen”-Rezension im “Spiegel” zu erwähnen!


Nach Herta Müller ist also ihr Debüt-Bändchen
„Niederungen“ nichts anderes als
eine Frucht des Hasses!


Wie ehrlich und vielsagend!


2004 kommt die Konrad Adenauer Stiftung daher und prämiert eine Schriftstellerin,
die nicht die “Liebe” als den Antrieb aller Dinge ansieht
- im christlichen Sinne etwa,
sondern den destruktiven Hass!

 

Der Nobelpreis setzt jetzt dem Ganzen die Krone auf.

 

Wird damit die idealistisch-ethische Forderung Alfred Nobels erfüllt?
Die in meinen “Offenen Brief an Herta Müller” formulierten Fragen zur dunklen Vita vor 1987 sind alle noch offen. Carl Gibson”

 
 

Foto: Carl Gibson

Der Stefansdom in der alten k. u. k. Kaiserresidenzstadt Wien

 

C. G. zum Artikel:

 
 
 

“Mythen. Legenden und Märchen der Selbststilisierung 

 

(04.02.2010 09:04)

Hallo (…), Herta Müller entzieht sich der Securitate- Verhaftung mit den Worten:

 

“Ohne Haftbefehl gehe ich nicht mit”!

 

Damit verhöhnt sie alle Opfer einer Diktatur – weltweit.

Sie kennt die Securitate vom Hörensagen.

Sie ist nicht verfolgt worden und hat mit Regimekritik und Dissidenz nichts zu tun.

Herta Müller hat der Welt einen ausführlichen und lückenlosen Lebenslauf vorenthalten.

Weshalb?

Was war vor ihrer Ausreise 1987?

Jeder “kritische” Journalist oder Forscher kann und sollte die Frage stellen:

Wann, wo, wie und von wem sind sie verfolgt worden, Frau Müller?

Wo sind die Beweise?

Sie ist nicht der Securitate ans Messer geliefert worden.

Bisher kennt die Welt nur ihre Sicht, wo Fiktion und Realität vermischt werden, bewusst oder unbewusst.

Echte Dissidenten wurden noch nicht gehört.

Aber das wird sich ändern.

Hoffentlich greift “Die Presse” das Sujet bald auf.

Berwanger war der Mentor von Herta Müller, “Niederungen” richtete sich gegen die Banater Schwaben, nicht gegen Ceausescu, den Kommunismus oder die RKP.

Müllers Gatte, der Dichter Richard Wagner, war damals in der RKP, ohne Lust, ein “Dissident” sein zu wollen.

Herta Müllers Antikommunismus setzte erst vom sicheren Hafen Berlin aus ein, während wir, verehrtes (…), Leib und Leben in Opposition und Gefängnis riskierten. Mein Name ist unwichtig – es gibt viele andere Zeitzeugen. Machen Sie sich kundig und fragen Sie weiter kritisch nach. Carl Gibson, ehem. Bürgerrechtler und Autor.”

 

Zu:

 
 
 

“Moral ein Opfer der Staatsräson 

 

(12.12.2009 09:16)

 

Friedensnobelpreisträger US Präsident Barack Obama rechtfertigt als die Kriegsführung in Afghanistan, im Irak ,die Philosophie von Guantanamo mit dem Argument, so den Frieden sichern zu wollen. Krieg als Mittel der Politik und der Moral?

Eine sonderbare Ethik ist das nach den Erfahrungen des Totalitarismus in Europa.


Wer wundert es wenn bei Herta Müller nicht tiefer nach der moralischen Integrität gefragt wird.

Was hat sie mit dem konkreten Widerstand gegen die Ceausescu- Diktatur zu tun?

Gar nichts!

Sie war systemloyal, durfte ihr Büchlein drucken, wurde nicht zensiert, war privilegiert, mehrfach in den Westen zu reisen.

Brav kehrte sie an die Stätte zurück, wo sie angeblich von Banater Schwaben und Securitate verfolgt worden sein soll.

Sie liefert uns “subjektive Aussagen, Behauptungen, ohne Beweise vorzulegen.

Nach meiner Auffassung wurde dieser – massiv protegierte – Nobelpreis erschlichen – auf Kosten von Literaten wie Lenz und Walser.

Carl Gibson, ehem. Bürgerrechtler und Autor.”

Foto: Monika Nickel

Goethe in Wien

 

C.G. zu:

 
 

“PR-Gag zur Auflagensteigerung?

 

(12.12.2009 07:37)

 

Zur Glaubwürdigkeit eines Täters aus der Sicht des Opfers:

 

Jedes Opfer würde die Täter gern dort sehen, wo sie hingehören, auf die Anklagebank vor Gericht und dann der gerechten Strafe zugeführt, (…)!

 

Nur will die Welt auch hören, was die Täter – an Fakten – zu berichten haben, ganz egal ob sie Eichmann oder eben Radu Tinu heißen?

Selbst Kronzeugen der Mafia reden.

Hören wir uns an, was die Täter-Seite zu sagen hat, dann analysieren und werten wir.

Den Nobelpreis an Müller habe ich auf der ARD-Seite kommentiert.

Audiatur et altera pars? CG”

 
 
 

C.G. zu:

 
 
 

“PR-Gag zur Auflagensteigerung?

 

(22.11.2009 14:38)

 

Jede auch noch so abstruse Meldung scheint legitim, um Herta Müller in den Schlagzeilen zu halten – zwecks Auflagensteigerung?

 Honi soit qui mal y pense!

Herta Müller, die früher von den Kommunisten Ceausescus geehrt wurde, wird jetzt von den in der ZEIT jüngst noch wüst beschimpften “Vertriebenen” geehrt!

 Werfelpreis.

Was macht sie daraus.

Sie greift die Evangelische Kirche der Siebenbürger Sachsen AB an und wirft ihr vor, mit Ceausescus Regime paktiert bzw. sie 1989 vom Kirchentag in Deutschland ausgeladen zu haben – und das bei der Ehrung in der Paulskirche.

Die Ungereimheiten mit den Beweisen kann sie nicht aufklären – die EK dementiert.

 Viele Christen erfahren, wie die Atheistin H. Müller mit der “Wahrheit” umgeht.

 

Aber es schadet ihr nicht. Sie bleibt in den Medien.

Dann kommt der Ex- Securitate- Chef aus Temeswar Radu Tinu und sagt im Interview in der Zeitung “Adevarul”, Müller hätte eine “Psychose” , sie würde viel fabulieren, ihr Prosawerk “Niederungen” sei nicht zensiert worden , einige Szenen irreal etc. – aber der schwarze Teufel von der bösen Securitate ist ja unglaubwürdig!

In “Faust” sagt Mephistopheles manche Wahrheit – aber das ist Dichtung!

Und Herta Müller hat es nicht so mit den Klassikern und der Realität!

In Deutschland ist es kaum noch möglich, einen kritischen Kommentar zu Herta Müller abzugeben.

Man fürchtet die Frage, ob der Nobelpreis gar erschlichen wurde.

Carl Gibson, ehemaliger Bürgerrechtler und politischer Häftling in der Ceausescu-Dikatur.”

Foto: Monika Nickel

Blick auf das Rathaus von Wien

 

C. G. zu:

 
 
 

“Raum für “freie Geister” oder Weiheveranstaltung der Ja- und Amen-Sager 

 

(05.11.2009 15:36)

 
 

An der Literatur Herta Müllers scheiden sich die Geister.

Ihre “Sprache” ist so umstritten wie ihre Art, “Wahrheiten” zu erfinden, ihr eigenwilliger Umgang mit, „Fiktion“,Fakten, Realität.

 

Vielfach habe ich ihre “moralisch-politische Integrität” bzw. den literaturhistorischen Wert ihres engen Oeuvres hinterfragt,

nachzulesen auf http://www.siebenbuerger.de/ .

 

Wurde “Atemschaukel” gemacht, ja “gepuscht”?.

 

Die wohlwollenden Rezensionen waren wohl schon vor der Edition angefertigt?

 

Das Buch wurde es von allen Seiten hochgelobt – pünktlich zur Entscheidung der Jury in Stockholm.

 

Mit PR nachhelfen?

Modernes Marketing, praktiziert a la Günter Grass?

 

Übergangen wurden die Giganten deutschsprachiger Gegenwartsliteratur

Martin Walser,

Siegfried Lenz,

Peter Handke.

 

So wurde der Nobelpreis forciert – von Leuten wie Michael Naumann ( ZEIT), der Müller – in der ZEIT eingeordnet zwischen “Kitsch” und “Weltliteratur” nachhaltig stark protegierte, nachdem sie aus dem Verborgenen heraus 1999 nominiert worden war.

 

Wofür?

Kritiker erwarteten, dass dann eine Debatte zur Vita der Kontroversierten ausgetragen wird.

 

Das war nicht der Fall.

Die freien Geister“ kuschten, schwiegen.

Ergo trugen sie alles mit.

Dafür wurden freche Kritiker mit „Maulkörben“ belegt, ausgebremst.

 

Die ZEIT selbst stoppte ihre Diskussion zur Selbst-Apologie von Müller, nachdem das fragile „Dissidenten“- Image zu bröckeln begann.

Fein!

Der “Spiegel” zog später so nach. Alles auf dem Weg zur Errichtung einer Meinungsdiktatur. Carl Gibson”

 

Foto: Monika Nickel

Am Ring, Fiaker, im Hintergrund das Parlament der Republik Österreich

 

C. G. zu:

 
 
 

“Alles Müller oder was?

 
 

(03.11.2009 13:38)

Und ist überall, wo Müller drauf steht auch immer nur Müller drin?

 

Das fragen sich Kenner der Materie, Herr (…)!


Hat Richard Wagner Herta Müllers Werk entschieden beeinflusst, mitgeprägt, gar gesteuert, gemanaged?

Und wie kommt es, dass bei Herta Müller eine arge Diskrepanz zwischen “gesprochenem Wort” (Diskussion, Live-Interview ) und Geschriebenem besteht? (Beweis:ORF- Runde)

 

Mischt da noch jemand mit, über den Lektor hinaus?

R. Wagner hat mir auch im Namen von Herta Müller mit Anwälten und Gericht gedroht, in der Hoffnung, mich von kritischen Fragen abzuhalten.

Teamwerk?

Geteilte Rollen und Aufgaben?

Wagner übernahm die Auseinandersetzung – auch mit mir, um den Nobelpreis nicht zu gefährden.

Die Rechnung ging auf!

Ist er der größere Kopf?

Zweifellos, Herr (…).

Er beherrscht die logische Argumentation, aber auch die Ambivalenz, Wahrheiten zu verschweigen.

Zwischen 1972 – 1985 war er in der Rumänischen Kommunistischen Verbrecher-Partei Ceausescus – ein Makel!

Schlecht für den Nobelpreis, kaum weg retuschierbar!

Doch war die Jelinek nicht in der KPÖ?

Zweierlei Maß?

Giganten der deutschen Literatur wurden für Müller übergangen – nicht nur Milosevic- Freund Peter Handke, auch Martin Walser und Siegfried Lenz, weil ihr Name aus einer NSDAP-Liste aufgetaucht war wie der von Dieter Hildebrandt.

Wehren konnten sie sich nicht.

Protegiert von Michael Naumann (ZEIT) machte Herta das Rennen- zur Verblüffung der Welt.

Es war mir nicht möglich, das “fragend” zu verhindern. Carl Gibson”

 
 

C. G. zu:

 
 
 

“Wie wichtig ist die moralisch-politische Integrität bei Nobelpreisträgern 

 

(15.10.2009 18:27)

 
 

Alfred Nobel hat in seinem Testament klare, ethische Vorgaben gemacht:

 

Wer mit dem Literatur-Nobelpreis ausgezeichnet wird, muss seinen ethisch- idealistischen Erwartungen gerecht werden,

er muss Höchstes leisten, auch auf moralischer Ebene.


Deswegen habe ich die politische und moralische Integrität von Herta Müller innerhalb einer mehr als einjährigen Debatte hinterfragt mit dem Hinweis darauf, dass ihre Vergangenheit während der Ceausescu- Diktatur weder der Wissenschaft noch der Öffentlichkeit bekannt sein dürfte.

 

In Schweden gab es vor einem Jahr eine Diskussion darüber.


Die noble Jury hörte nichts davon, wohl weil sie nichts hören wollte.


Muss die “moralisch-politische Integrität” einer Person nicht der rein “ästhetisch-literarischen” Wertung voraus gehen,

 quasi als conditio sine qua non?

 

Das nahm ich an!
Doch die Jury fragte wohl nicht nach der Vergangenheit von Herta Müller und wertete ihr Werk erst seit 1987?

Ist das legitim?

Müssten wir dann nicht auch die einst systemloyalen DDR-Schriftsteller mit dem gleichen Maß messen?Wie begründet die Jury ihre Entscheidung:

“mit der Verdichtung der Poesie und der Sachlichkeit von Prosa die Landschaft der Heimatlosigkeit beschreibt” –

was ist das?


Herta Müller, mit einem schmalen, sehr kontrovers diskutierten Oeuvre nun auf einer Stufe mit Thomas Mann – und jenseits aller ethischen Wertung?


Es wird noch eine Nacharbeit geben, nicht nur im Akademischen.

Die Recherchen beginnen erst – und das weltweit. Carl Gibson”

 
 

C.G. zu:

 

“Zensur in der Ceausescu-Diktatur

 

(15.10.2009 15:16)


Die “Zensur” wurde in Rumänien im Jahr 1978 “offiziell” abgeschafft.

Ceausescu beklagte es später auf dem Schriftstellerkongress von allen literarisch Schaffenden in SV, diesen Schritt getan und das “Zensieren” von Literatur gesetzlich unterbunden zu haben.

Der Klassiker Ion Caraion schrieb darüber.

Wie soll Herta Müllers Debütwerk “Niederungen” dann zensiert worden sein – und von wem?

Lektoriert wurde es von Personen, die heute im Westen leben ( insofern sie nicht tot sind wie Rolf Bossert aus dem Freundeskreis der so genannten Aktionsgruppe Banat).

Diese Lektoren können auch heute noch befragt werden.
Nach meinen Informationen enthält der in Rumänien im Kriterion Verlag 1982 edierte Band sogar zwei Texte mehr als der 1984 im Rotbuch erschienene.

Wer, außer dem Lektor, könnte Beschneidungen an dem Text vorgenommen haben – die Rumänische Kommunistische Partei oder die Securitate etwa?

Das sind klare Fragen! Wo sind die Antworten darauf?

Wer sich fragt, weshalb die Kurzgeschichten gerade bei den einfachen Leuten aus dem Banat Protest hervorriefen, der lese doch etwa die “Grabrede” nach.
Die Ehre einfacher Menschen wurde tangiert. Das führte zu Ablehnung und Kritik.
Eine “Kampagne “gegen Herta Müller aber hat es im Banat nie gegeben.

Auch wurden Herta Müller und Richard Wagner nie von ihren Landsleuten im Banat verfolgt, wie im “Spiegel-Interview” 1987 in den Raum gestellt. Das sind Mythen.
Carl Gibson

Link: “

 

C. G. Zu:

 

Herta Müller – ein “Wendehals”? Maulkorb für Kritiker

 

(14.10.2009 09:32)


Darf man eine Ikone angreifen, gar in Frage stellen?


Als Herta Müller im Juli 2008 Kollegen denunzierte, in vielen Punkten schlechthin Unwahrheiten verbreitete, habe ich öffentlich dagegen gehalten, eineinhalb Jahre,
beginnend mit der “Spitzel-Affäre in Berlin”.
Alles nachzulesen in: Foren der
Siebenbürgischen Zeitung.
Die Frankfurter Rundschau druckte mein damals verfasstes Memorandum nicht.

DIE ZEIT- Online veröffentlichte zwar meinen “Offenen Brief an Herta Müller”, wo ich eine Reihe von Fehlern nachgewiesen hatte,
nachdem sie meine Kommentare mit Hinweisen auf “Redundanz” gekürzt hatte.

Dann “löschte ” sie die gesamte öffentliche Aufklärungsschrift, ohne Lust, die Beweise zu konsultieren, die ich der ZEIT-Redaktion vorlegen wollte.Solche Zensur-Gepflogenheiten hätte ich in einer Diktatur erwartet,
im Ceausescu- Kommunismus, gegen den ich aktiv opponierte,
aber nicht in einer europäische Demokratie, wo die freie Meinung durch die Verfassung geschützt ist.


Jetzt geht man noch weiter!


Auf Wikipedia wurde mein Porträt dort zerstückelt!


Nach dem Willen der Zensoren dort, bin ich kein “Philosoph” mehr, auch kein “Schriftsteller”!


Noch schlimmer:

 Meine offene Kritik an Herta Müller, aufgenommen in dem Werk “Symphonie der Freiheit. Widerstand gegen die Ceausescu Dettelbach, 2008, 418 Seiten,wurde einfach “eliminiert” – wie im Absolutismus Heines und Lenaus zur Metternich- Zeit.

Deleatur!

 Carl Gibson”

 
 

C. G. zu:

 
 

“Eklatanter Fehlgriff und falsches Signal

 

(14.10.2009 08:37)

Der “Dissidenten”-Mythos wirkt!
Es ist wie mit dem Wolf im Schafsfell:

Seit Herta Müller ist Westen ist, wird sie als “Dissidentin” wahrgenommen – und das obwohl sie viele Jahre eine “Systemloyale ” war, die sich an die Spielregeln der Ceausescu- Diktatur gehalten, die vom System profitierte, nicht zuletzt, weil sie den Banater Schwaben in der Stunde der Agonie und des Exodus in den Rücken fiel!


Das scheint alles vergessen!


Wer fragt heute schon nach Beweisen!
Kritische Wissenschaft?


Die Thesen, ihr Debütband “Niederungen” sei “zensiert” worden, sie sei von der Securitate verfolgt worden, ja sogar von ihren Landsleuten, sind allesamt nicht bewiesen.
H. Müller begann erst damit, Ceausescu zu beschimpfen, als sie im Westen in Sicherheit war.
Verfolgt, in Haft, gar umgebracht wurden andere.


Den kritischen Fragen zu ihrer dunklen Vita vor 1987 hat sich die Nobelpreisträgerin nie gestellt. Fragt einer danach, wird ihm in Deutschland der Mund verboten.

Diese Erfahrung mache ich seit Monaten, obwohl ich eine “Nobelpreis- Kandidatin” kritisch ins Visier nahm, – aus der Sicht des wahren Dissidenten aus der Gefängniszelle.


Herta Müller hat “Geschichten” erzählt, Märchen

viel “erfundene Wahrnehmung” geliefert,

ohne dabei “Fiktion” und “Wahrheit” auseinander zu halten sind.


Jetzt, nach dem Preis, sollen die Kritiker schweigen!

Doch wie weit ist es mit der Demokratie her, wenn das freie Wort abgeschnitten wird – mit Maulkorb!?

J’accuse,

sage ich hier mit Zola! Carl Gibson”

 
 
 

C. G. zu:

 
 

Stop für Müller Kritiker?

Kehraus vor der Buchmesse

 

(13.10.2009 16:49)

 
 

Die Österreicher sollten es nicht zulassen, dass es mit diesen “Lobhudeleien” so weiter geht.


Zur Zeit von Diktator Ceausescu, als seine Hofdichter Adrian Paunescu und Corneliu Vadim Tudor ( beide sind heute Senatoren) aus einem mittelmäßigen Kommunisten den “Titan der Titanen ” formten, das “Genie der Karpaten”, den geliebtesten Sohn des Volkes etc.
ließ sich Herta Müller von den gleichen Kommunisten 3 Preise geben – und ihr Büchlein ” Niederungen” drucken, wie sie später sagte:

getrieben vom “Hass” gegen die Banater Schwaben.


Kaiserin Maria Theresia hat die Banater Schwaben und alle anderen Donauschwaben im Kronland Ungarn angesiedelt – mit Plänen von Wien aus.


Temeschburg (Klein Wien!) war bis zur Zerschlagung de k. u. k Doppelmonarchie eine fast ausschließlich von Deutschen besiedelte Stadt.

Ceausescu brachte den Exodus!

Und Herta Müller griff seinerzeit (1982) ihre mit dem Rücken zur Wand stehenden Banater Landsleute an!

Dafür wurde sie prämiert?

Cui bono?
Wie groß war der Aufschrei, als die angebliche “Nestbeschmutzerin” Elfriede Jelinek den Nobelpreis bekam?!


Den gleichen moralischen Impetus und Kritizismus wünsche ich mir jetzt bei Herta Müller.


Mir, dem Autor von “Symphonie der Freiheit. Widerstand gegen die Ceausescu- Diktatur wurde vielfach ein Maulkorb erteilt.

Jetzt kann ich nur hoffen, dass noch ein paar Aufrechte da sind, die reden.
Ja, “Die Presse” aus Wien sollte kritisch berichten, sie ist näher am Geschehen als die Deutschen.
Carl Gibson, Autor”

 
 
 

C. G. zu:

 
 
 
 

“Mythen. Legenden und Märchen der Selbststilisierung

 

(12.10.2009 09:22)

 

Wann und in welcher Form hat Herta Müller konkret opponiert?


Welchen Repressalien war sie konkret ausgesetzt?
Wer von der Securitate hat sie verhört und wann?


Weshalb war H. Müller eine privilegierte West-Reisende, die mehrfach in die Bundesrepublik reisen durfte?


Weshalb durfte ihr Gatte Richard Wagner, seit 1972 Mitglied der Rum. Kommunistischen Partei und im Jahr 1985 immer noch in dem gleichen Verbrecher-Verein,
im Jahr 1985 in die BRD reisen – zum Schriftstellerkongress nach Münster und danach weiter 5 Wochen durch das Land,
während Rumänien unter Diktator Ceausescu bereits ruiniert am Boden lag und Flüchtlinge an der grünen Grenze totgeschlagen wurden?


War Herta Müller wirklich eine “Dissidentin”?


Und wurde sie tatsächlich verfolgt?


Ihr Mentor Nikolaus Berwanger, Banater Schwabe NR. 1, Vertrauensmann der Kommunisten, Chef der “Neuen Banater Zeitung” und des “Adam-Müller-Guttenbrunn- Literaturkreis” setzte sich im Jahr 1984 in die BRD ab.


In einem Interview in der Politik-Zeitschrift “Düsseldorfer Debatte” mit Volker Kaukoreit “Zwischen den Stühlen” 1988, Nr. 2 nimmt der Förderer jener jungen Literaten N. Berwanger( auch der so genannten “Aktionsgruppe Banat”) Stellung zur angeblichen Dissidenz von H. Müller, indem er betont:


“Ebenso erstaunt bin ich zu hören, daß Herta Müller in Rumänien eine Dissidentin gewesen sein soll. Sie hat dort noch 1985 veröffentlicht.”

Bis 1984 hatte Herta Müller kein Publikationsverbot. Carl Gibson”

 
 
 

C. G. Zu:

 
 
 
 

“Andersdenkende, “Dissidenten” und echte Rebellen

 

(12.10.2009 09:06)

 

Im Gegensatz zu Herta Müller, die nichts und auch gar nichts mit Dissidenz oder Opposition gegen Ceausescu zu tun hat,

ganz im Gegenteil,

sie war eine Nutznießerin des Systems – sie hat dann nach ihrer Ausreise 1987 opportunistisch das Lager gewechselt, ist der leidenschaftliche Dinescu ein echter “Abweichler”.


Auch er war Mitglied der KP des Diktators Ceausescu.

Aber er machte den Mund auf und meinte, in Rumänien laufe die Wahrheit mit gespaltenem Schädel herum.


Er war Nobelpreis- Kandidat, vorgeschlagen von dem exilierten Eugen Ionesco.

Als Mann der ersten Stunde wollte er Veränderungen herbeiführen – nach der Revolution 1989, wurde aber von Iliescu ins Glied zurückgedrängt. nachdem die Feigenblatt-Funktion erfüllt war. Post-Kommunist Ion Iliescu machte weitere 7 Jahre weiter.

Dinescu setzte sich für die rum. Gauck-Behörde CNSAS ein und forderte die Offenlegung der Securitate- Akten, damit die Vergangenheitsaufarbeitung erfolgen kann.

In meinem Buch zum Widerstand gegen die Ceausescu- Diktatur habe ich ihm (Mircea Dinescu) ein ganzes Kapitel gewidmet.


Im Gegensatz zur Nobelpreisträgerin, die nur Negatives über Rumänien zu berichten weiß, schreibt Dinescu auf seine sympathische, gewinnende Art sehr positiv und trotzdem kritisch.

 

Er ist glaubwürdig, Herta Müller, die Fiktion und Realität nach Lust und Laune mischt. ist es nicht.

Wer etwas über das postkommunistische Rumänien erfahren will, der lese hier genau; das sind Essenzen, keine Mythen und Legenden! Ein Unterschied zu HM!
Carl Gibson”

Aus: Wiener Zeutung

 

 
 

27.10.2009 20:08:24

 

Hass als Motor literarischen Schaffens

 
 

Nach Herta Müllers Aussage im Spiegel-Interview 1987 bald nach der Ankunft im Westen, war es der “Hass”, der sie antrieb “Niederungen” gegen ihre als rückständig empfundenen Banater Landsleute zu schreiben.

Rezensent F.C. Delius sah dann – inspiriert von Müller im von Wien aus unter Kaiserin Maria Theresia kolonisierten Banat nicht weniger als die “Hölle auf Erden”. Die Deutschen befanden sich damals in Agonie und Exodus, bedroht von Ceausescu, der über die “Systematisierung der Dörfer” die Deutschen assimilieren wollte.

In dieser besonders exponierten, existenziellen, die kulturelle wie nationale Identität bedrohenden Situation fiel Herta Müller ihren Landsleuten in den Rücken – sie griff sie an, statt die Kommunisten Ceausescus zu kritisieren.

Wer soll ihr 1982 ediertes Buch zensiert haben nach der Abschaffung der Zensur 1978 in Rumänien?

Sie durfte mehrfach in den Westen reisen, 1984, ihr Mann Wagner noch 1985 – wer hat sie dann verfolgt, wo und wie? Ein Lob an Autor und Zeitung: Einen der wenigen kritischen Berichte zu diesem Preis las ich hier. Carl Gibson  (27.10.2009)

 
 

Nobelpreis – Maulkorb für Aufklärer

 

Hätte Herta Müller den Nobelpreis überhaupt bekommen, wenn die Diskussion über ihre “moralische und politische Integrität” nicht verhindert worden wäre?
Ihre jüngste Selbstapologie in DIE ZEIT Nr.31, Druckfassung, strotzt von Fehlern und Ungereimtheiten aller Art. Es steht nicht einmal fest, was von der Autorin stammt und was von der Redaktion.
Fehler wurden nur zum Teil in der Online-Fassung berichtigt.
DIE ZEIT würgte die von ihr entfachte Diskussion zur “Securitate” einfach ab, kürzte meine Kommentare, löschte die Gegendarstellung im “Offenen Brief an Herta Müller” – und erteilte mir Schreibverbot!
Wie sollte die Jury in Stockholm dann kritische Argumente erfahren?
Vor einem Jahr wurden in dem schwedischen Blog Dr. Bodil Zalesky meine Argumente gegen Herta Müller diskutiert – an entlegener Stelle.
Jetzt halten sich beharrlich Mythen und Legenden, die Herta Müllers “Widerstand” begründen sollen – leider wissenschaftlich unverifiziert. Carl Gibson (
12.10.2009)

Die Links zum Literatur-Blog in Schweden:

 
 
 
 
 
 

Richtigstellung Falsche Autorenschaft

 

“Herta Müller kritisierte deren Einladung in einem offenen Brief. In der Folge warf der aus dem Banat stammende Historiker, Philosoph und Literat Carl Gibson der Schriftstellerin vor, ihr Buch “Symphonie der Freiheit” sei ein Zeugnis für ihre Systemloyalität unter dem Ceausescu- Regime.”
Diese Angaben sind falsch.

Richtig ist:

 

Der Autor des Buches

“Symphonie der Freiheit. Widerstand gegen die Ceausescu- Diktatur,

Dettelbach 2008,

 

ist Carl Gibson.
Ich bin ein ehemaliger Bürgerrechtler und habe in der zitierten Diskussion (nachzulesen unter http://www.siebenbueger.de) bzw. auf dem Wikipedia- Porträt seinerzeit die “moralische und politische Integrität” von Herta Müller hinterfragt.


Nach ihrem Artikel “Die Securitate ist noch im Dienst” in der ZEIT Nr. 31, verfasste ich einen “Offenen Brief an Herta Müller”, der bisher unbeantwortet ist.
Als Mitbegründer der (ersten) freien Gewerkschaft rumänischer Werktätiger SLOMR war ich 1979 in Rumänien in Haft. Aus der Sicht des aktiv agierenden Dissidenten heraus habe ich einige kritische Fragen zur Vita von Herta Müller bis zu ihrer Ausreise im Jahr 1987 gestellt,die noch nicht beantwortet sind. Carl Gibson, Autor (
08.10.2009 )

 

Soweit die Kommentare aus Wien.

 
 

Anno Domini 26. Februar 2011 sind die oben angesprochen Fragen allesamt noch offen.

Foto: Monika Nickel

An der Pforte des alten Studienortes (1983)  Universität Wien im Herbst 2010 -

Carl Gibson studierte hier Politik und Geschichte.

 

Foto: Carl Gibson

Herta Müller- Plakat  im Schaufester der Emil Cioran-Buchandlung in Temeschburg, Banat, (09.2010)

 
 
 

“Moralische Integrität” –  Carl Gibsons Kommentare zu Herta Müllers Debütband „Niederungen“

 

Vorbemerkung:

Nachdem bald bekannt geworden war, dass ich auf der linken Plattform „Der Freitag“ kommentiere,

stellte eine bis dahin noch nicht in Erscheinung getretene „Anonyme“ einen Beitrag ein,

„All diese Niederungen“ – und bald darauf forderten mich andere Berufene auf, den Beitrag der Neuen zu kommentieren.

 

Zufall das alles?Eine Provokation?

 

Wurde da jemand auf mich angesetzt, um mich zu provozieren, um meine kritischen Kräfte zu binden, um abzulenken, um mich gar zu diskreditieren?

Einfach so?

Oder verdienten gewisse Personen auf diese Art ihr Geld? In einer Gegen-Kampagne, denn eine Kampagne gegen Herta Müller wird mir seit Juli 2008 vorgeworfen.

Dabei hinterfragte ich nur die “moralische Integrität” der Nobelpreis-Kandidatin bzw.

die Persilschein-Qualität des Zeugnisses, das ihr ihr früherer Ehemann Richard Wagner öffentlich ausgestellt hatte. 

Die wahren Absichten dieser Buschkrieger aus dem Verborgenen konnte ich nie herausfinden.

Nur eines wurde deutlich: Sie sprachen für Herta Müller und Richard Wagner.

Und sie agierten – wie alle anderen Anonymen in anderen Foren – gegen mich,

hinter einer Maske versteckt,

ohne ihre Identität, ihren Namen offen zu legen,

wie Heckenschützen aus dem Versteck des Hochsitzes!

 

Auch so kann man einen geistigen Dialog führen.

 

Die Redaktion des Freitag hat die beiden ersten überdeutlichen Aufforderungen zum Kommentieren schnell wieder gelöscht.

 

Die Diskussion ging trotzdem weiter, auch deshalb, weil ich umgehend einige meiner partiell bereits veröffentlichten Niederungen- Interpretationen zur Diskussion stellte:

 
 

Was ich ab 4. bis 16. März 2010 dort veröffentlichte, ist auch heute noch gültig.

Hier wiederhole ich die Essenzen noch einmal in gebündelter Form und mit vielen nützlichen Links zur Thematik versehen – weshalb?

Für die Herta Müller- Forschung!

Wer ihr Oeuvre studiert, muss die historischen und biografischen Fakten detaigerecht kennen und in jede Deutung mit einbeziehen.

 
 

04.03.2010 um 20:33

(…) und (…), vor allem aber für diejenigen kritischen Leser, die auf das “audiatur et altera pars” einen besonderen Wert legen. In der Diskussion mit Ingo Arend hier auf Freitag heute wollte ich einen Auszug dieser Art noch vermeiden – jetzt wurde er “provoziert”.
Eine gute Grundlage, für eine differenzierte Diskussion. Ich zitiere aus einem MS mit Interpretationen zum Werk “Niederungen” der Nobelpreisträgerin Herta Müller, aus der Sicht eines Interpreten “aus dem anderen Lager”:

Foto: Carl Gibson

Eingang zum Friedhof in Sackelhausen, Banat, (Sacalaz) -

Jahr für Jahr hielt die deutsche Gemeinde im Ort ( ca. 2500 Personen vor dem Exodus ab 1980) das Allerheiligen-Fest ab, eine religöse Feier, die in Herta Müller “Niederungen” -Geschichte Grabrede verhönt wird.

Sarkasmus oder Tabubruch und Blasphemie?

Diskrepantes Sein – „ Grabrede“


Es gibt Geschichten, in welchen Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft zusammenfallen; Vergangenheit als Vergangenheitsbewältigung über Abrechnung, Gegenwart als Zäsur und Zukunft als Neuentwurf. Es sind Schlüsselgeschichten, aus welchen die essenzielle Haltung zur Welt deutlich hervorscheint. Eine solche Geschichte ist die „Grabrede“, ein Auftakt zu einer Serie von Abrechnungen mit einem Milieu, das in seiner Gesamtheit als eine zu überwindende und nicht zu beklagende „Welt von Gestern“ angesehen wird.
Zur Handlung der Kurzgeschichte:
„Vater lag in einem Sarg mitten im Zimmer.“ Das war typisch im Banat des Jahres 1968 – zweihundert Jahre nach der Ansiedlung deutscher Siedler in einem Landstrich, der lange zur k. u. k. Monarchie gehörte. Im Banat wurde auch nach dem Prager Frühling nicht „anonym“ gestorben, sondern persönlich im Kreis der mitleidenden Familie. Und auch der Abschied war fast immer persönlich, oft begleitet von der ganzen Gemeinde – als letzte Ehrbezeugung für ein hart, doch aufrecht gelebtes Leben. Bis zur Bestattung im Familiengrab auf dem historisch gewachsenen Friedhof ruhte der Tote aufgebahrt auf einem Tisch in der Kammer, wo er fast sein ganzes Dasein verbracht hatte, betrauert und beweint von Verwandten und Freunden. Tausendfaches Rosenkranzgemurmel begleitet den Abschied von dem Toten noch vor den Requiem in der Kirche. Selbst ein Schuft wurde so in den Hades geleitet, denn der Tod hatte immer etwas Erhabenes, das die Sünden vergessen ließ. Verzeihen verweist auf menschliche Größe.
Nur manchmal wurde der Abschied zur Abrechnung und zum Bruch. Das Ich der Kurzgeschichte, eine weibliche Person wohl noch unter dreißig, schaut über die Leiche des Vaters hinweg auf die Bilder an der Wand, die Lebensstationen des wenige geliebten, ja gehassten Toten einfangen – Bilder wie im Zeitraffer kurz vor einem Nahtoderlebnis. Ein Film läuft ab, Kindheit, Heirat, Soldaten, profanes Arbeiterdasein. Nur „waren alle diese Bilder falsch“!
Eine Existenz als Lebenslüge? Der eigene Vater ein Schwindler, ein Täuscher, ein Gaukler, der eine „Als-ob-Existenz“ vorlebt und damit die Seele des eigenen Kindes belastet, verfälscht? Und die Tochter? Ein Opfer dieses falschen Seins?
Das Ich empfindet es so – und die literarische Umsetzung wird noch intensiviert auf dem Dorffriedhof vor der Grablegung. Bevor die lieblichen Überreste für alle Zeit der Natur übergeben werden in der Hoffnung, dass die gerettete Seele von guten Gebeten geleitet zu höheren Sphären aufsteigt, haben noch zwei Totengräber ihren Austritt, zwei „kleine, wankende“ und „betrunkene Männchen“, die noch reden, bevor sie den Sarg im Grab versenken. Vor den Augen der versammelten „Gemeinde“ sprechen sie – dies fiktiven Gestalten oder gar „Zeitzeugen“ – das Ich an, reden „Klartext“ ,packen aus, klären auf – und geben – enthemmt von Alkohol – Wahrheiten preis, die nicht jeder hören will, belastende Wahrheiten, die in direkter Konfrontation eine Vergangenheitsaufarbeitung einleiten. Das Ich und die gesamte versammelte Trauergemeinde müssen Dinge hören, die sie eigentlich nie hören wollten:
Fakten, Wahrheiten, Gerüchte, Verleumdungen?

„Dein Vater hat viele Tote auf dem Gewissen, sagte eines der betrunkenen Männchen. Ich sagte: Er war im Krieg. Für fünfundzwanzig Tote hat er eine Auszeichnung bekommen. Er hat mehrere Auszeichnungen mitgebracht. In einem Rübenfeld hat er eine Frau vergewaltigt, sagte das Männchen. Zusammen mit vier anderen Soldaten. (…) Es war eine Russin.“

„Dann kam ein runzeliges dürres Weib auf mich zu, spuckte auf die Erde und sagte pfui zu mir.“

Die „deutsche Gemeinschaft“ vor Ort, das wird zunehmend deutlicher, lehnt auch die Tochter des Verderbten ab. Also ist es nur allzu natürlich, wenn sich die Ausgegrenzte, die Stigmatisierte, gegen die eigene Dorfgemeinschaft auflehnt und aus der Enge zu entfliehen versucht, aus der Determiniertheit durch das falsche Vorbild des Vaters in die Freiheit der Selbstdefinition und des Selbstentwurfs und der Selbstentfaltung.
Da ist eine natürliche Gegenreaktion auf eine Bedrohung – und somit auch ein emanzipatorischer Akt, vor allem aus weiblicher Sicht. Individuum gegen Gesellschaft. Ein uralter Konflikt, der sich seit der attischen Tragödie durch die abendländische Literatur zieht.
Doch wie erscheint die gesittete Gesellschaft in der Erzählung, jene Welt der Ordnung, die den Vielen im Banat seit ihrer Ansiedlung unter schwierigen Bedingen das Überleben sicherte? Wie du mir, so ich dir! Und was in den Wald hinein gerufen wird, schallt aus ihm im Echo hervor – gebrochen und verzerrt: und doch auch echt.
Die familiär und gesellschaftlich Abgestempelte, in die Ecke gestellte und an die Wand gedrückte Individualität schlägt zurück, verletzt wie ein wildes Tier; zunächst ohnmächtig und verbittert, dann zunehmend selbstbewusster und sogar mit einem Hauch von Vergeltungslust – eine „Vendetta“- Gestimmtheit kommt auf, Rachegefühle und Gelüste. Die Rache ist süß, sagt man und mit orgiastischen Satisfaktionen verbunden.
Trotzig aufmucken, wehrhaft sein, kämpfen, zurückschlagen – das sind alles gesunde Reaktionen der Selbstbefreiung, die irgendwann zu einem autarken Individuum führen können, wenn man denn auch einen gesunden Sinn für das „Maß der Vergeltung“ behält. Die Verhältnismäßigkeit entscheidet auch über den Ausgang einer Konfliktsituation.
Die Dorfgemeinschaft erscheint in dieser Kurzgeschichte als bedrohende Masse, als eine Summe von unreflektierten Einzelmenschen, die das Anderssein eines Mitmenschen nicht gelten lassen wollen, die den Andersdenkenden bedrohen und „das Gewehr“ auf ihn richten, bereit, Ketzer und Außenseiter jederzeit abzuschießen, besonders Tabu-Brecher und so genannte „Nestbeschmutzer“.
Die historisch gewachsene Gemeinde, für viele eine existenzerhaltende Einheit, rechtfertigt sich:

„Wir sind stolz auf unsere Gemeinde. Unsere Tüchtigkeit bewahrt und vor dem Untergang. Wir lassen uns nicht beschimpfen, sagte er. Im Namen unserer deutschen Gemeinde wirst du zum Tode verurteilt. Alle richteten ihre Gewehre auf mich. In meinem Kopf war ein betäubender Knall. Ich fiel um und erreichte den Boden nicht. Ich blieb quer über ihren Köpfen in der Luft liegen.“
Die deutsche Gesellschaft und Gemeinschaft im Banater Dorf wird zum Feindbild erhoben – ihr Wertesystem, aus linksintellektueller Sicht kleinbürgerlich, spießig, heuchlerisch, faschistoid oder mit latenten Hang zum Faschismus, wird abgelehnt, weil es der freien Selbstentfaltung des kreativen Individuums, des Schaffenden in allen Bereichen der Existenz, zuwiderläuft.
Wo andere die Geborgenheit fanden, ein Gefühl von Heimat und deutscher Identität, sahen einige Extremdenker die Dinge anders. Die Konsequenz bedeutete Zäsur, Bruch mit der nicht mehr geliebten „Werte – Welt der Vorväter“, eben weil der letzte große Krieg neue Fakten geschaffen hatte – und neue Formen von Verantwortung und Schuld.
Der Feind ist ausgemacht in der Grabrede:
Es ist die eigene Herkunft und die eigene Gemeinschaft, nicht etwa ein fremder, viel mächtiger Feind hinter und über der Gemeinschaft in der realsozialistischen Gesellschaft. Es ist nicht die Kommunistenpartei im alles bestimmenden Staat, in der Diktatur, sondern der kleine Mann von nebenan, der Repräsentant der deutschen Gemeinschaft mit seinem kargen Brauchtum und seinem schmalen kulturellen Substrat, der Nachbar, der den alten Sitten folgend treu mit am Grab steht und einen dicken Stein auf den Sarg legt. Die Abrechnung schreitet am „Schlachttisch“ fort. Kaschiert von individueller Trauer – ich werde ein Leben lang Schwarz tragen – vollzieht sich die persönliche Kasteiung und Demütigung der Mutter, die ihren überlangen „Zopf“ abschneidet. Der „Zopf“ wird dann zeremoniell verbrannt – und die Zivilisation wird auch im Banat eingeführt, fast dreihundert Jahre nach jener Geste Peters des Großen, die sein Russland revolutionierte. Neue Werte machen sich breit im Banat – und die Kultur verdrängt bald auch die Zivilisation. Die Alte Ordnung hat ausgedient; sie muss abdanken und gehen.
Doch worin besteht die neue Welt der neuen Menschen – und was setzt die Anklage dem Vergehenden entgegen?
Wodurch definiert sich das Neue? Nur durch die Abgrenzung und Absetzung vom Alten, ohne neue Inhalte?
Das Vaterbild – extreme Negativität: ein gewissenloser Befehlsempfänger und vermeintlicher Massenmörder, ein Schuft gar durch und durch, der die Mutter schlägt, arrogant, höchst gewalttätig und dumm, unkritisch und denkunfähig. Und die Mutter?
„Meine Mutter ist ein vermummtes Weib“,
charakterisiert die Autorin introduktiv ihre leibliche Mutter, im ersten Satz der dritten Kurzgeschichte in dem „Niederungen“-Bändchen, gleich nach der von manchen als skandalös empfundene Posse „Das schwäbische Bad“.
Die Mutter ist eine Frau, die vom Vater systematisch verprügelt wird und die aus einer falsch verstandenen Autorität heraus das Erfahrene weiter gibt, indem sie die eigene Tochter schlägt, nur weil diese nicht flink genug Befehle ausführt – und dabei eine sich erst formende Seele zerbricht. Aus einer berechtigten inneren Revolte und aus dem psychischen Aufruhr heraus stellt sich dann auch eine Zurückweisung der Mutter ein. Die ablehnende Haltung gegenüber dem Verhalten der Mutter, der praktisch keine Individualität, kein Selbstsein zugestanden wird, weil ihr das Selbstbewusstsein fehlt und die aufrechte Haltung einer souveränen und emanzipierten Frau, korrespondiert mit der Zurückweisung des Säufer-Vaters, der zudem noch früher einer „verbrecherischen Organisation“ angehörte. Mutter und Vater werden zu Rollen reduziert, zu Negativ – Charakteren und Trägern von Unwerten – sie heben sich somit selbst auf.
Nur beschränkt sich dieses „Sodom und Gomorra“ auf die kleinste gemeinschaftliche Einheit, auf die eigene Familie, nicht aber auf die gesamte deutsche Dorfgemeinschaft. Die desolaten, zerrütteten Verhältnisse im Elternhaus zerbrechen die zarte Seele und schädigen das Kind irreparabel. Diese zwei auf allen Ebenen versagenden Elternteile produzieren das „Opfer“, nicht die weitgehend unbeteiligte Dorfgesellschaft drum herum.
Das Dorfmilieu mit seinen Sitten und seinem alten Brauchtum ist kein determinierender Faktor schlechthin, im Gegenteil sogar ein Korrektiv, weil das Kind in der Gemeinschaft des Banater Dorfes sogar aufgefangen wird. Der frühe Feind der Autorin Herta Müller – und dieser feine Unterschied sollte gerade von denjenigen besonders beachtet werden, die das Dorfleben im Banat nicht aus unmittelbarer Anschauung kennen- ist ihr eigenes Unzuhause, ihre Ungeborgenheit in der Familie von Anfang an, nicht aber die „deutsche Gemeinschaft“ an sich.

In ihrem unmittelbaren Umfeld, in der Familie, wurde sie zum „Opfer“ gemacht und gezwungen, sich gegen eine feindliche Außenwelt zu behaupten. Das Banater Dorf aber, das so war wie es war, war ihr eigentlicher Feind nicht. Sie distanzierte sich auch nicht von Anfang an vom deutschen Dorf und der deutschen Wertegemeinschaft – etwa wie ich es vollzog, als ich früh unspektakulär in die Stadt aufmachte.
Herta Müller, die gerne ein paar unpassende biografische Details verschweigt, weil sie dem stilisierten Image gefährlich werden können, machte eine gute Weile mit. Solange es opportun war, lebte sie ganz konventionell „am Arsch der Welt“, wie sie es selbst einmal definierte, schlief in gestärkter Bettwäsche, tanzte um die Bütt „Kerwei“, heiratete den Deutschen Herbert Karl aus Temeschburg – und distanzierte sich von dem langweiligen Landleben in Nitzkydorf erst, nachdem ihr die Linken aus der Aktionsgruppe Banat einiges von den segnenden und selig machenden Wirkungen des Marxismus-Leninismus erzählt, sie zur Literatur-Fabrikation animiert und zur Kritik an der verzopft-muffigen Welt ihrer Väter aufgerufen hatten.
Mit ihrem Debütband stürzte sie sich in einen Kampf, der bald Autodynamik entwickelte und die Blindheit des Nebelscharmützels, bekämpfte einen vermeintlichen Gegner und ignorierte dabei den „eigentlichen Feind“, den ihre geistig wenig differenzierten banatschwäbischen Landsleute seit dem Zusammenbruch 1945 und dem aufziehenden Stalinismus mit politischen Verbrechen aller Art, Agrarreform und Deportationen längst in der „Kommunistischen Partei“ ausgemacht hatten. Dass es damals so war, wollte sie – im Gegensatz zum reuigen Berwanger – bisher noch nicht zugeben – eben weil sie die Dinge – aus ihrer schon verinnerlichten Opfer-Perspektive – anders sah und weil sie lieber das angeblich spießig deutsche Dorfmilieu als die realsozialistische Gesellschaft drum herum zu verdammen liebte.

Aus der Absetzung von diesen Unwerten extremer Negativität konstruiert die Autorin dann ihren Gegenentwurf – eine mythopoetische Welt des Irrealen, Makabren und Unästhetischen, in welchem sie selbst integraler Teil des Mythos ist, ganze hundert Jahre nach Baudelaire, Lautreamont, nach den Dadaisten und Surrealisten!
Und die literaturhistorisch unsensible Fach- wie Banausenwelt ist tief beeindruckt! Ein neuer alter Ton, eine neue alte Wahrnehmung und eine neue alte Sprache in selbstauflösender Form. Dabei erreichen einige Passagen in den „Niederungen“ wahrhaftig einsame Höhen!
Als Herta Müller dann im Jahr 1985/86? Während eines Fernsehauftritts nach ihrem Verhältnis zu ihren Landsleuten im Banat gefragt wurde, hatte sie – und das ist mir noch sehr gut im Gedächtnis verhaftet – keine Schwierigkeit damit, die rückständige, als faschistoid bezeichnete Denkweise der Banater Schwaben denunzierend herauszustellen. Auf die Frage, ob sie gewisse politische Entwicklungen in der gegen Perestroika und Glasnost ausgerichteten Ceausescu- Diktatur auch in Rumänien ansprechen werde, entgegnet sie forsch, sie werde sich den Mund keinesfalls verbieten lassen.
Einen Beweis dafür, dass sie Letzteres eingehalten oder gar konkret gegen die Kommunisten in dem höchst zerrütteten Land opponiert hat, ist mir nicht bekannt. Opponiert haben andere, die allerdings all Zukunft braucht Herkunft, werte(r) wolkenlos, genauer das bekannte: Ja, ich weiß woher ich stamme (ungesättigt gleich der Flamme glühe und verzehr ich mich … (frei nach F. Nietzsche!).

Wer ist das graue Männchen, der aus dem ehemaligen SS-Mitglied einen negativen Helden, ja Massenmörder macht?
Spricht da ein veritabler Zeitzeuge, der ein authentisches Testimonium ablegt, einer dabei war im Schützengraben vor Stalingrad oder doch nur ein boshafter Denunziant in fremdem Auftrag?
War er bei den in den Raum gestellten Verbrechen, die hier aus einer subjektiven Betroffenheit heraus literarisch fiktiv in die Welt gesetzt werden, wirklich dabei als Augenzeuge. Sind Anklage und Anschuldigungen echt und so in der Realität erfolgt oder bloße Konstruktionen einer begabten Fantasie? Setzt hier bereits eine Vergangenheitsaufarbeitung ein, die als Vergangenheitsbewältigung zugleich Selbstbefreiung ist? Oder richtet sich dieses „Gerede“ – wie es Heidegger nach Nietzsche in „Sein und Zeit“ definiert nicht gar gegen die „deutsche Gemeinschaft“ der Trauernden, die ums Grab versammelt einem der Ihren nachweint?
Die schriftstellerische Freiheit lässt es zu, solch fiktionale Gebilde zu entwerfen, ganz egal ob sie traumhafter Natur sind oder mit realistischen Hintergrund. Die Interpreten sind zur Deutung aufgerufen, aber auch zum Fragen nach Intention und Motivation der Szene.
Satz für Satz nehmen die belastenden Indizien zu. Der Vater entpuppt sich in weiteren Aussagen nicht nur als ein ungehemmter Massenmörder in einem grausamen, weltanschaulich motivierten Vernichtungskrieg im Osten jenseits des Völkerrechts; auch im bürgerlichen Leben danach in Friedenszeiten in der sozialistischen Gesellschaft erscheint er als Ehebrecher und Schuft. Sein Verderbtsein, seine Sittenlosigkeit und seine Untugenden erreichen das Ich der Erzählung, die eigene Tochter, als Vorwurf.

 
 
 
 
 

Vom interessenlosen Wohlgefallen und

von der neuen Sehnsucht nach Fäkalität


„Wer die Schönheit angeschaut mit Augen,
ist dem Tode schon anheim gegeben,
 wird zum wahren Leben nicht mehr taugen“,

dichtet August Graf von Platen in einem berühmten Sonett.
Damit nicht alle der Schönheit verfallen und dekadent dahinsiechen, hielt Herta Müller in ihren „Niederungen“ mit einigen Appetithäppchen dagegen, naturalistisch plastisch wie in den Frühphasen des Expressionismus in einem sonderbaren Delektieren an Fäkalität:

„Ich wischte mir mit dem Klopapier trotzdem den Hintern ab und schaute dann in den Ausschnitt, und sah den Kot, in dem weiße Würmer krochen. Ich sah die kleinen schwarzen Kotknollen und wusste, dass Großmutter wieder Verstopfung hat, und sah den lichtgelben Kot meines Vaters und den rötlichen Kot meiner Mutter. Ich suchte nach dem Kot meines Großvaters, und Mutter schrie meinen Namen in den Hof“.

Wenige Seiten später wird auch das allzumenschliche Urinieren geschildert – ein literarisch verewigtes Männeken – Piss im Banat:

Ich sah Heini, wie er den Nachttopf in der Hand hielt und mit eingeknickten Knien dastand. Und mit der anderen Hand hielt er sein Glied. Es war sehr weiß im Schein des Blitzes.
Ich musste auch pissen. Ich stand auf und setzte mich über den Topf, und ich zog den Bauch ein, um das Geräusch des Urins zu verhindern. Aber es wurde immer lauter unter mir, ich hatte keine Kraft, ich konnte es nicht mehr tröpfeln lassen. Es rann lauwarm aus mir. Es rauschte. Heini rief mich zu sich ins Bett.“

Foto: Carl Gibson

Trockenklo – typisch für das ländliche Banat.

Nicht anders als in Deutschland, Österreich oder in der Schweiz war solch ein Klosett Standard bis nach 1945. Das Objekt (Elternaus von Carl Gibson) in Sackelhausen, Banat, steht heute noch.

Den „Furz“, den „Hodenbruch „ des Großvaters und die „Hämorrhoiden“ der Mutter erwähnte Herta Müller an anderer Stelle.

Ob das alles auch beschrieben worden wäre, wenn die Autorin gewusst hätte, dass die Fäkalität literarisch schon längst vorweggenommen war, etwa bei dem Exzentriker Salvador Dali?

Eine Urin- und Kotspur zieht sich leitmotivisch durch die gesamte, sprachlich höchst bescheidene und nur mit dem Instrumentarium der Kurzgeschichte gestalteten Erzählung. Die Miniaturbeobachtung, darunter viel Triviales und Banales, steht neben der psychologischen Decouvrierung im „Klartext“. Schein und Sein mischen sich, ebenso tatsächliche Existenz und Traumwelt. Wo das Gehirn des Interpreten nicht mehr folgen kann, spricht man gern von „erfundener Wahrnehmung“, also von etwas, was keiner logischen Erklärung bedarf.

Das Resultat: Eine Kindheit nicht im Garten Eden, sondern in Sodom und Gomorra!

Wen wundert da der Aufschrei des Opfers, die Klage und Anklage?

Die Welt des Banats ist Scheiße!

Doch an sich – und nicht etwa, weil die alles bestimmende kommunistische Weltanschauung versagt hat.

Also werden die schönen und angenehmen Seiten der Kindheit und Jugend von Exkrementen überdeckt, vom kalkweißen „Schiss“ der Singvögel ebenso wie von dem eklig Gekotzten der Katze und der ausgekotzten Leber des alkoholabhängigen Vaters, der selbst ein vielfaches Opfer ist und andere zum Opfer macht. Das Grauen herrschte also im Banat?

Wird die Ausnahme zur Regel? Und das Versagen Einzelner zum Versagen der Gemeinschaft? Was ist wahr an den Schilderungen? Und was ist typisch? Wer kann was erkennen? Und wenn es weder wahr noch typisch sein muss, weshalb reden Rezensenten dann überhaupt von der rückständigen Welt des Banats?

Zufällig bricht F. C. Delius das Trockenklo – Zitat (Spiegel, 1984)  gerade dort ab, wo die oben zitierte Beschreibung der Kotarten beginnt. Oder war es doch nicht zufällig?

 Wurde es dem sonst überkritischen Schriftsteller – Kollegen zu fäkal, selbst dem „Spiegel“? Diejenigen, die im Banat gelebt haben und zudem noch etwas von Literatur und Philosophie verstehen, werden Grenzen ausmachen können. Sie werden genau unterscheiden, wo die Realität endet und wo die Übertreibung, die Überspitzung der Phänomene beginnen, wo das fast schon krankhafte Borderlinertum, das dem kreativ schwärmenden Schriftsteller erlaubt ist, einsetzt und endet.

Der normale deutsche Leser wird aber schwerlich in der Lage sein, die ihm fremde, exotisch und skurril erscheinende Welt an sich zu erfassen; er wird nur das Exotische, das Skurrile sehen, aber nicht die tatsächliche Realität dahinter.

Deshalb erfolgte ein empörter Aufschrei der verkannten deutschen Gemeinschaft als Reaktion auf die literarisch formulierte Anklage, die dann noch von willigen Vasallen wie F. C. Delius im Klartext auf den Punkt gebracht wird.

Der Aufschrei der Betroffenen vor Ort im Banat erfolgte unmittelbar nach der Erstedition im Kriterion Verlag und entlud sich in einer Serie missbilligender Berichte und Leserbriefe in dem deutschsprachigen Temeschburger Blatt „Neue Banater Zeitung“.

Der gleich aufkommende und wohl auch mündlich vor Ort formulierte Verdacht, dieser Erstling der noch gänzlich unbekannten Autorin stamme aus den Werkstätten des Propagandaministeriums der Kommunisten in Bukarest lag nahe. Im Westen war es der Landsmannschaft der Banater Schwaben nahestehende Autoren, die darüber schrieben. Schließlich war die Ehre einer deutschen Gemeinschaft berührt, Menschen, aufrechte Charaktere, fühlten sich angegriffen und gekränkt.

Und F. C. Delius war wohl informiert rüber über die Empörung aus der konservativen Ecke, als er Ende 1984 die von ihm dem Rowohlt Verlag vermittelte Textfassung von „Niederungen“ gezielt aufs Treppchen hob; nicht nur aus Solidarität mit einer schreibenden unbekannten Bekannten, sondern auch, um – nach guter „Spiegel“- Tradition – den strammen Patrioten aus dem konservativen Lager eines auszuwischen.

Politisierung und Instrumentalisierung einer „besonderen Situation“

 


In seinen für bundesdeutsche Ohren geschriebenen Generalisierungen macht Delius die „Ausnahme“ – das asoziale, von alltäglicher Gewalt bestimmte Milieu einer zerrütteten Familie – zur „Regel“ und politisiert eine scheinbar unpolitische Beschreibung, wobei der Rezensent die „besondere Situation vor Ort“ und die Auswirkungen der mehr oder weniger gezielt betrieben Attacke auf das angeblich rückständige, in Deutschtümelei versunkene Dorf eklatant verkennt. War das nur Unkenntnis der Verhältnisse oder schlichte Provokation? Der bundesdeutsche und westliche Leser wird die in „Niederungen“ geschilderte Welt des Banats nie voll verstehen können, weil er sie nicht mit allen Sinnen und tiefen emotionalen Empfinden erlebt oder durchlitten hat. Er wird die „spezifische Situation“ einer nationalen Minderheit in der Agonie nicht verstehen, weil er sie nicht verstehen kann. Das ist ein Faktum.
Der eigentliche Skandal aber besteht darin, dass die mehr oder weniger reale und zum Teil unrealistisch dargestellte Leidensgeschichte eines Opfers von Dritten gezielt instrumentalisiert und bewusst missbraucht wird, um eine politische Hetzkampagne loszutreten, die sich gegen einen Teil des deutschen Volkes richtet. Hier wird Literatur zum politischen Instrument.
Darf gegen einzelne Teile des deutschen Volkes öffentlich gehetzt werden, verehrter Herr Bundespräsident?
Und dies bei eklatantem Missbrauch eines Opfers?
F. C. Delius und der „Spiegel“ benutzten die an sich schon problematischen Erzählungen in Herta Müllers „Niederungen“, um gleich eine Kampagne gegen das konservative Lager, gegen Vertriebene und gegen die rechte Presse loszutreten, ganz im Geiste der längst schon laufenden Kampagne gegen Franz Josef Strauß, gegen die bayerische Politik und zuletzt gegen alle Bayern.
Das war salonfähig damals im Kalten Krieg anno 1982-1984 in der Bundespolitik – und ich, der nationalliberale Deutsche und ehemalige Bürgerrechtler, war mittendrin, doch engagiert im christlich-konservativen Lager.
Die Konservativen mit zu treffen und zu diskreditieren, war aus der Delius – Spiegel-Sicht gerade recht – Herta Müller wurde dabei ein Mittel zum Zweck, als Person und als Schreibende!
Und sie ließ es willfährig mit sich geschehen, wurde sie doch bekannt dabei. Die mephistophelischen Erzschurken in diesem Trauerspiel der Moderne, dessen zersetzende und spaltende Wirkung auch heute noch unversöhnlich anhält, aber waren über F. C. Delius’ Feder die linken Akteure aus der Spiegelredaktion in ihrem damaligen Kampf gegen die Protagonisten der katholischen Reaktion Strauß und Kohl.
Wie sehr Herta Müller innenpolitisch den Sozialisten genutzt und der christlich-sozialen Union geschadet hat, ist dem politisch Verantwortlichen der CDU-nahen KAS – Stiftung heute – zwei Jahrzehnte danach – völlig unbekannt.
Als die Konrad Adenauer – Stiftung im Jahr 2004 ihren Literatur-Preis gerade an die kontroversierte Herta Müller vergab, war sie – dem Verdikt ihrer „Juroren“ voll vertrauend, viel zu uninformiert und damit unfähig, diese wahren politischen Implikationen, Zusammenhänge und Auswirkungen zu erkennen – und unser werter Bundespräsident weiß wohl kaum von der immer noch andauernden Wirkung der Hetze und Spaltung in einer Zeit, die – über den Alten Kontinent hinaus – nach symphonischem Zusammenklang, nach Versöhnung ruft.
Herta Müller ließ sich 1984 willig von Linken instrumentalisieren und 2004 von Konservativen auszeichnen, ohne sich gegen einseitige Vereinnahmung zu wehren.
Pecunia non olet?
Und ist das nicht nackter Opportunismus vom alten Schlage nach dem Motto: „Wessen Brot ich esse, dessen Lied ich sing?
Die Kommunisten unter Diktator Ceausescu hatten es auch so gehalten – und die einst zugesagte „Loyalität“ über getarnte Securitate – Drohbriefe eingefordert, nachdem „ die Treu’ gebrochen“ und der Ring entzwei gesprungen war, nachdem die Geförderte ihre Meinung geändert und ihren Hals gewendet hatte. Wo stand und wo steht Herta Müller nun wirklich? Links wie früher – oder inzwischen gar rechts? Oder mimt sie eine Hetaera Esmeralda der Literatur, die ungeachtet moralischer Wertungs – Kategorien, es mit jedermann kann, mit den Linken und mit den Konservativen, Hauptsache es klingelt in der Kiste wie beim Ablasshandel.
Ihre Landsleute, die inzwischen durch die vielen Auszeichnungen und Ehrungen verwirrt sind, wissen auch nicht mehr so recht, woran sie nun glauben sollen. Sollen sie stolz auf Herta Müller, weil sie das Banat etwas bekannter gemacht hat, wenn auch negativ als „Unort“? Oder sollen sie sie weiterhin ablehnen und verachten, weil die vernichtenden Botschaften von Hetze und Spaltung immer noch im Raum stehen und Herta Müller es ablehnt, sich öffentlich davon zu distanzieren.

Als die Autorin 1982/84 das Spiel der Kommunisten in ihrer alten Heimat und das der Linken in Deutschland mitmachte, lud sie, moralisch betrachtet, Schuld auf sich, weil sie seinerzeit „als moralische Instanz“ das totalitäre System vor Ort und sein Verbrecher-Regime, das Andersdenkende verfolgte, hätte bekämpfen müssen.
Das hat sie nicht getan. So wurde sie bekannt und auch aufs Treppchen gehoben, doch nicht an sich und für literarische Verdienste – denn wo wären diese in „Niederungen“ zu finden, verehrte Germanisten? – sondern für ihre höchst einseitige Antihaltung gegenüber den Konservativen, die aus ultralinker Sicht gerne in die Ecke der ewig-gestrigen Altfaschisten gestellt wurden.
Ihre sonderbare Wahrnehmung und ihre Art, Realität und Fantasiegebilde zu mischen und zu vermengen, positiv wohlwollend „Brechung“ genannt, negativ aber nur „Verzerrung“ von Wahrheit, sind künstlerisch legitime Mittel der Darstellung. Nur auf den Gegenstand der „deutschen Identität“ bezogen sind sie unzulässig, weil sie destruktiv und zersetzend wirken.
Das macht die für arglose Außenstehende scheinbar unpolitische Materie hochpolitisch und moralisch.
In „Niederungen“ wird eine höchst individuelle, subjektive Perspektive absolut gesetzt und anklagend in die Welt hinaus posaunt – als emanzipatorische Enthüllung eines angeblichen Opfers! Doch ist das Ich der Geschichten identisch mit der Autorin. Sind die dort exponierten existenziellen Erfahrungen tatsächlich so erlebt worden? Oder sind auch sie nur fiktionale Imagination? Wer bewusst Literatur produziert, wer nicht nur einfach so darauf los schreibt, ohne die Folgen zu bedenken, wer nicht naiv schreibt und einseitig, der darf Ursache und Wirkung nicht vermengen. Er muss die Konsequenzen seines Tuns im Auge behalten, gerade wenn Literatur moralisch und politisch wird. In diesem Punkt hat Herta Müller – bestimmt von den ihr lange fremden Paradigmen der marxistischen Aktionsgruppe Banat – von Anfang an versagt. Die Einseitigkeit der frühen Stunde spaltet noch heute. Herta Müller nahm den – anfangs noch psychologisch berechtigten – Kampf gegen die deutsche Gemeinde auf und kämpfte – beginnend mir einem Abgesang in einer Grabrede – an falscher Front.
Der gesamte Band „Niederungen“ ist eine Dokumentation ihrer einseitigen Schlacht gegen die „deutsche Identität“. Sie kämpfte ihren oft unverstandenen Kampf über zwei Jahrzehnte – und sie kämpft ihn mit gleicher Vehemenz immer noch, ohne sich kritisch zu fragen, ob sie nicht von Anfang an das falsche Pferd aufzäumte und es zu Tode ritt.
Einer, der den gleichen Kampf der Selbstemanzipation auch gehen musste, ohne radikale Zäsur zur Herkunft, und ohne die Wurzeln zur eigenen Identität abzuschneiden, weiß, dass der „eigentliche Feind“ in einem ganz anderen Lager zu suchen war.
Wer – nach erfolgter Selbstemanzipation – bewusst am Scheideweg ankam, konnte klare Realitäten und Prinzipien erkennen und auseinanderhalten. Er konnte sich entscheiden.
Der „wahre Feind“ der Literatur, des freien Geistes und der individuellen Selbstentfaltung in allen Formen lauerte in verborgener Stellung und sah höhnisch lachend der Selbstzerfleischung des Deutschtums im Banat und in Siebenbürgen zu, bereit es Exodus und Vernichtung preiszugeben – für immer. Einige Katalysatoren beschleunigten diesen Untergang.
Figaro im Banat

„Deutscher Scheitel und deutscher Schnurrbart“ –

Ein Hohn auf das Deutschtum

oder
vom Untergang des Abendlandes am Tor zur Walachei


Hetze kann in vielen Erscheinungsformen daher schleichen und unterschiedlich motiviert sein. Sie kann direkt sein, plump und dumm. Sie kann aber auch unbedacht sein und ihre Wirkung falsch einschätzen und verkennen. Der eine will provozieren und aufrütteln, der andere kostet nur den Ärger der Betroffenen aus und den Schmerz der Verletzten.
Ihr habt mich verletzt – auf welche Art auch immer. Also schlage ich zurück und verletze euch auch – herber und gerade dort, wo es am meisten schmerzt, an eurer empfindlichsten und verletzlichsten Stelle, an jenem Punkt der euch am heiligsten ist – an eurer Identität.
So etwa kann ein sensibler Geist empfinden, wenn er die oben genannte Kurzgeschichte liest – und wenn er aus der „Perspektive des Betroffenen“ und Verletzten liest.
Viel wird nicht erzählt. Das wenige Worte reichen aus, um zu verletzen.
Der Ort der Handlung: Ein Friseurladen irgendwo im deutschen Siedlungsgebiet in Rumänien, im Banat wahrscheinlich – oder in dem nicht weniger „rückständigen“ siebenbürgischen Dorf, oben in Sathmar an der ungarischen Grenze, in der Dobrudscha am Schwarzen Meer oder gar in den Niederungen von Nitzkydorf oder Perjamosch?

Foto: Carl Gibson

Teil des größeren Gebäudekomplexes mit Rathaus, Kino, Tanzsaal, Kindergarten, Bibiothek, Buchandlung, Polizei, Geschäft und Kindergarten war auch der “Friseurladen” – Sackelhausen, 2010.

Die Handlung selbst:

Eine männliche Figur taumelt und stolpert durch eine kafkaeske Situation mit expressionistischen Elementen in einen Friseurladen, wo alte Leute vor sich hindösen und wartet dort auf den Haarschnitt:

Deutscher Scheitel? Fragte der Friseur“ (…)

„Deutschen Scheitel und deutschen Schnurrbart, sagte der Mann“.

Ein unscheinbarer Dialog, denkt man heute – und so dachte man damals mitten in der Bundesrepublik aus der Geborgenheit des deutschen Volkes heraus mit einem Schmunzeln auf den Lippen, lange nach Heine und Nietzsche.

Nur im Banat hatten die gleichen Worte einen ganz anderen Klang – denn die Betroffenen vernahmen sie in der Exponiertheit mitten im Exodus zu einem Zeitpunkt, wo die Auslöschung des Deutschtums in Rumänien unmittelbar abrollte.

Herta Müller, die Polkatänzerin von gestern, scherte sich nicht mehr darum, seitdem sie dem Nest entflohen und in der fortschrittlichen Stadt angekommen – aus welchem Gründen auch immer.

Und Unbetroffene aus der Bundesrepublik, Leute wie C. F. Delius, scherte vieles auch nicht.

Was von den einen als einen unmittelbare Angriff auf ihr Sein, auf ihre Identität, ja als Existenz gefährdender „Dolchstoß“ empfunden wurde, war für andere „Nichtbetroffenen“ aus dem ferne Ausland, für Berufsspötter und Kritiker vom Dienst, nur „literarische Ironie“, beißender Sarkasmus, blanker Zynismus, frechster Hohn und Spott bestenfalls blanker Zynismus der herberen Art.

Die Autorin forcierte den Ausdruck. Kein Mensch im deutschen Dorf des Banats sagte „deutscher“ Scheitel im Friseurladen; noch weniger sagte einer „deutscher“ Schnurrbart.

Wer dort lebte, weiß es und kann es bestätigen. Keiner sagte es, nicht nur weil es tautologisch gewesen wäre, sondern sogar hochgradig absurd, denn im deutsche Friseurladen und beim deutschen Friseur, fanden sich in der Regel nur deutsche Kunden ein, jedenfalls war das in Sackelhausen so, in einer Gemeinde, die um 1945 fast zu hundert Prozent aus Nachkommen deutscher Siedler bestand und 4 200 Einwohner zählte.

Ob in unweiten Nitzkydorf, wo unser letzter Priester, der katholische Dechant Dr. Franz Kräuter herstammte, die Uhren anders gingen, mag dahingestellt bleiben. Wahrscheinlich ist das nicht.

Wenn die Autorin gerade dort bohrte, wo es am schmerzvollsten war, dann deshalb, weil sie einen bestimmten Nerv treffen wollte, das Mark der Identität, den Haupt- und Lebensnerv der deutschen Minderheit in exponierter Lage vor der physischen Vernichtung, eine Lebensader, die allerdings kein „Tabu“ war!

Aus der Sicht derjenigen, die an ihrer nationalen Identität festhielten, und das waren eben die Viele, die große Mehrheit unter den Banater Schwaben und Siebenbürger Sachsen, die nicht mit der Kommunistischen Partei paktierten, kam diese Attacke einer gezielten Hetze gleich. In ihrem natürlichen Sein getroffen, schrieen sie auf – und der schmerzvolle Aufschrei ertönt noch heute. Und was war mit den Parteimitgliedern aus der schreibenden Zunft, mit Leuten wie Richard Wagner, dem Lebenspartner der Schriftstellerin Herta Müller, der damals noch loyal zur kommunistischen Monopol-Partei stand und – nach eigenem Bekenntnis „kein Dissident sein wollte“ – was war mit diesen Paktieren und Seelenverkäufern, mit jener „Minderheit in der Minderheit“, die die „Gerechtigkeit“ schon damals gepachtet zu haben glaubten?

Sie fühlten anders – und sie fühlen auch heute noch anders. Nur wollen sie vieles, was damals wahr war, vergessen und ungeschehen machen, Gras über alles wachsen lassen und keine schlafenden Hunde wecken.

Und wer lachte sich damals ins Fäustchen, als „Niederungen“ die Gemüter erregte?

Die Parteikader der Kommunisten und ihre Handlanger bei der Securitate, weil die verhassten Deutschen – in Exodus und Agonie begriffen – sich jetzt auch noch selbst zerfleischten.

Ob Herta Müller die „besondere Situation“ verkannte?

Oder ob sie gezielt zum Todesstoß mit ausholte und den Untergang des Abendlandes vor der Pforte zur Walachei mit besiegelte?

Ob ihr Gewissen sie damals antrieb – oder nur das Ressentiment des Schlechtweggekommenen, das aus einer vielleicht frühkindlichen, vielleicht permanenten Verletzung herrührte?

Sie hat es wohl nie bereut und mit dem Hass, den sie provozierte, gelebt, bis zum heutigen Tag, ohne zu widerrufen und ohne sich von einem und ihrem destruktiven Prinzip zu distanzieren.

Wer, wie die Konrad Adenauer- Stiftung, ihre damalige Haltung ehrte und die Positionen im Frühwerk mit einbezog, der ehrte zugleich das destruktive Prinzip und setzte – politisch betrachtet – das falsche Signal.

Eine eventuelle Ehrung der kontroversierten Schriftstellerin Herta Müller mit dem Nobelpreis für Literatur, immerhin ist sie als Kandidatin der Bundesrepublik Deutschland nominiert, würde aus dem politischen Schaden einen wahrhaftigen Erdrutsch mit noch verheerenderen Wirkungen machen. Deshalb tut Aufklärung Not, bevor das Kind, das bereits in den Brunnen gefallen ist, überhaupt nicht mehr gerettet werden kann.

Doch wie ging es tatsächlich in einen Friseurladen zu, etwa in Sackelhausen? Wie war das mit dem „Scheitel“?

Alle Knaben meiner Jugendzeit trugen den „Scheitel“ links, obwohl einige von uns wussten, dass der Führer des Reiches Adolf Hitler den „Scheitel“ rechts trug. Wer auf dem Friseurstuhl Platz nahm, hatte die Auswahl zwischen zwei Klassikern: „Füllen- Frisur“, auch Füllen- Frisur“ genannt oder „Scheitel“. Den boshaft konstruierten Ausdruck „Deutscher Scheitel“ habe ich nie vernommen.

Der Friseursalon war eine Nachrichtenbörse, ein Ort geistiger Auseinandersetzung im gepflegte Pro und Contra, ebenso ein Raum, wo viel über Geschichte, über die Erfahrungen aus zwei Weltkriegen und über die Kriegsfolgen, Flucht, Vertreibung, Deportation und Wiederaufbau lebhaft diskutiert wurde.

„Klein aber mein“, fasste Vetter Peter seine Deutschland- Kritik zusammen, indem er auf sein Häuschen verwies, das er mit seinen zehn Fingern aufgebaut hatte.

„In Deutschland kommt kein Brot auf den Tisch“, stellte er fest, um dann endgültig ablehnend zu resümieren:

„Wo kein Brot ist, da ist auch sonst nichts zu erwarten.“

Also war Deutschland keine Thema für ihn bis zu dem Tag, wo er sich es dann doch noch anders überlegte. Wer fragte schon nach seinem „Opportunismus“. Schließlich war er doch nur ein Figaro, auf dessen „moralische und politische Integrität es nicht weiter ankam – und kein Schriftsteller mit Vorbildfunktion!
Bei Vetter Hans auf dem Friseurstuhl hörte sich das ganz anders an. Kaum hatte ich Platz genommen, vernahm ich die eine Frage: „Wann fahren wir nach Deutschland?“ Sprich: „Wann wird unsere Ausreise endlich bevorstehen?“ Dieses eine Thema wurde als Leitmotiv in unendlichen Variationen abgehandelt, über Jahre hindurch und verdrängte jeden anderen Diskussionsstoff. Wenn mein Blick über den imprägnierten Bretter-Fußboden huschte, fielen mir dort zwei verkrüppelte Füße auf, die in einem paar schweren, arg verkürzten Lederschuhen steckten. Die fehlenden Zehen erinnerten an die Strapazen des Russlandfeldzugs, denn Vetter Hans an der Seite reichsdeutscher Kameraden doch noch durchgestanden hatte – seine Hoffnung und seine gesamte Zuversicht richteten sich seinerzeit auf ein Leben in Freiheit in dem Land seiner Wahl – und das war Deutschland.
Das Ziel und der Weg, dorthin zu gelangen, verband uns und bestimmte unsere Gedankengänge bis zu dem Tag, als wir uns im Jahr 1980 auf deutschen Boden in Freiheit wieder begegneten, gute drei Jahre vor „Niederungen“ und dem Höhepunkt des Exodus der deutschen Minderheit in Rumänien.
„Was fällt, soll man auch noch stoßen!“ Herta Müller hat dieses zynische Nietzsche-Zitat auf ihre Weise umgesetzt, indem sie – auch ohne Nietzsche zu kennen – über deutsche Scheitel und deutsche Schnurrbärte schrieb – und ebenso frivol witzig über ein „schwäbische(s) Bad“.

Foto: Carl Gibson

Fahrt ins Nichts?

Trostlose Landschaft vor Herta Müllers Geburtsort Nitzkydorf im rumänischen Banat

 Politische Naivität oder böse Absicht

Wenn ein Schriftsteller angreift, karikiert und pointiert überzeichnet, verfolgt er immer einen Zweck. Und die Mittel, diesen Zweck zu erlangen, müssen ihm bewusst sein.
Das gilt auch für die kaum eine Seite lange Kurzgeschichte „Das schwäbische Bad“ aus dem schmalen Debüt-Bändchen „Niederungen“.


Um die verheerende Wirkung dieser gezielten Provokation zur Unzeit und am falschen Ort zu veranschaulichen, muss die eine „völkische Bezeichnung“, das Schwäbische, nur durch eine andere völkische Festlegung ersetzt werden, etwa durch „rumänisch“, „russisch“ oder durch eine stigmatisierende Bezeichnung von religiösen oder nichteuropäischen Minderheiten; und schon wird der offensive Hetzcharakter der Kleinsterzählung deutlich.
Nicht ein Individuum wird da verhöhnt oder ein typisches Milieu, sondern gleich eine ganze Volksgruppe und dahinter ein ganzes Volk.

Ganz egal, ob Herta Müller, das „Deutsche“ überzeichnet und gezielt verhöhnt – wie in der Figaro-Posse oder nur das „Schwäbische“ – und dabei das „Donau-Schwäbische oder das Banat-Schwäbische“ meint:
Sie hetzt mit dieser Vorgehensweise, mit diesem deplatzierten Stil – und sie spaltet! Dies aber zu einer „historischen Unzeit“, nämlich im Todeskampf der deutschen Minderheit im Banat und in Siebenbürgen, die unmittelbar davor stehen, über den forcierten Exodus ihre nationale Identität zu verlieren und ihr physisches Fortbestehen als nationale Minderheit für immer aufgeben zu müssen.
Durch das Einbüßen der spezifischen siebenbürgisch-sächsischen Identität oder der Banater Identität und der Heimat, wird der exponierte Einzelmensch zum Stigmatisierten, der als Gezeichneter mit Integrationsschwierigkeiten zu rechnen hat.
Wer aus Sodom und Gomorra herstammt, hat unter zivilisierten Kulturvölkern einen schweren Stand. Unschuldige werden so getroffen – und in der Bundesrepublik ausgegrenzt. „Das sind diejenigen aus der Trocken-Klo-Landschaft und den „schwäbischen“ Suhlkübel …“
Doch daran dachte die weit vorausschauende Autorin kaum. Sie hatte da noch eine Rechnung offen bei der deutschen Dorfgemeinschaft, die es anders wollte als sie selbst – und dieser Gemeinschaft, an deren Sitten und Gebräuchen sie nur widerwillig eine Weile teilnahm, gezwungen mit einem Kirchweih-Strauß in der Hand um die Bütt Polka zu tanzen, wollte sie es nun heimzahlen, indem sie das „Schwäbische“ an sich verunglimpfte, den Schiller und den Hegel, den Uhland und den Hauff, wie auch das Deutsche mit seinem Wesen, an dem einst die Welt genesen sollte.
Jeder kehre vor seiner eigenen Tür“
las ich an der Pforte eines freisinnigen Rottweilers, der mit dem weisen Spruch vielleicht noch etwas mittelalterlichen Anstand in unsere heuchlerische Zeit herüber retten wollte.
Herta Müller, von Kind auf mit harter Arbeit vertraut, griff zu einem eisernen Besen und fegte vor der Tür ihres etwas aus den Fugen geraten Hauses – doch wie der Zauberlehrling in Goethes Ballade fegte sie wilder und wilder werdend auch den Kuhstall, den Saustall , dann über den eigenen Hof hinaus noch die Gasse, das ganze Dorf, ja die ganze Region … und selbst die Nation, wenn ihr kein Hexenmeister Einhalt gebietet. Was die Heilige Johanna nicht schaffte, das schafft vielleicht noch Herta Müller! Wäre es auch anders gegangen?

Mit Sicherheit! Wer die als spießig empfundene Welt der Kleinbürger missbilligte, konnte frei wegtreten und jene kleine Welt sich selbst überlassen, ohne ihre Menschen zu verunsichern, zu trennen, zu spalten und über Jahrzehnte gegeneinander aufzubringen und revanchistischem Hass das Wort zu reden.
So etwa habe ich es seinerzeit gehalten – und als ich mich leise von der Dorfwelt verabschiedet, um eine eigene Bahn zu schreiten. Als ich damals schied, in natürlicher Wegentwicklung, ging ich ohne Zäsur, ohne Zorn und ohne andere mit dem Schmutz zu bewerfen, den die eigene unbefriedete Seele ausgebildet hatte.

Herta Müller lieferte mit dem Tenor ihres Debütbändchens, dass gewissen Kreisen in der Bundesrepublik ins politische Konzept passte, eine gute Vorlage, um instrumentalisiert zu werden und um über dieses – wie man früher zu sagen pflegte „Mach-Werk“ – eine Diskreditierungskampagne gegen konservative Kreise in der Bundesrepublik loszutreten. Schließlich war alles, was das konservative Lager um CSU-Chef Strauß und CDU-Zugpferd Kohl schadete, legitim. Machiavelli hatte es so vorgesehen – und die literarische Landschaft lieferte die Mittel dazu.
Herta Müller wurde bekannt; bekannt als eine Schriftstellerin, die polarisiert, die Gräben aufreißt und die Menschen gegeneinander aufbringt.
Heute, 25 Jahre nach dem Erscheinen ihres Pamphlets gegen die deutschen Landsleute, ist der erhobene Vorwurf, die Vereinnahmung und Instrumentalisierung durch Dritte voll akzeptiert zu haben, ohne sich je von der verhängnisvollen Botschaft der Hetze und Spaltung zu distanzieren, immer noch legitim.
Sie hat die öffentlichen Preisgelder in nicht unerheblicher Höhe genutzt, um weiter zu denunzieren und zu trennen, statt zu versöhnen.
Dieses negative Prinzip sanktioniert und sogar noch prämiert zu haben, ist der große politische Fehler gerade der Konrad-Adenauer-Stiftung.
Es wird auch noch zu überprüfen sein, ob bestimmte Meriten nicht durch das Verschweigen erheblicher Tatsachen erschlichen wurden. Sollte dies der Fall sein, sollte Herta Müller etwa eine langjährige Mitgliedschaft in der Rumänischen Kommunistischen Partei verschwiegen haben, dann hat die Autorin jede politische und moralische Integrität eingebüßt – und ist als öffentliche Respektsperson und als Kandidatin der Bundesrepublik Deutschland für den Literatur-Nobelpreis nicht mehr tragbar.

Ablenkungsmanöver nach Art der Securitate:

 

Foto: Carl Gibson

Sitz des berüchtigten Geheimdienstes “Securitate” am ehemaligen Leontin-Salajan-Boulevard in Temeschburg, Banat, Rumänien.

Links im Bild die reguläre “Miliz” ( Polizei). In der Mitte: Eingang zu den Arrestzellen im Kerker.

Herta Müller hatte von den Folterzellen gehört – wir, die politisch aktiven Dissidenten und Oppositionellen saßen in diesen Haftzellen in U-Haft.

 
 

“Erschlagen” will ich mit Argumenten bestimmt keinen der Leser, aber zum Nachdenken anregen.
Einige Auszüge aus “Niederungen” werden aus einer Sicht kommentiert, die der Bundesbürger nicht kennen kann.
Der ehemalige Bürger der DDR hingegen versteht die Materie besser, weil er weiß, was erlebter Totalitarismus ist.

Stellen Sie sich vor, (…):

Da kommt die böse Securitate und will Herta Müller verhaften. Wie wehrt sie sich?

Mit dem Satz:
“Ohne Haftbefehl gehe ich nicht mit”!
Erklären sie das einem Bürger der DDR aus Opposition und Widerstand, der weiß, was ein Stasi-Kontakt bedeutet, der weiß, wie es im der Stasi-Folterzelle zugeht oder wie es im Stasi-Gefängnis aussieht!
Er wird sie verlachen!
Wenn die Gestapo kommt, die Stasi oder die Securitate, dann kann man nicht einfach sagen:
“Ohne Haftbefehl gehe ich nicht mit”.

Der im Rechtsstaat lebende Bundesbürger mag das gutgläubig hinnehmen, aber nicht einer aus der totalitaristischen Zelle.
Dieser Satz allein verhöhnt den gesamten Widerstand im Ostblock.

Wenn Dr. van Helsinck Dracula mit dem Kreuz oder einen Vampir mit Knoblauch bannt, dann ist das belustigende “Fiktion”.
Herta Müllers “Fiktion”, lit. wiss. “erfundene Wahrnehmung” erhebt aber den Anspruch, etwas mit real sozialistischer Wirklichkeit zu tun zu haben.
Carl Gibson

 
 

Wie viel “Ahnung” haben Sie von dem Leben in der Ceausescu-Diktatur? Woher beziehen Sie ihr Wissen? Wie wäre es mit einem Klarnamen, damit ich erkennen kann, wer hier Einschätzungen einstellt, die gewisse Realitäten verkennen? In Herta Müllers “Niederungen” gibt es überhaupt keine Kritik an den real sozialistischen Wirklichkeiten während der kommunistischen Diktatur. Wo haben Sie diese her? Herta Müller hat gegen die “deutsche Gemeinde” im Banat geschrieben, nicht aber gegen die Kommunisten, die ihr Buch gefördert und überhaupt erst möglich gemacht haben. Lesen Sie erst, was ich oben geschrieben habe, dann können wir gerne in die Details gehen! Carl Gibson

 
 

“unsäglich”? Aus Ihrer Sicht vielleicht! Ich hatte Ihnen vor einigen Tagen auf ihre “rumänischen Sätze” geantwortet.
Mit dem “Bekanntheitsgrad von Herta Müller” ist es nicht weit her. Ihre Büchlein lagen wie Blei in den Regalen und wurden angeboten wie Sauerbier – bis zum Nobelpreis.
Nachdem “Atemschaukel” gepusht wurde, hat sich einiges geändert. So werden Namen gemacht.
Zu “Niederungen” – oben habe ich einiges interpretiert – natürlich aus meiner Sicht, aus der Perspektive des tatsächlich Verfolgten, der die Zellen und Foltermethoden der Securitate nicht nur vom Hörensagen kennt – wie Herta Müller.
C. G.

 

ich freue mich zu hören, dass Sie – nun neugierig gemacht und angeregt – die Herta Müller-Lektüre aufnehmen werden.

Zu meinem Wikipedia- Porträt:


Es wurde kurz nach der Nobelpreisverkündung zerhackt, verkürzt entstellt,

weil es einen Hinweis enthielt, der “schlecht für’s Geschäft” war, nämlich die Feststellung, dass ich in meinem Buch “Symphonie der Freiheit” Herta Müller vorwerfe, eine Nutznießerin des Ceausescu-Regimes gewesen zu sein. Einige Leute hätten mein Porträt in der freien Enzyklopädie am liebsten ganz “entfernt”, “gelöscht”.
Während ich fort “reduziert”, eingedampft wurde, wurde das Porträt Herta Müllers etwas aufgemöbelt, nach dem Vorbild ihres Selbstdarstellungs- und Selbstrechtfertigungs-Artikels “Die Securitate ist noch im Dienst” aus DIE ZEIT vom 23. Juli 2009, wo auch nachträglich “Unpassendes” einfach weggelassen, verändert und anderes retuschiert wurde.
Trotzdem: Meine Vita ist lückenlos und für jedermann nachvollziehbar.
Die Vita von Herta Müller hingegen weist noch manches “schwarze Loch” auf.
Das Schließen dieser Löcher durch Herta Müller, das ich seit 2006 fordere, könnte auch die Fragen klären, ob sie wirklich verfolgt wurde, wann das gewesen sein soll, wer sie verfolgt hat und in welcher Form.
Wir alle hier können in kritischer Diskussion zur Wahrheitsfindung beitragen.
Dies, insofern wir davon ausgehen, das “moralische und politische Integrität” eine Voraussetzung für die Nobelpreisnominierung sein sollen.
Carl Gibson

 

Jedem das Seine. Über Geschmack kann man streiten – oder eben “nicht” streiten. Jeder soll lesen und selbst zu einer Einschätzung gelangen.
Immerhin wurde diese Art zu schreiben mit einem Nobelpreis für Literatur gewürdigt.
Herta Müller steht nun auf einer Stufe mit Thomas Mann. Schlecht für Thomas Mann?
Legen wir doch den Roman jenseits jeder Romantheorie ohne Anfang und ohne Ende “Herztier” mit “viel erfundener Wahrnehmung” neben den “Zauberberg” oder den “Doktor Faustus” … oder die “Buddenbrooks”, eine ihrer Erzählungen neben “Tod in Venedig” oder “Tonio Kröger”, einen ihren so genannten Essays oder Auszüge aus ihrer so genannten “Poetik” neben die essayistisch-poetologisch-musikalischen Essays von Thomas Mann, vergleichen wir dann auch die Interview-Statements etc.

Vielleicht fällt uns dann etwas auf, das vielleicht, was die Franzosen (Flaubert) die “petite difference” nennen.
Carl Gibson

 

Aus der “Betroffenheit” heraus liest man anders!
Nicht zu verkennen: Die “besondere Situation” der Angefeindeten.
Banater Schwaben und Siebenbürger Sachsen befanden sich damals in Agonie – mitten im Exodus.
Diktator Ceausescu wollte in seiner Dörfer- Systematisierung die deutschen Siedlungen schleifen lassen und die Deutschen aus den Dörfern in Städte umsiedeln, um sie so zu “assimilieren” und so ihre “kulturelle Identität” auszulöschen.
“So” wurden die Menschen aus dem Land getrieben.
Die BRD bezahlte ein Kopfgeld von ca. 8 000 DM pro Person. Die Verunsicherten Ausreisewilligen verdoppelten den Betrag, indem sie sich das Geld (auf Pump) von Verwandten aus dem Westen besorgten, um die Ausreise zu beschleunigen.
Torschlusspanik. Keiner wollte der letzte sein. Das war 1982, im Jahr als Herta Müllers Angriff auf das Deutschtum im Banat “Niederungen” erschien.
Die bundesdeutsche Fassung im Rotbuch-Verlag erschein 1984. Das war der Exodus der Deutschen aus Rumänien auf dem Höhepunkt. Die letzten ausreisewilligen Deutschen (ohne Bakschisch- Möglichkeiten) mussten bis zur blutigen Revolution im Dezember 1989 warten auf ihre Ausreise warten. Sie konnten erst (nach dem Fall der Mauer) bzw. nach Ceausescus Sturz das Land verlassen – ca. 100 000 Personen.
Herta Müller, die privilegierte Westreisende, aber kam schon 1987 – ganz legal – und ohne Bakschisch!
Wie kam das?

Carl Gibson

 
 

Sie wissen es vielleicht – ich wollte diesen Nobelpreis verhindern, nicht nur aus literarischen Gründen, sondern weil ich die “moralische und politische Integrität” von Herta Müller nicht bewiesen vorfand.
Zur Nominierung in Stockholm. Kaum einer wusste davon. Als ich die Sache ansprach, hieß es oft nur: Vor Herta Müller kommen noch hundert andere!
Man hat ihre Literatur und die Nominierung – in meinem Umfeld – nicht ernst genommen.
Was las ich jüngst im “Eulenspiegel”?
Von Nobelpreisträger Günter Grass wäre zu erwarten, dass er endlich mit dem Schreiben aufhöre. Bei Herta Müller aber wäre es wünschenswert gewesen, wenn sie nie damit begonnen hätte.
Die Meinungen gehen also auseinander, Herta Müller ist eine kontroversierte Autorin. Was von ihrem Werk literaturhistorisch Bestand haben wird, wird sich noch zeigen. Den Preis kann man ihr nicht mehr nehmen, aber ihr Werk wird man in der Forschung kritisch unter die Lupe nehmen – weltweit.
Was meinte doch Literaturpapst Marcel Reich-Ranicki zu diesem Nobelpreis?
Kein Kommentar!
Das ist mehr als tausend Worte!
Carl Gibson

 
 

Denunziation, Hetze, Spaltung sind geradezu Spezialitäten von Herta Müller. Sie debütierte mit diesen skandalösen Praktiken und zog sich den Ruf einer “Nestbeschmutzerin” zu, lange vor meiner Zeit. (Ich war damals noch mit konkreter Opposition gegen Ceausescu beschäftigt, auch vom Westen aus, wo ich eine UNO-Klage gegen den roten Diktator auf den Weg brachte, als SLOMR- Sprecher und Kronzeuge der Verfolgung von echten Dissidenten.) Schauen Sie sich bitte folgende Passage näher an, bitte mit etwas Empathie für einen, der mit dem Rücken zur Wand steht, bedroht von einem verbrecherischen System:

“Dein Vater hat viele Tote auf dem Gewissen, sagte eines der betrunkenen Männchen. Ich sagte: Er war im Krieg. Für fünfundzwanzig Tote hat er eine Auszeichnung bekommen. Er hat mehrere Auszeichnungen mitgebracht. In einem Rübenfeld hat er eine Frau vergewaltigt, sagte das Männchen. Zusammen mit vier anderen Soldaten. (…) Es war eine Russin.“

Wer ist das graue Männchen, der aus dem ehemaligen SS-Mitglied einen negativen Helden, ja Massenmörder macht?
Spricht da ein veritabler Zeitzeuge, der ein authentisches Testimonium ablegt, einer dabei war im Schützengraben vor Stalingrad oder doch nur ein boshafter Denunziant in fremdem Auftrag?

(…)
Die Dorfgemeinschaft erscheint in dieser Kurzgeschichte als bedrohende Masse, als eine Summe von unreflektierten Einzelmenschen, die das Anderssein eines Mitmenschen nicht gelten lassen wollen, die den Andersdenkenden bedrohen und „das Gewehr“ auf ihn richten, bereit, Ketzer und Außenseiter jederzeit abzuschießen, besonders Tabu- Brecher und so genannte „Nestbeschmutzer“. Die historisch gewachsene Gemeinde, für viele eine existenzerhaltende Einheit, rechtfertigt sich:

Wir sind stolz auf unsere Gemeinde. Unsere Tüchtigkeit bewahrt und vor dem Untergang. Wir lassen uns nicht beschimpfen, sagte er. Im Namen unserer deutschen Gemeinde wirst du zum Tode verurteilt. Alle richteten ihre Gewehre auf mich. In meinem Kopf war ein betäubender Knall. Ich fiel um und erreichte den Boden nicht. Ich blieb quer über ihren Köpfen in der Luft liegen.“

Die deutsche Gesellschaft und Gemeinschaft im Banater Dorf wird zum Feindbild erhoben – ihr Wertesystem, aus linksintellektueller Sicht kleinbürgerlich, spießig, heuchlerisch, faschistoid oder mit latenten Hang zum Faschismus, wird abgelehnt, weil es der freien Selbstentfaltung des kreativen Individuums, des Schaffenden in allen Bereichen der Existenz, zuwiderläuft. Wo andere die Geborgenheit fanden, ein Gefühl von Heimat und deutscher Identität, sahen einige Extremdenker die Dinge anders. Die Konsequenz bedeutete Zäsur, Bruch mit der nicht mehr geliebten „Werte-Welt der Vorväter“, eben weil der letzte große Krieg neue Fakten geschaffen hatte – und neue Formen von Verantwortung und Schuld.”

Bitte beachten Sie die Zitate aus “Niederungen”/ Grabrede.

Carl Gibson

 
 

(…)schreibt oben: “Sie stellen eine unverhohlene Kritik der nationalkommunistischen Diktatur in Rumänien dar. Die Geschichten zeigen Herta Müller damit genau von der politischen Seite her, die ihr bzw. ihrem Werk von ignoranten Kritikern abgesprochen wird.”
Ein Mythos ist das. Herta Müller war keine Kommunismuskritikerin, sondern eine Nutznießerin des Systems. Man kann “Kritik”, die man heute gerne hätte, auch a posteriori “an den Haaren herbeiziehen”. Das reicht für die Tagespresse, aber nicht für die Wissenschaft.
Man meint auch, Herta Müller sei verfolgt worden. Auch das ist ein Mythos.
Weshalb sollte die Rumänische Kommunistische Partei im Jahr 1982 – mitten im Kalten Krieg – und noch Jahre vor dem Auftreten Gorbatschows in der Sowjetunion als Reformer – ein Buch zulassen, gar fördern, das systemkritisch ist?
Herta Müller durfte mehrfach in den Westen reisen (um 1984) und ihr Gatte, Dichter und RKP- Mitglied Richard Wagner, – heute auf der “Achse des Guten” neokonservativ aktiv – durfte es auch (1985). Beide kehrten freiwillig an der Ort ihrer Verfolgung zurück. Weshalb?
Carl Gibson

 

Ich habe Sie zitiert und das Zitat kommentiert. Zum “Privaten” – ich will nur objektiv wissen, ob Sie nach Alter, Herkunft, Erfahrung etc. über Totalitarismus informiert sind. Interpretiert habe ich oben “relevante” Passagen – einer an den Haaren herbeigezogenen “Regimekritik” werde ich nicht folgen, da ich eine andere Vorstellung von Opposition habe.
Carl Gibson

 

Die drei von Ihnen erwähnten Geschichtlein sind aus meiner Sicht schlechthin irrelevant. Opposition gegen Securitate und gegen die Kommunistische Partei Ceausescus war etwas anderes. Was wissen Sie davon, (…)?

Herta Müller war mit einem Mitglied der Rumänischen Kommunistischen Partei verheiratet!
Wer soll sie denn verfolgt haben?
Weshalb blieb sie 1984 nicht hier im Westen?
Das sind relevante Fragen, (…)!

@ (…): Sie schreiben:
“warum recherchieren nicht namhafte journalisten oder
andere in der öffentlichkeit agierende personen?

es scheint in der at einige wiedersprüche im leben der herta müller zu geben.

liebe herta müller, klären sie uns auf, helfen sie uns durch dieses dickicht vieler offener und irreführender fragen, wir ergreifen gerne ihre hand um aus diesem labyrinth zu kommen.

ich schlage eine offene tv-runde: bestehend aus ehemaligen ceausecu-oppositionellen, rumänischen schriftstellern (wie z.b. schlesak), historikern…
und vor allem kritischen, vorbehaltslosen, unbefangenen moderatoren/innen vor.” Vielleicht kommt es dazu. Auf DIE ZEIT- Online bin ich gesperrt, bei SPIEGEL- Online werden einige Beiträge aus meiner Feder nicht veröffentlicht, meine kritischen Kommentare in FAZ.net werden im Internet nicht gefunden – dagegen gehalten habe ich jedoch von Bukarest (Romania Libera) bis in die USA (ABC-Sender). Viele kritische Kommentare wurden in Wien veröffentlicht, in “Die Presse”, auch auf der ARD-Seite, Report- Magazin aus Mainz des SWR. Eine öffentliche Debatte aber kann hier auf Freitag beginnen – das ist die richtige Adresse für den kritischen Dialog mitten in Berlin, am Puls der Zeit und der Demokratie (freie Meinungsäußerung!)
Carl Gibson

 
 

Wo bleibt der DDR-Widerstand in dieser Debatte? Bürgerrechtler, Opponenten, Widerstandskämpfer gegen die SED-Diktatur könnten hier “ihre” (objektivierende) Sicht” der Dinge einbringen und den einen oder anderen Mythos bzw. Selbst-Mythisierung überprüfen.
Schließlich geht es nicht nur um “Literatur”, sondern auch um Politik und Ethos.
Carl Gibson

 

Bisher musste ich aus den Katakomben rufen, wo mich keiner hören konnte,
während Herta Müller ihr Forum in der ZEIT hatte, auf dem Markt, wo sie mit lauter Stimme ihre Sicht der Dinge propagieren durfte, obwohl diese in vielen Punkten nichts mit der historischen Wahrheit zu tun haben.

Ist das gerecht, (..)?
Der DDR-Widerstand wird sich noch melden!
Hunderte Namen aus allen Bereichen der Gesellschaft bilden diesen Widerstand gegen die SED-Diktatur und gegen das “Unrechte” in der Deutschen “Demokratischen” Republik.

Geschichte schreibt man nicht an einem Tag.
Voltaire brauchte seine Zeit, um hunderte Briefe in einer Sache (Apologie) zu schreiben, Emile Zola ebenso.

Selbst der “deutsche Widerstand” gegen Hitler brauchte Jahre, um ein Ohr und Akzeptanz zu finden.
So ist das mit den Andersdenkenden im Kampf gegen das Establishment.

Herta Müller ist heute als Mittel ein Teil dieses Establishments.
Carl Gibson

 
 

ich vertraue Ihrem kritischen Urteil und bin bereit solche Vorwürfe wie oben zu ertragen – bis zur Gegenprobe.

Hier einige Links, auch in Sachen “indirekte” Zensur, Beeinflussung, Manipulation:

community.zeit.de/commentsection/url/2009/31/Securitate

www.spiegel.de/kultur/literatur/0,1518,654169,00.html

Mein “Offener Brief an Herta Müller” ist auf

http://www.siebenbuerger.de/
abrufbar (allgemeines Forum), ebenso die Debatten zum Thema Herta Müller und Richard Wagner, die dort länger als ein Jahr intensiv und kontrovers geführt wurden.
Dort auch diverse Artikel zu meiner Opposition.
Weitere Links folgen gleich. Carl Gibson

 
 

Zur Securitate- Thematik bzw. zum angeblichen Widerstand von Herta Müller /Verweigerung einer Mitarbeit sei empfohlen hier auf Freitag:

www.freitag.de/community/blogs/schlesak/die-securitate-ihre-foltermethoden-ihre-dissidenten-und-informanten

Romancier Dieter Schlesak ( Capesius, der Auschwitzapotheker) ist ein genauer Kenner der Materie und Literat von Rang. Er floh 1969 aus Rumänien und kennt die Materie als Insider mit eigener Securitate- Erfahrung als Verfolgter.

Zusätzlich zur “Siebenbürgischen Zeitung” empfehle ich einen Blick auf
www.banatblog.eu
mit zahlreichen Debatten zur Thematik (Securitate, Denunziation, IMs, Herta Müller, Richard Wagner, Banat, Nobelpreisrezeption etc.)
Freuden des Googelns empfehle ich das Verknüpfen der Begriffe und Namen – tausende Treffer warten auf kritische Analyse und Auswertung.
Carl Gibson

 
 

in meinem Buch “Symphonie der Freiheit. Widerstand gegen die Ceausescu-Diktatur, Dettelbach 2008 geht es auf 418 eng beschrieben Seiten im großen Format um die Dokumentation der ersten freien Gewerkschaftsbewegung in Osteuropa, fast zwei Jahre vor Solidarnosc in Polen.

Als Organisator dieser Menschenrechts- bzw. Bürgerbewegung musste ich damals ins Gefängnis.
In meinen Buch ist die kulturelle Dissidenz nur ein Randthema innerhalb der “Dissidenz” überhaupt – und die deutschen Dichter bzw. Schriftsteller werden nur in wenigen Kapitel tangiert ( keine 5% der Materie!)
Ergo schrieb ich das Buch nicht “gegen” Herta Müller!
Aber ignorieren konnte ich die Materie auch nicht, weil Herta Müller und Richard Wagner in dem SPIEGEL-Interview aus dem Jahr 1987 nach ihrer Ankunft hier jede “Dissidenz” in Rumänien leugneten, sich aber als “doppelt” Verfolgte ausgaben,
verfolgt von den Banater Schwaben und von der Securitate Ceausescus.

Das sind Märchen, Herr Friedland.
Jeder kann im Internet in mein Buch über www. books.google.de

 Einblick nehmen.

Das Buch ist nicht für einen großen Leserkreis geschrieben und hat mir noch keine materiellen Vorteile eingebracht.
Es ist das Testimonium eines Zeitzeugen, der die Ceausescu-Diktatur anders erlebt hat als Herta Müller sie schildert.
Jeder ist frei, meine Sachen zu lesen oder die Literatur von Herta Müller.
Mir geht es um konkrete Vergangenheitsaufarbeitung und -bewältigung, um historische Fakten, um Realität, um Moral, um Ethos, nicht um “Fiktion”.

Bd.2 habe ich seit fast zwei Jahren zurückgestellt, um diese Debatte führen zu können. Aufklärung ist angesagt, da Herta Müller mit ihren Denunziationen fortfährt, selbst aber keinen Lebenslauf vorlegt, obwohl es – nach ihrer Aussage in dem ZEIT-Artikel eine Securitate- Akte gibt, die sie als “Agentin” dieser Securitate darstellt.
Was ist wahr?
Was ist falsch?
Was ist gefälscht?
Wir werden es herausfinden, Herr Friedland.
Carl Gibson

 
 

(…)who? Sie reden hier wie der Blinde von der Sonne, unterstellen mir “heiße Luft!” Wo sind Ihre “Ergüsse”, ihre Meriten?

Sind Sie freiwillig hier oder in “Mission” unterwegs, um den Absatz anzukurbeln?

Das alles hatte ich schon hundertfach: Ablenkung, Desinformation, Akzidens, statt Substanz.
So einfach ist das nicht. Die kritischen Köpfe hier werden selbst zu einer Einschätzung gelangen, sie müssen sich nur das ansehen, was die Zensoren bei der ZEIT von meiner Kommentare noch übriggelassen haben. Das reicht schon aus, denn das spricht Bände.
Carl Gibson

 
 

Freiheit, Freiheit, Freiheit! –

schreit Mel Gibson in „Braveheart“!

Und Carl Gibson schreit:

Wahrheit, Wahrheit, Wahrheit!
Apropos ideologische Konsequenz:

Aus einigen enthusiastischen Linken wurden später stramme Konservative.
Andererseits wurden aus ehemals Konservativen mit zunehmendem Alter und Einsicht in die Wirklichkeiten wahrhaftige Linke.
Darüber sollten gewisse Leute einmal nachdenken.
Den Ignoranten rate ich meinen Text zu lesen, den Links zu folgen … und mit dem Nachdenken zu beginnen.
Carl Gibson

 
 

Herta Müller und ihr ehemaliger Gatte Richard Wagner, heute beide Wahl-Berliner, haben die linke Weltanschauung verraten. Früher einmal links ( Wagner gar Mitglied der RKP)stehen sie heute im antikommunistischen Langer und wettern als stramme Konservative gegen etwas, wogegen sie früher in der Ceausescu-Diktatur hätten opponieren müssen.
Damals arrangierten sie sich mit den Machthabenden – heute ist alles vergessen und wird verdreht, so wie es gerade passt, a la (…):
Der “Widerstand”, den man gerne hätte, wird via forcierter Interpretation an den Haaren herbei gezogen.
Bisher hat das gut gereicht, da in der Tat niemand tiefer gegraben hat, um nachzufragen ,was konkret vor 1987 war.

Weshalb durften beide frei in den Westen reisen, während andere an der grünen Grenze erschlagen wurden?
Weshalb durften beide 1987 galant ausreisen?

Den Text oben habe ich auch für Spezialisten wie Ingo Arend hier eingestellt – es ist aber nur “eine” Sicht der Dinge, mehr nicht.

Mich überrascht die Zurückhaltung hier, mitten in Berlin! Hat denn niemand mehr von Herta Müller gelesen?

Reden wir doch konkret über ihr Oeuvre!
Was ist Fiktion, was ist Realität?

Was ist mit den Interviews?

Erwarten wir da auch nur “Fiktion”?
Oder wollen wir wissen, was wahr war und ist?

Herta Müller denunzierte am laufenden Band! Der ZEIT-Artikel ist voll von Denunziation!

 Die ZEIT weigerte sich aber, die Gegendarstellung eines Betroffenen zur drucken.

Weshalb?

Weshalb bekommt die Lüge eine große Plattform – auf dem Markt, vor den Menschen?

Und weshalb müssen die echten Dissidenten und Widerständler aus den Katakomben schreien?

Viel Stoff für “Freitag”!
Wer mehr wissen will, muss recherchieren, berichten!

Weshalb stützt eine FAZ die Lüge?


Weshalb kapitulieren linke Kreise vor der Allmacht der Konservativen in Sachen Lobby?

Der von mir verlinkte ZEIT-Artikel, gespickt mit Lügen aller Art (Ohne Haftbefehl gehe ich nicht mit!!! etc. etc.)ist ein guter Einstieg.

Jedem anderen Schriftsteller hätte diese Art Bericht das Genick gebrochen – nicht aber Herta Müller!

Der Filz und die Heuchelei stinken zum Himmel.
Aber wir haben nichts Besseres verdient, wenn wir das nicht ändern.
Die obskuren (…) lachen sich ins Fäustchen und streichen den Lohn ein.
Carl Gibson (von unterwegs)

 
 

Die Frage ist, ob eine “geistige Autorität” auch “moralisch integer sein muss oder nicht.


In diesen Tagen von Sodom und Gomorra in Kirche und Gesellschaft erscheint uns die eine oder andere “kleine Lüge” noch tragbar. Man schaut weg, abgelenkt von den vielen großen Lügen wie Globalisierung, Krieg, Verletzung der Menschenrechte selbst in demokratischen Staaten etc.
Wie viele “schwarze Flecken” erträgt eine weiße Weste – und wie groß dürfen die schwarzen Flecken sein bis das Weiß verschwindet?

Am Anfang stehen Werte wie Wahrheit, Moral, Vertrauen. Werden sie in kleinen Schritten aufgegeben, dann machen sich Heuchelei und Lüge breit, die einen gesellschaftlichen Niedergang nach sich ziehen.
Die echte Diskussion hat noch nicht richtig begonnen.
Carl Gibson

 

Die Wahrheit steht weder links noch rechts. Gewisse Dinge sind einfach nur wahr oder falsch. Wer, wie gewisse Autoren, Wahrheit und Lüge vermengt, Fiktion als Realität verbreitet, der verfälscht Realität und Geschichte.
Dadurch entsteht ein falsches Bild von Menschen und Zeiten, ein Zerrbild, das zur Kultivierung von Hass, Hetze und Spaltung genutzt wird.
Wer genauer hin schaut und hinter die potjomkischen Fassaden blickt, sollte eigentlich erkennen, was Täuschung ist und wo Mythen regieren.
Carl Gibson

 

wenn wir Ethos, Moral, Wahrheit, Vertrauen andere Werte aufgeben, dann wird aus unserer Gesellschaft ein großer Saustall, ein Sodom und Gomorra, wie es vielleicht vor der Sintflut existierte. dahinter ein allmächtiger Staat, wo der Wille zur Macht regiert und die Kraft des Stärkeren.

Wollen wir das – nach den Erfahrungen der braunen und der roten Diktatur hier in Deutschland und anderswo?

Apropos “Nestbeschmutzung”!
Der Begriff stammt nicht von mir. Er ist alt und wurde auf Herta Müller bezogen, als sie “Niederungen” vorlegte (1982).

Das habe ich oben kommentiert.

Doch wir müssen differenzieren: Wenn Thomas Bernhard oder Elfriede Jelinek (Nobelpreisträgerin) Missstände der österreichischen Gesellschaft anprangern, dann ist das legitim, weil die intakte Struktur des österreichischen Volkes oder Staates durch diese “konstruktive” Kritik nicht existenziell tangiert wird, ganz im Gegenteil!
Dieses “den Finger in die Wunde legen” kann sogar heilsam wirken und zur Behebung der Missstände führen.

Herta Müller aber kritisierte eine existenziell bedrohte Minderheit in Agonie und Exodus mit dem Rücken zur Wand, bedroht von einem verrückt gewordenen Diktator Ceausescu. Das ist ein kleiner, feiner Unterschied.

Herta Müller hätte aber die real sozialistische Gesellschaft anprangern, kritisieren können.
Das hat sie nicht getan.

Jetzt so etwas wie Kritik an den Haaren herbei ziehen zu wollen, ist einfach lächerlich, auch wenn sich Helfer und Helfershelfer finden, die ihr beim Zementieren ihrer Selbstmythisierung helfen – bis hin zum Fernsehen!

Kritisch betrachtet wird nichts davon Bestand haben. Carl Gibson

 
 

wer etwas zu sagen hat, der kann es “offen” sagen.

In einer “offenen Gesellschaft” sollte es keine Tabus geben.
Soviel “Anstand” und Ehre sollte auch da sein, dass kein anonymer Obskurantist andere Teilnehmer stigmatisiert, verunglimpft oder mit Schmutz bewirft.

Wer im Glashaus sitzt, sollte nicht mir Steinen werfen.


Herta Müller hat öffentlich einige Namen genannt und diesen Personen eine Securitate- Mitarbeit vorgeworfen. Sie hat aber vergessen offenzulegen, in welchem Verhältnis sie zur Securitate stand.

Wer sagt uns,was an ihrer Akte “echt und was daran “falsch” ist?

Wer andere denunziert und öffentlich diskreditiert, der sollte die eigene Vita offen legen.
Herta Müller hat das noch nicht getan.
Also werden viele offene Fragen vorerst noch unbeantwortet bleiben. Ist das gut so?

Zum Einstieg in die Materie Herta Müller empfehle ich ihre Selbstdarstellung in der ZEIT.
Ein Teil des Artikels soll von ihr selbst stammen – ein anderer Teil stammt vermutlich aus der Feder eines ZEIT-Redakteurs.
Wer welchem Teil geschrieben ist noch nicht geklärt.

Von dem ZEIT-Artikel “Die Securitate ist noch im Dienst” existieren zwei Varianten, eine erste Druckfassung” – und eine “retuschierte” Onlinefassung.
So etwas nennt sich kritischer Journalismus a la ZEIT.
Carl Gibson

 
 

Im Science-Fiction-Roman sind der Erfindung keine Grenzen gesetzt. Je fantasievoller ein Werk ausfällt,desto besser. Nur hat diese irdische Welt mit ihren Unzulänglichkeiten wenig mit kosmischen Sphären zu tun.
Aus Herta Müllers “erfundener Wahrnehmung” entstehen Welten, die fern der tatsächlichen Wirklichkeit angesiedelt sind. Es sind zum Teil surreale “Zerrbilder” des Banats, der Banater Schwaben, der Verhältnisse in Rumänien und der dämonisierten Securitate. Das Banat, “die Hölle auf Erden” (F. C. Delius in einer “Niederungen”-Rezension im SPIEGEL 1984), die rückständig verzopften, sich gegenseitig hassenden Banater Schwaben, feige Rumänen und eine irreale Securitate ( aus der Imagination konstruiert), das sind Bilder, die die Vorstellung der bundesdeutschen Lesers ohne Totalitarismus- Erfahrung prägen. Gutgläubig nimmt er sie als real hin. “Ambivalente”, nebulöse Aussagen in Interviews zur Vita von Herta Müller vor 1987 verstärken diese Zerrbilder noch und verfälschen die historische Wahrheit vollkommen.
Sonderbar:

Es war der “Hass”, der Herta Müller antrieb, “Niederungen” zu schreiben,

nicht die Liebe oder die Nächstenliebe.

Carl Gibson

 
 

Offensichtlich will man bestimmte Wahrheiten” einfach nicht zur Kenntnis nehmen, schon gar nicht verbreiten!
Wenn ein Autor einer großen Tageszeitung aus Frankfurt (FAZ) bestimmte Varianten, Positionen zur Herta Müller-Securitate- Akte “Cristina” einfach übernimmt und sie “unkritisch” weiter transportiert, veröffentlicht, ohne ihren Wahrheitsgehalt kritisch überprüft zu haben, dann grenzt das an journalistische Fahrlässigkeit jenseits eines Berufsethos.
Wo bleiben “kritischer und investigativer Journalismus”?
Widerstand via “Kommentar” auf FAZ.net ist zwecklos, da diese Kommentare von Suchmaschinen nicht gefunden werden – big brother lässt grüßen!

DIE ZEIT eröffnet eine Diskussion zum Thema “Securitate” via Herta Müller- Artikel vom 23. Juli 2009. Als es dann brenzlich wird und manche Leser kritische Kommentare publizieren, eliminiert man diese über ein “Deleatur”, macht tabula rasa – und stoppt die Debatte schon nach wenigen Tagen! (damit das Versagen der ZEIT und der Autorin Herta Müller nicht deutlich wird und Kreise zieht!)

Ach, wie hatte man den Honecker- und Ceausescu- Staat beschimpft, als der Staat und die eine Partei die Medien gängelten!

Und jetzt? Jetzt üben wir uns ein in “vorauseilenden Gehorsam” wie im Absolutismus!

Die großen Zeitungen zensieren sich selbst
- und filtern ihre Vorstellung von “Wahrheit” und “Presse-bzw Meinungsfreiheit” so, dass nicht sein kann, was nicht sein darf.

So wird der Einzelne unfrei und desinformiert
- so wird eine “bestimmte Politik” durchaus “gemacht”, die nur gewissen Kreisen dient.

Das Schäbige daran: Auch Kunst, Kultur, Literatur sind Mittel dazu.
Und einige Künstler machen auch noch mit.
Der “aufrechte Gang”? Auch ein Mythos!
Carl Gibson

 
 

Das sollten wir Herta Müller ins Stammbuch schreiben!
Der Auftakt ihrer Angriffe erfolgte in “Niederungen” gegen die eigenen Landsleute aus dem Banat!
Dann nach der Ausreise griff Herta Müller von sicheren Hafen Westberlin” aus Ceausescu an und nannte ihn einen Idioten,
dann polemisierte sie gegen die “Securitate” im fernen Rumänien, dass sie gerade hatte gnädig verlassen dürfen ( ohne “echt”verfolgt gewesen zu sein) – und schließlich hier gegen angebliche Helfer und Helfershelfer dieser dämonisierten “Securitate”.

Ihr ehemaliger Gatte, RKP- Mann Richard Wagner, zählt sogar mich, das eindeutige Opfer, zu diesem finstern Geheimdienst-Imperium und rückt mich in die Nähe der Verbrecherorganisation Costa Nostra. Solche Verunglimpfungen wurden auf der ZEIT-Seite nicht eliminiert – und sind wohl immer noch dort nachzulesen.

Die letzten Angriffe von Herta Müller in dem ZEIT-Artikel “Die Securitate ist noch im Dienst” vom 23. Juli 2009 (weiter oben verlinkt! richteten sich gegen die “Landsmannschaft der Banater Schwaben” mit dem Diktum “Die Verleumdung gehört zum Brauchtum der Banater Schwaben”,
gegen einzelne Mitarbeiter dieses winzigen Vertriebenen-Verbandes, ferner gegen die Evangelische Kirche der Siebenbürger Sachsen A.B. von der Paulskirche aus -

allen wird eine Securitate -Mitwirkung (IM Tätigkeit) nachgesagt;
weitere Opfer der von Herta Müller betriebenen Angriffe:
Dichter Werner Söllner, Journalist Franz Schleich (siehe dazu die ARD-SWR-Report Sendung)und Lehrer Grosz aus Oppenheim.
Die Steinigung durch Herta Müller geht weiter – und die Opfer können sich nicht wehren.

Korrekt, das alles?

Wer wirft hier den ersten Stein?
Wenn Herta Müller wirklich auch ein Opfer war, dann soll sie beweisen, wann diese angebliche Verfolgung einsetzte, wie sie ablief, wer sie verfolgte und wie sich diese Verfolgung zu den Privilegien verhielt, die sie im sozialistischen Rumänien genießen durfte (Buch-Publikation, Westreisen etc.).

Carl Gibson

 
 

es gibt echte Dissidenten, Oppositionelle, Widerständler – sie kommen aus dem Volk, agieren, stellen sich gegen Unrecht, gehen für ihre Überzeugungen ins Gefängnis, opfern gar ihr Leben, für ein Idee, für die “Freiheit”, “Gerechtigkeit”, Wahrheit.

Dann gibt es da noch einige “Trittbrettfahrer der Dissidenz” -
solange sie systemloyal sind und vom System profitieren, wollen sie es sich nicht mit der Diktatur verderben. Sie drücken beide Augen zu und machen mit beim großen Verbrechen, indem sie es dulden und billigen.
Später, wenn der Drache erschlagen ist, kommen sie aus der Höhle hervor, präsentieren die Zungen des Ungeheuers, das andere erschlagen haben – und wollen plötzlich auch als “Dissidenten” gelten.

Herta Müller und Richard Wagner von der RKP haben nichts mit Dissidenz oder Widerstand in Rumänien zu tun, nicht einmal mit “kultureller” Opposition.

Sie waren Partei und auf der Seite der Macht.
Im Westen wurden sie als Widerständler inszeniert, in Wahrheit aber sind es lediglich Pseudo-Dissidenten.
Herta Müller kennt das Gefängnis, Folter etc. vom Hörensagen. Ihre “Securitate” ist pure Fiktion.

Die KP-Leute, die mich als Gründer der freien Gewerkschaft SLOMR verhaften, aburteilen und ins Gefängnis werfen ließen, waren in einer Partei mit Richard Wagner, dem Gatten von Herta Müller.
Herta Müller war also mit der KP verheiratet.

Und wer war “Schwert und Schild der Partei” in der DDR und bei Ceausescu – die Stasi, die in der Ceausescu-Diktatur “Securitate” hieß.

KP und Securitate bildeten dort die Machtstruktur . Sie waren eine Einheit.

Wer zur KP stand, billigte auch die Securitate.

Noch im Jahr 1985 appellierten Herta Müller und Richard Wagner an die Unterstützung der RKP, um weitere Privilegien durchzusetzen!
Politisch naiv?
Auch diese Materie habe ich abgehandelt.

Weshalb scheuen diese Pseudo-Dissidenten die Konfrontation von Angesicht zu Angesicht im Fernsehen?
haben sie etwas zu verbergen?
Gehen ihnen die Argumente aus?

Das deutsche Fernsehen wurde von Herta Müller instrumentalisiert, um angebliche Securitate-IMs zu entlarven, Zeitzeugen der anderen Seite oder die Opfer selbst wurden nicht gehört! Weshalb?

Wie lange hält die Protektion noch? In wessen Interesse wird Herta Müller von konservativen Händen protegiert? Cui bono?

Die Linken sollten ein vitales Selbst-Interesse haben, diese Frage aufzuklären.
Mein “Offener Brief an Herta Müller” abrufbar unter:

 

www.siebenbuerger.de/forum/allgemein/863-offener-brief-an-herta-mueller-aus/seite10.html

ist immer noch nicht beantwortet.
Was zwei Jahre lang zum Thema öffentlich diskutiert wurde, ist im Forum

nachzulesen, mit vielen Beiträgen von Personen, die die Verhältnisse im kommunistischen Rumänien aus eigener Erfahrung kennen.
Carl Gibson

 

Es gibt Leute, Magnus, die bringen es fertig, immer auf der Seite der “Guten” zu stehen.

Sie wenden den Hals, so wie es gerade passt!
Vor jeder Schlacht, lassen sie eine Daunenfeder fallen, damit sie sehen, woher der Wind weht.
Solche Leute heulen gerne mit den Wölfen und sie machen dort mit, wo es etwas abzustauben gibt.

Ich rede in diesem Zusammenhang vom “Wendehals-Prinzip”!

Wozu Anstand und Würde?
Wozu konsequent zu einer Weltanschauung stehen? Der Mensch ist ein Entwicklungswesen!
Man ist flexibel und geht mit der Zeit! Mit ihrem Geist oder auch Ungeist!
Und wenn es opportun ist, dann schlägt man sich – politisch korrekt – auf die Seite der “Guten”.

Richard Wagner war früher auch schon politisch korrekt, systemloyal und wollte auf keinen Fall als “Dissident” gelten, aber mit der Metapher eine Diktatur verändern, statt politisch anzukämpfen.

Dazu habe ich einiges geschrieben in meinem Buch. Vielleicht bringt jemand eine “Leseprobe” wie  (…) bei Müller und Wagner.
Zu Wagner gibt es hier auf Freitag seit gestern eine eigene Diskussion – dafür hat ebenfalls “(…)” gesorgt, der Blogger, der sein Antlitz nicht lüften will, unter:

www.freitag.de/community/blogs/galut/vom-sieg-der-metapher-anmerkungen-zu-richard-wagners-frueher-lyrik

Ich habe die Sache kommentiert. Wagner und Müller standen dieser BRD früher sehr skeptisch gegenüber – heute aber sagt uns der gewandelte Altkommunist, was Sache ist, in einer Polemik “Jetzt reicht’s” oder so ähnlich … aus der Sicht des Wolfs im Schafspelz … politisch korrekt natürlich – lupus in fabula?
Carl Gibson

 
 

Mann kann auch genial lügen und täuschen -
die Nepoten des Fürsten Potjomkin wissen davon, die Baron von Münchhausens und Felix Krulls der Jetztzeit!

Die Welt will betrogen sein!
Also betrügen wir sie!

Der Puppenspieler zieht die Fäden – und die Marionetten tanzen.

Die Welt steht auf dem Kopf, die Lüge regiert und der Tanz um das goldene Kalb geht weiter.
Alles hat seinen Preis – Umwertung aller Werte zu einem neuen Sodom und Gomorra?

Warten wir, nein, nicht auf Godot, sondern auf eine neue Sintflut!?

Der Fisch stinkt vom Kopf her, heißt es in einigen Kulturen.
Wird die Wahrheit uns noch frei machen?
Carl Gibson

 

Das sind ja ganz neue Töne und Erkenntnisse, . Kann es sein, dass wir doch bald zu den Fakten zurückkehren?
Zu Richard Wagner: Seinen Schreibstil, der nach meiner Auffassung von Entwicklungslosigkeit bestimmt wird und seinen “Erfolg” als Autor will ich hier nicht beurteilen.
Mir reicht die geistige Wende vom Linken und Marxisten (KP-Mitglied) zum Konservativen, der auf der Achse des Guten schreibt.
Das fiese an jener Achse: Man kann die Statements der Auguren dort zur Kenntnis nehmen, aber man kann ihnen nicht antworten, es sei denn, man schickt ihnen ein Email.
Auch das ist eine Form der Kommunikation – nur hat die kritische Öffentlichkeit keinen Anteil an dem Austausch.
Was mich tangiert:
Richard Wagner hat mir im Namen von Herta Müller mit Anwälten und Gericht gedroht – und er hat mich damit zu Tode erschreckt! Feine Geister diese Leute, die von Kollegen eine Maulkorb einfordern, nur weil sie unbequeme Fragen stellen.
Dieser Poet Richard Wagner, neuerdings auch Hobbyphilosoph,hat mich mehrfach von Rumänien aus in den Blatt “Banater Zeitung”, Beilage zur Allgemeinen Deutschen Zeitung (ADZ) angegriffen, ohne dass der zuständige Redakteur Werner Kremm dort meine “Gegendarstellung” gedruckt hätte. W. Kremm ist ein alter Gefährte aus der so genannten Aktionsgruppe Banat, einer, der es vorzog in Rumänien zu bleiben.
Sein Artikel “Franzls Kumpan Judas”, ein mit antisemitischem Vokabular versetzter Bericht, bildet den Auftakt bzw. die Ankündigung einer Serie von “Enthüllungen” ehemaliger Securitate- IMs, einen Prozess, den wir inzwischen fast schon hinter uns haben – mit viel Schlamm.
Richard Wagner ist für Herta Müller aktiv, im wirtschaftlichen Zusammenspiel, obwohl er im Jahr 1989 von ihr geschieden wurde.
Jetzt verwaltet er ihre “Akte Cristina” und gibt das an die Presse weiter, was ihm behagt, allerdings mit der von ihm mit gelieferten Interpretation, die dann unkritisch in Zeitungen wie die FAZ im Namen anderer Autoren weiter transportiert wird.
Auf kleinere Forum-Betreiber aber übt Richard Wagner Druck aus, wenn etwa aus meiner Feder Kommentare veröffentlicht werden, die ihm und Herta Müller nicht behagen.
Der mir angedrohte Prozess steht noch aus.
Carl Gibson

 
 

Satire ist immer gut!

Wenn ich im “Eulenspiegel” lese, manch ein kritischer Kopf erwarte inzwischen, dass Nobelpreisträger Günter Grass mit dem Schreiben aufhöre und wünschte, Herta Müller hätte nie damit angefangen, dann ist Essenzielles satirisch auf den Punkt gebracht.
Auch mich hat man hier schon einen Satiriker genannt, um mich in eine (unseriöse) Ecke zu stellen – aber ich nahm es als Ehrung auf und an. Satire enthüllt und brandmarkt schärfer als jeder tierische Ernst.
Aber es gibt auch Grenzen des Spotts – dort wo die Betroffenheit der Opfer einsetzt, ist es mit dem Spaß vorbei. Über totalitäre Menschenrechtsverletzungen und KZs kann man keine Späße machen – da wird es existenziell, ernst und vor allem moralisch.
Wenn es auf Vergangenheitsaufarbeitung und Vergangenheitsbewältigung ankommt, dann ist geschichtsverfälschende Literatur nur deplatziert.
Herta Müller hat sich auch in Satire versucht, im “schwäbischen Bad”! Und was hat sie bewirkt, geerntet?
Gekränkte, beleidigte Menschen, die sich in ihrer Identität in Frage gestellt fühlten.
Carl Gibson

 
 

In der so genannten Aktionsgruppe Banat (ein lockerer Freundeskreis unterschiedlicher Individuen ohne Statuten,Programm, Kodex etc.) und ohne eigentliche “politische” Aktion gab es Leute, die auch “Stalin” gut fanden, weil sie im jugendlichen Alter eine geschönte Biographie des roten Diktators gelesen und von seinen Verbrechen vor allem am russischen Volk und anderen Völkern der Sowjetunion noch nichts gehört hatten.

Was finden Sie so toll?

Das Wenden des Halses und 180 Grad?

Den Wandel des Kommunisten zum Kommunismuskritiker und Antikommunisten?

Oder die Methoden, der Unwahrheit zum Durchbruch zu verhelfen, auch über sanfte Drohung?
Carl Gibson

 
 

Fehlanzeige auf breiter Front – Desinformation pur!

Woher beziehen Sie Ihre “Informationen”?
Diese sind genau so falsch wie die “Informationen” des Rezensenten Stefan Lüddemann aus Berlin.

Richtig ist: Die oben von Ihnen ( und dem Rezensenten) als “neu” angepriesenen Geschichtlein sind “nicht neu”.

Sie erschienen bereits in Bukarest in der Edition von 1982 (Erstedition)- deshalb kannte ich sie bereits … wie ich Ihnen oben schon vor Tagen schrieb.

Herta Müllers Debütwerk “Niederungen” ist nicht zensiert worden. Das ist blanke Fehlinformation, die jetzt gestreut wird ( oben sagte ich das schon!)

Lügen wir, was das Zeug hält!
Und munitionieren wir den Rezensenten mit falschen Fakten, damit er diese gutgläubig in Umlauf bringt.

Herr Lüddemann hätte bei mir anfragen können – und andere Journalisten auch.
Aber wozu?

Wenn Herta Müller sagt, ihr Werk sei zensiert worden, dann nimmt man das so hin, obwohl es nicht stimmt.
Carl Gibson

 
 

Noch besser wäre zu wissen, wann Herta Müllers “Regimekritik” begonnen hat, werter (…).
Wann erfolgte der Anwerbe-Versuch der Securitate?
War das 1976, gleich nach dem Studium?
Oder doch erst 1986, nachdem sie zusammen mit ihrem zweiten Gatten Wagner einen Ausreiseantrag in die BRD stellte?
Diese 10 Jahre Differenz würden einiges erklären.
Unkrititischen Umgang mit der Herta Müller-Akte Cristina fand ich in der FAZ vor,

vor allem aber in DIE ZEIT. Ich habe den Eindruck, dass einige Redakteure, Autoren, Journalisten das tun müssen, was ihnen von höherer Warte aus aufgetragen wird – in Gleichschaltung wie bei Ceausescu, Honecker und in anderen totalitären Staaten.

Noch ein Wort zu den Gatten von Herta Müller (Details auf www.banatblog.eu ). In erster Ehe war sie mit einem Ingenieur Karl verheiratet, ein Banater Schwabe – ihr dritter Ehemann heißt angeblich Henry Merkel. Beide dürften Biographen, Interpreten, Literaturhistoriker weniger interessieren als Richard Wagner (1984-1989 mit H. M. verheiratet), der möglicherweise auf die Genese von Herta Müllers Werk eingewirkt hat, konzeptionell, ideell, sogar ideologisch-strategisch?

Editiert wegen eines Verstoßes gegen die AGB. Bitte verzichten Sie auf Unterstellungen.

Mich interessiert ein komplette Vita Herta Müllers vor 1987,weil sie für diese Zeit eine Dissidenz reklamiert, die nie stattgefunden hat.
Ebenso wurde ihr Werk nicht “zensiert”.
Bisher aber glaubt man ihr, nicht mir.

Carl Gibson

 
 

Autor (…) sieht inzwischen etwas klarer – und er wird noch viel klarer sehen, was Sache ist, wenn er hinter die Potjomkinschen Fassaden blickt, recherchiert, analysiert, wertet – und mit eigenen Antlitz und Namen hinter den Aussagen steht.

(…) hat sich geäußert unter:
www.freitag.de/community/blogs/ingo-arend/zivilcourage–das-beispiel-guenter-grass

Wenn neue Fakten auftauchen oder ein neuer Zeuge vor Gericht, werden die Karten neu gemischt – dann können vermeintliche geistig-moralische Autoritäten schnell vom hohen Ross stürzen … ganz nach dem Motto: Wer hoch steigt, kann tief fallen.

Carl Gibson

 

“Die allererste Ausgabe der „Niederungen“ war 1982 in dem deutschsprachigen Untergrund-Verlag Kriterion in Bukarest erschienen; für die Rotbuch-Fassung hatte die junge Autorin das Manuskript aus Rumänien herausschmuggeln können. Was ihre Leser in Deutschland damals nichts wussten: statt der fünfzehn Prosaminiaturen, die sich um die knapp achtzigseitige Titelgeschichte „Niederungen“ gruppierten, gab es derer neunzehn; darüber hinaus waren Kürzungen auch innerhalb der einzelnen Kapitel vorgenommen und die Reihenfolge verändert worden. Diese Änderungen blieben in den zahlreichen Auflagen, die das Buch in den folgenden Jahren erfuhr, bestehen – bis jetzt. Denn jetzt erscheint im Hanser Verlag erstmals die vollständige Ausgabe der „Niederungen“ inklusive der vier bislang fehlenden Kapitel. Außerdem hat Herta Müller den gesamten Text noch einmal durchgesehen und korrigiert, die Streichungen überprüft und teilweise rückgängig gemacht.”
Ihr Link funktioniert nicht!
Das gilt auch für die Desinformation, die Sie hier betreiben.
Das Beste ist – Sie wissen nicht, wovon Sie reden.

Die drei Geschichten, die nach Ihrer Auffassung so politisch brisant sein sollen,
sind 1982 in Rumänien erschienen,
namentlich “Damals im Mai”, “Inge” und “Herr Wultschmann”!

Von wegen, Zensur!

Ich habe die Originalausgabe vor mir.

Panegyrische Rezensionen, Lobhudeleien im Waschmittel- Werbung- Stil überraschen mich nicht.
Jeder Verlag vermarktet sein Produkt so gut er kann und verdummt seine Kunden so gut es kann. Das ist Kapitalismus jenseits von Moral.
Literatur macht da keine Ausnahme.

Was meint die Rezensentin mit “Untergrund-Verlag” - das eben ist die Volksverdummung!

Der Kriterion Verlag war ein großer Verlag in Bukarest, darauf spezialisiert, Bücher in deutscher Sprache zu verlegen, offiziell … und nicht wie oben suggeriert als Samisdat! Wenn solche Taktiken eingesetzt werden, sehe ich das als Versuch an, im Trüben zu fischen und die Leser hinters Licht führen zu wollen.

“FAZ.net” – das ist die Adresse, wo meine kritischen Kommentare nur partiell zugelassen werden, aber für Suchmaschinen im Netz unauffindbar bleiben.

So viele Zufälle kann es gar nicht geben! Und Sie, wer immer Sie auch sein mögen, machen da mit.

Im Retuschieren und a posteriori Abändern kennt sich Herta Müller aus, nach dem Muster des ZEIT-Artikels. Was nicht in den Kram passt, wird einfach umgeschrieben, weggelassen, hinzu gefügt, solange, bis es passt!
Nobelpreiswürdig – auch diese Methode!
Carl Gibson

 

Was spricht gegen einen ausführlichen Lebenslauf von Herta Müller vor 1987?

Wer, wie Herta Müller, andere öffentlich und sogar noch im deutschen Fernsehen bezichtigt, ein Mitarbeiter (IM) und Zuträger der Securitate zu sein (Fälle Schleich, Grosz etc.), der sollte das eigene Verhältnis zur Securitate und Rumänischen Kommunistische Partei klären.
Carl Gibson
In der SWR-Sendung Report aus Mainz hörte ich keine kritische Gegenfrage.
Stützt auch das Öffentliche Fernsehen nur noch eine Mainstream-Meinung?
Ein Fall für “Freitag”?

 

Nachtrag:

Darf das öffentlich-rechtliche Fernsehen der Bundesrepublik Partei ergreifen?

Einseitige Fernsehberichterstattung:

www.swr.de/report/-/id=233454/nid=233454/did=5704264/139929c/index.html

Mit einem ( selbstredenden ) Herta Müller-Interview

Ich habe die Materie mehrfach kritisch kommentiert:

Der Spitzel und die Nobelpreisträgerin – Wie ein befreundeter Schriftsteller Herta Müller an die Securitate auslieferte

www.swr.de/forum/read.php?2,42723

Cui bono? Das ist der Versuch, eine angebliche “Dissidenz” von Herta Müller zu belegen bzw. den Verfolgungsmythos zu zementieren. (Ausgehend von der Überlegung, bei einem nur oberflächlich informierten Bundesbürger bleibe wenigstens ein Hauch von Verfolgung hängen! Auch so wird Meinung gemacht!)
Carl Gibson

 
 

Anonymus. Sie sind offensichtlich mit der Materie überfordert.
Weshalb sollte die rumänische Regierung, die Rumänische Kommunistische Partei und die Securitate “Niederungen” als Druck in deutscher Sprache ermöglichen und dazu noch mit den 3 Geschichten (Damals in Mai, Inge, Herr Wulschtmann) , wenn das Buch von Herta Müller sie belasten würde?
Wo bleibt die Logik?

Weshalb sollte man solch ein Büchlein, das in Wirklichkeit nur den Kommunisten Ceausescus genutzt hat, weil es gegen die Banater Schwaben geschrieben wurde, auch noch nach Deutschland schmuggeln müssen?
Eine Räuberpistolengeschichte ist das, die die Realitäten verfälscht, nur um interessant zu erscheinen. (James Bond 0007 lässt grüßen!)

Und weshalb sollte man hier in Deutschland, wo doch alles frei ist, gerade diese drei (nach Ihrer Auffassung) “brisanten” Texte weglassen wollen, wenn man doch gerade die Regimekritik der Autorin beweisen will? Im Jahr 1984!

Wo bleibt Ihre Logik, (…)?
Wenn sie hinter Ihrem Blog-Text oben stehen könnten und ihn kompetent vertreten könnten, dann müssen sie uns allen ihren werten Namen nicht vorenthalten, verschweigen – und mich dabei aus dem Obskuren heraus beleidigen.
Sie haben mich oben einen gescheiterten Dozenten genannt – und Herrn (…), dessen Identität über seinen hier mehrfach verlinkten Blog bekannt ist, als meinen “Kumpan” bezeichnet.

Die Art, wie Sie schreiben, verweist darauf, dass Sie selbst aus Rumänien stammen.

Wenn Sie für Herta Müller und Richard Wagner eintreten wollen, dann bitte nicht auf die Art “alter Seilschaften” wie wir sie von Stasi und Securitate kennen, und wie Sie sie mir unterstellen, sondern offen.

Die Wahrheit wird nicht lange verborgen bleiben -

jeder, der denken kann, kann auch meine Argumente nachvollziehen.

Für den  Fall, dass es Ihnen noch nicht aufgefallen sein sollte. Kommentatoren wie (…) argumentieren nach rein logischen Gesichtspunkten, geleitet vom gesunden Menschenverstand, auch wenn beide gewisse Details aus dem Umfeld von Herta Müller, Richard Wagner und meiner Person in Temeschburg im Banat nicht genau und aus eigener Anschauung kennen.

Carl Gibson

 
 
 

Da liegen Sie aber sehr falsch, (…), erst informieren, dann Behauptungen aufstellen. Details zur Materie unter:

www.banatblog.eu/banater-autoren-carl-gibson-symphonie-der-freiheit/

Was sagt Paul Goma über Carl Gibson
unter:

paulgoma.free.fr/paulgoma_pdf/pdf/LRP_JURNAL_2009_intreg.pdf
S. 665, (6. November)

:“Cred aproape tot ce a spus Carl Gibson.

Il cunosc … de 33 ani, stiu ca e un pasionat – dar nu mincinos: und nedreptatit, un ranit, un om care a suferit cu adverat de ciomagul Securitatii timisorene – dar nu un veninos.

Judecatiile despre Herta Müller si Richard Wagner sunt adevarate, interventia lui intarindu-mi certitudinea de impostorat a “Actiunii banatene” in general a componentiilor ei, in special.

Mai aveam oarecari indoieli, fata de informatiile provenite de la romani, dar iata, acum dinspre svabii lor vin. Iar ticalosia lor cea de neiertat:

 

acuzatia, in bloc, a comunitatii svabesti (prin extindere si sasesti) de nazism”.
Der rumänische Dissident Nr. 1, Paul Goma, auch “rumänischer Solschenizyn” genannt, glaubt SLOMR- Mitbegründer Carl Gibson, dem antikommunistischen Gefängnis-Gefährten,
und nicht Herta Müller
oder Richard Wagner.

Auch das sollte bekannt werden.
Carl Gibson

 

Einsichtig rudert  zurück! Recht so, (…):

“Für eine Dissidentin halte ich HM trotz der politischen Bezüge ihrer Erzählungen nicht.”
Da haben Sie etwas erfasst.
Herta Müller und Richard Wagner haben in der Tat nichts mit “Dissidenz”, “Widerstand” oder “Opposition” im kommunistischen Rumänien Ceausescus zu tun.
Sie waren systemloyal und wurden vom System gefördert – bis zu ihrer immer noch galanten und großzügig gewährten Ausreise.

Doch ist Herta Müller auch “moralisch integer”? Wenn wir diese Frage an Günter Grass richten, der auch einen Nobelpreis erhalten hat, dann müssen wir auch bei Herta Müller fragen, ob sie mit Steinen werfen darf,
ob gerade sie den “moralischen Zeigefinger” erheben und andere aburteilen, stigmatisieren, ausgrenzen darf.

Wer Christa Wolf oder anderen “Systemloyalität” vorwirft, muss den gleichen Maßstab auch an Herta Müller legen, auch wenn sie bisher übermäßig protegiert wurde. (…)schreibt:

“5. Dass Herr Gibson einen regelrechten Feldzug gegen sie führt, werden auch Sie nicht bestreiten wollen, oder?”
Ist dieser moralische Feldzug legitim oder nicht?
Es gibt Leute, die stehen ein Leben lang zu Anstand, Würde, Moral – und gehen für ihre Überzeugungen bis ins KZ oder in der Tod.

Dann aber gilt es noch die “Wendehälse”, die sich mit der Macht arrangieren.

Wasser predigen, aber Wein trinken!

Dass hat man lauthals Frau Bischöfin Käßmann vorgeworfen!

Sie zog die Konsequenzen aus einer herbeigeführten Affäre und trat als EKD-Vorsitzende zurück.

Mir geht es nicht um eine Vendetta, sondern lediglich um die Überprüfung der Frage, ob Herta Müllers geistige und politische Autorität “moralisch” gedeckt ist.

Die Beweise fehlen.
Ihre Vita vor 1987 liegt nicht vor.
Jeder kann sich das Video oben ansehen, seine Schlüsse ziehen, nach Belegen und Beweisen fragen.
Meine Kommentare auf SWR Report aus Mainz lesen.

Hinter der “Literatur” steht das Handeln in der Gesellschaft.
Genauso wie wir wissen wollen, ob “Moralapostel der Nation” Günter Grass bei der SS war oder gar ein Nazi, so müssen wir wissen,
ob Herta Müller den roten Totalitarismus von Anfang an bekämpft hat oder nicht bzw.
ob sie die kommunistischen Verbrechen Ceausescus eine gute Weile toleriert und mitgetragen hat.

Schließlich war sie seit 1984 mit dem KP-Genossen Richard Wagner verheiratet, ergo auch mit der RKP und ihrem Schild und Schwert Securitate.

Entweder man ist mit dem Regime oder man ist dagegen als Mensch und Geist.
Die große Masse musste apolitisch sein und mitlaufen!
Aber eine geistige Autorität?

Denken Sie weiter scharf nach!
Erinnern Sie sich … an Verfolgung … Entrechtung … Exodus! Und an die Wahrheit, die uns frei machen wird!
Carl Gibson

 
 

Wie kam es nur, dass die so arg verfolgte Herta Müller mehrfach ausreiste und mehrfach nach 1984 heim in die Ceausescu-Diktatur kehrte?

Schreibverbot?
Ihr Mentor Nikolaus Berwanger, Chef der Banater Zeitung und erster Repräsentant der Banater Schwaben, Kommunist, RKP- Vertrauensmann und Antifaschist, Leiter des “Adam-Müller-Guttenbrunn-Literatur- Kreises” in Temeschburg, sagt in einem Gespräch im Jahr 1988 (Düsseldorfer Debatte)
Herta Müller hätte bis zu seiner Absetzung aus dem kommunistischen Paradies (August 1984) kein Schreibverbot gehabt.

Das Buch “Niederungen” sei zwischen dem Kriterion- Verlag Bukarest und dem Rotbuch-Verlag regulär ausgehandelt worden!
Also keine Räuberpistole, wie sie Herta Müller schildert mit Manuskript-Schmuggel a la James Bonf 0007!

Nikolaus Berwanger sagt ferner:

Es wundere ihn, dass Herta Müller als “Dissidentin” in der BRD wahrgenommen werde.
Wer lügt da – und wer sagt die Wahrheit?
In dem Interview mit Berwanger wird auch deutlich, dass “Niederungen” mit dem Preis der Jungkommunisten ausgezeichnet worden ist.
Er, Berwanger, finde es nicht gut, dass Herta Müller und Richard Wagner ihre in Rumänien von den Kommunisten erhaltenen Preise “verschweigen”!
Ich fand das auch nicht gut!
Noch weniger gut fand ich es, dass Richard Wagner seine RKP- Mitgliedschaft von 1972-1985 verschwieg!

Erst dokumentieren, (…), dann argumentieren.
Die Forschung wird Herta Müller all diese Diskrepanzen noch vor die Nase halten!


Und ich werde weiter ihre “moralische Integrität” überprüfen.

Carl Gibson

P.S. (…)  schreibt:

“Sie war keine Dissidentin, weil sie meines Wissens an keinerlei politischen Aktionen teilgenommen, keine öffentlich bekannten politischen Forderungen gestellt und auch keiner bekannten oppositionellen Gruppierung angehört hatte.
Doch verfolgt wurde sie, nachdem sie sich weigerte, mit dem Geheimdienst mitzuarbeiten. Sie wurde wiederholt verhört – was für eine psychische und physische Gewalt man ihr angetan hatte, weiss nur sie selbst und ihr engeres Umfeld. Sie wurde bespitzelt, abgehört, in ihrer Wohnung wurden Wanzen angebracht. Sie hatte Veröffentlichungsverbot (soweit ich weiss). Was ist das alles, wenn es keine Verfolgung ist?”

Und noch etwas: Wann “verweigerte” sie sich der Securitate – 1976, gleich nach dem Studium und vor den Westreisen?

Oder erst 10 Jahre später, kurz vor der Ausreiseentscheidung 1986?

Das ist wichtig!
Carl Gibson

 

Im Schach heißt das: Schachmatt!

Aber das ist schon lange so, nur ist die Lüge lauter als die leise Wahrheit.
Die Lüge hat eine Plattform,
die Wahrheit muss aus Katakomben rufen.

Ich freue mich, Magnus, dass Du hier kritisch alles mit verfolgst!
In der Antike ging es vom Mythos zum Logos!
Heute geht es vom Logos zum Mythos!

Man hat die äußerst gerissene und zum Teil rücksichtlose wie intelligente “Securitate” als tumbe Bauerntölpeltruppe darzustellen versucht – etwa wie den deutschen Soldaten im Sowjet-Propaganda-Film. So war das nicht.
Die “Securitate” war topfit und mit besten Mitteln ausgestattet.

Wenn sie ein Ziel verfolgte erreichten sie es auch. Herta Müller kennt diesen Repressionsapparat nur vom Hörensagen.

Typisch ihre Aussage bei einer angeblichen versuchten Verhaftung durch diese böse Securitate:

“Ohne Haftbefehl gehe ich nicht mit”!

Mit diesen Worten will sie sich gewehrt haben!
Ja, so kann man den Widerstand in jeder Diktatur ad absurdum führen!

Zur Vertiefung empfehle ich den ominösen ZEIT-Artikel aus der angeblichen Feder von Herta Müller “Die Securitate ist noch im Dienst”, oben von mir verlinkt.

Herta Müller berichtet, wie sie in der Bahnhofshalle eines Luftkurorts auf ca. 1000 Meter Höhe (Poiana Brasov) /bei Kronstadt in Siebenbürgen von Schergen der Securitate zusammengeschlagen worden sein soll.

Der Witz dabei: Dort oben existiert überhaupt kein Bahnhof!

Herta Müller erfindet “Realitäten”, die eigentlich nur “Fiktionen” sind.
Die Literaturwissenschaft spricht da von “erfundener Wahrnehmung”!

Herta Müller hat viel erfunden. Sie hat Realität und Fiktion gemischt. Nicht nur im Roman, auch in den Interviews, wo man ja Wahrheit erwartet, keine Dichtung.

Dürfen Dichter lügen?
Eine alte Frage seit Platon!

Nietzsche hat sie oft gestellt und sie in “Zarathustra” vielfach beantwortet, perspektivisch gebunden.

Ich frage heute, dürfen Dichter immer lügen?
Und sind wir hier und heute hier in Deutschland dem Menschlich- Allzumenschlichen schon so verhaftet, dass wir bereits “jenseits von Gut und Böse” stehen,
ergo die “Moral” beerdigt haben,

bei Günter Grass
und bei Herta Müller?

Carl Gibson

 
 

Vanitas vanitatum vanitas, alles ist vergänglich, Magnus, auch einige gefährliche Gedanken im “thread”, wenn er für manche zum “threat” wird.

Hundert Jahre nach Nietzsche müssen wir mit dem Hammer philosophieren, wenn auch nicht mehr gegen “Hammer und Sichel”.
Gefährliches Denken ist auch heute suspekt, vor allem das Stöbern nach der “Wahrheit”, die keiner hören will.

Was schrieb Herta Müller: Lügen haben kurze Beine, die Wahrheit hat keine!

Aber wir werden ihr Beine machen!

Carl Gibson

P.S. Apropos speichern:Ich speichere seit Jahren,mehrfach, gerade um nachzuweisen, was die etablierten Mainstream- Medien so alles “streichen”, “entfernen”, nicht veröffentlichen etc.

 
 
 

Ja, in zwei Jahrzehnten ist viel Wasser den Main hinab geflossen – und über Rhein und Donau ins weite Meer. Europa hat sich verändert – der Ostblock und die Sowjetunion sind zusammengebrochen.
Das Lager der Guten und Bösen hat sich auch gewandelt – aber die historische Wahrheit muss ans Licht, einiges kommt früher, anderes später.

Ich ging erst an die Öffentlichkeit, nachdem alles aufgeschrieben war und das dicke Buch über Freiheit in einige Ecken der Welt gestreut wurde und nun in den Bibliotheken steht. Dort kann man vieles nachlesen. Die kleine Auflage verbindet mich auch mit Nietzsche.
Ein Trost: Mein Buch kann über books.google auch im Internet eingesehen und gelesen werden, gut für Leute, die es nicht kaufen können. Es ist ein “Testimonium authenticum” – ich sage das, was ich erlebt habe.
Andere, etwa Herta Müller, berichten von dem, was ihr Umfeld erlebt hat.

Hier noch ein Link zur Materie für Interessierte:
www.siebenbuerger.de/zeitung/artikel/interviews/8708-carl-gibson-legitimer-protest-gegen.html

Ungeachtet aller Desinformation, Protektion etc. wird sich die Wahrheit durchsetzen, daran glaube ich. Je mehr kritische Köpfe mitdenken, desto besser.
Carl Gibson

 
 

(…)Sie tun hier so, “als ob” Sie ein Insider wären, der über die Rivalitäten und Intrigen innerhalb von RKP und Securitate gut informiert ist. Wann haben Sie Rumänien verlassen, wie alt sind Sie, wer sind Sie, da Sie mich hier als “Ahnungslosen” hinstellen wollen?

Ich zitiere ihr Ablenkungsmanöver:

“Das verwundert nur den, der die damaligen Zustände nicht kennt. Herrn Gibsons Dissidenz in allen Ehren: er verließ das Land 1978 (79?) kaum zwanzigjährig. Heute beurteilt er die damaligen Zustände mit seinem Wissen von damals und seinen Gefühlen von heute. Doch hinter die Kulissen der Macht sah er damals schon nicht und was und wie sich das Land dann nach 1980 entwickelte, kennt er nur vom Hörensagen. Kämpfe innerhalb der Parteistruktur? Rivalität zwischen Geheimdienst und Parteiapparat? Woher soll Herr Gibson davon gehört haben? Er sieht nur einige widersprüchlich erscheinende Phänomene, erblickt aber nicht die wesentlichen Punkte, die zur Erklärung dieser Widersprüchlichkeit notwendig sind.” Fakt ist: Seit Herbst 1979 bis Winter 1989 (Rumänische Revolution und Sturz von Diktator Ceausescu) war ich oppositionell aktiv.

Im Jahr 1981 habe ich als Sprecher der Freien Gewerkschaft rumänischer Werktätiger SLOMR über die CMT eine UNO-Klage gegen Diktator Ceausescu auf den Weg gebracht:

de.wikipedia.org/wiki/Carl_Gibson

Details zur UNO-Klage

www.webfusion.ilo.org/public/db/standards/normes/libsynd/LSGetParasByCase.cfm?PARA=2657&FILE=1066&hdroff=1&DISPLAY=CONCLUSION,BACKGROUND

 

 

Das erfolgte unter Lebensgefahr für mich und meine Familie.

Herta Müller und Richard Wagner standen damals noch viele Jahre stramm zur Rumänischen Kommunistischen Partei.
Den Feind sahen sie in der “deutschen Gemeinde” der Banater Schwaben (ganz oben habe ich das kommentiert!)

Lesen Sie, was Paul Goma über meine Person gesagt hat. Er glaubt mir und nicht Herta Müller und Richard Wagner.

Beide änderten Meinung und Strategie erst nach dem Abgang ihres Förderers und irdischen Schutzengels (vor der Securitate- Kralle), also erst nach 1985.

Carl Gibson

 

Sie haben wohl das “Wesen” einer öffentlichen Blog- Diskussion verkannt, (…)?

Wenn Sie sich privat austauschen wollen, wählen Sie bitte ein diskreteres Medium.

Hier reden Sie völlig unqualifiziert über meine Person!

Das ist typisch für Anonyme, die aus der Verborgenheit heraus allerlei Desinformation betreiben.
Der interessierte Leser will Fakten hören, keine Gerüchte, kein Gerede.

Carl Gibson

 
 

Frau (…) hat die Debatte ins Metaphysische gesteigert und etwas verlagert auf:

www.freitag.de/kultur/1010-rumaenien-top-intellektuelle

Bitte den zweitletzten Beitrag beachten.

Der besagt alles.
Carl Gibson

 
 

(…) schreibt:

“Warum man sie nicht ausbürgerte? Ja, mein Gott, man müsste sich die Secuakten der Frau ansehen. Aber Frau HM hat sie sich wenigstens angesehen. Bestimmt gab es Diskussionen darüber, doch aus irgendeinem Grund entschied man anders.
(Nebenbei:
Herr Gibson weigert sich, nach Bukarest zu fahren und Einsicht in seine Akte zu verlangen. Wenn ihm da nicht einer zuvorkommt…)”

Dazu habe ich schon mehrfach öffentlich erklärt:
Im Gegensatz zu Herta Müller und Richard Wagner bedarf es in meinem Falle keiner ominösen ( echten, gefälschten) Securitate- Dossiers bzw. “Akten”, um meine langjährige Dissidenz zu beweisen.
Ich war ein halbes Jahr im Gefängnis – das ist Beweis genug, neben den vielen Dokumenten ( auch im Internet!).
Eine Schar vor Zeitzeugen steht bereit, alles zu bezeugen, was mit der freien Gewerkschaftsgründung SLOMR im Jahr 1979 zusammenhängt, das Davor und das Danach.

Gerade erst publiziert ( in rumänischer Sprache, eine kurze Geschichte der SLOMR (Freie Gewerkschaft rumänischer Werktätiger) im Jahr 1979, fast zwei Jahre vor “Solidarnosc” in Polen:

istoriabanatului.wordpress.com/2010/02/21/mircea-rusnac-s-l-o-m-r-sindicatul-liber-al-oamenilor-muncii-din-romania-1979-aspecte-banatene/

In meinem dicken Buch habe ich meine vollständige Rehabilitation gefordert.

Doch Präsident Traian Basescu ist wohl taub auf einem Ohr?

Herta Müllers “Securitate”-Akte “Cristina” ist eine Farce für sich, da keiner weiß, was echt an ihr ist und was falsch bzw. gefälscht.

Carl Gibson

 

Luzid argumentiert, Magnus – und vielen Dank für die Einladung! Ich bin zu jedem Treffen bereit. Dass Klarheit in die Materie bringt. Wenn (…) aus dem Verborgenen heraus treten und kommen sollte, würde ich dabei sein.
In der Diskussion

www.freitag.de/kultur/1010-rumaenien-top-intellektuelle

habe ich an Deine Kompetenz als Sprachexperte appelliert und einen Link zu einem schwedischen Blog gesetzt, wo im Zusammenhang mit meiner Kritik an Herta Müller auch über das Verhältnis zu Günter Grass diskutiert wird. Das war im Herbst 2008, ein Jahr vor der Nobelpreisverleihung.
Ich hoffte auf die Klarsicht der Schweden und auf skandinavischen Kritizismus. Offensichtlich hat das Nobelpreiskomitee nicht mitgelesen.
Wenn wir die moralische Integrität von Nobelpreisträger Günter Grass hinterfragen,
dann ist es auch legitim, die Moralität oder Pseudo-Moral von Herta Müller zu hinterfragen.

Die Schweden haben damit kein Problem, !

Sie dazu den Blog:

bodilzalesky.com/blog/2008/11/10/arvet-fran-kommunismen-en-rumansk-tysk-angiverihistoria/

Ich habe seinerzeit versucht, die Schweden von der Notwendigkeit der Debatte über die “moralische Integrität” einer Nobelpreis- Kandidatur zu überzeugen, im Versuch die Kandidatur von Herta Müller kritisch zu verifizieren.

Die Schweden übernahmen meine Herta Müller- Kritik aus Wikipedia.

Nach der Nobelpreisvergabe – wurde wie nach dem Willen schleifender Pharaonen und Cäsaren – meine Kritik aus dem Herta Müller Porträt “entfernt”,
weg retuschiert – wie in der ZEIT,

und wie einst bei den Kommunisten!
Carl Gibson

 

Du bist hier auf ein Thema von hoher innenpolitischer Brisanz gestoßen, Magnus!

Ob Dichter lügen dürfen?
Ob Nobelpreisträger lügen dürfen?

Ob wir die Moral beerdigen dürfen, aber im Sinne unserer heuchlerischen Moral anderen Krieg und Vernichtung bringen dürfen?

Einige Leute, die sich nicht vom oberflächlichen “panem et circensis- Treiben” unserer Politik ablenken lassen, werden noch merken, was hier gespielt wird.

Du darfst in Deinem Blog alles von mir zitieren, was Du im Internet aus meiner Feder findest.

Die Materie Herta Müller und wie sie instrumentalisiert wurde (Verschwörungstheorie!?) ist nur der Einstieg in den Sumpf.
Wie tief und stinkend er ist, wird sich erst herausstellen.

Carl Gibson

 
 

Seit fast zwei Jahren kämpfe ich öffentlich gegen ein Netzwerk, das die Interessen von Herta Müller vertritt, gegen Berufene? Oder Unberufene.
Fast alle, die mich auf in den Foren der Siebenbürger Sachsen und Banater Schwaben mit Argumenten untere der Gürtellinie bekämpften, verleumdeten, beschimpften etc. waren „anonym“ – wie „(…)“ hier, die eine Thematik aufgreift, die sie nicht beherrscht, aber munter Desinformation und Ablenkung betreibt mit zum Teil diskriminierenden und mich beleidigenden Verdrehungen und Formulierungen.
Um die öffentliche Debatte führen zu können, musste ich Bd. 2 der „Symphonie der Freiheit“ unter den Titel „Gegen den Strom. Deutsche Identität und Exodus“ zurück stellen.
Hier einige Links, wo Argumente und Anfeindungen nachgelesen werden können, auch aus Kampagnen, die Richard Wagner von Rumänien aus ( wo ich nicht widersprechen konnte) gegen mich betrieb.

www.siebenbuerger.de/forum/allgemein/795-die-konrad-adenauer_stiftung-und-die/

www.siebenbuerger.de/forum/allgemein/863-offener-brief-an-herta-mueller-aus/

www.siebenbuerger.de/forum/allgemein/736-richard-wagner-verunglimpft-carl-gibson/seite15.html

www.banatblog.eu/banater-autoren-carl-gibson-symphonie-der-freiheit/

Jeder bilde sich frei seine Meinung.
Carl Gibson

 
 

Des Pudels Kern erscheint hinter der Frage:
Weshalb wurde Herta Müller auf’s Treppchen gehoben?

Aus literarischen Gründen?
Aus politischen Überlegungen, Strategien?

Das ist die 100. 000 -Dollar Frage, Magnus!

Weshalb wollten CDU und SPD, dass Herta Müller das Rennen machte?

Weshalb wurden Siegfried Lenz (jugendliches NSDAP-Mitglied?),
Martin Walser (angeblich ebenfalls jung in der NASDAP?) H. M.  Enzensberger etc. nicht einmal nominiert?

War diese Nobelpreis- Entscheidung eine “antideutsche” ( wie Du bei Böll und Grass annimmst) – oder eine “pro- deutsche) im Sinne der Rehabilitierung der deutschen Vertriebenen aus den Ostgebieten?

Dazu habe ich hier auf Freitag eine Diskussion in die Welt gesetzt unter:

www.freitag.de/community/blogs/carl-gibson/heimatvertriebene-und-machtpolitik—falsche-symbole-und-signale

Je mehr Fakten bekannt werden, desto klarer werden die Strategien und Zielsetzungen der Strippenzieher.

Carl Gibson

 
 

Es gibt da einen Ausspruch von Jean-Paul Sartre zum Nobelpreiskomitee und den Entscheidungskriterien dort: Wer von diesen Leuten auserwählt wird, der sollte seine geistigen Bestände überprüfen.
(Das ist fast so drastisch, wie Du es oben formuliert hast.)

Im Jahr 1984 schrieb ich einen Essay unter den Titel “Nobelpreise – Eine Form der Manipulation” und publizierte ihn in dem Literaturmagazin “Vis-à-vis” aus Berlin.
Dass meine Landsmännin Herta Müller aus dem rumänischen Teil des Banats einmal diese hohe Auszeichnung erhalten würde, wofür eigentlich, konnte ich mir damals noch nicht vorstellen, denn die privilegierte Westreisende Herta Müller war gerade dabei, den Banater Schwaben durch die Bank faschistoide Gesinnung zu unterstellen ( im deutschen Fernsehen sogar – mit mir als exponiertem Zuhörer!).(1984)
Sie nahm den deutschen Literaturpreis an – und kehrte in Ceausescus Schoß zurück, mehrfach sogar!

Arg verfolgt?Wohl kaum!
Alles schon vergessen?

Nach F. C.  Delius war das “Banat” die “Hölle auf Erden” , eine Gegend mit stumpfsinnigen Menschen, die sich gegenseitig hassen.
Darauf kam Delius in seiner Niederungen- Rezension, im SPRIEGEL (1984), nachdem er Herta Müllers Ergüsse gelesen hatte.

Nach eigener Aussage von Herta Müller war es der “Hass” auf ihren banatschwäbischen Landsleute, der sie antrieb “Niederungen” zu schreiben.
Was wissen die Leute aus Stockholm davon, die sie prämierten?


Und was wusste Michael Naumann davon, der sie nominierte?
Mein öffentliches Aufklären und Dagegenhalten verpuffte wie der Ruf eines Propheten in der Wüste.

Carl Gibson

 
 

Herta Müller steht heute auf einer Stufe mit Thomas Mann!
Schlecht für Thomas Mann?

Oder schlecht für den Nobelpreis überhaupt?

Wo sind die Werke von Herta Müller, die auch nur im entferntesten Sinn einen Vergleich mit dem “Zauberberg”, “Doktor Faustus”, mit den “Buddenbrooks”, den Essays zur Kultur, Geistesgeschichte und Politik oder den Erzählungen “Tod in Venedig”, “Tonio Kröger” etc. standhalten?

Diese Auszeichnung – eine Farce, literarisch betrachtet?
Moralisch gar ein Skandal?

Walser und Lenz haben in vier, fünf Jahrzehnten Schriftstellerei ein immenses Werk geschaffen – beide wurden mit Preisen überhäuft, aber nicht in Stockholm nominiert?

Ob ihnen die NSDAP-Debatte geschadet hat?

Als Herta Müller den “roten Totalitarismus”, der mir vor ihren Augen Gefängnishaft für echte Opposition einbrachte (1979), tolerierte und billigte, war sie ein paar Jahre älter und reifer? als die Jugendlichen Lenz und Walser in der brauen Zeit!

Alles vergessen?

Carl Gibson

 

Das Schlimme an der ganzen Angelegenheit:
Die Intransparenz!

Einige Leute sind sich einig und drücken ihre Favoriten durch.

Was ich noch nicht eruiert habe: Die englischen Buchmacher nehmen ja Wetten auf alles an.
Ist es Zufall, (…), wenn ein “Außenseiter” in letzter Sekunde nach oben schießt und noch den Favoriten überrundet?

So kann man auch gut Geld machen, wenn man von Anfang an auf den Außenseiter gesetzt hat.

Im Sport gibt es eine Doping-Probe, auch ohne Verdacht.

Bei Literatur-Nobel-Preisen sollte es vielleicht eine Moralin-Probe geben?

(Ganz im Gegensatz zu Nietzsche, der im Geistigen eher ein Freisein von “Moralin” durchsetzen wollte.)

Wie groß war der Aufschrei als Elfriede Jelinek den Nobelpreis nach Österreich holte – jetzt, im Fall von Herta Müller aber, schweigt selbst Marcel Reich-Ranicki.
Carl Gibson

 
 

Wer lange allzu idealistisch an der “Idee der Freiheit” festgehalten hat, wird irgendwann die Destruktion des Ideals und die nackte Desillusion erfahren.
Das habe ich in dem dicken Buch schon zum Teil literarisch umgesetzt. Im Gegensatz zur Welt von Ceausescu und Honecker wird der Andersdenkende in der freien Welt nicht gleich totgeschlagen.

Er darf so lange den Don Quichotte spielen und gegen Windmühlenflügel fechten, bis er tot zusammenbricht.

So kommt man auch ans Ziel.
Ich war einer, der dem “Westen” vertraute, den Werten des Westens – so lange, bis das Vertrauen enttäuscht wurde.
(Deshalb auch meine Beiträge zur Wirtschaft und Politik.)
Carl Gibson

 

Schauen Sie Sich meine anderen Beiträge an – sie sind alle der “Wahrheit” verpflichtet, nicht ideologisch irgend einem Links-Rechts- Raster.
Sagen Sie doch etwas zur Sache aus!

Als ich die freie Gewerkschaft SLOMR in der zweitgrößten rumänischen Stadt Temeschburg/Temeswar/Timisoara ins Leben rief, hatte ich meinen zwanzigsten Geburtstag bereits überschritten.

Zur CDU – 1983 war ich kurze Zeit Mitglied dieser Partei, solange bis ich von dem “C” im Namen enttäuscht wurde. Dann trat ich aus und nie wieder in andere Partei ein.

Bei Günter Grass fragte ich nach den Implikationen in das NSDAP-System (SS?).

Bleiben wir bei den Fakten.
(…) kann für sich selbst sprechen.

Die Mitglieder der Freitag-Community können – über diese Debatte hinaus – den Links folgen.
Sie werden dann zu einer eigenen Anschauung gelangen.
Das ist Sinn dieser Diskussion!
Carl Gibson

 
 

An welcher Stelle habe ich Günter Grass als “antideutschen” Autor beschimpft oder einer solchen Charakterisierung zugestimmt?

Gefragt habe ich nach der “Moralität” von Günter Grass (NS-Verstrickung) und Herta Müller (mögliche Verstrickung mit dem Ceausescu- System)

Diese Fragen sind legitim und können von jedermann gestellt werden.

Ich frage allerdings auch als Zeitzeuge und Opfer der Ceausescu-Diktatur.
Während ich im Gefängnis saß, heulte Herta Müller noch lange mit den Wölfen.
Die Diskussion hier begann damit, das Gegenteil vermitteln zu wollen. Bitte oben nachlesen – und meine Antwort darauf.
Carl Gibson

 
 

Sehr geehrter (…), hinter allem, was ich hier schreibe und bisher öffentlich gemacht habe, stehe ich mit meiner gesamten Integrität und verantworte alles auch formaljuristisch.

An Unwahrheiten, Gerüchten, Gerede etc. habe ich kein Interesse, aber an Aufklärung, an der vollen Wahrheit.

@(…): Zur antideutschen Haltung von Herta Müller: Lesen Sie meine Eingangsinterpretation von Grabrede:Dort richtet die “deutsche Gemeinde” das Gewehr auf das erzählerische Ich.

Was wollen sie noch mehr?
Vier Deutsche vergewaltigen eine Russin!
Fiktion? Oder war das so?

(…)  schreibt:”

Aber, nun, wie auch immer, wenn dies Ihre Meinung ist, sollen Sie sie meinetwegen haben. Da aber dies ein Blog zu HM ist, würde mich wenigstens bezogen auf sie interessieren, woran Sie ihre “antideutsche Einstellung” ausmachen, zumal Sie selbst mehrfach eingestanden haben, von ihr nichts gelesen zu haben.
In diesem Zshg. würde ich Sie gerne daran erinnern, dass gerade ihr letzter Roman (“Atemschaukel”) ein jahrzehntelang unbeachtetes Leiden einer Bevölkerungsgruppe thematisiert, welcher es zum Vorwurf gemacht wurde, “Deutsche” zu sein. Wieso ist HM nun “antideutsch” eingestellt, obwohl sie auf dieses Leid letztlich die gesamte Weltöffentlichkeit aufmerksam machte? Eine weitere, hiermit zusammenhängende Frage: würden Sie den Bund der Vertriebenen als eine Organisation charakterisieren, die Preise an “antideutsch” eingestellte Personen vergibt?”

Meine Argumente zu den “Vertriebenen” habe ich weiter oben verlinkt – Debatte hier auf Freitag.

“Atemschaukel” ist die Sicht von heute, die angepasste Sicht, nicht aber jene von 1982.

Damals blickten sowohl Herta Müller als auch Richard Wagner sehr skeptisch auf die BRD und lehnten sie gar ab.

Ich hingegen schrieb 1978 ein Werk über die Deportation der Volks-Deutschen aus dem Banat und Siebenbürgen in die Sowjetunion ( aus der Sicht des Opfers – mein Vater wurde nach Kriwoj Rog deportiert – und riskierte für ein Werk, das nicht zu veröffentlichen war, mehrere Jahre Haft.
(Nachlesen: In dem dicken Buch!)

 
 

(…)schreibt:”

 

Schließlich, für heute, meine letzte Frage: Indem Sie das Wort an Herr Gibson richteten, haben Sie geschrieben, er hätte einem Treffen mit mir “grundsätzlich” zugestimmt. Da ich von Herrn Gibson eine solche Aussage nicht gelesen (oder bloss überlesen??) habe, stellt sich für mich die Frage, wie Herr Gibson (auf welchem Wege?) diese Zustimmung gegeben hat. Kommunikationstechnisch wirft dies die Frage bzw. Vermutung auf, ob er dies denn eventuell telefonisch getan haben konnte. Da in einem anderem Thread dokumentiert ist, dass Sie ihm Ihre Telefonnummer haben zukommen lassen (an sich normal, bei Studienkollegen, die sich zwar im Streit getrennt, jetzt aber wiedergefunden haben), liegt der Verdacht nahe, dass Sie mit ihm über dieses potentielle Treffen telefoniert haben. Die Frage ist nur, wann und von wem die Idee ursprünglich stammte. Und was für andere Ideen und Fragen sind Ihnen womöglich noch eingeflüstert worden. Inwieweit benutzt Herr Gibson Sie als Lockmittel, um von mir/über mich Informationen zu bekommen?” Lesen Sie genauer, !
Herrn Magnus Göller sah ich das letzte Mal in England im November 1991 – seit diesem Zeitpunkt haben wir weder miteinander telefoniert, noch sonstwie geredet oder Emails ausgetauscht.
Herr Göller beginnt gerade erst damit, sich mit der Materie vertieft auseinanderzusetzen.

Das ist sein gutes Recht.
Bitte unterstellen Sie mir nicht solche Sachen wie Instrumentalisierung anderer über “Lockvogel”-Manöver u. Ähnliches.

Wenn Sie integer sind, lüften Sie ihre Identität.
Hier werden keine Staatsgeheimnisse besprochen.

Sie taten so, als hätten sie tieferen Einblick in das Verhältnis RKP- Securitate?

In welcher Funktion? Wer sind Sie?
Carl Gibson

 
 
 

Vielen Dank für diese Klarstellung, (…):

“ich verabscheue jede form von rassismus und totalitären systemen mit ihren schonungslosen unterdrückungsmechanismen.

in die rechte ecke lasse ich mich von niemandem stellen.”

“gegenüber rechtsextremen “gedankengut” und rassistischen rechtsgesinnungen distanziere
ich mich aufs schärfste.”

Dem schließe ich mich uneingeschränkt an.
Carl Gibson

 
 
 
 
 

Treffend zusammengefasst und auf den Punkt gebracht,(…).

Vertrauen wir der Logik.
Wer immer auch in die Diskussion einsteigt, wird auf der Grundlage des gesunden Menschenverstandes zu den wahren Erkenntnissen gelangen.

Die Mechanismen der Täuschung, das Konstruieren Potjomkischer Dörfer wird nicht mehr funktionieren.

Früher, im Kalten Krieg, waren die Kommunisten stets die Bösen.

Heute sieht das ganz anders aus.

Opportunistische Pseudo-Linke und Antideutsche wie Herta Müller haben sich inzwischen – nach dem Wendehals-Prinzip – zu strammen Konservativen gewandelt
und den eigentlichen linken Idealismus verraten.

Dass das noch nicht durchschaut ist, das ist die Tragik der Linken.

Die Wahrheit ist weder links noch rechts – sie ist nur wahr.

Das aber auch heute noch Pseudo-Linke den Konservativen ( a la Herta Müller) die Stange halten, und die Ideale der Linken, die Humanität, noch einmal verraten, enttäuscht mich sehr.

 
 
 
 

Sie haben doch alles von Herta Müller gelesen ,(…), auch die folgenden Zitate (garniert mit meiner Interpretation) oben aus “Niederungen”:

Nobelpreiswürdig? Ich zitiere:

“Vom Überdruss am interesselosen Wohlgefallen – und von der neuen Sehnsucht nach Fäkalität

„Wer die Schönheit angeschaut mit Augen, ist dem Tode schon anheim gegeben, wird zum wahren Leben nicht mehr taugen“, dichtet August Graf von Platen in einem berühmten Sonett.
Damit nicht alle der Schönheit verfallen und dekadent dahinsiechen, hielt Herta Müller in ihren „Niederungen“ mit einigen Appetithäppchen dagegen, naturalistisch plastisch wie in den Frühphasen des Expressionismus in einem sonderbaren Delektieren an Fäkalität:
„Ich wischte mir mit dem Klopapier trotzdem den Hintern ab und schaute dann in den Ausschnitt, und sah den Kot, in dem weiße Würmer krochen. Ich sah die kleinen schwarzen Kotknollen und wusste, dass Großmutter wieder Verstopfung hat, und sah den lichtgelben Kot meines Vaters und den rötlichen Kot meiner Mutter. Ich suchte nach dem Kot meines Großvaters, und Mutter schrie meinen Namen in den Hof“.
Wenige Seiten später wird auch das allzumenschliche Urinieren geschildert – ein literarisch verewigtes Manneken-Piss im Banat: „Ich sah Heini, wie er den Nachttopf in der Hand hielt und mit eingeknickten Knien dastand. Und mit der anderen Hand hielt er sein Glied. Es war sehr weiß im Schein des Blitzes.
Ich musste auch pissen. Ich stand auf und setzte mich über den Topf, und ich zog den Bauch ein, um das Geräusch des Urins zu verhindern. Aber es wurde immer lauter unter mir, ich hatte keine Kraft, ich konnte es nicht mehr tröpfeln lassen. Es rann lauwarm aus mir. Es rauschte. Heini rief mich zu sich ins Bett.“ Den „Furz“, den „Hodenbruch „ des Großvaters und die „Hämorrhoiden“ der Mutter erwähnte Herta Müller an anderer Stelle. Ob das alles auch beschrieben worden wäre, wenn die Autorin gewusst hätte, dass die Fäkalität literarisch schon längst vorweggenommen war, etwa bei dem Exzentriker Salvador Dali?
Eine Urin- und Kotspur zieht sich leitmotivisch durch die gesamte, sprachlich höchst bescheidene und nur mit dem Instrumentarium der Kurzgeschichte gestalteten Erzählung. Die Miniaturbeobachtung, darunter viel Triviales und Banales, steht neben der psychologischen Decouvrierung im „Klartext“. Schein und Sein mischen sich, ebenso tatsächliche Existenz und Traumwelt. Wo das Gehirn des Interpreten nicht mehr folgen kann, spricht man gern von „erfundener Wahrnehmung“, also von etwas, was keiner logischen Erklärung bedarf.
Das Resultat: Eine Kindheit nicht im Garten Eden, sondern in Sodom und Gomorra! Wen wundert da der Aufschrei des Opfers, die Klage und Anklage? Die Welt des Banats ist Scheiße! Doch an sich – und nicht etwa, weil die alles bestimmende kommunistische Weltanschauung versagt hat.”

Der Hinweis, dass Sie alles von Herta Müller und Emil Cioran gelesen haben, bringt uns nicht weiter.
Was davon haben sie wie verstanden, ?
Sind Sie ein Betroffener? Stammen Sie aus Rumänien, aus der Reihe der Banater Schwaben etwa?

Carl Gibson

 

In meinem dicken Buch über Widerstand habe ich auch über die “Kunst der Fuga” nachgedacht – und über das rumänische Wort, (…)
Fuga-i rusinoasa dar sanatoasa!
(Die Fuge – also das Weglaufen ist schamvoll, aber heilsam!

Was sagten fügsame Rumänen noch, als Türkenherrschaft und Kommunismus sie bedrohten?

Capul aplecat sabia nu-l taie!

Das geneigte Haupt bleibt vom Schwert verschont!

Deshalb blieb auch die Aktionsgruppe ohne Aktion.
Die Fuga von den Gipfeln der Verzweiflung eines Cioran, Eliade und Ionesco in das bittere Exil und auf eine Odyssee ins Unbekannte – eine Flucht vor Totalitarismus in die Welt der Freiheit aber kann ich gut verstehen.
Carl Gibson

 

Rufen Sie hier nach einem “Maulkorb” für Carl Gibson, (…)

Sie haben ein Thema angepackt, dem Sie in keiner Weise gewachsen sind.
Jetzt sind Ihnen alle Argumente ausgegangen. Ihre Verdrehungen wurden durchschaut. Jetzt verbreiten Sie weiter Lügen über mich, nachdem Sie mich schon – aus der Obskurität heraus – mehrfach verunglimpft haben?

Richtig ist: Gesperrt bin ich nur auf ZEIT- Online und auf Siebenbürger.de

Nicht gesperrt bin ich auf Kulturraum.banat.de,
noch auf Spiegel- Online, noch auf FAZ.net

Bitte halten Sie sich an die Wahrheit und an Fakten.

P.S. Auf http://www.siebenbuerger.de/
können alle von mir in einer Zeit von fast zwei Jahren veröffentlichen Artikel, Kommentare und Forenbeiträge nachgelesen werden. Gestrichen wurde dort nichts.
Carl Gibson

 
 
 

(…), (…) und an alle kritischen Leser hier auf “Freitag”, der freien Meinungsplattform:

Nichts kann der Lüge Schlimmeres widerfahren, als wenn das “freie Wort” sich entfalten darf – wie hier.

Die letzte Stellungnahme von (…) ist eindeutig:
hier spricht jemand, der die Konstestations- Debatte der moralischen Integrität Herta Müllers von Anfang an ( sprich: Seit der Maulkorbforderung von Herta Müller und Richard Wagner für Carl Gibson (August 2008 während der “Spitzel Affäre” in Berlin) sehr genau kennt.

(…) ist mit allen Thesen und Forderungen vertraut, d. h. (…) ist höchst wahrscheinlich involviert … in welcher Form auch immer.

Was spricht gegen das freie Wort, gegen den freien Austausch der Argumente?

Was spricht dafür, dass ein größerer Kreis mit verfolgt, wie aus ehemals Linken stramme Antikommunisten wurden -
und wie diese für ihre Wendung des Halses (Kehre) auch noch geehrt wurden – bis hin zum Nobelpreis.

Zur Verfolgungs-Jagd meiner Person: Auf der Plattform der Siebenbürger Sachsen durfte ich länger als ein Jahr frei publizieren und kommentieren – bis zu dem Tag, als mir eine Falle gestellt wurde …
und ich unter einem Vorwand gesperrt wurde …
gerade noch rechtzeitig vor dem Nobelpreis!

Die “Atemschaukel”-Diskussion dort war wohl kontraproduktiv … und das Ansprechen den zahlreichen Lügen aus dem ZEIT-Artikel vor einem Insider-Publikum?

Auf jener Plattform wurden meine Argumente von Anfang an von bestimmten Personen aus der Anonymität regelrecht bekämpft – und meine Person wurde öffentlich diskreditiert … mit allen möglichen Unterstellungen und Verdrehungen.

Diese “Widersacher” mit oder ohne Auftrag, dies zu tun, folgten mir auf

http://www.banatblog.de/ und machten dort munter destruktiv weiter.

(Das kann alles nachgelesen werden.)

Dann folgten mir die gleichen obskuren Gestalten weiterhin in der Anonymität versteckt ( zum Teil mit bis zu verschiedenen 10 Nicknames, um Mehrheiten anzudeuten) auch auf

www.kulturraum-banat.de

Auf den Betreiber der Plattform wurde bald darauf “Druck” ausgeübt, von Freunden und ehemaligen Mitgliedern der so genannten “Aktionsgruppe Banat” und von ihrem ehemaligen Leiter Richard Wagner persönlich, der das Ungeheuerliche “des berühmten Consulting-Philosophen Carl Gibson aus Bad Mergentheim” nicht hören wollte.

Dieser “Druck” führte letztendlich zur Löschung des gesamten Forums, was zur Folge hatte, dass viele Herta Müller kritisch bewertende und aufklärende Kommentare anderer Teilnehmer einfach verschwanden.

Jetzt will (…), die wohl nicht ganz zufällig einen Blog zu “Richard Wagner” hier auf Freitag einstellt,
dass mein Wort hier verstumme:

Das Licht vom Himmel lässt sich nicht versprengen,
noch lässt der Sonnenaufgang sich verhängen
mit Purpurmäntel oder dunklen Kutten!

Friedrich Engels zitierte diese Lenau- Verse ( Anfang der freien Albigenserdichtungen) richtungsweisend für den alten metaphysischen Kampf des Lichts gegen die Dunkelheit,
der auch von allen Idealisten und wahrhaftigen Kommunisten ausgetragen wurde!

Und nun kommen die alten Mystifikatoren und Obskurantisten aus den Kellerlöchern und fordern ( ungeniert und immer noch verborgen) einen Maulkorb für Kritiker, Zensur!

Carl Gibson

 
 

Wen wollen Sie hier verdummen, (…), wenn Sie schreiben:

“einer der einen ihm unverständlichen literarischen Text skandalisiert, aus dem Zusammenhang reißt und aus ihm Kollektivbeschimpfungen herausliest oder einer, der den gleichen Text werk- und kontextimmanent interpretiert?”

Meine Interpretation oben geht nicht nur “textimmanent” vor, sondern noch vielfach methodisch darüber hinaus.

Das Anti- Deutsche von Herta Müller, nach dem oben gefragt wurde, ist genauso wie die Fäkal-Orgie allein aus dem Text heraus zu lesen:

Ich zitiere aus der “Gradrede”, wo die “deutsche Gemeinde” des deutschen Dorfes im Banat selbst-apologetisch argumentiert und die traditionellen Werte verteidigt, die für die von Ceausescu mit der Ausrottung bedrohten Banater Schwaben (ethnic cleansing via Exodus und Assimilation!)
Identität bedeuten:

Die Dorfgemeinschaft erscheint in dieser Kurzgeschichte als bedrohende Masse, als eine Summe von unreflektierten Einzelmenschen, die das Anderssein eines Mitmenschen nicht gelten lassen wollen, die den Andersdenkenden bedrohen und „das Gewehr“ auf ihn richten, bereit, Ketzer und Außenseiter jederzeit abzuschießen, besonders Tabu-Brecher und so genannte „Nestbeschmutzer“. Die historisch gewachsene Gemeinde, für viele eine existenzerhaltende Einheit, rechtfertigt sich:

Herta Müller:

„Wir sind stolz auf unsere Gemeinde. Unsere Tüchtigkeit bewahrt und vor dem Untergang. Wir lassen uns nicht beschimpfen, sagte er. Im Namen unserer deutschen Gemeinde wirst du zum Tode verurteilt. Alle richteten ihre Gewehre auf mich. In meinem Kopf war ein betäubender Knall. Ich fiel um und erreichte den Boden nicht. Ich blieb quer über ihren Köpfen in der Luft liegen.“ (Ist das nicht eindeutig “antideutsch”?

Die deutsche Gesellschaft und Gemeinschaft im Banater Dorf wird zum Feindbild erhoben – ihr Wertesystem, aus linksintellektueller Sicht kleinbürgerlich, spießig, heuchlerisch, faschistoid oder mit latenten Hang zum Faschismus, wird abgelehnt, weil es der freien Selbstentfaltung des kreativen Individuums, des Schaffenden in allen Bereichen der Existenz, zuwiderläuft. Wo andere die Geborgenheit fanden, ein Gefühl von Heimat und deutscher Identität, sahen einige Extremdenker die Dinge anders. Die Konsequenz bedeutete Zäsur, Bruch mit der nicht mehr geliebten „Werte-Welt der Vorväter“, eben weil der letzte große Krieg neue Fakten geschaffen hatte – und neue Formen von Verantwortung und Schuld.

Carl Gibson

 
 

Weshalb “verdrehen” Sie die Fakten, (…)?
Und weshalb lüften Sie nicht ihre Identität, wenn Ihre Argumente “Gewicht” haben wollen?
Wo ist das Problem?
Wo sind Ihre Meriten, Veröffentlichungen, Vita etc.?
Wie kommt es, dass Sie über den Ceausescu-Repressionsapparat Securitate und seine Verstrickungen mit der RKP mehr wissen wollen als ich, wo ich doch jahrelang verfolgt, vielfach verhaftet, verhört, verurteilt und ins Gefängnis geworfen wurde?
Was wissen Sie über die Akte “Cristina” der Herta Müller, die die Autorin – nach ihrer eigenen Aussage in dem ZEIT-Artikel – als Agentin der Securitate und als Kommunistin ausweist?

Wenn es um kritische Vergangenheits-Aufarbeitung und Vergangenheits-Bewältigung geht,
müssen Ross und Reiter genannt werden – bei der Nazis (in den Nürnberger Prozessen und während der Ent- Nazifizierung) ebenso wie bei den Kommunisten.

Ein totalitäres System ist immer und überall eine Willkürherrschaft, die Freiheiten knechtet und Menschenrechte auf allen Ebenen verletzt.

Fragen wir also kritisch weiter, wer mit dem Totalitarismus paktiert hat.

Sind Sie eine Anhängerin des Obskurantismus und der Verschleierung, (…)? Oder stehen Sie zum Licht der Aufklärung im Geiste Voltaires,Heines, Zolas, Nietzsches?
Wo bleiben die von Nietzsche immer wieder geforderte “intellektuelle Redlichkeit” und die innere Wahrhaftigkeit?

Gibt es Tabus und Heilige Kühe, die wir nicht antasten, gar opfern wollen?
Hat sich das richtige Prinzip behauptet – oder thront die Lüge in der Welt?

Carl Gibson

 
 

Apropos Verfolgung: Wer folgte mir hierher … und regierte auf meine Beiträge:

www.freitag.de/community/blogs/carl-gibson/der-forcierte-nobelpreis—herta-mueller

www.freitag.de/community/blogs/carl-gibson/maulkorb-fuer-kritiker—von-der-wahrheit-der-luege—grundsatzfrage

Sind Sie aus freiem Willen hier – oder in höherer Mission unterwegs?

Sie haben mich das auch gefragt – und ich habe Ihnen geantwortet.

Carl Gibson

 
 
 

Das ist in der Tat ein Krimi, dazu noch mit besonderer innenpolitischer Brisanz.

Wer hob Herta Müller aufs Treppchen – und weshalb!

Ich finde es gut, dass Du auf Deinem Blog die Thematik aufgeriffen hast, (…).

Sie reicht von der einfachen Werkinterpretation, z. B. “Das schwäbische Bad”, wo Du als Betroffener und Erzschwabe mitreden kannst ( Satire oder Nicht-Satire?) bis hin zu den ( literarisch-politisch-moralischen) Kriterien einer Nobelpreis- Nominierung.

Ich sagte schon, Du darfst alles von mir zitieren, was Du im Netz findest – auch aus den Werken.

Herta Müller und Richard Wagner haben sich – quasi als “Trittbrettfahrer der Dissidenz” in mein Leben eingemischt, indem sie meine vielfach bewiesene Dissidenz ignorierten, ja verleugneten.

Als ich in Ihre Vita blicken wollte und legitime Fragen stellte, reagierten beide mit Androhungen rechtlicher Konsequenzen bzw. Richard Wagner mit Verleumdungen aus dem Ausland (Rumänien), wo ich, ohne Möglichkeit einer Gegendarstellung in den Dunstkreis von Securitate und Cosa Nostra gerückt wurde.
Das kann ich so nicht stehen lassen,
schon gar nicht

 wenn ein Alt-Kommunist ( von 1972-1985 in der Rumänischen Kommunistischen Partei), heute zum Antikommunisten der Achse des Guten gewandelt, eine Serien-Denunziation gegen Einzelpersonen, Landmannschaft der Banater Schwaben, Evangelische Kirche der Siebenbürger Sachsen A.B. etc. zusammen mit Herta Müller losgetreten hat und dabei noch das deutsche Fernsehen bzw. große Blätter (FAZ.Net) instrumentalisiert werden.

Die vielen Ungereimtheiten aus der ZEIT sind nicht aufgeklärt.

Es wird noch spannend werden!

Noch ein Wort zum Stilvergleich:
Früher habe ich manchen Anonymen eben aufgrund seiner schwarzen Federn identifiziert und überführt. (Wer jahrelang als Literaturkriminalist unterwegs ist und die Frühwerke großer Dichter nach epigonalen Anklängen und Spuren der Vorbilder durchsucht, lernt das bald.)

Mein Stil gleicht dem “Schreibstil” von (…) etwa so wie ein Gemälde Botticellis einer Skizze von Paul Klee.
Die Anonymen führen sich selbst ad absurdum, weil ihre Argumentation nicht durch ihre Integrität bestätigt wird.
Wer Erfahrungen gemacht hat, kann dazu stehen.

Wer Wahrheiten verkünden will, kann die Quelle nennen und seine Unterschrift unter die Aussage setzen.
Carl Gibson

 
 

Zukunft braucht Herkunft, werte(r) wolkenlos, genauer das bekannte: Ja, ich weiß woher ich stamme (ungesättigt gleich der Flamme glühe und verzehr ich mich … (frei nach F. Nietzsche!).

Wenn schon Statue, dann schon Bronze! Suum cuique!
Carl Gibson

 

(16.03.2010)

Zukunft braucht Herkunft, (…) , genauer das bekannte: Ja, ich weiß woher ich stamme (ungesättigt gleich der Flamme glühe und verzehr ich mich … (frei nach F. Nietzsche!).
Wenn schon Statue, dann schon Bronze! Suum cuique!
Carl Gibson

 

Foto: Carl Gibson

Eine Marmortafel im Nikolaus-Lenau-Gymnasium Temeschburg verweist auf die Verleihung des Nobelpreises für Literatur 2009 an Herta Müller.

P.S. Die hier nicht übernommenen Fotos finden sich in meinem Hauptblog für Literatur, geschichte , Politik und Zeitkritik:

http://carl-gibson.blogspot.de/2012/07/ehrendoktor-fur-herta-muller-die-farce.html

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

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